Pax hominibus

#1 von petias , 10.01.2026 17:47

Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonæ voluntatis.

Ich besuchte vor vielen Jahren mal ein Krippenspiel. Da erschienen Engel den Hirten auf dem Felde und brachten ihnen die Weihnachtsbotschaft: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die guten Willens sind."
Das Krippenspiel wurde kurzerhand vom "Heiligen Land" in die bayrischen Berge versetzt. Die Hirten auf dem Felde nahmen die Botschaft der Engel auf: pax hominibus - Friede bei den Menschen?
"Pax bei de hominibus?", wiederholte einer der Hirten der Engel Worte. "Oh mei!"

Der Hirte glaubte nicht so recht an den Frieden unter den Menschen. Und auch heute, 2000 Jahre nach dem berichteten Ereignis, gibt es dafür weniger Hoffnung denn je.

Ich nehme das Erlebnis zum Aufhänger mir mal wieder Gedanken zu machen über die Lage der Welt und sinnvolle Handlungen zu überlegen.

Vor zwei Jahren um diese Zeit habe ich eine Beitragsserie geschrieben mit dem Thema
Das Ende der (beweisbaren) Wahrheit - die Wiederauferstehung des Glaubens?:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4 (Geld 1)
Teil 5 (Geld 2)
Teil 6 (Geld 3)
Teil 7 (Demokratie - Autokratie 1)
Teil 8 (Demokratie - Autokratie 2)
Teil 9 (Lieber tot als rot?)
Teil 10 (Das Zeit-Fenster für die Demokratie?)
Teil 11 ("Fortschritt")
Teil 12 (Glaubensbekenntnis)
Teil 13 (und nun? Umsetzung in die Praxis!)

im Anschluss an die Beitragsserie zum "Ende der Wahrheit" gab es einige Kapitel zur Romanstudie: Ökodorf "Eine Erde":
Vorwort
Kapitel 1: Das kann doch nicht alles gewesen sein
Kapitel 2: Wie viele Dinge braucht der Mensch?
Kapitel 3: Gemeinschaftsbildung
Kapitel 4: Ärmel hochkrempeln
Kapitel 5: Gewächshäuser
Kapitel 6: Badespaß
Kapitel 7: Erste Kurse
Kapitel 8: Tom, der Minimalist
Kapitel 9: Neiddebatte
Kapitel 10: Regionalgeld und Tauschbörse
Kapitel 11: Fortschritt
Kapitel 12: Wie hältst du’s mit der Wissenschaft
Kapitel 13: Flachland
Kapitel 14: Sense – sensibel – Sensenmann
Kapitel 15: Michael (und) der Sensenmann
Kapitel 16: Sense – Dengeln – Sensenschmied
Kapitel 17: Diplomatie

Leider ist es nicht ernsthaft zu praktischen Konsequenten aus den Überlegungen gekommen. An der Stelle möchte ich dieses Jahr wieder ansetzen.
Nach ein paar Aktualisierungen in der Beurteilung zur Lage versuche ich sinnvolle praktische Konsequenzen zu ziehen.
Es wäre schön, wenn ihr mich dabei unterstützen würdet oder mindestens mitschreiben um so zur Meinungsbildung beizutragen.

Als Start könnte man schon mal in die oben genannten Texte hineinsehen ...
Mein Lieblingskapitel ist übrigens Teil 11 ("Fortschritt")

Viel Spaß!


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RE: Pax hominibus

#2 von petias , 13.01.2026 16:16

Ich träume mir die Welt grad wie sie mir gefällt! Teil 1

Der Zustand unserer Welt macht Unbehagen. Mir zumindest und ich kenne da viele Andere. Will man was dagegen tun, sollte man das 1. erst mal benennen.
Dann wäre es 2. eine gute Idee einen Entwurf zu tägigen, wie es denn besser wäre. Der 3. Schritt sollte eine Weg-Beschreibung sein, wie man denn da hingelangen könnte.
Dieser 3. Schritt, wir ahnen es, wird der schwerste sein. Um in der Politik und Gesellschaft was zu erreichen braucht es Mehrheiten oder doch zumindest eine kritische Masse (Sozialwissenschaftler sprechen von 20 bis 30 Prozent) um soziale Kipppunkte zu triggern.
Aber ist die Zeit reif für gewisse Ideen z.B. weil gravierende Probleme auftreten, für die eine neue Verhaltensweise potentielle Lösungen bietet, dann kann das oft auch schnell gehen.
Es kommt drauf an, vorbereitet zu sein, Lösungen parat zu haben, wenn sie auch weder bequem noch einfach sein mögen und auf die Bereitschaft Allianzen zu schmieden. Man muss sich nicht in allen Punkten einig sein mit potentiellen Mitstreitern, um kleinste gemeinsame Schritte umzusetzen.

Nein, wir gehen nicht den dritten Schritt zuerst. Aber ein Wenig Motivation vorab, dass nicht alles sinnlos sein muss, kann nicht schaden!

Zu 1.
Was sind denn nun, gesellschaftlich, politisch gesehen, unsere Probleme?

Da ist erst mal die wachsende Kriegsgefahr. Zumindest in Europa, dachten wir, wären wir damit durch. Die Chinesen sind weit weg und beschränken sich in Europa zunächst auf wirtschaftlichen Imperialismus. Die Russen haben ihren Zenit überschritten und sind eigentlich gar keine richtige Großmacht und vor allem haben wir im Zweifelsfall einen mächtigen Freund, Partner und Beschützer, der die westlichen Werte teilt, ja von dem wir diese sogar teilweise übernommen haben und der froh ist, dass Europa an seiner Seite steht.
Die Zeiten können sich schnell ändern. Die mühsam gezimmerten Paragraphen des Völkerrechtes sind wirkungslos, wenn die Mächtigen sich nicht mehr daran halten. Wird die Freundschaft durch den vermeintlichen Beschützer aufgekündigt, muss man sehen, wo man bleibt. Neue Allianzen? Eigenes Erstarken?
Die Parolen der Friedensbewegung in den schrecklichen Zeiten des kalten Krieges sind schnell vergessen. Die Meinung, dass wir (Europa?) die eigenen Kriegstüchtigkeit aufpolieren müssen und kostet es noch so viel "Sondervermögen" (das Unwort des Jahres, das verschleiern soll, dass es sich um Schulden handelt) um sich in die Richtung zu bewegen. Trumps Amerika kocht sein eigenes Süppchen und will es ganz alleine essen. Europa ist auf sich selbst gestellt, der ehemalige Beschützer achtet den russischen Imperialismus mehr, als die europäische Wehleidigkeit.
Wir Bürger haben die Wahl. Aufrüstung was das Zeug hält, Soldaten zurück ins Straßenbild, Waffen bauen und kaufen (der Wirtschaft scheint es zunächst zu bekommen) Schulden für den guten Zweck - oder von Putin heim ins Reich geholt zu werden. Darüber hinaus scheint es nichts zu geben.

Und dann, war da nicht vor kurzem noch was? Ab und an wird eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass das Problem, das wir fast komplett verdrängt haben, schlimmer wird und nicht verschwindet, hört man einfach nur auf daran zu denken: Klimawandel, Artensterben, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit.
Die Grenzen des Wachstums, der ökologische Fußabdruck, ein ausschweifendes Leben, das immer mehr Erden erfordern würde, weil es unsere eine Erde nicht leisten und verkraften kann.
Trump und Co leugnen das, aber wir ahnen, das wird nicht reichen!

Aber, wenn wir ehrlich sind, haben wir ein noch viel schwerwiegenderes Problem. Die Preise steigen, die Wirtschaft schrumpft, der Mangel an manchen Fachkräften ist erdrückend, andererseits steigt die Arbeitslosenzahl, die Renten werden zur Belastung, die den Generationsfrieden bedroht, Unternehmen wandern ab.
Der alles entscheidende Punkt, sagen die Wirtschaftsliberalisten ist Wirtschaftswachstum. Ohne Wachstum können wir die Unternehmer nicht halten, keine höheren Löhne bezahlen, den Umweltschutz und die Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht stemmen, die soziale Marktwirtschaft nicht aufrecht erhalten. Die, die gerade an der Macht sind pumpen Milliarden an Sondervermögen in die Verbesserung der marktwirtschaftlichen Bedingungen wie niedrige Steuern, Subventionen und die Verbesserung der Infrastruktur. Vor allem muss die Digitalisierung endlich voran schreiten. Und bei der KI werden wir gerade abgehängt. Trumps Zölle und sein "Amerika first" kommen uns teuer zu stehen. Mal sehen, ob nicht das endlich verabschiedete Mercosur-Abkommen helfen kann. Der Kanzler umschwänzelt das aufstrebende Indien und überall in der Welt sucht man nach neuen Freihandelspartnern als Gegengewicht zu Trumps Zollpolitik. Ziel: endlich wieder Wachstum!

Was also können wir tun?
Länger Arbeiten, weniger Feiertage und Urlaub für die die Arbeit haben. Weniger Sozialleistungen wie Grundsicherung, Sozialhilfe und Rente, für die, die nicht arbeiten. Soziales Jahr für Rentner. Die jungen Leute an die Front(en). Aufrüsten: wenn schon die Autoindustrie schwächelt soll die Rüstungsindustrie ran.
Die Schwarzarbeit und das Schwarzgeld in den Griff bekommen indem wir das Bargeld endlich abschaffen und alle Geldflüsse digital überwachen. Das bringt viele Milliarden an zusätzlichen Steuereinnahmen. Die Großunternehmen haben da ihre eigenen Möglichkeiten, den die sollen doch nicht etwa abwandern.
Umweltschutz/Klimawandel? Also das ist doch eher reichlich überzogen. Wir als kleine BRD mit unserem Anteil an 2 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes können da nicht viel tun. Das sollen mal die Großen richten. Und wenn die Wirtschaft endlich wächst, dann kann man auch was für den Umweltschutz tun. Sieht man doch in China! Außerdem gibt es dafür doch auch technische Lösungen. Man kann doch das CO2 aus der Luft holen und in alte Stollen pressen. Dann ist es erst mal weg (nach uns die Sintflut)

Ich glaube ihr ahnt es schon: das haut alles nicht wirklich hin...


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RE: Pax hominibus

#3 von petias , 15.01.2026 15:23

Ein prinzipieller Konstruktionsfehler in der Weltwirtschaft wird nicht erkannt oder geleugnet

Der Wert einer Volkswirtschaft wird unter anderem daran gemessen, wie seine Außenhandelsbilanz aussieht. Also ob sie mehr Werte exportiert als importiert oder umgekehrt. Deutschland war lange Jahre "Exportweltmeister" was das deutsche Wirtschaftswunder ermöglicht hat.
Trump und seine Zollpolitik richten sich vor allem gegen diejenigen Staaten, mit denen die USA eine negative Außenhandelsbilanz hat. "Die zocken uns ab", sagt er und hat nicht ganz unrecht. Allerdings unterschlägt er die Dienstleistungsmilliarden von Amazon, Google und Co.
Um als Volkswirtschaft weiter zu wachsen gibt es zwei Möglichkeiten. Man steigert den Export oder man erhöht den Konsum im heimischen Markt.
Tatsächlich ist der schwächelnde Inland-Verbrauch ein Grund für die schwächelnde Gesamtwirtschaft. Die Leute sind mit dem Ersparten vorsichtiger, denn die Zeiten sind wenig vertrauenerweckend, und viele haben einfach viel weniger Geld zur Verfügung, weil die Einkommenssteigerungen nicht mit der Preissteigerung mithalten kann. Der Export lässt sich nicht weiter steigern, weil China ständig dominierender wird auf den Weltmärkten, die Rohstoffe teuer, die Kosten für Rohstoffe wie z.B. "Seltene Erden" hoch, weil knapp. Dazu kommen Trumps "wunderbare Zölle"
Der Versuch, das mit vielen weiteren Schulden - beschönigt mit dem Unwort des Jahres 2025 "Sondervermögen" - kommt uns teuer zu stehen. Schulden müssen zurückgezahlt werden und verursachen Kosten, genannt Zinsen.

Aus anderer Sicht, aus der der Umwelt- und Ressourcenbewahrung, ist das Schrumpfen des Güterverbrauchs eine gute Sache, ja unabdingbar!

Warum muss denn eigentlich unsere Wirtschaft ständig wachsen?

In unserem weltweiten Finanzsystem gibt es einen Konstruktionsfehler, der für die meisten Menschen sowie das Ökosystem und die Ressourcen unserer Erde fatale Folgen hat. Für einige führt dieser Konstruktionsfehler zu unermesslichem Reichtum. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass das Methode hat, dass dieser Fehler entstand und der auch nicht korrigiert wird.
Dieser Konstruktionsfehler im Geldsystem ist der Zins.

Wer das noch nicht getan hat, mag doch bitte nachlesen:
Das Ende der (beweisbaren) Wahrheit - die Wiederauferstehung des Glaubens?
Teil 3
Teil 4 (Geld 1)
Teil 5 (Geld 2)
Teil 6 (Geld 3)

Zins führt zu exponentiellem Wachstum bzw. zu exponentiellen Schulden.
Kapital verdoppelt sich durch Zins und Zinseszins bei 1% alle 70 Jahre, bei 3 Prozent all 24 Jahre, bei 6% alle 12 Jahre und bei 12% alle 6 Jahre.

Der Zins ist ein Mechanismus, der Geld zu denen umschichtet, die soviel davon haben, dass sie es verleihen können und nimmt es von denen, die so wenig davon haben, dass sie sich welches leihen müssen. Ein Umverteilungsmechanismus von arm zu reich.

Alle Firmen, alle Staaten sprich deren Bürger, fast alle Privatpersonen zahlen Zinsen. Selbst wenn man keine "Schulden" hat, Zinsen stecken in allen Preisen und die, die unterm Strich mehr Zinsen bekommen aufgrund ihres Kapitals als sie Zinsen zahlen sind nur sehr Wenige.

Das ist für die Oligarchen dieser Welt so praktisch und mehr und mehr sind weltweit die Oligarchen dieser Erde zunehmend identisch mit den Staatführern, offen oder im Hintergrund, dass eine Abschaffung des Zins-Systems praktisch ausgeschlossen werden kann.

Führende Oligarchen dieser Erde, glaubt man Berichten von gefallen Größen in der Nähe der Macht, rechnen auch schon fest mit dem Untergang der Menschen. Die Menschheit wird durch Digitalisierung "gerettet" und die, die es sich leisten können, siedeln auf Mond oder Mars oder auf schwimmenden künstlichen Inseln im Meer.

Beispiel, solange verfügbar:
https://www.ardmediathek.de/film/trump-u...fNDAwMzU4MTExNg

Ob man das nun "glaubt" oder nicht, ist nicht wirklich wichtig. Die meisten werden mir zustimmen, dass wir in der absehbaren Zeit keine Chance haben werden, am weltweiten Wirtschaftssystem, das die Reichen und Mächtigen noch reicher und mächtiger macht, etwas zu ändern.

Andererseits hören wir die Botschaft der Forschung und Wissenschaft in Sachen Klimawandel, schwinden der Artenvielfalt, Umweltzerstörung. Die Spiegel der Meere steigen, Gegenden werden unbewohnbar, Menschen fliehen, Wetterextreme nehmen dramatisch zu.
Die Wirtschaft - in Teilen erkennst sie das an, denn es ist ein Milliarden Business - sagt, dass man das Wirtschaftswachstum bräuchte, weil man sonst der Umbau der Gesellschaft zu einer klimaneutralen Lebensweise nicht bezahlen könnte, spricht vom "Grünen Wachstum".
Grünes Wachstum kann es aber nicht geben. Es gibt bestenfalls "Grünes Schrumpfen".
Darüber haben wir hier im Forum wiederholt berichtet.

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie
Das Update nach 12 Jahren:
Niko Paech: Befreiung vom Überfluss auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie - Das Update
Ulrike Herrmann: Das Ende des Kapitalismus

Die Weltwirtschaft muss und wird schrumpfen. "By design or by disaster" wie Niko Paech schreibt.
Das Desaster werden wir nicht vermeiden können. Paech hat seine These deshalb etwas angepasst.
"by decentralized design and disaster". Das Einzige, was wir noch tun können, ist ein dezentraler Entwurf einer Postwachstumsgesellschaft und die Vorbereitung auf das Desaster!

Die Politik versucht den Unmut des Wahlbürgers über die gebrochenen Versprechen, dass es ihm immer besser gehen würde, mit krampfhaften Versuchen zu begegnen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Da das nicht möglich (bestenfalls kurzfristig und auf Pump) sein wird, bekommen andere Politiker eine Chance. Dabei könnten äußerst zwielichtige Figuren an die Macht kommen und diese auch nicht wieder hergeben wollen. (Ich bin gespannt, wie sich das Ende der Amtszeit von Mr. Trump gestaltet). Aber das wird nichts Grundsätzliches ändern, denn wir haben ein noch viel größeres Problem.

Es droht nicht nur der Zusammenbruch der bekannten Welt durch die gierige Verschwendungswirtschaft der Zinsgesellschaft durch Ausbeutung unseres Planeten, sondern es droht die komplette Entmündigung des Menschen durch seine von ihm geschaffene Technik. Das werden wir im nächsten Beitrag der Reihe vertiefen.


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RE: Pax hominibus

#4 von petias , 18.01.2026 00:57

Homo Faber

Der Roman "Homo Faber" von Max Frisch (erschienen 1957) gehörte zu meiner Schullektüre. Der Titel des Romans nimmt Bezug auf den anthropologischen Begriff "Homo Faber", der als Gegenstück zum "Homo Sapiens", den Weisen, den Handwerker, den schaffenden Menschen, hervorhebt.
In dem Roman geht der Ingenieur Walter Faber nach vielen Verwirrungen unwissentlich, die Zeichen ignorierend, eine Liebesbeziehung mit seiner Tochter ein, die tragisch endet.
Seit dieser Schullektüre ist "Homo Faber" für mich die eigentliche Bezeichnung unserer Art (Sapiens) aus der Gattung Homo.
Nicht "Weise" sind wir sondern "Macher". Umgesetzt wird, was machbar ist. Ohne Rücksicht auf Verluste oder auch nur die Rücksichtname auf das Überleben unserer Art, geschweige denn anderer Arten.
Aber es besteht nicht nur die Gefahr, dass wir durch den Bau der Wasserstoffbombe in einem atomaren Overkill uns selbst und andere vernichten, sondern dass wir durch unsere eigenen Werkzeuge, die wir geschaffen haben, insbesondere durch die Schaffung einer technischen, nicht organischen Intelligenz schlichtweg abgelöst werden.

Die Entwicklungsgeschichte der Werkzeuge des Homo Faber ist sehr beeindruckend.

vor über 2 Millionen Jahren: Chopper, Stein-Schlagwerkzeuge
vor 1,75 Millionen Jahren: Faustkeile
vor ca. 1 Million Jahre:
die früheste Nutzung des Feuers durch einen Homo
ca. 31.000 v. Chr.: Abbau von Feuerstein unter Tage in Ägypten
ca. 10.000 v. Chr.: Gebrauch von gediegen Kupfer und Kupfererzen im Jordantal
ca. 7.000 v. Chr.: Verwendung von Töpferofen für Keramik im Nahen Osten
ca. 4.000 v. Chr.: Ton brennen, Nutzung des Rades, 1. Zahlensysteme, Stempeldruck
ca. 3.500 v. Chr.: Keilschrift (Sumerer), Entwässerungskanäle im Euphrattal
ca. 3.200 v. Chr.: Erste Verwendung von Eisen als Werkstoff im Nahen Osten
ca. 3.000 v. Chr.: Glasherstellung in Ägypten
ca. 1.500 v. Chr.: altägyptische Hieroglyphenschrift, Bronzeverhüttung Naher Osten
ca. 1.100 v. Chr.: Rechenmaschine Abakus (Babylonier)
ca. 970 v. Chr.: Wasserleitungssystem in Jerusalem
ca. 450 v. Chr.: Erfindung des Flaschenzugs
ca. 300 v. Chr.: Erste Automaten werden entwickelt (Philon von Byzanz)
ca. 100 v. Chr.: Papier wird in China erfunden
um 620: Erfindung des Porzellans in China
um 700: Erste Verwendung von Hochöfen in Katalonien
um 1000: Erste Anwendung von Schwarzpulver und Raketen in China
10./11. Jahrhundert: Wasserrad in Europa, später auch Windrads
12. Jahrhundert:Entdeckung der Schwefelsäure
um 1450: Erfindung des Buchdrucks (Johannes Gutenberg)
1452: Spinnrad mit Schwungrad
1487: Leonardo da Vinci fertigt Skizzen eines Hubschraubers an
1590: Mikroskop wird entwickelt
1609: astronomisches Fernrohr wird gebaut und angewendet (Galileo Galilei)
1620: Rechenschieber wird entwickelt
1640: Erfindung der Pendeluhr (Galileo Galilei)
1645: funktionierende Addiermaschine (Blaise Pascal)
1662: pferdegezogene Omnibusse in Paris
1687: Darlegung der Grundgesetze der Mechanik (Sir Isaac Newton)
1688: Erstes Spiegelteleskop (Sir Isaac Newton)
1712: Erste verwendbare Dampfmaschine (Thomas Newcomen)
1714: Erstes Patent auf eine Maschine zum Schreiben (Henry Mill)
1752: Erfindung des Blitzableiters (Benjamin Franklin)
1769: Verbesserung von Newcomens Dampfmaschine durch James Watt
1785: vollmechanisierter Webstuhl (Edmond Cartwright)
1799: Erste Batterie wird von Alessandro Volta erfunden
1825: Eisenbahn, Aluminium
1826: Streichholz (John Walker)
1831: elektromagnetische Induktion
1838: Brennstoffzelle
1840: Elektrischer Fahrzeugantrieb
1860: Pasteurisation, Verbrennungsmotor
1861: Fernsprecher
1866: Elektro-Kabel über den Atlantik (das funktioniert)
1876: Telefon
1877: Erfindung des Phonographen
1879: elektrische Lokomotive, Glühlampe
1880: Transformator
1881: Straßenbahn
1882: elektrisches Kraftwerk in New York
1885: Energieversorgung mit hochgespanntem Wechselstrom
1886: Erfindung des Automobils, Entdeckung der Radiowellen
1887: Schallplatte
1890: elektrische U-Bahn in London
1891: Gleitflug, Fernübertragung elektrischer Energie als Drehstrom mit Hochspannung
1893: Dieselmotor, Druckluftbremse
1895: Entdeckung Röntgenstrahlung
1896: Entdeckung Radioaktivität
1897: Erfindung der Kathodenstrahlröhre
1901: transatlantische Funkübertragung
1903: gesteuerter Motorflug mit einem Schwerer-als-Luft-Flugzeug
1913: Fließbandfertigung zur Automobilmontage
1931: erstes Elektronenmikroskop
1935: erstes reguläres Fernsehprogramm
1938: Erste induzierte Kernspaltung des Urans
1939: Erstflug des ersten mit einem Strahltriebwerk angetriebenen Flugzeugs
1941: Zuse Z3, erster universell programmierbarer Digitalrechner
1945: Erste Zündung einer Atombombe
1946: erster arbeitsfähiger Röhrenrechner ENIAC
1948: Erfindung des Transistors, erste Atomuhr
1950: erster erschwinglicher programmierbarer Heimcomputer (Simon)
1952: Erste Zündung einer Wasserstoffbombe
1954: erstes Kernkraftwerk
1957: erster künstlicher Erdsatelliten Sputnik 1
1958: Integrierter Schaltkreis
1959: Erster Aufschlag eines Flugkörpers auf dem Mond, Erste Mondumrundung
1960: erster Laser
1961: erster Mensch im Weltraum Juri Gagarin
1963: Digitalkamera
1968: erste Netzwerkverbindung zwischen zwei Computern Vorläufer des Internets
1969: Mondlandung
1970: Erste gesteuerte Kernfusion, erste Mikroprozessoren, erster Taschenrechner,
1971: erste Email
1972: erster Raumflugkörpers verlässt das Sonnensystem
1977: erster kompletter Mikrocomputer Commodore, Programmiersprache BASIC
1979: CD als digitaler Audiospeicher
1991: Start des World Wide Web
1995: DVD als digitaler Videospeicher
1997: Computer gewinnt gegen Schachweltmeister Kasparow
2009: Bitcoin mit Konzept der Blockchain als alternative Währung
2010: erster Tablet Computer
2012: Durchbrüche auf den Gebieten der Sprach- und Bilderkennung (Geburtstag der modernen künstlichen Intelligenz (KI))
2016: Computer gewinnt gegen Go-Weltmeister (viel schwerer als im Schach)
2016: Erklärbare künstliche Intelligenz (XAI)
2019: Quantenphysik hält Einzug in die Informationstechnik (Quantencomputer)
2022: OpenAI macht den Chatbot ChatGPT öffentlich zugänglich
2023: Deep Fakes (gefälschte realistisch wirkende, Medieninhalte wie z. B. Gesichter oder Stimmen in Videos, Audiodateien oder Fotos)

Ein Rückblick in die Geschichte des Menschen zeigt eine exponentiell verlaufende Zunahme an Wissen.
Weltweit steigt die Zahl der Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker die immer mehr Wissen erarbeiten und so gibt es immer schneller technische Neuerungen. Insbesondere die KI (künstliche Intelligenz) wird die Wissens- und Technikentwicklung vorantreiben.
Das Ziel der KI-Forschung ist letztendlich, einen denkenden Computer mit eigener „Persönlichkeit“ zu entwickeln. Der Erfinder und Sachbuchautor Raymond Kurzweil geht davon aus, dass nur eine solche „Singularität“ auf Dauer mit dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt mithalten könne – und diesen beschleunigen wird. So würde die künstliche Intelligenz bereits in den 2030er Jahren tausende Mal klüger als die menschliche Rasse sein.

Die NOI (Nicht Organische Intelligenz) kann unermüdlich an neuen Entwicklungen arbeiten. Die Welt wird immer komplexer und komplizierter und ist schließlich nur noch mit Hilfe der NOI erklär- und steuerbar. Der Mensch gibt die Führung ab.

Die NOI braucht eine hohe Rechenleistung. Der Ausbau der Rechenzentren wird weltweit vorangetrieben, denn wer den ersten Supercomputer baut, den, der in allen Bereichen besser ist als der Mensch, der (oder dessen Computer) übernimmt die Führung der Welt.
Der Energieverbrauch für die Rechenzentren ist enorm. Viele setzen auf eine neuen Generationen von Atomkraftwerken bzw. Kernfusionskraftwerken, die den nötigen Strom liefern werden.
Wiederbelebung der Atomkraft - der Totmannschalter des Homo Sapiens


Das passiert nicht in einer fernen Zukunft sondern in den nächsten Jahrzehnten, wenn nicht Jahren.
Ist die Singularität (Supercomputer) erreicht, kann die Entwicklung extrem schnell weitergehen und in eine Richtung, die wir überhaupt nicht abzusehen in der Lage sind. Wir können ebenso wenig absehen, was dann aus uns Menschen werden wird, wie etwa Menschenaffen absehen können, was wir Menschen uns noch so alles werden einfallen lassen.

Viele hoffen, die Verantwortlichen werden schon wissen, was sie tun. Sie wissen es nicht! Wir sind als Menschen an der Grenze unserer Verstandeskapazität.
Auch Cyborgs (Kybernetische Organismen) also Zwitter aus Mensch und Maschine, werden nicht lange mit der Entwicklung Schritt halten können.

Die Großen Firmen - staatlich oder privat - befinden sich in einem Wettrennen. The winner takes it all. Eher: Der Gewinner setzt Alles für Alle aufs Spiel. Der Wunsch zu gewinnen lässt jede Vorsicht hinten runterfallen.

Ist das menschliche Dummheit oder Evolution?
Ist es Evolution, dann können wir auch gar nichts dagegen tun? Ist es zwangsläufig so, dass wir möglicherweise eine Weile mit den intelligenten Maschinen parallel existieren, wie es die Neandertaler mit uns gemacht haben. Sind wir zum Aussterben verdammt wie sie?

Leseempfehlung in diesem Forum:
KI als der weise Staatenlenker in Platons Politeia?
KI und Bewusstsein

Was würde fehlen, wenn es die Menschheit nicht mehr gäbe?
You and me, baby, ain't nothin' but mammals. So let's do it like they do on the Discovery Channel
Wir sind ein Atom in der linken Brustwarze Gottes

Romanstudie: Neue Weltordnung
Gedicht: EVOLUTION (kommentiert)


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RE: Pax hominibus

#5 von petias , 22.01.2026 08:31

Ich träume mir die Welt grad wie sie mir gefällt Teil 2

Zitat von petias im Beitrag #2
Der Zustand unserer Welt macht Unbehagen. Mir zumindest und ich kenne da viele Andere. Will man was dagegen tun, sollte man das 1. erst mal benennen.
Dann wäre es 2. eine gute Idee einen Entwurf zu tägigen, wie es denn besser wäre. Der 3. Schritt sollte eine Weg-Beschreibung sein, wie man denn da hingelangen könnte.


Zu 2.
Wie sollte die Welt sich den gestalten lassen, wenn genügend Leute an einem Strang zögen?

Also wir würden die Bewahrung unserer Biosphäre mit ihrer wunderbaren Artenvielfalt ganz oben an stellen, denn wir haben uns entschieden nicht in einer digitalen Welt als Bits und Bytes, schon gar nicht als Q-Bits und Q-Bytes (Q steht für Quanten) leben zu wollen. Das bedeutet den Klimawandel nicht so schlimm werden zu lassen, die Schadstoffe, die wir ausstoßen auf ein für Gegend und Planeten nachhaltig verkraftbares Maß zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass wir friedlich zusammen leben.
Zu diesem Zweck haben wir internationale Gremien geschaffen, die immer dann eingreifen, wenn irgendwo auf der Welt etwas aus dem Ruder läuft sei es, dass es Katastrophen gibt, die lokal nicht gut zu bewältigen sind oder dass sich eine Gruppe um einen selbsternannten Führer schart, die sich anschickt die allgemein akzeptierten Regeln zu brechen.

Dabei haben wir eingesehen, dass es zwar Unterschiede unter den Menschen gibt, dass die Fähigkeiten einzelner die anderer Menschen übersteigen können, aber das ist kein Grund und gibt dem bevorzugten Individuum, das sich daran freuen kann und vielleicht deshalb leichter den erstrebten Partner oder Partnerin findet, nicht das Recht sich über die Anderen zu erheben indem es sich Rechte und Besitztümer herausnimmt, die denen nicht möglich sind.

Die Staaten haben sich von ihrer Schuldenlast befreit. Ein Staat oder eine Staatengruppe hat damit angefangen. Es sind Politiker an die Macht gelangt, die öffentlich die Frage stellten, bei wem denn ihr Staat diese Schulden hat, wie diese Geldgeber zu dem Geld, das sie da verleihen, gekommen sind und was sie dazu berechtigt die ganze Nation für die Zinsen arbeiten zu lassen und auf viele nötige öffentliche Projekte zu verzichten, um diese Schulden zu bedienen.
Sie haben kapiert, dass man diese Schulden nicht mehr los wird. Dass, wenn die Staatsanleihen, die der Staat mit den Kapitelgebern gezeichnet hat, abgelaufen sind, werden sie zurückgezahlt, indem man neue Staatsanleihen aufnmmt, möglicherweise zu schlechteren Konditionen, denn der Zinssatz hängt von der Bonität ab und die sinkt, wenn die Verschuldung steigt.
Dieser Staat ist nicht so sehr auf den Außenhandel mit anderen Staaten angewiesen, so kann er den Unmut und die Sanktionen der anderen verschuldeten Volkswirtschaften, veranlasst durch deren offen oder geheim im Hintergrund aktivierenden Profiteure, einigermaßen gut aushalten. Das Beispiel macht Schule und immer mehr Staaten schließen sich an. Die Diskussion wird öffentlich über die Medien geführt. Trotzdem die Besitzer der Medien andere Interessen haben, sorgen die bereits von der Schuldenlast befreiten Staaten durch entsprechende hoheitliche Maßnahmen dass sich die Zensur in Grenzen hält.

Die Diskussion über Staatschulden führt bald zur Diskussion über das Geldsystem an sich, zum Zinssystem und der Funktion des Geldes als Ware, die doch seiner Funktion als Zahlungsmittel komplett widerspricht. Es gibt mittlerweile viele lokale Beispiele, mit lokalem Geld und Tauschkreisen, um zu sehen, wie es auch gehen kann.

Die Bodenspekulation, die der Abschaffung des Geldes als Ware folgt, führt erst lokal dann weltweit zur Abschaffung des Privateigentums an Grund und Boden. Der gehört den Gemeinden, den kleinen bis mittleren lokalen Verwaltungsebenen und werden von denen an die Individuen und Gruppen verpachtet. Es greift das Bewusstsein vieler Jahrtausender Menschheitsgeschichte wieder Raum, dass man Land und Boden ebenso wenig besitzen kann, wie Luft und Wasser.
Es herrscht überall das Prinzip der Genossenschaft vor. Oberstes Prinzip der Genossenschaft ist die Gemeinnützigkeit. Werden Wohnungen gebaut, so richten sich die Mieten nach den Möglichkeiten der Mieter, dienen dem Erhalt der Wohnungen und darüber hinaus, sollte es Erlöse geben landen die in der Gemeindekasse für andere öffentliche Aufgaben.
Für die genaue Ausarbeitung der Regeln sind die Gemeinden zuständig. Wo es um den Interessensausgleich verschiedener Gemeinden geht, ist die jeweils nächst höhere Verwaltungseinheit Kreis, Land zuständig. Für den Interessensausgleich von Ländern / Staaten, werden internationale Gremien aufgerufen. Es gibt eine Weltarmee, die eventuelle imperialistische Gelüste von aus dem Ruder gelaufenen Staaten im Keim erstickt.

Im Bereich der Technik hat man sich auf eine Technikebene geeinigt, die den Menschen zwar unterstützt, die Arbeit erleichtert, aber ihn nicht überflüssig macht. Denn es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wer nichts zum Gemeinwesen beiträgt, dessen Mithilfe überflüssig ist, zur unterhaltenen und ausgehaltenen Masse gehört, schließlich in Gefahr gerät von den Eliten ganz abgeschafft zu werden.

Man hat sich darauf geeinigt, dass jede lokale Gemeinde für ihre grundlegenden Bedürfnisse sorgen können muss, wie Nahrung, Kleidung, Wohnung und die wichtigsten Werkzeuge um diese Dinge zu erzeugen.
Man hat sich darüber hinaus darauf geeinigt, dass es überlokal erzeugte Dinge gibt, die gehandelt/getauscht werden. Diese Dinge machen das Leben leichter, aber sind nicht essentiell.
Eine wesentliche technische Errungenschaft, die weltweit gefördert und unterstützt wird ist ein Kommunikationssystem, das die Welt miteinander verbindet und die weltweite Diskussion ermöglicht.
Es herrscht das Prinzip der Glokalität. Was geht wird auf lokaler Ebene erledigt. Braucht eine lokale Einheit Hilfe, wendet sie sich an die nächst höhere Verwaltungseinheit.


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RE: Pax hominibus

#6 von petias , Gestern 19:16

Ich träume mir die Welt grad wie sie mir gefällt Teil 3 (Jenny, Jenny, dreams are ten a penny

Dieses Lied von John Kincade aus dem Jahre 1972 fällt mir ein, wenn ich den Teil 2 von "ich träume mir die Welt ..."betrachte.
Hier ein Auszug:

Zitat

We built a house of willow tree
And dreamed of how our life would be
But now the dream has died
So got to say to you

Jenny, Jenny, dreams are ten a penny
Leave them in the lost and found
Jenny, Jenny, dreams are ten a penny
Get your feet back on the ground



Wenn wir die Träume ins Fundbüro ("lost and found") bringen, dann können sie vielleicht später wieder abgeholt werden oder sie werden versteigert und jemand kommt günstig daran!

Dabei wird da eine Welt skizziert, die nichts mit den Phantasien von Allmacht und Reichtum zu tun haben, die die meisten Menschen mit sich herumschleppen. Aber wenn man die bekannten Fakten versucht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen,
Umweltzerstörung, Klimawandel, Konzentration von Vermögen und Macht in den Händen Weniger, Technik und wissenschaftlicher Fortschritt, der uns über den Kopf wächst und wir darin zu ersticken drohen, Krieg aus purem Imperialismus ... habe ich was vergessen?,
dann könnte es in etwa so aussehen.

Dass das so kommen könnte, wie "erträumt", ist extrem unwahrscheinlich. Dass die Mächtigen der Welt das zulassen dürfte recht unwahrscheinlich sein und mit fortschreitender Technik - selbst bei wider Erwarten extrem wachsendem Bewusstsein der Leute - ist ein Aufbegehren der Massen kaum mehr möglich. (siehe ... Das Zeit-Fenster für die Demokratie)

Aber man muss sich mir nicht in allen Punkten meiner Analyse anschließen, um wenigstens einige der Aktionen und Vorschläge, die wir in diesem Faden "pax hominibus" entwickeln werden, mitzutragen.

Fangen wir mit einigen nicht so strittigen Punkten an und sehen wir wie es weiter geht.

Ich rechne damit, dass die meisten meiner Leser mit mir übereinstimmen, dass die Abhängigkeiten, die wir hier in Europa haben, von der High Tech- Clique rund um Trump und ihren Unternehmungen nicht gut sind und wir die besser reduzieren sollten.

Ich möchte die nächsten Beiträge der Reihe diesen Leuten und ihren Unternehmen widmen, welche Perspektiven und Absichten sie haben und wie wir uns - Stück für Stück - davon unabhängiger machen können.

Als ersten dieser Silicon Valley Größen, vielleicht den Einflussreichsten, wenn auch nicht den Allerreichsten, nehme ich Peter Thiel auf die Liste.

Für ihn ist das, was ich tue, ein Hinweis auf den Antichristen. Ja, so sehr sie die neueste Technik befördern und so utopisch anmutend ihre Perspektiven sind, viele von ihnen sind Christen. Für Peter Thiel war die katholische Kirche nicht konservativ genug. Er wurde zum Orthodoxen.


petias  
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