RE: Dies und das für jeden was

#391 von petias , 29.06.2025 11:03

Sommerfreuden in Steinheid

Schon Jahre bevor Teile meiner Familie nach Steinheid zogen, hatte Steinheid eine Bedeutung für mich. Hier hat Angelika ihren Reiterhof und hier feiert Angelika ihre Geburtstagfeste und ich bin seit 8 Jahren mit dabei.

Parallel zum Geburtstagfest meistens, findet auch die örtliche Kermes statt. Donnerstag bis Sonntag der letzten Woche im Juni. Gelis Fest ist am Samstag nach dem 24. Juni und so überschneiden die beiden lokalen Großereignisse sich meistens.

Durch Enkel Oliver und seine Kindergarten-Kumpel bekommt die Kermes eine gewisse Bedeutung.






Bevor Abends in der Mehrzweck(turn)halle nahe des Marktplatzes, die ein Festzelt mehr als ersetzt, das allabendliche Besäufnis stattfindet, hat an diesem Samstag erst mal der Kindergarten einen halbstündigen Auftritt.


Wie fühlt es sich an, auf der Bühne zu stehen?

Einzug der Bienen!

Die Bienen erobern die Bühne! Summ, summ, summ, Bienchen summ herum ist das erste von mehreren Liedern, die gesungen, getanzt und gespielt werden.




Die Leiterin des Kindergartens bemüht einen angeblichen Ausspruch Albert Einsteins, wonach das Ende der Bienen in vier Jahren das Ende der Menschen nach sich zöge.
Die Idee: keine Biene, keine Bestäubung, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen.
So simpel ist die Artenvielfalt zum Glück nicht. Da werden all die Wildbienen wie Hummeln, Schlupfwespen
und und und völlig vernachlässigt. Aber Bienenpflege - Blühstreifen, Bienenweiden etc. helfen den Bienen und all den vielen wilden Gesellen.




Nach der Veranstaltung machen die Kinder die Kermes unsicher





Das Ersparte des ganzen Jahres reicht für eine viertel Stunde Aktion!

Ab 18 Uhr hat die Geli ihre Auftritte

Der langjährige Musikpartner Franz hat kurzfristig abgesagt. Zum Glück ist Freund Martin als Kapellmeister ein absoluter Profi und perfekter Bediener eines 1-Mann-Orchesters und bereit einzuspringen!





Wer zur Toilette muss, kann sich an weisen Sprüchen ergötzen.

Um 11 Uhr geht es ab nach Hause. Morgen erwartet eine frisch gemähte Wiese unsere Aufmerksamkeit!


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RE: Dies und das für jeden was

#392 von petias , 10.09.2025 13:41

Die Camargue

Je nach Definition wird die Fläche der Camargue mit 600 km², 930 km² oder 1500 km² angegeben.
In der kleinsten Ausdehnung liegt sie zwischen den Mündungsarmen der Rohne, umfasst sozusagen das Mündungsdelta der Rohne. In den anderen Definitionen gehören noch weitere Gebiete dazu. Auf jeden Fall ist sie Teil der Procence und im Süden Frankreichs gelegen.
Die Camargue ist bekannt für rosarote Flamingos, die weißen kleinen Pferde und für Stiere. Einige Pferde laufen da zwar noch frei herum, aber sie haben Brandzeichen und einen Besitzer. Viele der Pferde, die die zahlreichen "Promenade a Cheval" - Spaziergang zu Pferde - anbieten, stehen außerhalb der Saison in anderen Teilen Frankreichs und werden für die Saison heranngekarrt oder geritten.
Auch die Stiere haben Besitzer und dienen neben der Schlachtung dem Auftritt in der Arena und bei Straßenumtrieben. Allerdings werden sie nicht in der Arena getötet, sondern haben einen Gummischutz an den Hörnern und das Spektakel ist Sport und Volks- besser Touristenbelustugung.

Weitere bekannte Produkte der Camargue sind Reis und Meersalz.
Als "Hauptstadt" der Camargue gilt Les-Saints-Maries-DE-la-Mer mit gut 2200 Einwohnern. Das Städtcen ist allerdings größer, weil sich viele Ferienwohnungen dort befinden, die nur während der Saison von Mai bis Oktober bewohnt sind.
Im Mai findet dort alljährlich ein großes Zigeuner-Treffen statt.
Dabei wird vor allem die heilige Sara (meist ohne "h" geschrieben) verehrt, ihre schwarzheutige Schutzpatronin.

Angefügte Bilder:
20250909_073344.jpg   20250909_161552.jpg   20250909_162021.jpg   20250909_162638.jpg   20250910_092058.jpg   20250910_103002.jpg   20250910_105915.jpg   Bildschirmfoto vom 2025-09-10 18-59-04.png  
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RE: Dies und das für jeden was

#393 von petias , 05.11.2025 08:31

Meenhard mein Wanderguru wird Nomade

Meenhard Fokken kenne ich schon viele Jahre. Mit ihm bin ich schon gewandert, bevor ich den Lichthügel hatte. Den habe ich 2008 gekauft. So grob geschätzt 20 Jahre. Damals hatte er zu Wanderungen eingeladen, ganz nah an der Natur. Von ihm und von anderen Wanderern, die ich dabei getroffen habe, wie Alexis und Sven Rohark habe ich viel vom Leichtgewichstswandern und leben in der Natur gelernt. Die Rainbow-Gatherings von Meenahrd initiiert, an denen ich teilgenommen habe waren auch ein prägendes Erlebnis. Sie haben sich in einigen meiner Geschichten niedergeschlagen.
Beispiel: Die Tour: Rainbow Gathering

Meine letzte Begegnung mit Meenhard war vor ein paar Jahren, als ich im Dezember eine Wanderung in Spanien mit ihm und Anderen gemacht hatte.

Ich bin in seinem E-Mail-Verteiler und er lädt ein zu einer Wanderung von Norddeutschland nach Spanien beginnend im Juli nächsten Jahres, Überwinterung in Spanien und ab Februar 2027 wieder zurück nach Norddeutschland.

So reizvoll das ist, es passt nicht zu meinem derzeitigen Lebensentwurf obwohl ich mir durchaus vorstellen könnte, ihn für ein paar Wochen zu begleiten.

https://rainbowrawfood.blogspot.com/2025...-nomad.html?m=1

Ich werde zum Nomaden

Ich möchte mehr aus meinem Leben machen. Ich glaube, dass ich die Möglichkeit habe, einen größeren Einfluss auf die Öffentlichkeit zu nehmen. Diese Chance möchte ich nutzen. Ich denke, es wird auch gut für mich sein. Mein Leben wird sich also ändern, ebenso wie die Ereignisse...

Die Testphase
Von Juli bis November 2026 werde ich ein Experiment durchführen: eine Wanderung von Norddeutschland nach Südspanien. Wenn mir der Wander-Lifestyle gefällt, werde ich mich für eine dauerhafte Wanderung entscheiden und ab etwa Februar 2027 von Südspanien nach Norddeutschland zurückwandern. Ich möchte meine Finca und fast mein gesamtes Hab und Gut an einen guten Freund übergeben und ihn gelegentlich im Winter besuchen. Also werde ich freiwillig obdachlos.

Nebentätigkeiten
Alleine Wandern wäre mir allerdings zu langweilig. Ich möchte mein Wanderleben mit ein paar Nebenaktivitäten verbinden:

- Ich möchte im Internet (z.B. Instagram) für eine einfache Lebensweise werben und über meine Erfahrungen berichten.
- Bei Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen biete ich an, eine Rede über mein Leben zu halten und für einen einfachen Lebensstil zu werben (Entwurf auf Deutsch), sowie meine Musik (Klavier und Gesang) anzubieten.
- Ich investiere an der Börse, um mein Geld zu vermehren, damit ich es später an gemeinnützige Organisationen (z.B. die Welthungerhilfe) spenden kann.
- Ich lade dich ein, mich auf meiner Reise zu begleiten, so lange du möchtest und solange wir uns gut verstehen, und zu erleben, wie gut ich mit sehr wenig Besitz leben kann. Wenn Sie sich mir für einen längeren Zeitraum anschließen möchten, können Sie mir bereits jetzt schreiben (Kontaktformular).

Meine Motivation
Warum nehme ich diese Änderungen vor? Ich habe viele Aktivitäten begonnen, so dass ich meinen großen Garten vernachlässigt habe. Ich kann nicht alles, was ich begonnen habe, gleichzeitig tun. Daher möchte ich meinen Garten aufgeben. Darüber hinaus halte ich das Streben nach Reichtum für die Ursache vieler Probleme der Menschheit und sehe eine Chance, eine Bewegung gegen diese Gier zu starten, eine Bewegung für eine einfache Lebensweise. Und ich habe das Gefühl, dass mir regelmäßiges Wandern gut tun wird.

Heilende Wirkung
Weltfrieden: Ich sehe das Streben nach Macht und Reichtum als die Hauptursache für wahrscheinlich alle Konflikte und Kriege. Oft ist nur das Streben einiger weniger Herrscher entscheidend. Aber diese Aufforderung ist ansteckend. Sie breitet sich von der Bevölkerung auf die Machthaber aus. Eine Bewegung für eine einfache Lebensweise wird daher den Weltfrieden fördern.

Klimaschutz: In der Wissenschaft ist man sich weitgehend einig, dass klimaschädliche Gase noch häufigere und größere Katastrophen verursachen werden, als wir sie heute schon sehen. Eine Reduzierung dieser Gase ist dringend erforderlich. Leider scheitert dies oft an wirtschaftlichen Interessen. Wohlstand ist vielen Wählerinnen und Wählern wichtiger als der Klimaschutz. Eine Bewegung für einen einfachen Lebensstil kann also den Klimaschutz fördern.

Lebensqualität: Studien zeigen, dass Menschen in reicheren Ländern glücklicher sind als Menschen in ärmeren Ländern. In den reicheren Ländern wird das Streben nach Reichtum teilweise befriedigt. Sie kann durch eine Bewegung für einen einfachen Lebensstil weiter reduziert werden. Zudem fördert beispielsweise der freiwillige Verzicht auf ein Auto die Gesundheit durch mehr Bewegung und weniger Abgase.

Wie kann man einfach leben?
Mit einem einfachen Lebensstil meine ich vor allem, wenig einzukaufen. Das bedeutet nicht Entbehrung und Leid. Ich möchte die Nachricht verbreiten, dass wir mit weniger Einkäufen komfortabler leben können:

Lebensmittel sind gesünder und oft auch schmackhafter, wenn wir sie aus der Natur oder unserem Garten beziehen.

Toilettenpapier stellt aufgrund seines massiven Verbrauchs eine erhebliche Umweltbelastung dar. Ich ersetze es durch Wasser. Es ist auch hygienischer als Toilettenpapier. Also, ein Bidet kaufen und es im Badezimmer installieren lassen? Ich hoffe, Sie finden eine einfachere Lösung. Meiner ist ein Schlauch im Garten.

Kleidung: Ich finde sie meistens im Müll oder bekomme sie von Freunden geschenkt. Okay, das kommt nicht in Frage? Dann ist der Secondhand-Kauf, zum Beispiel auf einem Flohmarkt, eine umweltfreundliche und preiswerte Lösung.

Papierhandtücher oder Reinigungsmittel: Wasser reicht für die Reinigung aus. Und je kleiner die Wohnung, desto weniger muss man putzen. Putzen ist nicht gerade meine Stärke...

Werkzeug, Fahrrad, etc.: Ich kaufe sie meistens aus zweiter Hand.

Auto: Sie wären wahrscheinlich überrascht, wenn Sie wüssten, was Sie mit einem Fahrrad transportieren können!

Gedanken: Mit weniger Besitztümern werden meine Gedanken vielleicht einfacher, es gibt weniger Probleme zu lösen. Und ich finde es viel angenehmer, auf einem Lebensstandard zu leben, der nicht auf der Ausbeutung anderer basiert, einem Lebensstandard, den theoretisch jeder auf der Welt mit Zufriedenheit leben könnte.


Ich werde ihm heute oder morgen einen Kommentar in seinem Block posten. Ich werde ihn mit euch hier teilen!


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RE: Dies und das für jeden was

#394 von petias , 06.11.2025 14:55

Lieber Meenhard,
ich höre immer gerne von Dir, was meist dann passiert, wenn Du zu Wanderungen und Veranstaltungen einlädst.
Du bist mein Wander-Guru. Ich bin schon ein paarmal mit Dir gewandert in Deutschland und in Spanien, war auf Rawfood Rainbows, die Du organisiert hast und auch schon auf Deiner Finka in Süd-Spanien.

Ich schreibe Dir heute, weil mir ein paar Anmerkungen zu Deinem Artikel: "Ich werde Nomade" einfallen.

Deine geplante Tour von Norddeutschland nach Südspanien nächstes Jahr und übernächstes Jahr zurück klingt gut und spannend. Da gibt es auch nichts weiter zu kritisieren. Ich könnte mir derlei für mich auch gut vorstellen. Das scheitert allerdings daran, dass ich das Leben eines sesshaften Selbstversorgers führe, der zwar einfach lebt, aber eben hauptsächlich von den Früchten meines kleinen Anwesens. Da gibt es Schafe und Katzen, Freunde, Familie und Enkel, in deren Leben ich eine Rolle und Funktion erfülle. Da kann ich mich nicht so einfach für ein paar Monate oder länger ausklinken.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden? Richtig, das sehe ich auch so. Aber Du verbindest Dein "Nomadentum" mit Ansprüchen wie:
"Ich glaube, dass ich die Möglichkeit habe, einen größeren Einfluss auf die Öffentlichkeit zu nehmen."
"Darüber hinaus halte ich das Streben nach Reichtum für die Ursache vieler Probleme der Menschheit und sehe eine Chance, eine Bewegung gegen diese Gier zu starten, eine Bewegung für eine einfache Lebensweise."
"Eine Bewegung für eine einfache Lebensweise wird daher den Weltfrieden fördern."
"Eine Bewegung für einen einfachen Lebensstil kann also den Klimaschutz fördern."
"Und ich finde es viel angenehmer, auf einem Lebensstandard zu leben, der nicht auf der Ausbeutung anderer basiert, einem Lebensstandard, den theoretisch jeder auf der Welt mit Zufriedenheit leben könnte."


Ich stimme Dir zu, dass die Umweltprobleme und der menschengemachte Klimawandel in einer falschen, viel zu aufwendigen Lebensweise ihren Ursprung und Motor haben. Eine Lebensweise zu praktizieren, die, wenn es Alle so machen würden, Alle gute leben lässt und Klima und Umwelt intakt bleiben bzw. wieder kommen, ist auch mein Anspruch und zu zeigen, dass das geht ist das, was ich für sinnvolles Engagement für öffentliches Wohlergehen halte.

Aber wir sind über 8 Milliarden Menschen auf der Erde und wenn es keine schrecklichen Katastrophen gegen sollte, was ich mir gut vorstellen könnte, werden ca. 10 Milliarden erwartet, bevor die Bevölkerung wieder abnimmt.

Zu der Zeit vor dem Beginn der Sesshaftwerdung vor ca. 10000 Jahren, als die Menschen noch als Nomaden lebten, wird die Anzahl der Menschen auf 5 bis 10 Millionen geschätzt.

Eine Milliarde sind 1000 Millionen. Wir haben nicht den Hauch einer Chance auf absehbare Zeit ein nomadisches Leben als eine Menschheitsperspektive realistischerweise zu betrachten.
Wenn Du den Menschen zeigst, wie einfach und glücklich man auf einem Wanderleben durch Europa sein kann, werden Dich einige belächeln, einige - ich auch - bewundern, aber man wird sagen, na ja, das ist der Meenhard, ein moderner Nomade. Ich habe einen Job, Familie, Verpflichtungen, ich kann sowas nicht. Die Auswirkung auf die Änderung im Verhalten von Vielen, wie Du sie Dir zurecht erhoffst, wird ausbleiben.

"Ich investiere an der Börse, um mein Geld zu vermehren, damit ich es später an gemeinnützige Organisationen (z.B. die Welthungerhilfe) spenden kann."
Das ist sehr löblich, dass Du was für für die Armen z.B. durch Spenden für die Welthungerhilfe machen willst. Aber wenn Du das durch Spekulationen an der Börse machst, dann sollte Dir bewusst sein, dass die Gesellschaftsform der Gier, die Du zurecht kritisierst, der Wirtschaftsliberalismus (Kapitalismus) ist. Sie gilt heute weltweit. Das Herzstück des Kapitalismus ist die Börse. Hier werden durch Finanztransaktionen leistungslose Gewinne erzielt und mittels Zinsen Geld umverteilt von denen, die zu wenig davon haben hin zu denen, die schon viel davon haben.

Leseempfehlung:
https://www.lichthuegelforum.de/t26f3-Philosophie-4.html#msg996
Teil 1 bis 12

Wenn Du von solchem Geld etwas unter die Hungernden verteilst, werden die Betroffenen sich freuen und das ist schon viel wert, aber das wird nichts Grundsätzliches ändern.

Wir werden nicht umhin kommen, eine neue Welt aufzubauen aus Pioniergemeinschaften, die nach neuen Werten leben. Die Verbindung unter diesen Gemeinschaften sollte durch Wandernde geschehen, die das in Deinem Stil tun.
Gerne würde ich Dich ein paar Tage oder Wochen lang begleiten.


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RE: Dies und das für jeden was

#395 von Eule , 07.11.2025 10:20

Eine Lebensweise, die Gewohnheiten und Regeln der aktuellen, zivilisatorischen Gesellschaft ignoriert, ohne Letztere aber nicht funktioniert, könnte man als Randerscheinung tolerieren, da sie, im Gegensatz zu kriminellen Modellen, auch Niemandem schadet. Sie als vorbildhaft für Alle darzustellen, ist jedoch unsinnig, eben weil es nicht funktioniert, wenn Alle so leben wollten (und Niemand mehr z.B. das tolle Wander-Equipment herstellt, oder zu Hilfe kommt, wenn man sich auf einsamer Wanderung ein Bein bricht).

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RE: Dies und das für jeden was

#396 von petias , 07.11.2025 19:40

Die Antwort von Meenhard

...
Und Peter Matthias, Grüße an alle, die in deinem Garten leben... Du scheinst konsequent ein einfaches, nachhaltiges Leben zu führen, und ich lese gerne darüber. Wenn ich mich in das Forum einloggen kann, werde ich dort auch antworten. Nur kurz gesagt, ich behaupte nicht, so zu leben, dass jeder auf der Erde genau so leben kann wie ich. Ich weiß, dass nicht jeder auf der Erde als Nomade leben kann. Mir ist auch klar, dass ich die Fehler der Zivilisation nicht grundlegend ändern kann. Ich möchte einfach nur den Beitrag leisten, den ich leisten kann. Und es scheint mir, dass ich einen viel größeren Beitrag leisten kann, wenn ich ständig umherwandere. So erreiche ich mehr Menschen, zum Beispiel über Instagram, und promote einen einfachen Lebensstil effektiver. Denn wer zu Fuß von Deutschland nach Südspanien (oder Südfrankreich...) pendelt, fällt auf.

Danke Meenhard, für Deine Antwort. Wenn Du Dich als Mitglied registrierst (auf "Registrieren" im Menu oben klicken) schalte ich Dich möglichst schnell frei, und Du kannst Beiträge posten.


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RE: Dies und das für jeden was

#397 von Meenhard , 07.12.2025 22:14

Ja, nun bin ich hier... Also, ich gehe wandern, weil ich Lust darauf habe, weil ich vermute dass es mir gut tun wird und weil ich dadurch wahrscheinlich effektiv für eine einfache Lebensweise werben kann. Mein Ziel ist nichts dass alle Menschen nomadisch leben.

Und ja, ich denke auch, ohne die Börse gäbe es weniger Unterschiede zwischen Arm und Reich. Doch es gibt die Börse nunmal. Und wenn ich von der Börse Geld abziehen und es für sinnvollere Dinge einsetzen kann, ist es doch eine gute Sache. Sicherlich ziehe ich einen Teil von Kleinanlegern ab, von denen auch einige Pleite gehen. Doch den anderen Teil ziehe ich von erfolgreicheren Anlegern ab (wenn ich durch antizyklisches Anlegen dazu beitrage, dass die Volatilität der Aktien abnimmt). Doch wenn es jetzt jeand auch versuchen möchte, dann bedenke: Viele Kleinanleger machen Verluste! Ich werde den Absatz über die Börse wohl aus meinem Blogbeitrag streichen.

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RE: Dies und das für jeden was

#398 von Meenhard , 07.12.2025 22:49

Du hast Recht iebe Eule, wir brauchen nicht nur Selbstversorger, regionale Biobauern und Wanderprediger, sondern auch Industrie, die uns die Sachen herstellt, die wir brauchen, Krankenhäuser usw. Ich bin dankbar, dass es diese Dinge gibt. Ich finde also nicht dass ALLE Menschen wie Peter Matthias Selbstversorger werden sollten. Ich glaube aber, dass es der Menschheit gut täte, wenn viele Leute erkennen, dass es sich mit weniger Sachen genauso gut leben lässt. Oder sogar noch besser. Mehr regionale Bioprodukte, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, mehr Nutzgärten, mehr Fahrrad, mehr zu Fuß,, mehr Komposttoiletten, kleinere Wohnungen... Jede/r möge bei sich probieren, was gut machbar ist.

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RE: Dies und das für jeden was

#399 von petias , 07.12.2025 23:55

Hallo Meenhard,
ich kann Deine Überlegungen absolut nachvollziehen. Willkommen im Forum. Ich freue mich drauf mal wieder ein paar Tage mit Dir zu wandern!

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RE: Dies und das für jeden was

#400 von petias , 02.01.2026 19:44

There are eight planets in the solar system

https://www.youtube.com/watch?v=mQrlgH97...4&start_radio=1

Als ich Kind war, und auch noch während des größten Teil meines Erwachsenenlebens, gab es 9 Planeten in unserem Sonnensystem.
Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun - Pluto.
Die und auch ihre Reihenfolge im Abstand von der Sonne konnte man sich gut merken mit dem Spruch
"Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten."

Aber dann entschied sich die International Astronomical Union (IAU) den armen Pluto seinen Status als Planet abzuerkennen.

Als Merkspruch zum merken der Planeten wurde - von wem auch immer - folgender Spruch empfohlen.
"Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel

schwach oder? Am Nachthimmel gibt es weiß Gott mehr zu erklären als unsere mittlerweile 8 Planeten. Und die sind so ohne weiters gar nicht zu sehen. Tatsächlich hat es Jahrhunderte gedauert, bis man sie bis zum Stand jetzt entdeckt hat.

Ich bleibe bei dem alten Spruch und füge hinzu, dass man den armen Pluto übel mitgespielt hat.

Woher ich das alles weiß und warum ich darauf komme?

Das liegt an meinem Enkel Oliver! Der ist 3 3/4 Jahre alt und sehr interessiert an allem Möglichen, auch an unserem Himmel. Als er gerade drei geworden war, hat er den Mond am Himmel für sich entdeckt. Nicht am Nachthimmel, sondern am Tag. In der Nacht ist er selten draußen. Aber man glaubt es kaum, wie oft man im Sommer den Mond am Tag am Himmel sieht. Oli hat ein solches Auge dafür, dass er ihn meist lange vor mir entdeckt und ich eine Weile brauche, bis ich ihn auch finde.
Am Anfang wollte er, wenn er ihn entdeckt hatte, nicht aus den Augen lassen. Er bleib stehen und sah ihn an.
Erst als ich ihm erklärte, dass der uns immer nachlaufen würde und ihm das auch bewies, lies er sich dazu bewegen weiter zu gehen. Manchmal verschwand er hinter Häusern, aber in der nächsten Lücke konnten wir ihn wieder sehen. Und auch zuhause fanden wir ihn wieder.
Danach lernte er das ABC, die Zahlen, englische Lieder usw. Zur Zeit liegt sein volles Interesse bei den Planeten. Wir sehen YouTube-Videos stellen mit verschieden farbigen und verschieden großen Bällen Planetenkonstellationen nach und kennen alle Planetennamen in deutsch und englisch.
Olis Lieblingsplanet ist Venus. Aber die meiste Sympathie genießt der süße kleine Pluto, der in den Videos immer traurig dargestellt wird, weil er seinen Planetenstatus verloren hat. Ich habe versucht ihm zu erklären, dass der Pluto soweit außen in unserem Sonnensystem sitzt, dass er weder von seinem Status als Planet, noch vom Verlust desselben überhaupt etwas mitbekommen hat. Aber Oli würde ihn am liebsten auf den Arm nehmen und trösten. Ich wollte ihm erklären, dass der Durchmesser von Pluto von Pol zu Pol 2400 km ist, aber es gab keinen ihm zugänglichen Vergleich, so dass er sich die Strecke auch nur annähernd hätte vorstellen können. Er fragte mich, ob der Pluto denn größer als der Mond wäre und ich musste zugeben, dass der Pluto um 1100 km kleiner ist als der Mond vom Durchmesser her gesehen. Und da Oli eine Geschichte kennt, in der der Vater eines kleinen Mädchens den Mond als er am kleinsten war der Tochter mit einer langen Leiter vom Himmel holte, so dass sie mit ihm knuddeln konnte, war für ihn klar, dass das mit Pluto erst recht gehen würde.
Na gut, aber warum wurde dem Pluto nun sein Planetenstatus aberkannt?
Ja, das kam so: durch die neuen astronomischen Möglichkeiten wurden immer mehr Brocken vor allem im Kuipergürtel, zu dem auch Pluto gehört entdeckt, die nicht viel kleiner als Pluto sind und zumindest einer, der Eris, ist schwerer weil massedichter als Pluto. Der Kuipergürtel enthält geschätzt über 70000 Objekte mit mehr als 100 km Durchmesser und da könnten noch eine ganze Reihe von Pluto-ähnlichen Objekten dabei sein. Bisher hat man schon weitere vier identifiziert. Das sind Ceres (nicht im Kuipergürtel, sondern zwischen Mars und Jupiter), Haumea, Makemake und Eris. Viele weitere stehen auf der Warteliste. Sogar Plutos Trabant Charon wurde für den Planetenstatus vorgeschlagen, weil deren gemeinsamer Schwerpunkt außerhalb von Pluto liegt. Da hat man kurzerhand die Klasse der Zwergplaneten gegründet (2006) und Pluto da mit den anderen vier hineingesteckt (2008)
Ein (richtiger) Planet ist danach:
1. wer um die Sonne kreist (trifft für Pluto zu)
2. Kugelform hat (trifft für Pluto zu)
3. räumt andere Brocken auf der Umlaufbahn aus dem Weg. Also schluckt sie, sie verglühen in der Atmosphäre, fängt sie als Mond ein oder verjagt sie. Da Pluto mit seinem größten Mond einen gemeinsamen Schwerpunkt außerhalb von Pluto hat, gilt er nicht mehr als großer Planet, sondern ist als größter in die neuen Klasse der Zwergplaneten abgerutscht.

Aber wie schon erwähnt, dem Pluto und wohl auch den anderen Planeten, Zwergplaneten und künftigen Zwergplaneten dürfte es egal sein.

Ich wünsche einen angenehmen Blick in den Nachthimmel!


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zuletzt bearbeitet 02.01.2026 | Top

RE: Dies und das für jeden was

#401 von Eule , 02.01.2026 20:45

Zitat
Ich wünsche einen angenehmen Blick in den Nachthimmel!


- an dem heute immerhin der Vollmond zu sehen ist, - hier jedenfalls

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RE: Dies und das für jeden was

#402 von petias , 02.01.2026 21:55

ja, und es es ein super groß wirkender Supermond!

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RE: Dies und das für jeden was

#403 von petias , 05.01.2026 20:47

Im Selbstversorgerforum hat die Eule ein Thema eröffnet: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
https://selbstvers.org/forum/
Ich habe einen Beitrag geschrieben. Aber ich kann ihn nicht speichern, warum auch immer. Zum Wegschmeißen finde ich ihn zu schade. Also veröffentliche ich ihn hier:

Heizung
erfolgt auf dem Lichthügel mit Holz in einzelnen Holzöfen. Sie wäre von einem Stromausfall nicht betroffen.
Warmwasser
es gibt einen Badeofen der meist mittels einer elektrischen Sonde beheizt wird. Er könnte auch mit Holz beheizt werden.
Für die Dusche gibt es alternativ einen Duschsack, der mit warmen Wasser von den ohnehin brennenden Holzöfen befüllt werden könnte, will man den Badeofen nicht einheizen.
Warmwasser für die Küche wird in Wasserkesseln auf den Holzöfen erhitzt.
Licht
Wird in den Zimmern von diversen Klein-Insel-Solaranlagen erzeugt mit einem Batteriepuffer. Da wäre keine Umstellung nötig.
Laptop
Läuft über eine solare Inselanlage. Bei mangelndem Sonnenschein müsste der Betrieb nach einigen Tagen rationiert werden. Das Kurbelradio und Kurbellampen stehen auch in ständigem praktischen Einsatz.
Es gibt einen Fahrradgenerator, aber jedes kleine Solarpanel sogar im Fenster ist effektiver!
Kochen
Meist esse ich roh. Gekocht werden kann auch auf Holzöfen und einem Beistellherd.
Toilette
ist eine Kompost-Trenntoilette. Der feste Anteil landet auf einem separaten Kompost (nicht für das Gemüse). Der flüssige Anteil läuft in die örtliche Oberflächenentwässerung den Berg hinunter bis ins örtliche Klärwerk. Funktioniert das nicht mehr, würde das überlaufen und ungeklärt in den Speichersee laufen. Das wäre nicht schön, würde uns aber nicht berühren. Unser Trinkwasser kommt nicht da her.
Sollte das Trinkwasser ausbleiben - ich weiß gar nicht, in wieweit die Wasserversorgung bei uns vom Strom abhängt, kenne ich in bequemer Laufentfernung 3 Quellen. Zudem gibt es einen kleinen handbetriebenen Wasserfilter der das Trinkwasser aus unserer 10 m³ fassenden Regenwasserzisterne filtern könnte.
Die Gefriertruhe wird ohnehin von einer Inselsolaranlage betrieben. Wintergemüse im Garten, eingelegtes Gemüse im Sand und in Erdmieten, Kartoffeln, Topinambur, Karotten, Rote Beete etc. sind nicht betroffen, ebenso wenig das Sauerkraut und das andere milchsauer eingelegte Gemüse. Die Lageräpfel sind auch kein Problem.

Tatsächlich wären die Einschränkungen und Umstellungen minimal.
Die Nachbarn sind willkommen sich aufzuwärmen, von unseren Getreidevorräten (ich esse kaum Getreide, nur etwas Hafer, die sind für Notfälle für die Nachbarn) zu bekommen und ihre Handys zu laden, wenn die noch gehen sollten.
Ich baue systematisch und vorsorglich auf Solidarität und gegenseitige Hilfe.
Mein Ziel ist es bis Mitte 2027 komplett stromautark zu sein. Das Jahr darauf soll die komplette Trinkwasserautarkie für Krisen bringen.

Jetzt hat dort das Speichern doch noch funktioniert. Aber ich lasse ihn hier trotzdem stehen!
Jetzt habe ich sogar noch herausgefunden, woran es gelegen hat. Man kann die Überschriften nicht in fett gedruckt zeigen. Und das obwohl die entsprechenden Schaltflächen dafür existieren. Da gefällt es mir bei uns besser ;-)


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