Zum vorhergehenden Artikel haben mich einige Kommentare und Anmerkungen erreicht, die ich kurz erwähnen möchte.
Der von mir angegebene Verbrauch von 500 Watt meiner Waschmaschine beruhte nicht auf Messungen, sondern ist ein Durchschnittswert für ältere Waschmaschinen über das gesamte Waschprogramm. In den Heizphasen dürfte der Verbrauch eher bei 2000 Watt liegen. Somit kann ich meine Waschmaschine an meinem Balkonkraftwerk nicht stromneutral betreiben, da dieses maximal 600 Watt einspeisen kann. Um energieneutral (ich erzeuge so viel Strom wie ich verbrauche) waschen zu können, muss ich damit auf den neuen (noch nicht ausgesuchten, geschweige denn bestellten) Wechselrichter warten, der ca. 5000 Watt Output haben sollte.
Diese Wechselrichter stammen -direkt oder indirekt - alle aus China und sind alle zumindest mit Teilen von Huawei ausgestattet. Da diese Wechselrichter alle über Kontroll- und Monitor- Funktionen verfügen und die meisten sich auch für die Fernwartung und Fernschaltung eignen (Smart Home, Steuerung des Einspeisestroms durch die Netzanbieter) und damit über W-Lan und Blue-Tooth Schnittstellen verfügen ist die Gefahr gegeben, dass z.B. auf Befehl des chinesischen Staates die Einspeisung abgeschaltet wird um im Rahmen hybrider Kriegsführung die Stromversorgung zu sabotieren. In Verbindung mit Smart-Meters (Intelligente Stromzähler) ist man möglicher Außensteuerung ausgesetzt.
Ich möchte deshalb meine Inselanlagen auch nicht über diese Schnittstellen steuern, sondern z.B. auf ein lokales CAN-Bus (Controller Area Network) System setzen, das ohne Verbindung zum Internet auskommt.
Zitat von petias im Beitrag #164
Wie das im Winter aussehen wird, muss man abwarten. Für Dunkelphasen wäre ein Windgenerator denkbar. Für Dunkelflauten die über die Speicherkapazität hinausgehen, könnte man mit einem Verbrenner-Generator überbrücken. Das wäre, was im großen Netz die Kohle- und Gaskraftwerke wären.
Zitat von petias im Beitrag #164
Noch andere Ideen?
Als "andere Ideen" wurden mir auch Vorschläge unterbreitet:
<< Der "Dunkelflauten-Generator" müsste konsequenterweise durch eine holzbefeuerte Dampfmaschine/turbine angetrieben werden, oder eine Wasserturbine, meinst Du nicht? ;-) >>
Ich finde das gar nicht so abwegig und einen zweiten Blick darauf wert. Läge der Lichthügel an einem Bach, hätte ich längst eine Kleinturbine in denselben zur Stromerzeugung gehängt. Auch die Idee, mit Überschuss- Solarstrom Wasser den Hügel hochzupumpen in einen Sammelbehälter und das Wasser im Falle von Dunkelflauten wieder durch Rohre über Mikroturbinen nach unten fließen zu lassen war mir schon gekommen. Aber damaligen Berechnungen zufolge wäre der Aufwand viel zu hoch und die Infrastruktur so eines mini Pumpspeicherkraftwerkes alla Walchensee für Selbstversorger zu aufwendig. Aber vielleicht gibt es auch da bereits neue Technik und Möglichkeiten.
Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie ihren Führerschein auf einem "Holzgaser" gemacht hatte. Ein Lieferwagen, den eine holzbefeuerte Gasturbine antrieb. Der Holzvorrat wurde auf der Ladefläche mitgeführt.
Ich hatte auch schon mal einen Bericht gelesen von einem Bastler, der mit seinem Holzofen im Winter Strom erzeugt. Der Ofen ist mit einem Wassermantel umgeben und die Thermik des sich erhitzenden Wasser erzeugt über ein Kreislaufsystem Strom.
Dampfmaschinen, als sie vor 300 Jahren die industrielle Entwicklung starteten, hatten einen Wirkungsgrad von 0,5 Prozent.
Heute gibt es schon Beispiele von 25 Prozent Wirkungsgrad.
Ich habe auch einen Strampelgenerator. Ein Gestell, in das man ein Fahrrad spannen kann und über eine Walze, die auf den Fahrradreifen drückt wird eine Generator betrieben. Das Ding gibt es noch. Ich habe damit eine Zeit lang den Strom für meine 3 Watt Beleuchtung im Arbeitszimmer erzeugt. Mittlerweile hängt im Fenster ein 30 Wp Solarmodul, das völlig problemlos genug Strom in die ausrangierte Autobatterie liefert, um die Tastaturbeleuchtung meines Laptops sicher zu stellen.
Eine Lösung für Dunkelflauten im Alltag eines "normalen" Haushaltes ist das nicht. Aber es lohnt sich die Augen aufzuhalten und es macht Spaß ab und an etwas zu basteln!

Eine von mehreren kleinen solaren Inselanlagen. Sie speist derzeit meine

"Tastaturbeleuchtung"
30 Wp in Verbindung mit einer alten Autobatterie
Weitere Inselanlagen:
ein 75 - Watt Panel in Verbindung mit einer alten Autobatterie speist im Sommer die Lüftung der Komposttoilette
eine 350 Wp Anlage liefert den Strom für die Schlafhütte. Der Strom reicht meist auch, um Wasser zwischen der Zisterne und diversen Sammelgefäßen umzupumpen.
Teil der Anlage ist eine 100 Ah AGP-Solarbatterie
Eine 550 WP Anlage in Verbindung mit vier 100 Ah AGP-Solarbatterien. Sie übernimmt die Versorgung des Laptops, lädt Kleinbatterien und Akkus, sorgt für die Beleuchtung im Arbeitszimmer.
Dazu kommt noch eine 800Wp Anlage in Verbindung mit einer 1,6 Wh starken Batterie und einem 600 Watt Einspeisewechselrichter als Balkonkraftwerk.

Mit so einen Kübel voll Holz (Bretterabfälle in diesem Fall) komme ich derzeit 2 Tage aus um die Wärme im Zimmer auf einem gemütlichem Niveau zu halten.

In dem Punkt ist Wanda mit mir einer Meinung.