Ankunft 3: Der Internet Zugang ist erst der Anfang!
Der Container war wohlbehalten angekommen. Ein Fuhrunternehmen hatte ihn gebracht. Es war nicht einer von den großen, wie sie die Containerschiffe befördern: 3 Meter lang, 1,80 m breit und 2,25 m hoch. Hanne hatte ihn günstig in WirZuerstLand erstanden. So kann er hier bleiben und wenn sein Inhalt geleert ist und die Sachen verbaut sind oder ihrer Nutzung übergeben, kann der viereckige Behälter anderen nützlichen Zwecken dienen. Als Stall z.B. oder als Aufbewahrungsort diebstahlgefährdeter Gegenstände. Allerdings war die Kriminalitätsrate niedrig in WasWirdAusUnsistan, zumal hier draußen auf dem Land.
Florian war ein Builder und Bastler. Das Haus, in dem er mit Sohn Uli wohnte und bald auch wieder mit Hanna und ab März, wenn alles gut gehen würde, mit Ronja wohnen würde, hatte er weitgehend selbst gebaut - mit gelegentlicher Hilfe von Hanna, wenn sie da war und einigen Nachbarn. Man unterstützte sich gegenseitig in diesem Land. Das war einer der Gründe, warum Hanna und er beschlossen hatten hier zu leben und nicht in einer kleinen Wohnung im WirZuerstLand, was auch möglich gewesen wäre, weil Hanna dort die Staatsbürgerschaft hatte.
Bis auf Weiteres würde Hanna weiter für ihre jetzige Firma arbeiten, nur von zuhause aus. Unter anderem dafür, dass das technisch möglich wurde, waren die Dinge aus dem Container gedacht.
Die 8 Solarmodule konnten unter idealen Bedingungen 4000 Wp (Watt peak) an Strom erzeugen. Allerdings herrschen nicht immer ideale Bedingungen, deshalb war auch ein Speicher dabei, der gut 6000 Wh (Wattstunden) Strom speichern konnte. Sollte das wider allen Erwartungen mal nicht ausreichen, würde der Dieselgenerator übernehmen müssen, der auch im Container war. Unter den neuen Sachen, die Hanne geschickt hatte, war auch eine Satelitenanlage. Die war nicht zum Fensehempfang gedacht, sondern für den Zugang zum Internet. Nur so konnte Hanna ihren Online Job ausführen.
Aber Florian war nicht nur Handwerker. Er machte sich so seine Gedanken, nicht nur, wie man Sachen baut.
Mit dem Strom und dem Internet, den Smartphones und Hannes Laptop, begab man sich, neben den oberflächlichen Annehmlichkeiten, in die Abhängigkeiten, die diese vernetzte Technikwelt mit sich brachte. Die Anbieter und Netzbetreiber kochten ihr eigenes Süppchen und verwendeten die von den Kunden erhaltenen Daten, Informationen und deren Abhängigkeit von ihren Diensten in ihrem ureigenem Interesse, das selten das der Kunden war.
Zudem machte man sich zunehmend abhängig von dem, was allgemein KI - Künstliche Intelligenz - genannt wurde.
Um dieser Abhängigkeit zu begegnen, war Hanna bereit gewesen, noch ein paar Monate länger weg zu bleiben um eine Funkausrüstung zu besorgen. Auf der Basis von Kurzwellen-Funk lies sich auch ein Internet betreiben. Damit lässt sich ein Netz aufbauen, bzw. sich an eines anschließen, dem man vertrauen konnte.
Aber erst mal müsste er die Funklizenz erweben, was nicht ganz einfach werden würde.
Gut, das ist Zukunftsmusik. Jetzt sahen Uli und er erst mal voll Freude der Ankunft von Hanna entgegen. Die vorzubereiten erforderte für den Moment die volle Konzentration!