RE: Notizen zum Tage

#166 von Eule , 12.04.2026 19:50

Zitat
Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie ihren Führerschein auf einem "Holzgaser" gemacht hatte. Ein Lieferwagen, den eine holzbefeuerte Gasturbine antrieb. Der Holzvorrat wurde auf der Ladefläche mitgeführt.


Hallo Petias, bist Du sicher, dass nicht ein HolzVERgaser gemeint war? Link
Das waren aber modifizierte Kolbenmotoren, keine Gasturbinen, - aber zur Stromerzeugung wären die sicher auch geeignet.

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RE: Notizen zum Tage

#167 von petias , 13.04.2026 08:21

Zitat von Eule im Beitrag #166
Hallo Petias, bist Du sicher, dass nicht ein HolzVERgaser gemeint war? Link
Das waren aber modifizierte Kolbenmotoren, keine Gasturbinen, - aber zur Stromerzeugung wären die sicher auch geeignet.


Hallo Eule,
da hast Du recht. Meine Mutter nannte das Ding "Holzgaser" wahrscheinlich haben die das umgangssprachlich so genannt. Das Wort Gasturbine kommt nicht von meiner Mutter. Da habe ich einen Denkfehler gemacht. Vermutlich dachte ich, was mit Gas betrieben wird, ist eine Gasturbine ;-) (mal vom Gasherd abgesehen)
Ich hatte das nicht nachrecherchiert. Der Segen eines Forums: andere prüfen, recherchieren ergänzen! Ich würde mir wünschen, das würde auch in diesem Forum öfter gelingen. Danke Eule!

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RE: Notizen zum Tage

#168 von petias , 19.04.2026 00:07

18. April 2026

Heute gab es einen Artikel auf Tagesschau.de zum Thema Armut in Deutschland.
Danach gilt jeder 6. Mensch in Deutschland als armutsgefährdet. Ich habe mal nachgesehen, woher die Zahlen kommen.
Das Statistische Bundesamt gibt pro Legislaturperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht heraus. Den letzten, den 7. gab es am 3. Dezember 2025. Am 9. April 2026 hat das Statistische Bundesamt (Destatis) die aktuellen Endergebnisse aus EU-SILC 2025 veröffentlicht. Gleichzeitig erschien der dazugehörige Statistische Bericht.

Demnach sind 16,1 % der Bevölkerung armutsgefährdet. Das ist ungefähr jeder 6. Bürger. Als armutsgefährdet gilt eine Person, wenn ihr Einkommen (Nettoäquivalenzeinkommen) weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Medianeinkommen) beträgt. Für Alleinstehende sind das momentan 1.446 € im Monat. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern wurden 3.036 € errechnet.
Allein diese Festlegung zeigt, dass nichts begriffen wurde. Das Medianeinkommen ist das mittlere Einkommen über alle Bürger gerechnet. Nicht das Durchschnittseinkommen, sondern dasjenige, das die obere Hälfte der Einkommen von denen der unteren Hälfte der Einkommen trennt. Damit orientiert sich der Betrag nicht an Bedürfnissen, ökologischen Zwängen, den Verhältnissen der anderen Menschen auf der Welt, sondern misst sich relativ zu dem der Mitbürger. Egal wie viel das sein mag, wenn man nur 60 Prozent vom mittleren Einkommen verdient, gilt man als armutsgefährdet.
Tatsächlich müsste man feststellen, wie ein einfaches Leben mit verträglichem Fußabdruck aussehen müsste und sich daran orientieren.
Besser als die Armutsgefährdungsschwelle zeigt die Definition von Armut (Erhebliche materielle Deprivation).
Als arm gilt, wer für mindestens vier der neun folgenden Ausgaben nicht aufkommen kann:

- Hypotheken- oder Mietschulden oder Rechnungen für Versorgungsleistungen,
- angemessene Beheizung der Wohnung,
- unerwartete Ausgaben,
- regelmäßige fleisch- oder eiweißhaltige Mahlzeiten,
- Urlaubsreisen,
- Fernseher,
- Waschmaschine,
- Auto,
- Telefon.

Die nationale Politik bemüht sich nicht um ein international und ökologisch angemessenes Leben sondern ausschließlich um Wirtschaftswachstum. Ist nicht zu erwarten, dass es hinsichtlich des Konsums aufwärts geht, neigt die Gesellschaft dazu sich zu radikalisieren, Populisten die Besserung Verspechen werden ins Amt gewählt und jeder der zur Wahl antritt muss die Mehrung des "Wohlstandes" (gemeint ist der Konsumlevels) versprechen, sonst hat er keine Chance.

Vielleicht müsste mal jemand wagen, es mit der Wahrheit zu versuchen. Vorschlagen, sich vom Weltmarkt stark unabhängig zu machen, die notwendigen Güter möglichst im eigenen Land herzustellen und das Leben so einzurichten dass es nicht aus mehr und mehr Abhängigkeiten beruht, klingt für mich sehr verlockend. Vielleicht sehen das zunehmend auch andere so.
Einen Versuch wäre es wert.


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RE: Notizen zum Tage

#169 von Eule , 19.04.2026 09:56

Zitat von petias im Beitrag #168
Erhebliche materielle Deprivation

vielleicht sollte man anmerken, dass diese Kategorie von der EU stammt und seit 2020 etwas modifiziert wurde:
Link

Zitat
Definition seit 2020:
Materielle und soziale Entbehrung liegt nach der EU-Definition für EU-SILC dann vor, wenn aufgrund der Selbstein­schätzung des Haushalts mindestens fünf der folgenden 13 Kriterien erfüllt sind. Wenn sieben der folgenden 13 Kriterien erfüllt sind, liegt erhebliche materielle und soziale Entbehrung vor:

Der Haushalt kann sich finanziell nicht leisten:

1. Hypotheken, Miete, Rechnungen von Versorgungs­betrieben oder Konsum-/Verbraucher­krediten recht­zeitig zu bezahlen.
2. die Unterkunft angemessen warm zu halten
3. jedes Jahr einen ein­wöchigen Urlaub an einem anderen Ort zu verbringen
4. jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder gleich­wertiger Protein­zufuhr zu essen
5. unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Mitteln zu bestreiten
6. ein Auto zu besitzen (kein Firmen-/Dienst­wagen)
7. abgewohnte Möbel zu ersetzen

Individuum kann sich finanziell nicht leisten:

8. abgetragene Kleidungs­stücke durch neue (nicht Second-Hand-Kleidung) zu ersetzen
9. mindestens zwei Paar passende Schuhe in gutem Zustand zu besitzen
10. wöchentlich einen geringen Geld­betrag für sich selbst aufzuwenden
11. regelmäßige Freizeit­aktivitäten (auch wenn diese Geld kosten)
12. mindestens einmal im Monat mit Freunden/Familie für ein Getränk/eine Mahlzeit zusammen­zukommen
13. eine Internet­verbindung zu haben


- was aber an der Problematik wenig ändert.
Mir persönlich ist seit der Wiedervereinigung 1990 klar, dass im Zweifel Diejenigen gewählt werden, die mehr "materiellen Wohlstand" versprechen, unabhängig von jeder Plausibilität. Damals war es Kohl mit seinen "blühenden Landschaften", heute ist es die Alternative für D.... mit "es wird Alles wieder so gut wie früher, bevor..(beliebige politisch-gesellschaftliche Veränderung seit der Jahrtausendwende einsetzen)".

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RE: Notizen zum Tage

#170 von petias , 19.04.2026 11:44

19. April 2026

Zitat von Eule im Beitrag #169
Erhebliche materielle Deprivation

Danke, Eule, für die aktualisierte Definition sogar auf EU-Ebene. Das ist noch ein Stück krasser als die ältere 10 Punkte Liste.

Nehmen wir sie uns doch mal Punkt für Punkt vor.
Eine materielle und soziale Entbehrung liegt vor, wenn mindestens 5 dieser Kriterien erfüllt sind.

Haushalt:
- Hypotheken, Miete, Rechnungen von Versorgungs­betrieben oder Konsum-/Verbraucher­krediten recht­zeitig zu bezahlen.
Auf Konsum und Verbraucherkredite sollte man sich nicht einlassen. Die "Buy now pay later" - Mentalität, die uns Kreditinstitute vor allem aber Bezahldienste wie PayPal, Klarna und andere zum eigenen Vorteil einreden wollen führt sicher zu Problemen. Aber niemand wird gezwungen sich auf einen Pakt mit dem Teufel einzulassen. Da muss man die eigenen Werte und Bedürfnisse überprüfen.
Auch auf die Rechnung von Versorgungsbetrieben hat man Einfluss. Bei Miete bzw. Hypotheken wird es etwas schwieriger. Notfalls muss man eben umziehen oder das Haus, das man gekauft hat ohne es sich leisten zu können wieder abstoßen. Es gibt in Europa viele und ausgedehnte Gebiete, in denen Grund und alte Häuser für den berühmten Appel und das Ei zu haben sind. Ich wohne ganz bewusst in einer solchen Gegend (Süd-Thüringen auf dem Lande) Mein Haus mit 9000 m² Grund hat vor 18 Jahren 13000 Euro gekostet. Wäre ich aus der Gegend gewesen und hätte Bescheid gewusst, hätte ich es auch für 8000 € bekommen, so habe ich den Wessi-Großstadt-Bonus bezahlen müssen.
Noch immer oder sogar vermehrt gibt es alte leerstehende Häuser für kleines Geld. Die sind dann zwar renovierungsbedürftig, aber wenn man das selbst macht und sich dabei nicht an Baumarkt-Schöner-Wohnen Baustil orientiert und an oberflächlichen Perfektion, dann ist das erschwinglich und macht sogar Spaß. Gut bewohnbare Häuser mit Heizung gibt es in meiner Gegend schon ab 30000 €.

- die Unterkunft angemessen warm zu halten
Hat man sich dazu entschlossen aufs Land zu ziehen in eine Gegend, in der Häuser und Grund noch erschwinglich sind, dann hat man auch den Zugang zu Brennholz. Der Klimawandel produziert abgestorbene Bäume zuhauf und aus Abbruchhäusern kann man sich kostenlos ehemaliges Bauholz besorgen. Ein Ofen ist kleine Technologie, hält 30 Jahre oder länger und ist notfalls auch selbst zu bauen.

- jedes Jahr einen ein­wöchigen Urlaub an einem anderen Ort zu verbringen
Das ist eher eine Frage der Organisation. Wenn man Haus, Garten, Pflanzen und Tiere hat, muss es jemand geben, der das versorgt, während man weg ist.
Urlaub, wie er am Schönsten ist, kostet nicht mehr als wenn man zuhause bliebe. Reisen zu Fuß oder mit dem Rad - manchmal ein Stück mit Zug oder Bus (Deutschlandticket, Euro-Rail ...) Schlafen in Schutzhütten, im Zelt oder besser Tarp, bei Gruppen und Leuten, die dazu bereit sind (da gibt es internationale Adressbücher) kann sich jeder leisten. Das schont die Umwelt und erweitert die eigene Fähigkeiten und die Gesundheit!

- jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder gleich­wertiger Protein­zufuhr zu essen
da steckt einiges an Ideologie drin. Jeden zweiten Tag Fleisch und Fisch zu essen ist Tierquälerei, belastet die Umwelt und ist nicht gesund. Erbsen, Linsen und Bohnen wachsen auch auf kargen Böden sind leicht anzubauen und billig zu kaufen. Soja kann nicht empfohlen werden.

- unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Mitteln zu bestreiten
Da empfiehlt sich ein kleiner Puffer. Aber ja: unverhofft kommt manchmal!

- ein Auto zu besitzen (kein Firmen-/Dienst­wagen)
Ich hatte nur in wenigen Phasen meines Lebens ein eigenes Auto. Manchmal gab es eines in der Gemeinschaft, in der ich lebte, einmal habe ich es wegen meiner Partnerin akzeptiert - aber meistens habe ich es nicht gebraucht. Selbst als ich in München wohnte und später schon in Thüringen bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Audi nach Ingolstadt gependelt, wo ich als Softwareentwickler tätig war. ( Nein, mit dem Abgasschwindel habe ich nichts zu tun!) Vom Lichthügel aus wäre das nicht mehr täglich gegangen. Ich konnte im Home-Office arbeiten und bin alle zwei Wochen für einen Tag hingefahren.

- abgewohnte Möbel zu ersetzen
meine Möbel sind alt, solide und aus Holz. Sollte ich mal etwas Neues brauchen, so steht genug davon an den Straßenrändern und wartet auf den Sperrmüll. Was ganz Spezielles kann man sich auch selbst anfertigen.

Individuum:
- abgetragene Kleidungs­stücke durch neue (nicht Second-Hand-Kleidung) zu ersetzen

Was ist gegen Second-Hand einzuwenden?

- mindestens zwei Paar passende Schuhe in gutem Zustand zu besitzen
ja, aber das sollte zu machen sein.

- mindestens einmal im Monat mit Freunden/Familie für ein Getränk/eine Mahlzeit zusammen­zukommen
auch das ist eher eine Frage der Organisation und des Willens. Aber wenn das aus irgend einem Grund nicht gelingt, dann fehlt einem etwas!

eine Internet­verbindung zu haben
Ja, aber warum steht das beim "Individuum"? So eine Verbindung reicht auch pro Haushalt. Selbst wenn man dazu ins Internet-Cafè oder in die örtliche Bibliothek gehen müsste, wäre das in Ordnung.

Und sonst?

In Berlin waren wieder mal ein paar Tausend Haushalte ohne Strom. Die Hauptstadt scheint da recht empfindlich. Diesmal war es kein Anschlag wie im Januar. In der Ukraine fällt täglich irgendwo der Strom aus wegen der russischen Raketen und Drohnen. Erstaunlich, wie schnell die das immer wieder flicken können.

In Peking hat ein Roboter einen Halbmarathon gewonnen und war schneller als der schnellste Mensch. "Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft" lautet ein Spruch der Runners-Gemeinde. Roboter, Drohnen zu Wasser und in der Luft können das besser. Schöne neue Welt!


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RE: Notizen zum Tage

#171 von petias , 23.04.2026 13:10

23. April 2026

Gut, dass es Frühling wird. Die Heuvorräte gehen zur Neige. Ab Mai wird bei Schafherden in der Regel nichts mehr zugefüttert. Ich biete den Schafen aber auch dann bei sehr nassem Wetter noch ab und an ein Maul voll trockenes Heu an. Also versuche ich noch etwas übrig zu behalten. Bald kommen sie für einen Fress-Ausflug auf Nachbarwiesen. Das gibt mir dann Zeit den Schafstall zu misten und die Zäune von der Winterweide auf Portionsweiden umzusetzen.


Ich habe schon die ersten Radieschen gegessen. Zugegeben, die waren noch sehr klein und ich hatte sie beim Unkraut- Jäten versehentlich ausgerissen. Eine gute Woche brauchen sie noch.

Heute Abend bin ich eingeladen mit nach Saalfeld zu einer Musikveranstaltung "Scottish Folk" zu kommen. Ich werde berichten.


Das alljährliche Hexenfest zieht wieder herauf. Man muss die Feste feiern wie sie fallen! Ich werde berichten.

Die zweiten zwei 500 Watt Solarpanel sind gekommen. Das Montagematerial ist auch schon da. Der Wechselrichter soll Anfang Mai kommen, der Speicher Ende Mai. Dem Aufbau der neuen Inselanlage stehen nur noch die Bedürfnisse des Frühlingsgartens im Wege. Im Herbst versuche ich mir noch eine Speichererweiterung zu besorgen, dann sollte ich - solange ich alleine bin - meinen Strombedarf vollständig decken können. Der Winter wird es zeigen.

Eon - der größte deutsche Stromanbieter hat heute seit 10 Uhr seine Hauptversammlung. Ob es bald bekannt gegeben wird weiß ich nicht, es wird allgemein erwartet, dass die aktuellen Verträge nicht angetastet werden, neue werden wohl teurer werden. Denn das Steigen der Strom- und Gaspreise gilt als unvermeidlich. Ich freue mich schon drauf bei neuer Strompreiserhöhung zu kündigen (April 2027).

Elektroautos sind kaum mehr zu bekommen. Jeder 5. Verbrenner-Autofahrer denkt darüber nach auf ein E-Mobil umzusteigen. Sogar Tesla ist wieder gefragt, nach dem Einbruch wegen der Sperenzchen von Elon Musk. Eine ADAC-Statistik belegt, dass die E-Autos auch sehr viel weniger störanfällig sind.

Die Bundesregierung hat die Wachstumserwartung für das aktuelle Jahr halbiert. (Von 1 Prozent auf 0,5). Die Chancen stehen gut, dass es wieder kein Wachstum geben wird.
Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Die Grenzen des Wachstums sind längst erreicht. Und das Klima und der Bestandsschutz unseres Planeten erfordert ein Schrumpfen. Aber dabei muss man wissen, dass der Kapitalismus, der weltweit das praktizierte Wirtschaftssystem ist, nur mit Wachstum funktioniert. Eine kapitalistische Volkswirtschaft ohne Wachstum bricht nach einigen Jahren zusammen. Trotzdem oder konsequenterweise bemühen sich die Volkswirtschaften um Wachstum. Mit ein Grund für den aufkeimenden Nationalismus: Wenn schon nicht alle wachsen können, dann wenigstens wir!, ist der Gedanke.
Das Umlernen wird nur auf die harte Tour erfolgen. Wir, die wir das erkennen, können schon mal rechtzeitig gegensteuern und neue Wege aufzeigen.
Leseempfehlung:
Buchbesprechung Nico Paech: Befreiung vom Überfluss

Der amerikanische Präsident lässt sich am Nasenring herumführen vom Iran. Mit seinen haltlosen Drohungen und seinen ablaufenden Ultimaten ohne Konsequenzen macht er sich lächerlich. Die Märkte leiden.
Das gibt einen Impuls für mehr Resilienz und weniger Globalisierung. Aber lange halten wird das nicht. Das hat man am Krieg in der Ukraine gesehen. Diesmal ist es schlimmer, heißt es. Ob es deshalb mehr nützen wird? Ich denke da müsste es schon richtig dick kommen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.
Ich begreife nicht, wieso die Zeichen der Zeit von so Wenigen richtig gedeutet werden.

Die Bundesregierung rafft sich zu einer Strategie für die Bundeswehr auf und erklärt, diese zur stärksten konventionellen Armee Europas zu machen. Niemand widerspricht. Der Krieg scheint unausweichlich, ja, hat im Grunde längst begonnen.
Die Reservisten sollen bis 70 dienen. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht scheint nur eine Fragte der Zeit.

Die NASA hat ein neues Teleskop für 3,5 Milliarden Euro in Betrieb genommen. Ob die Rettung in den Sternen liegt?

Der Buckelwal genießt die Aufmerksamkeit und sieht keinen Grund aufs offene Meer zu schwimmen. Nachdem er schon so gut wie für tot erklärt worden war, ist er jetzt zu aktiv für das vorgesehene Schlauchboot.

Russland lässt das kasachische Öl nicht mehr länger durch für Deutschland. Abwägungen zwischen Kosten und Nutzen.

Na wenigstens eins ist wie gehabt. Die Bayern - Frauen und Männer - sind wieder vorzeitig deutsche Fußballmeister! Sogar das Trippel ist noch drin.


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RE: Notizen zum Tage

#172 von petias , 24.04.2026 08:40

24. April 2026

in 8 Monaten ist Weihnachten. Lasst uns den Sommer genießen.

Gestern war ich in Saalfeld auf einem Scotish Folk-Abend in der "Kleine Bühne Saalfeld" in der Villa Weidig.






Die Band heißt "North Sea Gas", wie man auf den Plakaten und der Trommel sehen kann. Sie stammen aus Edinburgh.
Der Jüngere in der Mitte sprach etwas deutsch und er hat Teile der Texte für uns übersetzt und den Hintergrund erklärt.
Ich war da mit zwei Musikern. Der eine, selbst Band-Leader einer Rock-Band fand es zwar gut, aber ihm fehlten die Bässe. Der Andere spielt mit traditionellen Gitarren und Mundharmonika, ihm hat es sehr gefallen.

Und mir, ohne profunde musikalische Kenntnisse, hat es auch sehr gut gefallen. Besonders der trockene schottische Humor.

In den USA gibt es eine neue Art, die Todesstrafe zu vollstrecken. Erschießen. Das ist preisgünstig und sehr effektiv. Den Stress mit elektrischen Stühlen, Giftspritzen oder gar Erhängen kann man sich sparen. Zudem sollen Todesurteile schneller vollstreckt werden. Ich finde auch das zeigt, welcher Wind in den USA gerade weht.

Der Liter Sprit an den Tankstellen wird ab 1. Mai um 17 ct billiger - für zwei Monate. Ein sehr teures und nutzloses Zeichen für den guten Willen der Regierung. Faktisch ist es eine Subvention für die Öl-Multis und kontraproduktiv für Unabhängigkeit und Klima- und Umweltschutz.


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RE: Notizen zum Tage

#173 von petias , 26.04.2026 13:47

26. April 2026

gestern war ich auf dem Markt in Saalfeld. Da stellen 3 Gärtner ihre Pflanzen zum Verkauf. Ich habe zwei zwei große Tragetaschen voll Gemüsepflanzen erstanden, die darauf warten eingepflanzt zu werden. Aber auch die Beete sind noch nicht alle bereit. Als gibt es ein paar Arbeitsreiche Tage. Auch für die Pflanzkartoffeln wird es langsam Zeit...

In der Gartenpause hier ein paar Zeilen.

Heute jährt sich der GAU (Größter Anzunehmender Unfall) im Kernkraftwerk Tschernobyl zum 40sten Male. Interessant, dass auch in Deutschland die Diskussion um den Widereinstieg in die Kernkraft-Nutzung gerade jetzt wieder aufflammt.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie das damals war. Ich war am Wochenende darauf bei Freunden in Erding und hatte meinen Geigerzähler mitgebracht. Das war ein ganz einfacher "Volksgeigerzähler" ein sogenannter Szintillationszähler, der Gammastrahlung messen konnte. Meine Freunde dort haben den Unfall in der entfernten Sowjetunion zunächst nicht so ernst genommen und bestanden darauf wie geplant mit den Kindern nach München in den Tierpark Hellabrunn zu fahren. Aber der Unterscheid der Häufigkeit des Knackens des Geigerzählers je nachdem ob wir uns draußen oder drinnen befanden, hat meine Freunde dann doch dazu veranlasst zuzustimmen, dass wir fast uns fast ausschließlich im Inneren der Tiergebäude aufgehalten haben.
In der Folge haben wir Frische Kräuter und Gemüse gemieden. Dosen wurden vorgezogen. Die Haselnüsse im Herbst haben wir nicht mehr gegessen, denn sie waren belastet. Pilze sind es bis heute. Damals war das ein absolutes NoGo solche im Wald zu sammeln. Die Milch war belastet. Wir besorgten uns für die Kinder Milchpulver aus dem fernen Ausland, das wir statt Milch verwendeten.
Das Fleisch von Wildschweinen hatte astronomische Werte und musste fast komplett als Sondermüll entsorgt werden. Ich bekam das aus erster Hand mit, weil mein Vater zu derzeit noch aktiver Förster war.

Ich möchte euch den Beitrag: "Wiederbelebung der Atomkraft - der Totmannschalter des Homo Sapiens"
ans Herzen legen.

Auch noch zur Erinnerung: Im März 26 ereignete sich der GAU in Fukushima zum 15. Mal. Notizen zum Tage: 11. März 2026

Menschheit: Sie war viel zu blöd!

Tschernobyl liegt heute im Kriegsgebiet des russischen Angriffskrieg. In der Schutzkuppel die heldenhaft von den "Liquidatoren" über dem Reaktor gebildet worden ist haben russische Drohnen ein Loch gesprengt. Radioaktivität dringt wieder verstärkt aus. Sollte es an anderer Stelle noch ein Loch geben, könnte die ganze Kuppel kollabieren.

Auch das Kernkraftwerk Saporischschja wurde mit Raketen beschossen. Das kann jederzeit eskalieren. Wer Atomkraftwerke in der Nähe hat, auch in Nachbarländern, ist immer potentiellen Strahlungsgefahren ausgesetzt. Wem der kriegsgeilen Idioten die die Leute als ihre Führer dulden, wäre das nicht zuzutrauen.

"Der Ausstieg aus der Kernkraft war ein strategischer Fehler", verkündet die Präsidentin der Europäischen Kommission, die CDU-Politikerin Ursula von der Leyen brav im Auftrag der Atomlobby. Auch der GAU vor 15 Jahren in Fukushima ist bereits wieder aus dem Bedrohungsgedächtnis der breiten Bevölkerung verschwunden. Wir brauchen eine neue Katastrophe!
Mein Geigerzähler, heute ein deutlich neueres Modell, kann mich vielleicht warnen, schützen wir der mich nicht!


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RE: Notizen zum Tage

#174 von petias , 02.05.2026 10:08

02. Mai 2026

Der Wonnemonat Mai hat begonnen. Wenn er hält, was der April in Aussicht gestellt hat, dann wird er fantastisch!

Am 30. April fand wieder das alljährliche Hexenfest statt.
Einige Jahre zurück war ich durch Zufall nach Wanderung durch den "Finsteren Grund" von Ernstthal nach Lichte an einem recht beachtlichen Feuerspektakel vorbeigekommen. Auf privatem Grund aber mir vielen Gästen wurde ein riesiges Lagerfeuer abgebrannt. Publiziert wurde das Spektakel als Hexenfeuer. Und tatsächlich, in den Jahren darauf, als ich rechtzeitig zur Veranstaltung als Gast eingetroffen war, sah man oben auf dem Scheiterhaufen eine Puppe mit Kopftuch und Besen festgebunden: die Hexe!

Seit ein paar Jahren hat das Ereignis der örtliche Kermes-Verein übernommen und zelebriert in der Walpurgisnacht, am 30 April eine rituelle Hexenverbrennung auf dem Kermes-Platz. So gibt es neben der traditionellen "Kermse" noch ein öffentliches Spektakel im Frühling.

Es gibt Schmalzbrot, Bratwurst und Rostbrätl neben Bier wie bei allen Thüringer Festen, aber auch eine live-Band in einem Sattelschlepper als Bühne. Das Feuer ist noch eine Nummer größer geworden und verschlingt eine Menge Paletten und Betttücher. Sogar ein Feuerwerk und Böller sind in der Spitze des Scheiterhaufnes mit eingebaut.









Die Bilder gleichen sich:
Hexenfest 2025
Hexenfest 2024
Hexenfest 2023
Hexenfest 2022


Herrn Trump fällt nicht mehr wirklich Neues ein. Wozu auch, wenn sich das Alte doch bewährt hat.
Herr Merz hat die US-Administration kritisiert, sie hätte keine Exit-Strategie und das iranische Regime würde die USA verhöhnen. Damit, finde ich, hat Herr Merz ausnahmsweise mal recht.
Aber Trump sieht das anders. Er hat doch eine Exit-Strategie. Er erklärt den Krieg für beendet und fordert die Iraner auf, ihn doch anzurufen, wenn sie verhandeln wollen.
Bewährt hat sich, zu drohen, GIs, die in Deutschland stationiert sind abzuziehen. Aber gerne Mister Präsident. Und nehmen sie ihre Waffen vor allem Atombomben gleich mit. Und räumen sie Rammstein und die anderen Stützpunkte von denen aus sie immer neue Teile der Welt mit Bomben, Raketen und Drohnen überziehen. Es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis das auf uns zurückfällt.
Wenn Putin, Xi Jinping oder sie, Herr Präsident uns besetzen wollen, so können und sollten wir nicht mit Waffengängen antworten, sondern dafür sorgen, dass die Besatzer an ihrer Beute ersticken.

Eine zweite Repressalie sind neue Zölle. Der Deal Europa zahlt auf Alles 15 Prozent und die USA 0 Prozent Zoll war nicht gut genug. Also verhängen sie 25 Prozent Zoll auf alle Automobile. Meinen Segen haben sie. Jedes Auto, das weniger verkauft wird, ist gut für die Umwelt. Aber die "freien Märkte" suchen sich ihr Wege, steht zu befürchten.
Übrigens: Ich teile ihre Begeisterung über Zölle. Sie sind ein Mittel, den Regionen die Chance zu geben nicht mit dem globalen Markt umweltvernichtend konkurrieren zu müssen, sondern lokale Anbieter zu bevorzugen. Es reicht völlig, nur das auf dem Markt zu handeln, was lokal nicht machbar ist.
Es wäre von großem Nutzen, würde unsere Autoindustrie dazu erzogen, vorwiegend für den lokalen Markt zu produzieren. Besser E-Autos als Verbrenner, das macht uns unabhängiger von Öl und Gas. Stellen wir dann noch bald von Lithium-Batterien auf Natrium-Batterien um, haben wir noch mehr Unabhängigkeit gewonnen. Sie machen das schon richtig, Mister Präsident!


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RE: Notizen zum Tage

#175 von petias , 10.05.2026 10:45

10. Mai 2026

Muttertag! Ganz ohne Commerz-Gedanken: Allen Müttern einen schönen Tag und mögen sie von ihren Kindern gefeiert werden!

Die Arbeit im Garten hat im Frühjahr Vorrang.

Die Solardusche wurde wieder angeschlossen. Mit ernsten Nachtfrösten ist nicht mehr zu rechnen. Eine Nacht mit -1 Grad oder so, sollte kein Problem sein, zumindest nicht für die Dusche, sollten die Eisheiligen nicht schon vorbei sein für diese Jahr.



Gut, dass es genug reifen Kompost gibt. Die Beete sind dankbar. Sowohl vom Füllzustand her, als auch von der Fütterung des Bodenlebens her.


Auch Schafmist arbeite ich in die Bete - und in den neuen Kompost.


Da trifft es sich gut, dass die Schafe gerade auf anderen Weiden stehen. So kann ich in Ruhe ihren Tiefstall misten.
Ein Tiefstall wird nur zwei bis dreimal im Jahr gemistet. Sonst wird nur frische Streu eingebracht. Im Winter reicht sogar meist, was sie aus der Futterraufe an Heu fallen lassen und nicht fressen. Die Unteren Schichten sind dann schon recht weit auf dem Weg zum Kompost.

Tut sich da was im Krieg Russlands gegen die Ukraine?
Putin begnügt sich mit einem Abklatsch der gewohnt großen Parade angeblich, aus Angst vor der negativen Propaganda durch mögliche Drohnenangriffe der Ukraine auf die zur Schau gestellte Militärtechnik. Offensichtlich findet er keine Mittel entscheidende Fortschritte auf dem Schlachtfeld zu machen und schlimmer: keine gegen die ukrainischen Drohnenangriffe tief ins russische Hinterland auf neuralgische Punkte für die Öl- und Kriegswirtschaft.
Es heißt, er ziehe sich mehr und mehr zurück, reagiere immer paranoider. Sein Palast ist eine Festung, aber selbst da fühlt er sich nicht sicher.
Er spricht davon, dass der Krieg bald enden würde und bringt Freund Schröder als Vermittler von Friedensgesprächen ins Spiel. Ob der 82 jährige recht enttäuschte Schröder mit den immer noch "natürlich" schwarzen Haaren da viel helfen kann. Zumindest scheint Putin ihm zu vertrauen.
Angst kann einem so ein angeschlagener ängstlicher alter Autokrat schon machen. Träumt er davon, den Krieg mit einem Atomschlag zu beenden? Das wäre auch sehr riskant. Denn Putin ist überzeugt, dass er mit den Mitteln der Zeit, über die er verfügt gut 120 bis 150 Jahre alt werden kann. Und wer Weiß, was bis dahin noch alles geschehen kann. Der alte Traum der Unsterblichkeit. Den träumen auch viele andere Autokraten und Oligarchen. Vielleicht wären mir da intelligente Maschinen doch noch lieber?
Wir sollten beides zu verhindern suchen!

Erdüberlastungstag
Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Verbrauch der Welt und der einzelnen Länder aufs Neue und legt die Berechnungen auf einen Tag um, zu dem bereits die Ressourcen verbraucht worden sind, die das ganze Jahr reichen sollten.
Für Deutschland ist dieser Tag der heutige Sonntag und Muttertag. Was für ein Geschenk für alle Mütter!
"Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig", sagte BUND-Vorsitzender Olaf Bandt.
Wo er recht hat, hat er recht. Was tun wir dagegen, außer die gewählten Politakteure zu kritisieren und es mit anderen völlig falsch liegenden Großmäulern zu versuchen?
Was kann den jeder selbst tun in seinem Umfeld mit seinen Bekannten und Nachbarn?
2025 wurde dieser Tag bereits für den 3. Mai berechnet. Machen wir also doch kleine Fortschritte? Eher nicht. Das ist vor allem auf geänderte Berechnungsmethoden zurückzuführen, wie die Berechner zugeben.

Ich wünsche einen schönen Sonntag!


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RE: Notizen zum Tage

#176 von petias , 12.05.2026 10:30

12. Mai 2026

Auf dem Lichthügel schneit es heute Morgen. Katze Wanda hatte mich in meiner Schlafhütte aufgesucht und mich um Einlass gebeten. Die Schlafhütte hat keine Katzenklappe, denn ich will nicht, dass sich da unerwünschte Mitbewohner einnisten über die kalte Zeit, wenn die Hütte (in den letzten beiden Jahren) nicht benutzt wird. Seit Corona - ich weiß allerdings nicht, ob das damit was zu tun hat - ist meine Lunge zu empfindlich um bei 0 Grad Celsius oder gar im Minusbereich draußen zu schlafen. Für den nächsten Winter werde ich mir eine bewegliche Schlafkabine (Schlafsänfte) für innerhalb der Schlafhütte bauen ein Bisschen höher und breiter als ein Sarg, so dass man drin sitzen und sich gut umdrehen kann mit angezogenen Beinen schlafen - oder sogar auch mal zu zweit - und mit Fußbodenheizung, die die Solaranlage mit Energie versorgt. Sand soll als Wärmespeicherbatterie dienen. Das Prinzip ist vom mittelalterlichen Himmelbett abgesehen. Das war auch dafür geeignet, durch die Körperwärme und Atemluft der darin Schlafenden erwärmt zu werden.
Zunächst dachte ich an einen Schäferwagen, aber durch die Isolierung und die Räder würde der schwer und ich muss nicht mit einer Herde ziehen. Deshalb der Gedanke der Sänfte, eine Art Schäferwagen ohne Räder. Soll die im Freien stehen, so muss auch sie recht schwer werden, mit Dach und allem. Aber eine abgespeckte Version, die in der Hütte stehen kann oder in jedem anderen Innenraum und sogar deren Infrastruktur wie den Strom der Solaranlage (Panel auf dem Hüttendach) verwenden kann, scheint mir eine gute Idee. Außenmaße ca. 2 m mal 0,80 m mal 1,40 m. Im Sommer kann man die Schlafsänfte dann aus der Hütte nehmen und in einem Schuppen übersommern lassen. Ich werde über meine Erfahrungen damit berichten.

Nach dem Füttern der Katzen habe ich schon mal für heute Abend die Kartoffeln geschält. Die Schalen bekommen nachher die Schafe und auch die Reste vom Lauch, den ich aus dem Garten holen werde. Dazu noch was aus der Gefriertruhe, und fertig ist der Eintopf.
Bevor ich gegen Mittag meinen Enkel besuchen fahre, mache ich mir einen Smoothie. Einen Becher voll trinke ich frisch, einen zweiten nehme ich als Proviant mit um der Versuchung vorzubeugen aushäusig zu essen. Schließlich läuft die Mai-Challenge!
Für meine Arbeit am PC habe ich mir ein halbe Ofenladung Holz abgebrannt. Bei ca. 16 Grad ist das so an der Frier-Grenze und bei 19 Grad ist es gemütlicher. Aber man muss gut dosieren mit dem Feuer zu dieser Jahreszeit, sonst wird es zu heiß. Letztes Jahr habe ich sogar einmal noch im Juni den Ofen kurz angeheizt. Mal sehen, wie es diesmal läuft.
Noch etwas Gutes hat es, wenn der Ofen brennt. Ich brauche keinen Strom für den Trockner. Bei Schnee könnte die aktuelle Solaranlage nicht genug davon erzeugen. Gerade trocknet wieder eine Ladung Cracker. Diesmal sind sie nicht rot von Johannisbeeren, sondern rot von Rote Beete.

Nachrichten:
Die Finanzanalyse-Firma Morningstar hat einen Bericht veröffentlicht. Im vergangenen Jahr sind 84 Milliarden Dollar aus globalen nachhaltigen Fonds abgeflossen. Das ist zum ersten Mal seit dem Erfassen der Daten (2018))passiert.
Das zeigt, dass Umwelt- und Klima- bewusstes Handeln (in dem Fall Investieren) eine Schönwetterveranstaltung ist. Aber zum Glück regulieren sich (Klima-) Systeme selbst. Wird es schlimm, brechen die Konsumsysteme zusammen und die Umwelt-Belastungen nehmen ab. Nicht durch Einsicht, sondern durch Zwang, den keine Politik zuwege bringen kann. Obwohl, in Corona-Zeiten lief es schon recht gut. Erinnert ihr euch, keine Flugzeuge am Himmel, keine zerfließenden Kondensstreifen, die den Himmel binnen Stunden in eine milchige Suppe verwandeln...
Es ginge schon, wenn man will. Aber derzeit haben viele Leute vor allem Angst, ihre Urlaubsflieger könnten mangels Kerosin ausfallen.


Dies ist der 1501 Beitrag in diesem Forum. In fast 6 Jahren ist das nicht wirklich viel. Ihr solltet euch ran halten!

gestern gab es statistische 1033 Besucher. Da es sonst so um die 100 Besucher pro Tag pulsiert, war das vermutlich mal wieder eine Bot-Attacke. Was heißt Attacke? Es gibt keine gescheiterten Anmelde- oder Hack- Versuche. Wenn Bots aus KI-Programmen vorbeischauen, um Inhalte unseres Forums in das Wissen der Welt zu integrieren, mögen sie willkommen sein.


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RE: Notizen zum Tage

#177 von petias , 15.05.2026 15:11

15. Mai 2026

Gestern war Männertag
Dazu gibt es was unter folgendem Link:
Männertagsimpressionen 2026

Heute Mittag habe ich einen neuen Apfelessig angesetzt.


Ich schneide eine Schüssel voll (ca. ein Kilo) Äpfel klein. Sie sollten sauber (gewaschen) sein und keine Faul- oder Schimmelstellen haben. Das wird alles weggeschnitten. Kernhäuser und Schalen sind völlig in Ordnung. Man kann gerne die Reste für den Essig verwerten, wenn man Äpfel schält und die Kernhäuser entfernt.


Man spült zwei große Einmachgläser oder Schraubdeckelgläser mit warmen Wasser aus und füllt die Apfelstücke ein.


Dann gießt man Wasser drauf, so dass ein paar cm Wasser über (oder unter, wenn sie aufschwimmen) den Äpfeln sichtbar sind.
Man kann zur Starthilfe des Gärvorganges noch etwas bereits fertigen Apfelessig hineingeben. Am Besten eignet sich Essigmutter. Das sind die Schlieren, die bei der Essigerzeugung sich oben absetzen und die man abschöpfen kann.
Manche machen noch ein bis zwei Esslöffel Zucker rein, als Futter für die Essigbakterien. Es geht aber auch ohne!
Gibt man (optional) Zusätze (Essig, Essigmutter, Zucker) hinein, so verrührt man diese mit den Äpfeln und dem Wasser mit einem sauberen Löffel.
Dann werden die Gläser mit einem luftdurchlässigen Stofftuch abgedeckt und mit einem Gummi fixiert. Nicht mit einem Schraubdeckel verschließen, denn der Luftaustausch ist sehr wichtig.


Die Gläser kommen an einen kühlen Ort. Ich habe sie ins sich leerende Apfelregal gestellt. Sollte gleich eine vertraute Atmosphäre ergeben.
Man rührt täglich einmal um, um Schimmelbildung zu verhindern. Nach ein paar Tagen sollte ein Essiggeruch von den Gläsern ausgehen. Nach 1 - 2 Wochen sollte sich an der Oberfläche ein weißer Schaum bilden.

Diese erste Phase des Prozesses ist beendet, wenn die Apfelstücke alle auf den Boden gesunken sind und sich ein starker Essiggeruch gebildet hat.

Wenn es soweit ist, erzähle ich euch wie es weiter geht.
Am Ende des Prozesses stelle ich die Beschreibung zur Erzeugung von Apfelessig in den Faden "Theorie und Praxis" zur Kategorie "Wie die Alten sungen ..."

Ein paar Punkte gibt es da schon.
Wie die Alten sungen - Eier einlegen
Wie die Alten sungen - Milchsaures Gemüse
Wie die Alten sungen - Sauerkraut


Heute geht mit der "Kalten Sophie" die Phase der Eisheiligen zu Ende. Laut einer Bauernregel wird danach, in der zweiten Hälfte des Mai das Wetter stabil und frostfrei. Frostempfindliche Freilandbepflanzung empfiehlt sich erst ab diesem Zeitpunkt.
Wie alle Bauernregeln ist die, die die Eisheiligen betrifft nicht ganz wörtlich zu nehmen. Es gibt eine statistische Häufung solcher Vorfälle (Frost nochmal während der Eisheiligen, und dann ist es gut.) im langjährigen Durchschnitt, aber eine Garantie dafür gibt es nicht. In der letzten Zeit schlägt immer mehr der Klimawandel zu. Wir liegen derzeit hinsichtlich der Vegetationsperiode ca. zwei Wochen früher als noch vor Jahren. Natürlich ist auch das nichts, worauf man sich verlassen kann. Noch eine Unsicherheit betrifft die Eisheiligen. Man weiß nicht genau, wie lange diese Regel schon besteht. War es noch zu Zeiten des Julianischen Kalenders oder erst zu Zeiten des Gregorianischen Kalenders. Dazwischen liegen ca. 10 Tage Unterschied.
Aber egal, die Bezugszeit der Eisheiligen für Gärtner gebe ich vorerst noch nicht auf. Sie stimmt immer wieder - so ungefähr!


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