Zitat von Eule im Beitrag #15
Betriebssystem: Linux
Arbeitsprogramme: LibreOffice
Keine "social media", kein Messenger, kein Smartphone, "alternative Identitäten" für die Online-Kommunikation, allgemeine "Datensparsamkeit"
Das klingt gut! Es löst Teile des Problems. In Sachen Linux bist Du schon einen Schritt weiter. Ich habe zwar vor langer Zeit mal mit einem UNIX-Betriebssystem gearbeitet auch mal mit den DEC-Betriebssystemen RS11 und RSX11M und natürlich mit DOS aber die letzten 30 Jahre oder so war ich beruflich wie privat auf Windows und MS-Office beschränkt.
Um Deinem Beispiel zu folgen und voran zu kommen habe ich mich zu einer sofortigen Hasenfuß-Variante entschieden. Ich lasse meinen Laptop zunächst unverändert und damit erstmal weiter funktionsfähig und habe mir soeben einen gebrauchten aufgearbeiteten Laptop mit vorinstalliertem Linux Mint sowie LibreOffice und Mozilla Firefox vorinstalliert bestellt. Das Ding kommt mit einem Jahr Garantie und kostet 259 € einschließlich Fracht.
Lenovo 15,6" ThinkPad T580, i5, 16GB RAM, 256GB
Das war mir der Einstieg in den Umstieg wert. Komme ich damit klar und sehe es als richtigen Weg an, übe ich mich in der Installation an meinem ausrangierten alten Laptop, der gerade noch irgendwie geht (hoffentlich immer noch) und wenn auch das funktionieren sollte stelle ich meinen aktuellen Laptop um.
Zu dem Schritt zu
Zitat
"kein Messenger, kein Smartphone,"
kann ich mich noch nicht entscheiden. Als Messenger verwende ich derzeit "Signal" Ende zu Ende verschlüsselt und Open Source für Server und Clients. Ist allerdings auch amerikanisch. Die Eingabe der Telefonnummer ist erforderlich. Alternativen, die weitgehend anonym funktionieren und Ende zu Ende verschlüsselt sind, sind angeblich Ginlo (Deutschland) und Threema (Schweiz). Letzterer ist kostenpflichtig. Wenn das nicht zu viel ist, finde ich das ganz gut. Ich nutze Email nicht über einen kostenlosen Anbieter, der sich irgendwie finanzieren muss und das halt über meine Daten macht, sondern über Posteo - Sitz in Berlin die 1 Euro pro Monat verlangen. Dafür gibt es keinerlei Werbung. Du musst nichts preisgeben, außer der Emailadresse bei ihnen. Zum bezahlen bekommst Du einen Code per Email. Wenn du komplett anonym bleiben möchtest kannst Du den Code in einem Briefumschlag zusammen mit z.B. einem 10 Euro Schein an die Firma schicken, damit kannst Du 10 Monate Emails versenden und bekommen. Selbst wenn jemand sich rechtlich Deine Daten holen könnte, gibt es nichts zu holen, weil der Anbieter selbst nichts weiß. So vorsichtig bin ich nicht, ich überweise das einfach.
Was das Smartphone angeht, so erkunde ich mich über GraphenOS und LinageOs statt Apple oder Android.
Apropos Smartphone. Geht das überhaupt noch ohne? z.B. beim Onlinebanking, bei Behördenkommunikation u.Ä. wäre schön zu hören.
Zitat
"alternative Identitäten" für die Online-Kommunikation
Meinst Du sowas wie den Avatar bzw. Nickname im Forum?
Ich trage mich mit dem Gedanken eine Art Bürgerbüro im Dorf aufzumachen und das unter anderem als Internet-Kaffee anzumelden. Da steht dann zunächst ein Rechner, an dem alle die das wollen sich mit einem Account anmelden können und z.B. Sachen bestellen. Das würde die Auswertetools sicher vor einige Aufgaben stellen.
Aber es muss schon auch möglich sein, seine Meinung zu sagen und dazu zu stehen. Auch im Internet.
Da müssen wir uns noch einiges an Gedanken machen.
Um Gesichtserkennung kommen wir ohnehin nicht drum rum.