Die Regeln der 21 Tage Challenge
Die Hauptregel besteht darin, Mahlzeiten mit 70 Prozent basenbildenden und 30 Prozent säurebildenden Lebensmittel zuzubereiten.
Die Tabelle der basenbildenden und säurebildenden Lebensmittel folgt weiter unten.
Weitere Regeln:
Vegan
1. Woche: komplett vegan
2. Woche: Es kommen Eier von freilaufenden Hühnern hinzu
3. Woche: wie 2. Woche
nach 21 Tagen: wie 2. Woche
mein Kommentar: als weitgehender Veganer lasse ich die Eier auch künftig bis auf seltene Ausnahmen weg
Keine Kuhmilchprodukte
1. Woche: Ersatz sind Hafer-, Soja-, Mandel-, Kokos-, Reis-, Schaf- oder Ziegenmilchprodukte
2. Woche: wie Woche 1
3. Woche: wie Woche 1
nach 21 Tagen: wie Woche 1 + Quark von Kuhmilch kommt hinzu
mein Kommentar: Auch hier wieder: keine Milchprodukte! Auch nicht von Ziege oder Schaf. Sojaprodukte sind nicht zu empfehlen.
Gesundheit und ein langes Leben: Milch
Glutenfrei
1. Woche: glutenfreie Haferflocken, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Reis, Mais, Amaranth
2. Woche: wie 1. Woche
3. Woche: wie 1. Woche + Dinkel
nach 21 Tagen: wie 2. Woche + Roggen, + Hartweizen
mein Kommentar: kein Dinkel, Roggen und Hartweizen für Gluten-Empfindliche wie mich. Vermutlich wäre es auch für Unempfindliche besser sie wegzulassen.
Keine Rohkost
außer Kräuter und Sprossen (kein Obst, Salat, Gemüse, Rohsäfte oder Smoothies)
1. Woche: kleine Mengen an Kräutern und Sprossen als Toppings für die Mahlzeiten
2. Woche: wie 1. Woche
3. Woche: langsam saisonale Rohkost einführen
nach 21 Tagen: wie 3. Woche
mein Kommentar: ich bin bereit, das mal zu versuchen. Zwei Wochen ohne Rohkost sollte zumindest nicht sehr schaden.
Fermentiertes Gemüse
1. Woche: kein fermentiertes Gemüse
2. Woche: kein fermentiertes Gemüse
3. Woche: unpasteurisiertes Sauerkraut hinzufügen oder Sauerkrautsaft. Die Menge langsam erhöhen
nach 21 Tagen: wie 3. Woche
mein Kommentar: An anderer Stelle im Buch wird die ganze Kur über Sauerkraut gegessen. Zusatzbemerkung: es gibt noch viel anderes Gemüse, das sich zum Fermentieren eignet, als Weißkraut.
Keine koffeinhaltigen Getränke
dies gilt für alle drei Wochen. Als Ausnahmen sind zugelassen: morgens ein ungesüßter Espresso, um Kopfschmerzen zu lindern und niedrigen Blutdruck zu vermeiden.
nach 21 Tagen: 2 Espressi
mein Kommentar: ich denke, dass es unter den Gesundheitstheoretikern auch einige Kaffee-Chunkies gibt. Nur so erschließt sich mir, dass in manchen Gesundheitsbüchern davor gewarnt wird und in manchen er in Maßen empfohlen wird. Frau Bracht ist auch so ein Kaffee-Chunky. Ich werde jetzt nicht damit anfangen Kaffee zu trinken. Kopfschmerzen habe ich keine, die halte ich für Entzugserscheinungen. Bei niedrigem Blutdruck rate ich zu körperlicher Betätigung.
Kein Alkohol / kein Nikotin
Kein Alkohol / kein Nikotin während aller drei Wochen.
nach 21 Tagen: weniger konsumieren
Mein Kommentar: 0 weniger 0 ist 0! Das gilt auch für andere Drogen.
Kein Zucker
Woche 1: Mandelmus
ab Woche 2: 1g Honig oder dunkle Schokolade (80% Kakao-Anteil) vorzugsweise Morgens oder direkt nach dem Mittagessen.
Mein Kommentar: das ist hart. Ich fürchte ich bin ein Zucker-Chunky! Ich versuche es mit Kakao-Nibs aus 100% Kakaobohnen. Ab und zu gebe ich vielleicht 1g Honig dazu. Ich sehe das Verbot von Industriezucker ein, aber das wird eine echte Herausforderung!
Keine Nüsse
Woche 1: Ersatz: Chiasamen, Leinsamen, Sonnenblumen- und Kürbiskerne.
Woche 2: wie Woche 1
Woche 3: wie Woche 1 + Mandeln
nach 21 Tagen: wie Woche 3 + alle Nüsse.
Leinöl hinzufügen
Woche 1 bis 3: zu jeder Mahlzeit einen Teelöffel Leinöl hinzufügen.
Nach den 21 Tagen: zwei Teelöffel Leinöl am Tag
Liste der basischen und sauren Lebensmittel


Benötigte bzw. empfohlene Hilfsmittel
- Magnesiumcitrat-Pulver
- Basenpulver oder -kapseln
- pflanzliche Bitterstoffe & Verdauungsenzyme
- Multivitamin-Komplex (B-Komplex, Vitamin C, A, D, K, E)
- Präbiotikum & Probiotikum
- Papierstreifen zur Feststellung des pH-Wertes
Im Buch wird der Upgraders Komplett Kit empfohlen:
https://mitocare.de/products/upgraders-k...PTAltSmKJgc3bVW
für im Moment 279,- €
man kann sich die nötigen Mittel auch selbst und anderweitig besorgen.
Letztes Jahr war ich öfters in Ruhpolding und war da mit Anton einem Parkinson-Patienten täglich in der Sauna. Bei der Gelegenheit lernte ich seine Tochter Theresa kennen, eine Ärztin, die mit Naturheilverfahren arbeitet. Sie hat in Verbindung mit einer Blutanalyse festgesellt, welchen Mangel an Mikronährstoffen ich habe. Das ist wie bei den meisten Menschen in unseren Breiten Vitamin D3 und - nicht nur bei Vegetariern - B12
Auch die Autoren empfehlen eine Bedarfsanalyse für Mikronährstoffe durchzuführen. Allerdings ist das nicht Voraussetzung für die Darmkur.
Es wird als sinnvoll empfohlen folgende Mittel zunächst für die Dauer der Kur zu ergänzen, weil praktisch alle einen Mangel daran haben.
So wird eine Ergänzung von Vitamin D3 in einer Dosis von 4000 bis 10000IE pro Tag (je nach Körpergewicht) empfohlen.
Es wird auch die Ergänzung von K2 empfohlen, damit das D3 seine volle Wirkung entfalten kann.
Auch Vitamin C gilt bei den Autoren als ergänzungswürdiger Stoff. Fast jede Person hätte davon zu wenig. Ich gehöre nach meiner Blutanalyse nicht dazu. Allerdings soll für die Darmkur zwei Wochen auf alles Rohe verzichtet werden. In der Zeit werde auch ich Vitamin C substituieren.
Empfohlen wird eine Dosis von 1000 bis 2000 Milligramm Vitamin C in der verträglichen und resorbierbaren Form von Ester-C mit Flavonoiden.
Auch Omega-3-Fettsäuren werden zur Ergänzung empfohlen. Bewährt hätten sich eine Tagesdosis von 2000 Milligramm von marinen Omega-3-Fettsäuren EPA + DHA sowie ein bis zwei Esslöffel Leinöl pro Tag.
Ich habe mir nicht den "Komplett-Kit" für 280 Euro bestellt, sondern bei der Firma, die mir Theresa die Naturärztin empfohlen hat
www-sunday.de
die mir sinnvoll erscheinenden "Zutaten" geordert.

Die Bitterstoffe sind aus dem Rossmann.

auf dem Nachhauseweg bin ich einer Schlehenhecke begegnet. Die Früchte der Schlehe sind jetzt nach ein paar Frösten besonders lecker. Sie enthalten gute Bitterstoffe.

Da ich nichts Passendes dabei hatte, habe ich einige davon in die Verpackung des Bitterstoffe-Fläschchen gepflückt. Ein würdiger Ersatz finde ich!
Um das Experiment durchzuführen, lasse ich mich auf die empfohlenen Stoffe für die Kur zu Testzwecken ein. Gerade die Bitterstoffe bekomme ich, wie auch das Vitamin C, normalerweise aus anderen Quellen. Zu D3 und B12 läuft gerade schon eine Versuchsreihe, die letztendlich zum Ziel hat, ohne gekaufte "Black Boxes" unbekannten Inhaltes auszukommen. Später (Jahresende) darüber mehr.
Die 4 Hauptbestandteile der Kur
1. Schonung
Der Nachschub für den Darm wird zunächst reduziert. Dazu gehört auch das Fasten. Dem aktuellen Trend folgend wird auch bei den Autoren der F-X- Mayr Nachfolger das Intervallfasten bevorzugt.
Da wir im Rahmen unserer "Lange gesund leben"-Challenge das Intervallfasten einerseits schon besprochen haben, andererseits es bereits (zumindest bei mir) zu den praktizierten Übungen gehört, braucht darauf nicht näher eingegangen zu werden. Es wird das Intervallfasten (18/6) - 18 Stunden Fasten, innerhalb von 6 Stunden zwei Mahlzeiten essen - an drei Tagen pro Woche empfohlen. Sonst wird von drei Mahlzeiten ausgegangen.
Für mich hat es sich herausgestellt, dass das Umstellen von Intervall-Fasten, wieder zurück und die nächste Woche wieder Intervallfasten für ein paar Tage sehr viel komplizierter ist, als es gleich komplett durchzuziehen. Man gewöhnt sich dran und es wird zur Routine.
2. Säuberung
Die Säuberung wird durch die Gabe eines leichten Abführmittels erreicht. Empfohlen werden Bittersalz (Magnesium-Sulfat) oder Magnesiumcitrat, für das ich mich entschieden habe, weil ich weiß wie scheußlich Bittersalz schmeckt. Ich bin gespannt wie das sich mit Magnesiumcitrat verhält. Auch das Abführmittel Macrogol wird als Alternative genannt.
Um anstelle der ausgehungerten (kein Zucker auch nicht aus Obst) Bakterien werden "gute" Bakterien angesiedelt. Dafür ist das Probiotikum. Ziel: Ansiedelung von Actinobakterien statt Proteobakterien.
3. Schulung
Da ist vor allem die Essschulung. Da kommen die berühmten alten Semmeln zum Einsatz. Da werden (heute glutenfreie) mindestens 3 Tage alte Semmeln stückchenweise in den Mund genommen, daran gesaugt, bis sich Speichel bildet und schließlich gründlich gekaut, bevor man sie wie Brei verschlucken kann.
Andererseits wird Kräutertee langsam gelöffelt, was angeblich - ich werde es herausfinden - sehr zur Sättigung beiträgt.
Es wird der Leitsatz des Hippokrates zitiert: "Festes sollst du trinken, Flüssiges sollst du kauen."
4. Substitution
Siehe oben zum Thema "Empfohlene und benötigte Hilfsmittel".
Die tägliche Routine: Der 21-Tage-Leitfaden



Ich mache ein paar Modifikationen, die für mich passen.
1. Intervallfasten. Das gehört bei mir ohnehin zur laufenden Challenge "Lange gut Leben" und wird somit an jedem Tag durchgeführt.
Das bedeutet für mich, dass ich zwei Mahlzeiten esse. Eine nach 12 und eine vor 18 Uhr.
Die Messung des PH-Wertes des Speichels (übrigens solche Messtäbchen gibt es in jeder Apotheke, natürlich auch im Internet), und die Einnahme von Magnesiumcitrat mache ich wie vorgeschlagen nach dem Aufstehen. (Nicht nach dem Erwachen, denn da springe ich nicht sofort aus dem Bett!)
Die Vitamine (bei mir D3, B12 und solange es keine Rohkost gibt C) die Bitterstoffe, und das Leinöl nehme ich kurz vor der ersten Mahlzeit gegen 12 Uhr ein.
Die Basen-Kapseln nehme ich gegen 15 Uhr ein.
Da meine Vitamine nur für eine Einnahme am Tag vorgesehen sind, belasse ich es bei der Einnahme vor der ersten Mahlzeit.
Die Bitterstoffe zum zweiten Mal die Probiotika und den 2. Löffel Leinöl nehme ich kurz vor dem 2. Essen gegen 17:30 Uhr ein.
Die 2. Charge Basenkapseln gibt es gegen 20 Uhr
Am Montag geht es los!