RE: Dies und das für jeden was

#376 von Eule , 30.03.2025 12:35

da gibt es durchaus andere Stimmen, sowohl was die Umfrageergebnisse betrifft, als auch die Hintergründe der nicht erfolgten Umsetzung:

EU zur Zeitumstellung

Die Lösung mit den Zeitzonen finde ich persönlich am sinnvollsten im Sinne der Aussage:

Zitat
Wir müssen uns so weit wie möglich an unserer natürlichen Zeitzone orientieren. Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass die Sonne um 12 Uhr am höchsten Punkt des Tages steht

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RE: Dies und das für jeden was

#377 von petias , 31.03.2025 09:00

Hallo Eule,
Dein erster Beitrag als Mitglied!
Der verlinkte Artikel bestätigt im Wesentlichen, finde ich, was ich geschrieben habe. Neu für mich war, dass Litauen 2027 wieder an das Problem herangehen möchte.
Neu für mich war auch der Vorschlag der vier Zeitzonen für Europa der vom Artikel gleich problematisiert wurde.

Der Gedanke, dass man sich hinsichtlich der Zeit daran orientiert, dass Mittag ist, wenn die Sonne am höchsten steht, ist ein schöner und wünschenswerter Gedanke. Das passt gut zum Gedanken der neuen Kirchtumspolitik und zur Glokalisierung.
Allerdings ist das nicht ganz unproblematisch. Schon innerhalb Deutschland beträgt der Unterschied der Sonnenhöchststände z.B. zwischen Aachen und etwas östlich von Dresden 30 Minuten. Die lokalen Uhrzeiten wären dann, was die Sonnenuhr anzeigt Und das ist alle paar Kilometer unterschiedlich.
Die Geschäftszeiten wären dann z.B. Öffnungszeit: 4 Stunden vor Sonnenhöchststand, Ladenschluss: 4 Stunden nach Sonnenhöchststand.

Da wird es etwas problematisch - KI machts möglich - die diversen lokalen Zeiten in die eigene Zeitzone umzurechnen. Der sich zunehmend globalisierenden Wirtschaft ist das ein Loch im Geldbeutel.

Aber auch im Rahmen der Glokalisierung ist das ein nicht ganz einfaches Thema. Das, was wir global halten wollen, ist die Kommunikation und die Information. Davon abhängig die gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Reisen und lokales Mitleben spielt eine wichtige Rolle. Aber die Reisenden wollen und sollen auch mit den Daheimgebliebenen kommunizieren.
Es ist schwer zu kommunizieren, wenn die Zeiten stark unterschiedlich sind. Zumindest muss man das ins Kalkül nehmen.
Im Internationalen Bereich ist das durchaus gängige Praxis, auch wenn nächtliche Anrufe schon mal vorkommen.
Im mittleren lokalen Bereich wird es schon schwieriger, wenn bei einem Date die Uhren der Partner stark auseinander gehen.
Ich will gar nicht drüber nachdenken, wie da die Mitternachtssonne und die komplett dunklen Tage im Norden des Kontinents mit hineinspielen.

Ich vermute mal, dass die Aussage, dass Mittag dann ist, wenn die Sonne am höchsten steht, nicht wörtlich gemeint ist, sondern z.B. meint, wenn die Differenz der Sonnenhöchststände weniger als eine Stunde beträgt.
Wie man diese Stundenscheiben aber dann festlegt, das ist wieder eine politische Entscheidung und wir sind wieder beim Problem des Ausgangspunktes, nämlich die politische Entscheidung der Beteiligten. Da werden wir nicht drum herum kommen, wollen wir was ändern. Oder - es bleibt, weil es am Einfachsten ist, wie es ist!


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RE: Dies und das für jeden was

#378 von Eule , 31.03.2025 14:19

Hallo Petias,

scheinbar ist Dir die im verlinkten Artikel vorgeschlagene Lösung entgangen, darum nocheinmal als Zitat:

Zitat
Deshalb schlägt die Initiative zur Zeitverwendung für eine gesunde Gesellschaft eine radikale Änderung mit vier Zeitzonen auf der Grundlage der Meridiane vor.

Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Spanien und die Benelux-Länder würden der gleichen westeuropäischen Zeitzone angehören, die der derzeitigen Greenwich-Zeit entspricht. Irland und Portugal würden mit Island in der Zeitzone der Azoreninseln liegen, die eine Stunde zurückliegt, während ganz Mitteleuropa und Griechenland eine Stunde voraus und Osteuropa, einschließlich der baltischen Länder, zwei Stunden voraus wäre.



Das mit den Zeitzonen scheint in den USA mit 4 bzw. 6 Zeitzonen bisher ja auch ganz gut zu funktionieren, ebenso in Russland mit 11 Zeitzonen. Warum also nicht auch bei uns?


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RE: Dies und das für jeden was

#379 von petias , 31.03.2025 20:38

Hallo Eule,
sorry, ich habe Deinen Punkt etwas missverstanden.

Den Vorschlag mit den 4 europäischen Zeitzonen der Initiative zur Zeitverwendung habe ich zwar gelesen, aber nicht so ernst genommen, da der Artikel diesen selbst gleich in Frage stellt.

Zitat
Diese neue Konstellation würde jedoch neue Probleme mit sich bringen: Irland und Nordirland hätten beispielsweise unterschiedliche Zeiten, was wahrscheinlich zu einem neuen politischen Problem führen würde.



Aber Du hast recht, das wäre tatsächlich ein praktischer Vorschlag im Sinne meines letzten Beitrags für eine Festlegung von Stundenscheiben.

Zitat von petias im Beitrag #377
Wie man diese Stundenscheiben aber dann festlegt, das ist wieder eine politische Entscheidung


Dass sich so ein Vorschlag, selbst mit gewissen Korrekturen, politisch durchsetzen lässt, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich hätte auch so mein Problem damit. Wenn ich nicht daneben denke, würde das bedeuten, dass bei uns dann permanent die Sommerzeit herrschen würde. Es wäre morgens um 8, was so mein spätester Aufstehzeitpunkt ist, im Winter noch dunkel. An das Licht abends habe ich mich gewöhnt, aber morgens?

Klar alles Gewohnheit. Und vielleicht begänne dann das Leben mit Arbeit und Schule bei uns auch um 9, wie in England. Working nine to five ...


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RE: Dies und das für jeden was

#380 von petias , 13.04.2025 00:36

Palmsonntag und Karwoche

Heute ist der Palmsonntag. Er ist der Sonntag vor Ostern und der Begin der Karwoche.
Das Osterdatum ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Der Frühling beginnt auf der Nordhalbkugel am 21. März. Der erste Vollmond im Frühling ist demnach dieses Jahr der 13. April. Das ist selbst ein Sonntag. Der oben geforderte Sonntag nach Vollmond ist demnach der 20. April und der Palmsonntag, der Sonntag davor fällt mit dem Vollmond zusammen.
Der früheste Ostersonntag ist der 22. März. Dies geschah zuletzt im Jahre 1818 und wird erst wieder im Jahre 2285 passieren. Der späteste Ostersonntag ist der 25. April.
Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu nach Jerusalem gefeiert. Man ließ den König der Juden auf einem Esel (ein armer König, zu einem Pferd hat es nicht gereicht) reiten und huldigte ihm mit Palmwedeln, die man von den Palmen abbrach, die da überall herumstanden.
In meiner Kindheit wurde in den Familien der Palmesel gekürt. Das war der, der an diesem Tag als Letzter aus dem Bett kam.
Der Palmsonntag markiert den Anfang der Karwoche. Das soll vom althochdeutschen Kara (Trauer, Kummer, Klage) kommen, denn in ihr feiert man das Leiden und Sterben des Jesus von Nazareth, der damit seine Anhänger von der Erbsünde befreit hat und ihnen den Weg zum ewigen Leben (im Himmel) eröffnete. Religion halt.
Geläufig sind uns die Namen Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.
Aber auch die ersten Wochentage hatten und haben Namen. Karmontag oder blauer Montag; schiefer Dienstag, Kardienstag oder Eierdienstag; krummer Mittwoch oder großer Mittwoch oder weißer Mittwoch.

Es ist die letzte Woche der Fastenzeit, die mit dem Ostersonntag endet.

Ich will diesmal auch nur essen, was ich bereits oder noch im Garten und auf den Fluren finde.

Am Karfreitag und am Karsamstag schweigen die Kirchenglocken aus Respekt vor dem Tode Jesu. Wir Ministranten sind da mit Ratschen - selbstgebauten Krachmachern - durchs Dorf gezogen und haben die Bewohner daran erinnert, dass Mittag ist oder Abend oder sie zur Kirche kommen sollen, wie das sonst die Glocken tun. Ein großer Spaß!

Ich wünsche eine besinnliche Karwoche!

Und passt auf, dass ihr nicht der Palmesel werdet!


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RE: Dies und das für jeden was

#381 von petias , 18.04.2025 17:36

Karfreitag

Der Karfreitag ist der Freitag vor Ostern und der Höhepunkt der Karwoche

Er wird auch der "stille Freitag" oder der "hohe Freitag" genannt. Von Freitag bis Sonntag schweigen die Kirchenglocken.
In der katholischen Liturgie heißt er "Feria sexta in Parasceve" das bedeutet, dass er der sechste Tag der Karwoche ist, die mit dem Palmsonntag beginnt und auf Ostern vorbereitet.

Aus Wikipedia:


In katholischen Kirchen schweigen nach alter Tradition die Orgel und die Kirchenglocken nach dem Gloria der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag. An die Stelle der Glocken und Schellen treten vielerorts Ratschen und Klappern, mit denen in vielen katholischen Landstrichen die Kirchgänger nach alter Tradition auch zu den Gottesdiensten, zum Stundengebet und zum Angelus gerufen werden.

Der Karfreitag gehört in vielen Bundesländern zu den "stillen Feiertagen" das bedeutet, dass öffentliche Tanzveranstaltungen sowie öffentliche Sportveranstaltungen von Mitternacht an verboten sind. Auch Zirkusveranstaltungen sind nicht gestattet.

Diesen Karfreitag haben unser On-Off-Mitbewohner Niko, der derzeit nicht auf dem Lichthügel wohnt und unser etwas entfernterer Nachbar Andreas, zu dem wir gleich auf ein Osterfest eingeladen sind, Geburtstag. Wir wünschen Alles Gute und eine gute Zeit!


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RE: Dies und das für jeden was

#382 von petias , 11.05.2025 12:33

Die Eisheiligen

Für Gärtner und Landwirte sind die "Eisheiligen" ein Begriff. Hat es sich doch immer wieder bestätigt, dass um die Gedenktage der 5 Heiligen: Mamertus 11. Mai, Pankraz 12. Mai, Servaz 13. Mai, Bonifaz 14. Mai und der kalten Sophie 15. Mai herum, so Mitte Mai also, es nochmal Nachtfröste geben kann. Eine ganze Reihe von Pflanzen vertragen das nicht und wer sich von den schönen sonnigen Tagen des Frühlings verleiten lässt und versucht seinen nicht frostharten Pflanzen einen Vorteil zu verschaffen, kann böse überrascht werden.
Immer wieder heißt es, dass der Klimawandel diese eisigen Nächte auch um die ca. zwei Wochen vorverlegt, die viele Pflanzen früher dran sind. Aber?
Die Eisheiligen galten schon immer um die Zeit Mitte Mai als Gefahr und das auch unabhängig davon, wo in Deutschland man gerade anbaut. Und ich habe den Eindruck, das gilt auch trotz des Klimawandels.

Da kommt mir der Artikel von Sylvaine von Liebe vom Bayrischen Rundfunk heute gerade recht. Sie hat mit dem
Wetterexperten Lothar Bock vom Regionalen Klimabüro München des Deutschen Wetterdienstes (DWD) darüber gesprochen und der erklärt, dass die Eisheiligen tatsächlich vom Klimawandel unabhängig sind.
" Frisch eingeflossene Polarluft, die unter Hochdruckeinfluss gerate, könne sich in windschwachen und klaren Mainächten auch bei einem klimatologisch höherem Temperaturniveau bis in den Frostbereich abkühlen."

Na also! Dann habe ich doch weiterhin eine gute Ausrede, im Frühjahr immer etwas spät dran zu sein. Zumindest muss ich dann nicht mit Folien abdecken und ähnliche Frostschutzmaßnahmen ergreifen.

Aber ab dem 16. gelten dann keine Ausreden mehr. Also los, raus in den Garten und Vorbereitungen treffen...

Siehe auch
Muttertag und Eisheilige

Damit ich es nicht vergesse: Allen Müttern eine schönen Muttertag!


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RE: Dies und das für jeden was

#383 von Eule , 12.05.2025 07:15

Zitat von petias im Beitrag #382
Sie hat mit dem
Wetterexperten Lothar Bock vom Regionalen Klimabüro München des Deutschen Wetterdienstes (DWD) darüber gesprochen und der erklärt, dass die Eisheiligen tatsächlich vom Klimawandel unabhängig sind.
" Frisch eingeflossene Polarluft, die unter Hochdruckeinfluss gerate, könne sich in windschwachen und klaren Mainächten auch bei einem klimatologisch höherem Temperaturniveau bis in den Frostbereich abkühlen."


da hat der Herr Bock aber "einen Ebensolchen geschossen": der Klimawandel führt zu einem insgesamt höheren Temperaturniveau, das betrifft dann auch regionale Wetterphänomene wie die Eisheiligen, die sich entsprechend dem Jahresgang der Temperatur nach vorne verschieben, früher auftreten. Da hier von statistischen Werten die Rede ist, sind Ausnahmen natürlich immer möglich, aber es gibt keinen plausiblen Grund, weshalb wetterbezogenen "Bauernregeln" vom Klimawandel nicht betroffen sein sollten. HIER war jedenfalls genau das der Fall: die Eisheiligen waren Jemand Anderes, der 1-2 Wochen früher 'dran ist. Gestern und heute kein Nachtfrost mehr, trotz der o.a. beschriebenen Wetterlage.

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RE: Dies und das für jeden was

#384 von petias , 12.05.2025 10:33

Zitat von Eule im Beitrag #383
da hat der Herr Bock aber "einen Ebensolchen geschossen"


So ein Mist! Wieder eine Ausrede weniger!

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RE: Dies und das für jeden was

#385 von petias , 19.05.2025 11:52

Super-Apps und der gläserne Bürger

Die App "DB Navigator" benutze ich häufig. Mein Deutschlandticket wird in ihr bereitgestellt. Wenn ich in den Bus einsteige, öffne ich sie und in ihr das Deutschlandticket um es als Fahrkarte scannen zu lassen.
Fahre ich weiter weg mit der Bahn, wie am Freitag wieder nach Bayern zu meiner Schwester, lasse ich mir eine Reise zusammenstellen und speichern. Die App sagt mir dann, wann ich einsteigen und umsteigen muss, meldet Verspätungen, nennt Alternativen. Sehr praktisch!

Jetzt liegt eine Anzeige wegen Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung gegen die Bahn vor, weil die App "DB Navigator" zu viele Daten der Nutzer sammeln würde und diese gäbe sie an Unternehmen wie Google und Adobe weiter.

Wir bezahlen eben alles in der digitalen Welt mit unserem Besten: unseren Daten!

In dem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass es bald auch bei uns die Super-App geben soll. Eine App die alles kann und alles für uns macht. Super-Apps sind in Asien und auch in Brasilien bereits Alltag. Bei uns stehen die Big Player in den Startlöchern.

Elon Musk will mit seiner Plattform X eine Super-App nach asiatischem Vorbild anbieten. Eine, die Kommunikation, Finanztransaktionen, Shopping und Content (Inhalte) vereint. Und weil die Integration eines Bezahldienstes eine Grundvoraussetzung für lukrative Geschäfte ist, kooperiert X mit dem Kartendienstleister Visa. Erste Funktionen sollen bis Ende 2025 verfügbar sein.

Meta-Chef Mark Zuckerberg steht auch in den Startlöchern: Der Chat-Dienst WhatsApp soll zur zentralen Plattform für KI-gestützte Kommunikation und E-Commerce werden. Bereits heute kaufen Millionen Nutzer Produkte über Zuckerbergs Social-Media-Plattform Instagram. Auch hier soll ein Bezahldienst integriert werden, damit man die App auch zum Bezahlen gar nicht mehr verlassen muss.

Bleibt ein Benutzer überwiegend in derselben App, dann ist es viel einfacher, seine Daten lückenlos zu verfolgen und zu sammeln, als wenn man das über verschiedenen Dienste sammeln und komprimieren müsste.
Willkommen in der "Schönen Neuen Welt!"

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RE: Dies und das für jeden was

#386 von petias , 30.05.2025 11:12

Männertag 2025

Beim Männertag am Himmelfahrtstag, bin ich ein gefragter Mann. Jemand, der ein Auto fahren kann und keine Rauschmittel zu sich nimmt und bereit ist an so einem Tag mit von der Partie zu sein, ist sehr nützlich. Kann Mann doch den Tag aus vollen Krügen genießen und braucht keine Frau, die ihn dann abends abholt. Solange auch gewandert wird und Musik gemacht, bin ich dazu gerne bereit. Betrunken lernt man seine Bekannten auf eine ganz andere und vertiefte Weise kennen.

Unser diesjähriger Reiseleiter war Cosi.



"Cosi Ostborn" ist dabei ein Künstlername, der den Stolz ausdrückt, im Osten, in der ehemaligen DDR geboren worden zu sein.


Der rote Bus im Hintergrund ist Brunos Auto. Bis hierhin hat es Bruno gefahren.
Aber bevor es mit der Wanderung los gehen kann, ist erst einmal eine Stärkung fällig.


Auf Brunos T-Shirt prangt der Name einer beliebten Band aus der DDR.


Der Bahnhof hat was Nostalgisches. Sogar einen Wasserturm für DDR-Dampfzüge gibt es noch.


Alles einsteigen!


eine Zugfahrt, die ist lustig. Aber immerhin galt da auch mein Deutschlandticket!




Zwei Stationen später landen wir in Bechstedt. Von hier aus sind zwei Männertags-Highlights bequem zu erwandern.





Wir sind in zahlreicher Gesellschaft!




Der erste Hotspot zeigt Bilder von vielen Männertagen zuvor. Die Musik ist aus der Konserve und nicht nach unserem Geschmack.


Cosi pflegt hier bei einer nahe gelegentlichen Kneipanlage immer am Männertag im Wasser zu waten. Aber diesmal ist sie trocken gelegt. Das Wasser wird während dieser andauernden Trockenzeit für das Bewässern der Kastanienbäume gebraucht.




Manche Männer sind mit männlichen Spielzeugen unterwegs.


Alle berührten Kneipen haben eines gemeinsam. Nur Bares ist Wahres!
Macht das eher Hoffnung oder ist das eine Bedrohung für unser Bargeld?


Die nächste gastronomische Pilgerstädte hat Donnerstag eigentlich Ruhetag. Aber nicht am Männertag. Da winkt dickes Geschäft.

Die Band erntet bei unseren Musikern nur Spott. Aber die eigenen Glampfen auspacken geht natürlich nicht in dem Fall.




"Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!"
Auszug aus Goethes Osterspaziergang.


Ein Blick auf die Speisekarte Karte zeigt zweierlei: Es gibt nichts zu Essen für Leute, die sich kritisch mit Ernährung auseinandersetzen.
Aber - es gibt für Thüringen auf dem Land Verhältnissen erstaunlichen Fortschritt. Einen vegetarischen Strammen Max.
Na, wenn es so leicht zu haben ist. Statt dem Schinken legt man eine Scheibe Käse aufs Brot.
Tatsächlich sind Käse, Eier und Brot keine geeigneten Nahrungsmittel für kritische Empfindliche. Die Beilagen allerdings enthalten mit Tomate und Gurke immerhin Essbares.




von der trockenen Kneip-Anlage lassen Cosi und ich uns nicht abhalten. Später nutzen wir die sehr wenig Wasser führende Schwarza, um unser Fußbad zu machen.

Wir nehmen wieder das Auto, diesmal mit mir am Steuer, um zur nächsten Lokalität zu fahren.



Diesmal geht es rustikaler zu und unsere Barden sind hoch willkommen. Musik machen, solange es der Alkoholpegel erlaubt.

Bis alle nach Hause gefahren sind, dauert es ein Weilchen.
Von Brunos Haus, wo ich ihn zuletzt abgeliefert habe, laufe ich die drei Kilometer durch den Wald zum Lichthügel. So zeigt mein Schrittzähler trotz einer eher bescheidenen Männertags-Wanderung doch noch ganz beachtliche 18000 Schritte.

Männertag 2021
Männertag 2022
Männertag 2023
Männertag 2024


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RE: Dies und das für jeden was

#387 von petias , 31.05.2025 18:55

Weltnichtrauchertag 2025

Seit 1987 begeht die Weltgesundheitsorganisation den "World No Tobacco Day" also den Weltnichtrauchertag am 31. Mai.
Das Motto "Außen echt nice – innen echt toxisch"

Die Gefahren des Tabak Konsums sind hinlänglich bekannt. In Deutschland zieren die Zigarettenschachteln wirklich erschreckende Bilder über die Gefahren des Rauchens. Den Rauchern ist es egal. Manche sammeln sogar die Horrorbilder, damit ihnen keines entgeht.

Wer raucht, tut das also in vollem Bewusstsein der Gefahren.
Ich hatte mir schon mal bei mir gedacht, dass man Rauchern nicht trauen könnte. Wem seine eigene Gesundheit schon völlig egal ist, der wird sich nicht um die anderer scheren.
Aber so ist es auch wieder nicht. Ich hatte eine Freundin, die den Filter ihrer Zigarette kurz unter die Flamme des Feuerzeuges hielt, weil sie gelesen hatte, dass damit die Härchen des Filters verkleben und so weniger Giftstoffe durchkommen.
Das Rauchen von E-Zigaretten geschieht in der Regel auch, weil das angeblich weniger schädlich ist. So sagt die Werbung. Studien sagen etwas anderes. Zudem gilt es als Einstiegsdroge für normales Rauchen.

Die meisten Raucher würden "gesundes" Rauchen bevorzugen, wenn es das gäbe.

Rauchen ist halt eine Sucht, wie Alkohol, Kaffee und andere Drogen auch.
Ich, der nichts davon je konsumiert hat, weiß aber trotzdem zumindest ansatzweise, wie schwer es ist mit Süchten umzugehen. Bei mir ist es die Brot-Sucht und die Zuckersucht.
Ganz auf normales (Gluten-) Brot zu verzichten ist eine Kraftanstrengung und beim Industriezucker werde ich auch immer wieder rückfällig.
Wir sollten mal wieder eine Challenge starten. Hatten wir schon länger nicht mehr.

Eine Menge Infos zum Weltnichtrauchertag stehen schon im Beitrag von 2022, die ich nicht wiederholen möchte.

Weltnichtrauchertag 2022

Na dann wünsche ich einen erfolgreichen Weltnichtrauchertag! Die eigene Gesundheit und die aller passiv Mitrauchenden wird es uns danken.


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RE: Dies und das für jeden was

#388 von petias , 02.06.2025 20:05

Frühlingsfeuer


Sebastian hat eine Quelle für 1000 Liter Fässer aufgetan zu einem erschwinglichen Preis. Das Sammeln von Regenwasser wird im Klimawandel in unseren Breiten immer wichtiger. Das Gießen mit Leitungswasser dürfte aus Gründen der Kosten oder wegen möglicher Verbote für die Bewässerung eines großen Gartens immer schwieriger oder unmöglich werden.




Unser Sommerfest - kurz nach Christians Geburtstag und einen Monat nach meinem (reiner Zufall) - fand am 1. Juni statt.
Schon am Tag zuvor begannen die Vorbereitungen: Brot backen und Salate vorbereiten.

Zu der Zeit, als es eigentlich los gehen sollte, fing es endlich an zu regnen. Kein perfektes Timing, aber ich war trotzdem sehr froh um jeden Tropfen!
DIe App drohte innerhalb von 1,5 Stunden 100 Liter pro Quadratmeter an. Das wäre dann doch etwas viel gewesen. Da wäre ein Gutteil weggelaufen.
Aber bei jedem mal aktualisieren der App wurden es weniger. Übrig blieben gut 30 Liter. Immerhin.

Um 18 Uhr hörte der Regen wieder auf und es kam sogar die Sonne wieder durch. Ein paar Absagen gab es, aber die gibt es immer. Das Fest verlief planmäßig.





Mal sehen, wie viele Feste es diese Jahr noch geben wird. Das nächste ist vermutlich das Geburtstagsfest der Geli am 28. Juni in Steinheid.


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RE: Dies und das für jeden was

#389 von petias , 10.06.2025 08:47

Kleines Forum-Jubiläum und Kirchenkultur

Gestern vor 5 Jahren bin ich Mitglied diese Forums geworden, das Niko kurz vorher auf meine Anregung hin eingerichtet hat. Ebenfalls gestern habe ich den 1101 Beitrag in dieses Forum eingestellt.

Zu einem wirklichem Forum, also einem Austauschplatz von Menschen und Meinungen ist es bislang immer noch nicht geworden. Das kann man daran sehen, dass die Gesamtzahl der Beiträge sich auf 1.286 summiert. Also nicht einmal 200 Beiträge stammen von den Lesern des Forums.

Die Anzahl der Leser ist phasenweise ganz erfreulich. Sie schwankt von so um die 20 Besucher bis deutlich über 200 am Tag. Das ist gemessen an Follower-Zahlen, die man aus den Social Media kennt, nicht viel, aber ein gewisses Interesse scheint zu bestehen.

Da vermutlich kein Leser täglich im Forum vorbeischaut, schätze ich den potentiellen Leserstamm auf so um die 300. Gerade mein unmittelbares Umfeld hier in Lichte scheint sehr selten bis nicht ins Forum zu sehen. Das wird aus Gesprächen deutlich.
Von anderen Bekannten und Verwandten höre ich: "Wenn ich mich frage wie es dir geht, schaue ich mal in das Forum."
Na zumindest kann man ableiten, solange ich Beiträge einstelle, dass ich noch lebe ;-)

Jedenfalls danke ich allen Gästen, die sich für das Forum interessieren. Und wer weiß - vielleicht entwickelt es sich noch zu einem wirklichem Forum!

Gestern hat mich Nachbarin Elke mal wieder zu einer örtlichen Kulturveranstaltung mitgenommen.
Der in Thüringen gut bekannte Dresdener Kirchenkantor (Frauenkirche) Matthias Grünert lud zur Orgelmatinee in die Aquila-Kirche in Reichmannsdorf.

Reichmannsdorf hat seinen Namen aus den Zeiten des Thüringer Goldrausches. Damals sind einige Bürger zu Geld gekommen. Ein Ortsteil von Lichte heißt "Waschdorf". Der Name geht auch auf das Goldwaschen zurück.


Der Maestro


alles örtliche (Thüringen, Sachsen Anhalt) Werke.



Die Pfarrerin spricht einleitende Worte.

Der Maestro bedankt sich beim Publikum.


Der Landrat war auch da.


Bei einem Stück wirbelten die Sternräder schnell um die eigene Achse. Das lag wohl daran, dass die darunter liegenden Orgelpfeifen aktiv waren.


Der jüngsten Teilnehmerin fiel das Stillsitzen sehr schwer!


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RE: Dies und das für jeden was

#390 von petias , 11.06.2025 16:45

Schneckenplage und Ethik

Zitat von petias im Beitrag Notizen zum Tage
... stattdessen ist ein neues aber aus den vergangenen Jahren wohlbekanntes Problem aufgetreten: die Schneckenplage. Mittlerweile sammle ich bereits drei mal am Tag
- morgens nach dem Aufstehen, schon beim Weg von der Schlafhütte durch den vorderen Garten zum Haus
- mittags bevor ich Enkel Oli von der Kita abhole und
- abends kurz vor 20 Uhr, wenn ich wieder nachhause komme.

ein bis drei große Schraubgläser voll Schnecken.


Dazu hat mich eine Anfrage mittels Signal über das Handy erreicht.

Zitat
Was machst du mit den Schnecken im Schraubverschlussglas



Das ist jetzt wirklich eine schwere Frage! Da muss ich etwas ausholen. Blau markierte Textpassagen sind meinem nachweislichem Hang zum Fabulieren (Homo narrans) geschuldet und etwas fern der Wirklichkeit.
(Das Gedicht von Roth ist grün geschrieben. Blau kommt erst weiter unten!)

"Ein Mensch zertritt die Schnecke achtlos,
die Schnecke ist dagegen machtlos.
Zu spät erst kann sie beim Zerknacken,
den Menschen beim Gewissen packen!"
----------------------------------------------- Eugen Roth

Dieses Gedicht von Eugen Roth beschreibt recht genau mein Gefühl, wenn ich auf eine Schnecke trete. Wer tötet schon gerne ein Lebewesen ohne vernünftigen Grund.

Aber das Kapitel "Schnecken im Garten" ist schon was ganz besonderes.

Als ich vor fast 15 Jahren mit meiner damaligen Lebensgefährtin B. zum Lichthügel gezogen war und wir den Garten aufbauten, wurden wir damit konfrontiert, dass die Schnecken in Windeseile die neu gepflanzten und gesäten Gemüse vertilgten.
B. war sehr religiös und etisch geprägt. Insekten in der Wohnung wurden mit speziellen Insektenfallen gefangen die auch die dünnen Spinnenbeine nicht beschädigten und nach draußen gebracht.
Mäuse wurden in Lebendfallen gefangen und ebenfalls im nahen Wald ausgesetzt. Ich bin sicher, einige haben sich aus reinem Spaß bei vollem Bewusstsein der Lage ihre Leckerlis mehrmals geholt und sich in den Wald bringen lassen.

Bei einer unglaublichen Fliegenplage, nachdem wir täglich mehrmals die Fliegen mit vier Geschirrtücher in unseren vier Händen aus dem Zimmer zum offenen Fenster hinaus gewedelt hatten, mit wenig spürbarem Effekt, stimmte B. schließlich zu, Fliegenfänger aufzuhängen, an denen sich Fliegen verfingen, festklebten und kläglich verendeten. Schließlich, meinte B. würden die Tiere freiwillig und unbedrängt von uns in ihr Verderben rennen.

Bei den Schnecken machten wir das so, dass wir wie jetzt sie in Gläser sammelten. B. setzte die Tiere dann beim nächsten Spaziergang mit dem Hund (drei mal am Tag) im Wald aus.

Aber sie stimmte auch dem Versuch einer Bierfalle zu, einen Vorschlag, den man manchmal in Garten-Zeitschriften findet. Auch damit wäre der Tod durch Ertrinken im Bier schließlich ein Lust-indizierter Freitod. Aber die Fallen waren kompliziert zu bauen und zu warten, es stank nach Bier und der Erfolg war mäßig.

B. hat mich nach einem weiteren Jahr verlassen. Ich denke nicht wegen meiner Brutalität der Tierwelt gegenüber.

Das Problem mit den Schnecken blieb. Ich hörte mich bei anderen GärtnerInnen um. Eine Bekannte zerschnitt die Nacktschnecken mit einer Schere. Ein schneller Tod, wie sie meinte. Ich konnte der Maßnahme nichts abgewinnen.
Eine andere mir bekannte Gärtnerin warf die Tiere in einen Eimer mit Kalk-Pulver. Ich habe vergessen oder verdrängt, was sie mit den Kadavern in Kalk angestellt hat.
Ich habe eine Weile Wasser in die Schraubgläser gefüllt um die Tiere zu ertränken. Auch keine ganz schnelle und sichere Methode. Als ich die vermeintlichen Leichen auf dem Kompost entleerte gab es noch nach Stunden Überlebende.
(Man muss kochendes Wasser nehmen, meinte eine andere Bekannte.)
Wartet man länger, zwei Tage oder so, ist der Schleim im Gals so intensiv, dass man sie nur noch aus Schraubgläsern ohne Flaschenhals überhaupt herausbekommen kann.
Der Schneckenschleim und die Kadaver zogen ganze Heerscharen von Schnecken an, die sich als Kannibalen über ihre Artgenossen, oder was von ihnen übrig war, hermachten.

Man kann das auch im Garten auf den Wegen beobachten. Eine zertretenen Schnecke wird von zwei oder drei Artgenossen aufgefressen.

Der Schneckenschleim und die Schneckenkadaver auf dem Kompost hatten mir auch noch nie wirklich gefallen. Die Vorstellung, mein Gemüse zu einem wachsenden Anteil aus Schnecken-Überresten zu ziehen bereitet mir Unbehagen.

Ich freute mich, als ich die Anzeige einer bekannten Hexe aus der Gegend las. Sie suchte für ihre Zaubertränke Schneckenschleim. Allerdings musste der unverdünnt mit Wasser, Kalk, Bier oder was immer sein. "Nur der pure Schneckenschleim!", schärfte sie mir immer wieder ein!
Sie gab mir die Anweisung, die Tiere einfach in Schraubgläser zu sammeln, ein Bisschen nachgedrückt, dass das Glas auch schön voll wird, und dann eine Weile stehen lassen. Die Tiere fangen ganz schnell an, sich gegenseitig aufzufressen. Der Schneckenschleim aus Schneckenschleim wirkt wie eine wunderbare Potenzierung und hat große Zauberkraft.
Als Übergabepunkt haben wir die Restmülltonne vereinbart. Sie fliegt mit ihrem Besen ab und an vorbei und holt sich die Schneckengläser ab. Als Bezahlung erhalte ich gelegentlich eine Salbe, in der das Zaubermittel verarbeitet ist. Es gibt nichts besseres gegen Warzen, bei meiner Ehre!


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