RE: Notizen zum Tage

#61 von petias , 21.04.2025 14:05

21. April 2025

Der Papst ist tot! 88 Jahre ist nicht schlecht. Damit ist er fast so alt geworden wie mein Vater.
Der Tod direkt nach dem Ostersegen, dem "Benedictio coram populo" (Segen vor dem Volk) für "urbi et orbi" (die Stadt (Rom) und den ganzen Erdkreis) den er noch gerade so etwas reduziert gegenüber dem Original mit letzter Kraft gehaucht hat, ist großes Kino! Nicht dass das beabsichtigt war, aber die Ärzte hatten ihm 2 Monate strenges Schonen und keine öffentlichen Auftritte verordnet, nach seiner schweren beidseitigen Lungenentzündung. Ich denke ein spektakulärer Abgang ist allemal befriedigender als ein leises Davonschleichen.

Der Papstwechsel ist streng reglementiert. Die "Sedisvakanz" (leerer Stuhl) erfolgt nach strengen Regeln.
Der Camerlengo (derzeit Kardinal Kevin Farrell) stellt zusammen mit den Ärzten den Tod des Papstes fest.
Das lief lange so ab. Der Kammerdiener des Papstes klopfte den leblosen dreimal mit einem silbernen Hämmerchen auf die Stirn und rief seinen Taufnamen. Rührt er sich nicht, dann gilt er für tot. Heute verlässt man sich da eher auf die ärztliche Kunst.
Ist der Papst für tot erklärt, zieht man ihm den Siegelring vom Finger und vernichtet den. Die Gemächer des Papstes werden versiegelt.
Dann beginnen die Trauerfeierlichkeiten, die zur Beisetzung des Papstes vier bis sechs Tage nach dem Tode führen. Die Beisetzung muss nicht zwangsläufig im Petersdom erfolgen. Franziskus wird vermutlich in der Basilika Santa Maria Maggiore beigesetzt.

Nach der Beisetzung beginnen die "Novemdiales". 9 Tage Trauerzeit mit Messen und Gebeten.
Spätestens 20 Tage nach dem Tod erscheinen die Kardinäle, die das 80 Lebensjahr noch nicht überschritten haben, zur Konklave. Das heißt, die Kardinäle werden in die Sixtinische Kapelle gesperrt und erst wieder herausgelassen, wenn weißer Rauch aus deren Schornstein steigt. Das bedeutet dann: "habemus papam" (wir haben einen neuen Papst). Die längste Papstwahl in der Kirchengeschichte dauerte zwei Jahre, neun Monate und zwei Tage. Der Papst wird mit zwei-Drittel-Mehrheit gewählt.

Indien hat beschlossen zur "globalen Rüstungsnation" aufzusteigen. Früher wurde Indien von Russland mit Rüstungsgütern versorgt. Jetzt wird mehr diversifiziert. Auch Deutschland kommt zum Zuge. Vor allem aber will man die eignen Rüstungsindustrie ausbauen. Das kommt mir bekannt vor. Die ganze Welt rüstet auf.
Ein Beitrag zum Thema: Das Ende der (beweisbaren) Wahrheit - die Auferstehung des Glaubens? Teil 9 (Lieber tot als rot?)

Im Angesicht der Entwicklungen in der Welt sollten wir uns dazu demnächst mal ausgiebige Gedanken machen!

Putin macht sich über Waffenstillstand und Frieden lustig und verarscht die Welt.
Trump schimpft und droht sich aus dem Friedensprozess zurückzuziehen. Langsam dämmert es ihm, dass da nichts auf die Schnelle geht. Und er hat andere Sorgen. Er hat Stress mit den Richtern. Wie können die es wagen ihn, den gewählten Präsodenten in seinen Entscheidungen zu behindern. Demokratie ist Scheiße, die muss weg!

Israelische Soldaten töteten 15 palästinensische Sanitäter im Gazastreifen. Und das entgegen ursprünglicher Behauptungen trotz Blaulicht und entsprechender Uniformen. Die Soldaten hätten sich bedroht gefühlt.
Es gibt keine "sauberen" oder gar "fairen" Kriege. Im Krieg werden Leute dazu gebracht Tod und Leid über Nachbarn und Fremde zu bringen, gegen die sie bislang nichts hatten. Nutznießer: wenige Kriegsgewinnler, Machtneurotiker und sonstige Profiteure. Verlierer bis hin zum Tod: die breite Masse.




dieses coole Fahrzeug stand neulich, als ich Enkelin Giuli da hin brachte, in Nürnberg in der Fußgängerzone. Wenn mich der Blick ins Innere nicht getrogen hat, ist das kein E-Fahrzeug sondern nur ein Fahrrad!


Ein paar Tropfen hat es geregnet.


mehr Wasser war angesagt. Also habe ich die eine Wanne unter der Dachrinne in die unter der Zisterne geleert. Von Hand mit Gießkannen. Die Pumpe anschmeißen schien sich nicht zu lohnen.
Bei der Gelegenheit wurde die Wanne zur Wasserwage und hat gezeigt, dass sie nicht gerade steht!


Teile des Geburtstages habe ich mit Florina und Enkel Oli auf dem Spielplatz verbracht.


Das Schafott für die Hexenverbrennung am 30 April ist schon vorbereitet ...


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RE: Notizen zum Tage

#62 von petias , 24.04.2025 17:03

24. April 2025

in 8 Monaten ist Weihnachten! In den letzten Tagen hat es immer wieder mal ein paar Tröpfchen geregnet. Schön, dann läuft es nicht gleich wieder den Hügel hinunter sondern kann in den Boden sickern. Alles sieht schon viel frischer und grüner aus. Heute Nacht soll es sogar an die 10 Liter auf den Quadratmeter regnen.



Die Wanne am Haus wird in die Wanne im Hochbeet-Garten umgepumpt.


Deren Inhalt wird in die zentrale Zisterne eingespeist.


Der zweite Schlauch bringt das Wasser aus der Badewanne an der Schlafhütte. Das läuft von ganz alleine in die Zisterne.

So gesehen wäre es viel besser, das Haus und damit das angesammelte Regenwasser stünde oben am Hügel und das Land führte nach unten. Dann könnte man sich das Pumpen sparen und das Wasser liefe zum Bewässern von alleine zu den Pflanzen.
Aber zu spät. Ich werde nicht umziehen oder ein Haus auf dem Hügel bauen (da gäbe es auch keine Genehmigung dafür) sondern das Beste aus der Situation machen.
Ich habe mittlerweile schon 3 Pumpen gekauft. Gut eine ist eine Schmutzpumpe, die nur für einen Hub von 4 Metern vorgesehen ist. Die anderen sind angeblich für 40 Meter Höhenunterschied geeignet, aber sie schaffen das nicht wirklich. So pumpe ich das Wasser vom Haus in Etappen nach oben. Das ist etwas mehr Mühe, aber geht problemlos. Wenn ich erst komplett auf selbst erzeugten Strom umgestiegen bin, dann ist es zumindest keine Energieverschwendung mehr.

Trump verkündet: "Ich glaube, wir haben einen Deal mit Russland"
Zur gleichen Zeit sterben 9 Personen in Kiew bei russischen Luftangriffen mit ca. 250 Drohnen und 70 Personen werden verletzt.
Putin lobt den "Friedensplan" Trumps zum Teil. Die Abtretung der Krim und der geforderte Verzicht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft ist in Moskaus Interesse.
Trump übernimmt weitgehend die Positionen Russlands. Im Gegenzug erhält die Ukraine keine Garantien. Trump will einen Diktatfrieden gegen den vermeintlich uninteressanteren Kontrahenten durchsetzen um mit dem interessanteren gute "Deals" zu machen. Der geopferte Ukraine soll für die dann vergeblich geleistete US-Hilfe teuer mit Rohstoffen bezahlen. Langsam nimmt Gestalt an, was "America first" bedeutet.

Ich fahre morgen mit meinem Deutschlandticket nach Bremen. Freunde und einen Großonkel treffen. Montag komme ich zurück.

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RE: Notizen zum Tage

#63 von petias , 29.04.2025 15:49

29. April 2025

Am letzten Freitag bin ich nach Norddeutschland gefahren. Irgendwo zwischen Bremen und Bremerhaven leben Freunde. Die einen auf einem Bauernhof mit Pferden in schöner flacher Landschaft, die anderen in einem Haus mit Garten einige Kilometer entfernt.
Schöne Spaziergänge, gute Essen (vegan), interessante Gespräche.

Am Samstag Nachmittag habe ich meinen Onkel Erhard besucht, der kürzlich 90 Jahre alt geworden ist.
Dem Erhard zum 90. Geburtstag
Er lebt alleine in seiner Wohnung, die ist sehr gut in Schuss, ganz sauber und perfekt aufgeräumt und gut durchorganisiert. Ich könnte und sollte mir daran ein Beispiel nehmen!
Er hat einen sehr guten Speiseplan, eine vernünftige Speisenauswahl und geht jeden Tag an die 4 Kilometer manchmal mehr und das in flottem Schritt. Das ist aufgrund seiner Sehbehinderung eine sehr gute Leistung und das funktioniert nur, weil er die Strecken sehr gut kennt.
Er ist vielseitig interessiert, verfolgt Nachrichten und politische Talk-Shows und man kann mit ihm über alles diskutieren.
Erlebe ich ihn, gibt mir das Hoffnung für das eigenen Alter.

Eine Andere Altersstory diesmal von prominenter Seite, ist heite in den Medien. Der Tod von Gene Hackman und seiner Ehefrau Betsy Arakawa war vor Wochen gemeldet worden. Beide lagen Tod in ihrem Bett. Einer ihrer Hunde war ebenfalls tot. Heute wurden die Autopsie Ergebnisse bekannt gegeben.
Wenn ich die Ergebnisse interpretiere, stellt sich mir der Tod in dem Haus in Santa Fe folgendermaßen dar:
Arakawa, die 65 Jahre alte Pianistin und Ehefrau Hackmans starb an einer vermutlich durch Hantaviren ausgelösten Erkrankung. Hackman, schon reichlich dement, mit Herzschrittmacher und Herzproblemen blieb einfach neben seiner toten Frau liegen. Er aß und trank nicht und starb etwa eine Woche geschwächt an Herzversagen. Einer ihrer drei Hunde ist dabei verdurstet. Die anderen beiden haben überlebt.
Das ist eine rührende Geschichte, aber wer weiß schon was wirklich passiert ist. Vielleicht werden die Ereignisse in Santa Fe noch einen Filmemacher auf den Plan rufen.

„Jeff“ Bezos will es Elon Musk gleich tun. Er hat die ersten von 1600 Satelliten in die Umlaufbahn geschickt und will Musks Star-Link Konkurrenz machen.
Bezos Raumfahrtfirma heißt Blue Origin und steht mit Musks Konkurrent von Musk SpaceX in Konkurrenz. Ster-Link umfasst derzeit ca. 7.000 Satelliten.
Raumfahrt war bisher Staatsunternehmen vorbehalten. Die Zeiten sind vorbei. Die Oligarchen treten unmittelbar miteinander in Konkurrenz. Staaten fungieren nur noch als Geldgeber und Auftraggeber. Es lebe die Oligarchie!
Musk hat bereits die Macht, mit seinem Star-Link über den Verlauf von Kriegen zu entscheiden. Angeblich hat er durch Rückhalt von Informationen verhindert, dass die Ukraine die russische Schwarzmeerflotte vernichten konnte.

Die elektronischen Patientenakte ePA wird heute bundesweit frei geschaltet. Ist euch bewusst, dass jetzt euer Arzt weiß, wenn ihr sie benutzt, wie sie kommt, ob ihr die Rezepte einlöst, die er verschreibt. Also aufgepasst!
Auch Forscher können bald auf die Daten der ePA zugreifen, wenn dem nicht ausdrücklich widersprochen wird. Ich habe nicht widersprochen, aber man sollte sich der Abläufe bewusst sein.

In Spanien und Portugal gab es einen fast völligen Stromausfall für mehrere Stunden und das anscheinend ganz ohne Sabotage. Auch in Frankreich, Marokko und Andorra fiel der Strom für ein paar Minuten aus.
Es ist vermutlich eine gute Idee, sich nicht komplett von Stromnetzen abhängig zu machen. Mein Ziel ist es, bis in zwei Jahren zum 1. Mai 2027 die Verbindung zum elektrischen Netz zu lösen. Der reduzierte Strombedarf auf dem Lichthügel soll dann von einer Inselanlage komplett übernommen werden.


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RE: Notizen zum Tage

#64 von petias , 01.05.2025 12:36

30. April 2025

Ich war auf dem Weg nach Steinheid. Nach ein paar Stunden im Garten sollte ich Enkel Oliver von der Kita abholen. Die Eltern würden erst um 19 Uhr aus der Arbeit kommen.

An der Bushaltestelle war erstaunlich viel los. Erstaunlich viel los heißt: außer mir fuhren noch Andere mit dem Bus. Ein mir bekanntes Paar aus dem Dorf hatte Arbeitsteilung gemacht. Er war hinunter zur Sparkasse gegangen und hatte das zum 30. eingegangene Geld vom Konto geholt. Sie hatte sich fertig schön gemacht. An der Bushaltestelle trafen sie sich zur Geldübergabe. Sie stieg in den Bus, er ging in die örtliche Verkaufsstelle mit sehr eingeschränktem Angebot. Aber Bier gab es da. "Bierher" (statt Hierher) forderte ein Plakat.
So hat jeder, was ihm Freude macht. Gemütlich ein Bier trinken oder eine geile Shopping-Tour.
Andere stiegen an den Geldautomaten in Neuhaus aus. Rente, Bürgergeld, Sozialkasse und wohl auch mancher Arbeitgeber haben für heute das Geld überwiesen.
Im Supermarkt war so viel los, ich traf so viele Bekannte, dass ich tatsächlich meine Geldbörse an der Kasse liegen ließ. Als ich es bemerkte, kehrte ich sofort um. Auf dem Weg zurück schoss mir mancher Gedanke durch den Kopf. EC-Karte sperren lassen, die und die Gesundheitskarte und den Ausweis neu beantragen. Für einen neuen Ausweis braucht man ein digitales Bild ...
An der Kasse angekommen, hatte die Kassiererin mich schon erwartet. Lächelnd überreichte sie mir die Geldbörse. Es fehlte nichts. Sie hat was gut bei mir. Wie schön ist es, auf dem Land zu leben und viele Bekannte zu haben!

Trotz schönem Wetter fuhr ich nicht mit dem Fahrrad. Grund: am Abend wurde ich mit dem Auto mit zurückgenommen, denn alle wollten aufs Hexenfest!

Hexenfest
Zum vierten Mal veranstaltete der Kermes-Verein das Hexenfest.
Beim letzten Mal hatte ich Enkel Oli für ein paar Minuten im Gewühle verloren. Diesmal ließen ihn auch die Eltern keinen Moment aus den Augen. Er war sehr sicher!

























Die Bilder gleichen sich.
Hexenfest 2024
Hexenfest 2023
Hexenfest 2022

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RE: Notizen zum Tage

#65 von petias , 07.05.2025 09:28

07. Mai 2025

Samstag 3. Mai
ich stehe früh auf in meiner Hütte. Den Wecker vergesse ich auszustellen. Das ist mir erst gestern Abend aufgefallen, als ich ihn piepsen hörte, als ich im Garten war. Als analoges Gerät mit 12 Stundenanzeige unterscheidet er nicht zwischen Morgen und Abend.
Dem Bus der privaten Linie traue ich nicht. Lieber gehe ich die paar Kilometer durch den "Finsteren Grund" bergauf nach Ernstthal zu Fuß (mein Rad will ich nicht für ein paar Tage am Bahnhof stehen lassen, mir ist dort schon mal meines geklaut worden) als mit meiner Reise schon bei der ersten Station zu scheitern.
Ich bin viel zu früh. Aber ich schaffe es tatsächlich alle Anschlusszüge zu erreichen und pünktlich in Ruhpolding einzutreffen. Die Puffer im Fahrplan an bestimmten Halten ermöglichen es, kleinere Verspätungen wieder aufzuholen.
Kaum bin ich in Ruhpolding bei meiner Schwester angekommen werden wir schon vom Sohn von Evis Patienten A. abgeholt. Gerade noch kann mich meine Schwester instruieren. Dem Sohn nicht die Hände schütteln, er hat ein Problem mit Berührung. Vater A. dagegen mag es herzlich und mit Kontakt begrüßt zu werden. A. hat "atypisches Parkinson" er ist in meinem Alter.
Der Sohn fährt uns ins örtliche Schwimmbad mit Sauna und beheiztem Außenbecken. Die Prozedur von der Handhabung des Rollstuhls, Umkleiden, Duschen, Wassergymnastik mit ausgedehntem Übungsprogram -"Gesundheits- und Schönheits- Gymnastik"- nennt Evi das, Saunagang mit Aufguss, Vorbereitung von eventuellen Notfallmaßnahmen, die Brotzeit danach, Kontakte mit Stammgästen ... bis hin zum Abholen durch den Sohn 3,5 Stunden später ist anspruchsvoll und vielfältig. Den Rest des Tages bringen wir damit zu, das Prozedere zu Papier zu bringen. Ich werde es ins Reine schreiben (A. greift eine Bemerkung auf, über meine Gedichte und wünscht es sich in Gedichtform). Evi wird es kontrollieren. Im Juni soll es dann noch zwei begleitete Tage geben und einen allein mit A. Im Juli soll ich dann meine Schwester während des Urlaubs vertreten.

Sonntag 4. Mai
Am nächsten Morgen breche ich um 8 Uhr auf nach Prien am Chiemsee zu einem Besuch bei einer Bekannten. Auf dem Weg zum Bahnhof Rohpolding spricht mich eine ältere Frau an. Es wäre 8:05 Uhr und die Arztpraxis sei immer noch zu. Ob die denn heute nicht aufmachen würde.
Auf meinen Einwand, dass heute Sonntag wäre, schlägt die Dame entsetzt die Hände zusammen und meinte, dass sie sich sicher gewesen wäre, dass heute Montag sei.
In Prien holt mich meine Bekannte vom Bahnhof ab. Wir gehen zunächst zügigen Schrittes zur Reha-Klinik in der sie gerade verweilt. Wir treffen viele freundliche Leute, aber auch einige sehr abgemagerte, meist Mädchen, teilweise im Rollstuhl. Deren Problem ist Anorexie (Magersucht) erklärt mir meine Bekannte.
Das Wetter ist besser als erwartet und wir laufen ausgiebig durch die schöne Landschaft meist am Chiemsee entlang. Am Abend zeigt mein Schrittzähler 31000 Schritte.

Montag 5. Mai
Am nächsten Morgen breche ich früh auf. Ich setze nochmal meine Hoffnung auf die Bundesbahn. Spätestens um 15 Uhr soll ich Enkel Oli von der Kita abholen. Beide Eltern haben an diesem Nachmittag Dienst. Im Notfall würde der Vater einspringen, der sich von einem Kollegen vertreten lassen könnte - aber alles nicht so einfach.
Die Bahn macht es spannend, es gibt immer wieder Verspätungen, aber am Schluss schaffe ich es auf den Punkt. Oli und ich machen uns einen schönen Nachmittag und wandern weite Wege, wenn auch mit vielen Unterbrechungen und Spielen.
Am Abend laufe ich noch 6 km durch den Wald und bin kurz vor 20 Uhr zu Hause! Der Schrittzähler zeigt - trotz eines langen Tages im Zug - 11000 Schritte!

Dienstag 6. Mai
Zuhause ankommen, auspacken, Wäsche waschen, im Garten ist viel zu tun.
Die Medien stürzen sich auf das Kanzlerwahlspektakel. Da wollten vermutlich ein paar Unzufriedene dem Merz einen Denkzettel verpassen. scheint gelungen zu sein. Ich messe dem keine große Bedeutung bei.
Sehr viel mehr bedroht mich die allgemeine Aufrüstungseuphorie. Es gibt Filmserien über die Bundeswehr, die Soldaten reisen wieder in Uniform, ich habe viele in den Zügen gesehen. Das ist Anweisung von oben. Das Militär soll wieder sichtbar sein. Ich fürchte, die Menschheit versucht ihre Probleme mal wieder mit einem Krieg zu lösen. Vielleicht ist dieser dann der letzte.

Mittwoch 7. Mai

Der Papstwechsel tritt in die entscheidende Phase. Das Konklave beginnt. 133 Kardinäle stimmen über den neuen Papst ab. Übrigens kann jeder Papst werden, der über 18 ist und getauft. Aber wer will das schon und - die Kardinäle wählen lieber einen aus ihrer Mitte. Das ist schwer genug. Im Grunde ist der Papst halt auch nur ein König eines kleinen Landes, wenn auch mit weltweiter Teilzeitgefolgschaft.

Indien greift Ziele im pakistanischem Teil von Kaschmir an. Pakistan verspricht Vergeltung. Sie können sich nicht einigen, zu welchem Territorium Kaschmir gehört. Warum gibt man Kaschmir, dem Gaza oder wer immer das möchte, nicht einfach die Selbstverwaltung?
Anders als in der Ukraine sind in dem Konflikt beide Beteiligten im Besitz von Atomwaffen.

Merz, noch müde von der Nachtsitzung des Kabinetts, will zum Antrittsbesuch nach Frankreich und Polen reisen.

Das Deutsche Museum auf der Isarinsel in München wird 100!


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RE: Notizen zum Tage

#66 von petias , 17.05.2025 11:56

19. Mai 2025

Gestern wurden unsere Schafe geschoren, zusammen mit denen vom Andreas, der sie zu dem Zweck auf den Lichthügel gebracht hatte, zusammen mit seinen Ziegen, die mit seinen drei Schafen zusammen eine kleine Herde bilden.









Der Scherer ist ein junger gelernter Schäfer der selbst 100 Schafe hat und seine Eltern haben 300 Schafe. Zusammen mit anderen zieht er in Teilen des Jahres als Scherer durch die Lande.

Unsere kleine Herde läuft eher unter dem Aspekt: Kleiner Zuverdienst. Pro Schaf nahm er 10 Euro für die Schur, und 5 Euro für die Hufpflege. Da wir die Tiere nicht nochmal erschrecken und demütigen wollten, haben wir beides in einem Aufwasch machen lassen.


Ein kleines Bisschen hat es geregnet von gestern Abend auf heute Morgen. Nicht viel, aber zumindest dem Gras wird es nutzen. Die gelben Schlieren sind Blütenstaub.


Die bestellte Solardusche ist gekommen. Ich habe sie zunächst provisorisch an die Schlafhütte gelehnt. In den nächsten Tagen werde ich eine Betonplatte gießen, auf der ich sie befestigen kann an einem schön sonnigem Platz. Sie wird mittels Gartenschlauch an der Wasserzapfsäule angeschlossen. Mein Einstieg in die Solarthermie.

An der Kriegsfront sieht es gewohnt trostlos aus. Israel startet im Gaza-Streifen neu durch. Diesmal soll das Land besetzt bleiben. Die Bevölkerung wird mal wieder im eigenen Land herumgejagt.
Die Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland haben sich wie erwartet als Ablenkungsmanöver entpuppt. Trump freut sich. Ohne ihn und Putin geht halt nichts. Aber man weiß nie, wo seine Meinung und sein Gefühl gerade hin driftet. Er will ohnehin nur Geschäfte machen und sein Ego befriedigen.


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RE: Notizen zum Tage

#67 von petias , 27.05.2025 13:28

27. Mai 2025

Ich war vier Tage in Bayern. Meine Schwester hat mich an die Begleitung ihres langjährigen Schützlings Anton herangeführt, damit ich sie vertreten kann wenn sie in Urlaub geht. Anton ist ein faszinierender Mensch. Er war erfolgreicher Architekt und Unternehmer. Engagierte sich bei Wasserkraftwerken zu Zeiten, als die Energie- und Klimakrise noch in weiter Ferne schien.
Er ist auch ein begnadeter Zeichner. Neben ein paar persönlich an mich gerichteten Skizzen habe ich zwei von ich weiß nicht wie vielen Büchern von ihm in die Hand bekommen.

"Gedanken Und Skizzen", "Worte und Zeichnungen" sind die seiner Werke, die mir vorliegen. Schöne Skizzen von Anton vor allem über heimische (Ruhpolding, Chiemgau, Oberbayern) Bauten angereichert durch erbauliche und weise Worte unzähliger Autoren.

An einem Abend nahm mich Otto mit zum Indiaca. Indiaca hat südamerikanische Wurzeln und ist eine Art Volleyball, aber statt einem Ball spielt man es mit einer Art überdimensioniertem Federball. Die 9 Leute (ich vertrat meine Schwester) und ich komplettierten zwei Mannschaften a 5 Spieler. Das Schöne daran: es spielen Alt und Jung, Frauen und Männer zusammen. Der jüngste war 25 und der Älteste 82. Der Senior ist der Initiator der Ruhpoldinger Gruppe und hat mich 10 Minuten lang eingeführt. Ich Neuling wurde äußerst freundlich aufgenommen, und meine Ungeschicklichkeiten problemlos hingenommen.
Mal sehen, ob sich der Sport nicht hier in Neuhaus auch einrichten ließe.
Die Zeit im Juli in Ruhpolding werde ich nutzen um noch ein paarmal mit den dortigen Indiaca- Künstlern zu spielen.

Bei der Heimfahrt musste ich mit allen anderen Reisenden in München am Gleis 24 aus dem München - Nürnberg - Express aussteigen und den Bahnsteig verlassen, weil ein herrenloser Rollkoffer im Zug gefunden worden war. Das Sicherheitspersonal war aber sehr entspannt und die Fahrt konnte 45 Minuten später fortgesetzt werden.
Parallel zu dem Vorfall telefonierte ich mit einer Cousine, die mich am Bahnhof treffen wollte. Sie steckte in der U-Bahn fest, weil sich jemand vor dieselbe geworfen hatte.
Was ist nur mit diesen Großstädten los. Schade, dass bei meinen Reisen mit dem Zug ich ständig durch solche fahren muss.

Zuhause angekommen sah ich mir die Nachrichten durch. Versäumt hatte ich nichts. Trump ändert weiter täglich mehrmals seine Entscheidungen, Putin denkt nicht an Frieden und bombardiert die Ukraine stärker denn ja. Selbst Trump ist das aufgefallen. Aber der Kritik an Putin stellt er sofort noch schärfere Kritik an Selenskyj gegenüber.

Die Armee Israels massakriert weiter Zivilisten im Gaza-Streifen. Immerhin wird - sogar die deutsche - Kritik daran verhalten lauter.

Die Taten unserer Regierung werden hoffnungsvoll, kritisch oder ablehnend beobachtet und kommentiert, wie das so üblich ist.
Messerstecher und Autoattentäter erhalten weiter die öffentliche Aufmerksamkeit, die weitere Kranke in Psyche und Kopf zu dieser Art zweifelhaften Ruhm anstachelt.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Musks Autofirma Tesla kackt total ab. Vermutlich lernt Musk daraus, dass es gut wäre, die Politik von bezahlten Marionetten performen zu lassen, statt sich selbst vorne hinzustellen. Andere haben das längst kapiert.

Das Jammern und Jammern lassen der Wirtschaftsbosse zeigt Erfolge. Die IG Metall ist von ihrer Forderung nach der 4 -Tage - Woche wieder abgerückt.

Ich war heute auf dem Wochenmarkt um Pflanzen für den Garten zu kaufen. Wir haben auch einen Zopf Knoblauch gekauft. Der stammte aus China!
Die eigene Sämerei muss dringend vorangetrieben werden. Immer mehr Hybrid-Saatgut drängt auf den Markt, Pflanzen aus deren Samen zeigen häufig schlechte oder falsche Resultate.

Parallel zum unendlichen Jammern der Wirtschaft hat der Dax sein 28. Allzeithoch dieses Jahr.
Eine altbekannte Kaufmannsweisheit lautet: "Lerne zu klagen ohne zu leiden!"

Fazit:
"Im Westen nichts Neues" (Buchtitel eines klassischen Weltkrieg 1 Romans)
Im Osten, Norden und Süden vermutlich auch nicht!


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RE: Notizen zum Tage

#68 von petias , 05.06.2025 11:12

5. Juni 2025

Schon seit Tagen ist es regnerisch am und um den Lichthügel. Gießen und Trockenheit ist gegenwärtig nicht das Problem, stattdessen ist ein neues aber aus den vergangenen Jahren wohlbekanntes Problem aufgetreten: die Schneckenplage. Mittlerweile sammle ich bereits drei mal am Tag
- morgens nach dem Aufstehen, schon beim Weg von der Schlafhütte durch den vorderen Garten zum Haus
- mittags bevor ich Enkel Oli von der Kita abhole und
- abends kurz vor 20 Uhr, wenn ich wieder nachhause komme.

ein bis drei große Schraubgläser voll Schnecken. Diesmal nehme ich auch auf die einheimischen Weinbergschnecken mit Gehäuse keine Rücksicht mehr. Habe ich die letztes Jahr noch in Nachbars Garten geworfen, denn das Haus war unbewohnt und stand zum Verkauf, wandern auch die ins Glas. Mittlerweile gibt es einen neuen Besitzer und ich habe ihn bereits kennengelernt. Ob er allerdings jemals hier wohnen wird, ist ungewiss.

Zudem sind die Gehäuseschnecken so zahlreich, dass bislang, da die Nacktschnecken noch sehr klein und noch wenige sind, sich diese als die hauptsächlichen Gefährder unserer Pflanzen und Saaten erweisen.
Wenn die aktuelle Regenperiode vorbei ist, müssen viele der arg, manche komplett abgefressenen Pflanzen ersetzt werden. Aufgehende Saaten werden teils komplett abgefressen. Am Wochenende werde ich mal einen bebilderten Bericht vom Garten ins Forum stellen.

Schon seit Tagen geistert der Antrittsbesuch des Bundeskanzlers beim US-amerikanischen Trumpeltier durch die Medien. Ich dachte schon, dass das aber ein sehr langer Besuch sein muss, bis ich mitbekam, dass er erst gestern Abend geflogen ist. Erst heute Abend unserer Zeit soll das Treffen tatsächlich stattfinden.
Der Kanzler hat sich diverser Trainingseinheiten unterzogen, um möglichst einen Eklat zu vermeiden, wie ihn schon einige Staatenführer in den Presskonferenzen erleben mussten.
Rezepte: hauptsächlich Trump sprechen lassen, ihn nicht unterbrechen, ihn loben. Das klingt wie das Rezept zur Behandlung eines gewaltbereiten Irren. Könnte hinkommen.
Als Vorteile von Merz werden angeführt:
- seine Körpergröße, die es ihm erlaubt mit Trump auf "Augenhöhe" zu sprechen,
- seine USA Erfahrung, Merz hat einige Jahre da gewohnt und bei Finanzriesen Black Rock gearbeitet
- sein gutes Englisch
- seine Liebe zum Golfsport
- bereits mehrere Telefonate Kontakt und man nennt sich beim Vornamen

Als gutes Zeichen wird gewertet, das Merz nicht wie z.B. Scholz im Hotel wohnen muss, sondern im Gästehaus des White House einquartiert worden ist. Dafür nimmt er die 17 Stunden in Kauf, die ihn so der USA-Besuch an Zeit kostet. Die Antrittsbesuche in Frankreich und Polen fanden nach meiner Erinnerung an einem einzigen Tag statt.
Zudem sollte von Trump honoriert werden, dass Deutschland sich auf künftige Militärausgaben von 5 Prozent des BPI eingelassen hat, wenn auch 1,5 Prozent der Infrastruktur wie Brücken und Straßen dienen, die, wenn auch nicht nur, für den militärischen Aufmarsch verwendet werden können.

Zudem wird immer mal wieder vom europäischen Selbstbewusstsein geredet und dass der 450 Millionenmarkt Europa doch einiges zu bieten hätte. Selbstbewusstsein denke ich, sieht anders aus!

Man erhofft sich, dass Trump im Krisenfall auch mal den deutschen Kanzler anruft - nicht nur, aber auch!
Na dann viel Glück, dass diese große Ehre gewährt wird!

Schon seit Tagen erhalten die Bewohner des Gaza-Streifens keine oder viel zu wenig Hilfsgüter. Dafür tötet das Militär neben den Hamas-Kämpfern zahllose Zivilisten.
Die USA haben diesbezüglich eine Resolution des UN-Sicherheitsrat mittels Veto blockiert. Soviel ich weiß, ist das kein Thema beim USA- Besuch des Bundeskanzlers.


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RE: Notizen zum Tage

#69 von petias , 09.06.2025 09:26

9. Juni 2025 Pfingstmontag

Der Pfingstmontag ist der nächste Kandidat, der aus der Liste der Feiertage gestrichen werden soll.
Wirtschaftswissenschaftlerin Grimm hat sich z.B. in einem DLF (Deutschlandfunk) Interview dafür ausgesprochen.
Auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Hüther, ist für die Abschaffung von Feiertagen. Die Doppelfeiertage zu Pfingsten, Ostern und Weihnachten liegen da nahe. Pfingsten ist der "schwächste" der drei großen kulturellen Feiertage aus der Tradition des christlichen Abendlandes, da das Konzept des "Heiligen Geistes" den Dritten im Bunde der göttlichen Dreifaltigkeit, am schwierigsten zu begreifen ist und die in Aussicht gestellte Erleuchtung bisher leider noch auf sich warten lässt
SPD und Linke - traditionsgemäß der arbeitenden Bevölkerung verbunden - sprechen sich, wie auch die Gewerkschaften, dagegen aus.
Die Abschaffung von Feiertagen wirkt wie die Verkürzung der Urlaubstage.
Allerdings gibt es einen Unterschied. Feiertage gelten landes- meist bundesweit. Dann sind die Geschäfte und Arbeitsstätten geschlossen. Würde man dagegen den Jahresurlaub um die Tage erhöhen, die man als Feiertage abschafft, so ginge dem einzelnen Arbeiter keine freie Zeit verloren, aber die Wirtschaft könnte weiterarbeiten, die Geschäfte blieben offen. Der freie Tag würde wie Urlaub, also Genehmigungspflichtig und flexibel gehandhabt.

Trump schickt eben mal die Nationalgarde nach Los Angeles um gut 100 Demonstranten in Schach zu halten, die gegen die willkürlichen Verhaftungen und Abschiebungen von lange integrierten Nachbarn und Berufskollegen demonstrieren.
Der Bürgermeisterin der Stadt und dem Gouverneur von California wirft er Unvermögen vor, der das Eingreifen erzwingen würde.
Das ist absolut nicht üblich, dass der Präsident sich einmischt, ohne Hilferuf der lokalen Behörden und seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen.
Kalifornien ist demokratisch. Trump ist Republikaner. Alles klar?

In Nizza tagt die UN-Ozeankonferenz der ca. 130 Staaten angehören. Die Meere sind unglaublich vermüllt. Riesige Plastikteppiche schwimmen in den Ozeanen. Teppiche die die mehrfache Größe der BRD ausmachen. Aber viel Plastik ist abgesunken und wird vom Sand überlagert. Die tatsächliche Menge kann gar nicht ermittelt werden.
Dazu kommt die Fischerei, die Schifffahrt, Öl- und Gasplattformen, Windparks, die Erwärmung ...
Ob es wohl greifbare Ergebnisse geben wird?

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat sich für eine Altersgrenze bei sozialen Medien ausgesprochen. Sie verweiset dabei auf Australien, wo es diese bereits gibt. Aber gerade da sieht man, dass das Verbot praktisch nicht überwacht werden kann. Die Maßnahmen der Apps werden spielend umgangen. Verbotspolitik bei Praktiken, die bislang erlaubt sind und sonst jedermensch macht, ist zum Scheitern verurteilt.

Dazu passt eine Meldung - na gut, nicht wirklich - die ich über die Entwicklung des Quantencomputers gelesen habe. Ein Interview mit Jan Meijer von der Uni Leipzig.
Quantencomputer werden die Welt komplett verändern. Man rechnet damit, dass solche mit einer QBit Breite von 500 bald möglich sein werden. Das entspricht einer Verknüpfungsmöglichkeit in einer Größe, die alle Atome des Universums umfasst. Damit werden Passwörter völlig sinnlos, weil ein Q-Computer die in Sekunden knacken kann. So ein Rechner hat dann die Größe eines USB-Sticks. Wann wird das sein? in 10 bis 15 Jahren schätzt Jan Meijer.
Also ihr unter 16 Jährigen: Eure Kinder werden mit den Verboten der Ministerin kein Problem mehr haben!

Die KI wartet nur darauf. Die Q-Computer werden endgültig den Durchbruch zur Superintelligenz schaffen!
Ich plane einen ausführlicheren Artikel zum Thema.

Erst mal einen schönen freien Pfingstmontag. Wer weiß, wann er den deutschen Wachstumsbestrebungen zum Opfer fallen wird? Wachsen bis zum Kollaps!
Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Brutto Sozialprodukt!


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RE: Notizen zum Tage

#70 von petias , 13.06.2025 10:36

Freitag der 13. Juni 2025

Der einzige Freitag der 13. dieses Jahr! Hier geht es zu einem Beitrag zur Bedeutung dieses Termines!

Paraskavedekatriaphobie (mit dem Liedtext von Reinhard May "Ankomme Freitag den 13. um 14 Uhr Christine")

Forschungsinstitute der Wirtschaft prognostizieren für Deutschland das Ende von Rezession und Wirtschaftskrise.
Das Ifo Institut z.B. hat seine Prognose für die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2026 auf 1,5 Prozent gehoben.
Auch andere Institute wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) blasen in dieses Horn.
Aufrüstung- und Schuldenpolitik zeigen Wirkung! Über Umwelt- und Klima zu reden ist aus der Mode gekommen. Schließlich haben wir jetzt andere Sorgen: Es geht an den Geldbeutel!
Ein Hintertürchen halten sich die Wirtschaftsexperten noch offen: Unsicherheitsfaktor Trump. Seine Zollpolitik und sonstigen Eskapaden bleiben unberechenbar.

BioNTech übernimmt den Rivalen CureVac.
Während der Corona-Zeit waren sie erbitterte Rivalen. Jetzt wird CurVac eine 100%ige BioTech Tochter.

Passend dazu wird die neue Corona-Variante "Nimbus" diskutiert. Die Anpassung der Covid 19 Impfstoffe ist bereits angekündigt!
Man will schließlich im absatzfördernden Gespräch bleiben. Gestern auf meiner Reise nach München und zurück am einem Tag habe ich drei Personen mit Atemschutzmasken im Zug getroffen.

Israel greift den Iran an. Ziel: die Fähigkeit eine Atombombe zu bauen soll verhindert werden. Die diesbezüglichen Verhinderungsgespräche USA - Iran sind ins Stocken geraten. Trump akzeptiert deshalb den Israelischen Angriff als Argumentationshilfe!
Die Gegenattacke der Iraner scheitert bislang am "Iron Dome", dem Abwehrsystem Israels.

Natürlich spielt der DAX verrückt und die Ölpreise steigen. So tickt die die Wirtschaft nun mal.

Flugzeugabsturz in Indien: Das kann immer und überall passieren! Leute, fahrt mit dem Zug und dem Fahrrad in den Urlaub, oder geht zu Fuß. Das Klima und die Erlebnisfreude wird es euch danken!

Zur Aufwertung der Bundeswehr wird zum 15. Juni der erste deutsche Veteranen-Tag gefeiert. Veteranin oder Veteran sind alle Bürgerinnen und Bürger, die Soldatin oder Soldat der Bundeswehr sind oder waren und ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind. Das betrifft ca. 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger.
Meine Assoziation von Hinkebeinen mit posttraumatischer Belastungsstörung ist offensichtlich falsch. Mein Bild vom Veteran ist geprägt von dem Lied: "Ruby, Don’t Take Your Love to Town" das 1969 durch Kenny Rogers zum Welterfolg wurde.
In Zeiten der Aufrüstung und der Reaktivierung der Wehrpflicht ist das Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit verbesserungswürdig.

Grade haben wir mit dem Fahrrad zwei Sack Betonestrich aus dem örtlichen Baumarkt geholt. Die sollten zum Abschluss des Projektes "Solardusche", dem sich Christian verdienstvoll angenommen hat, reichen. Den Berg hoch haben wir die Räder geschoben. 30 kg sind gar nicht so leicht. Gut, dass den Transport der 6 Sack zuvor freundliche Autobesitzer ermöglicht hatten.

Mal sehen, was heute noch alles passiert. Vielleicht gibt es abends noch einen Update!

Nachtrag:
Die Solardusche ist fertig:




Der Erbauer weiht sie ein.

Die Steine hatten wir noch. Beton, Kunststoffrohr, ein paar Latten und die Dusche selbst ca. 170 Euro


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RE: Notizen zum Tage

#71 von petias , 16.06.2025 11:39

16. Juni 2025

Gestern und heute Nacht hat es ganz ordentlich geregnet. So groß die Freude ist über den Wachstumsschub der Pflanzen und das Intensivieren des Grüns in allen Schattierungen um uns herum, so herausfordernd ist wieder die Schneckeninvasion. Einige der Pflanzen bleiben mickrig und deren Schneckenfraß-Löcher werden größer und mehr. Morgen fahre ich noch einmal nach Saalfeld auf den Wochenmarkt um einige zu ersetzen.
Noch ist die Zeit, dass neue Pflanzen noch ausreifen.
Der Regen lässt auch das Unkraut wachsen und es wird Zeit, heute mal wieder mit der Hacke und spitzen Fingern durch den Garten zu ziehen.
Glaubt man der Wetter App, so steht Heuwetter bevor und wir wollen das nutzen. Eigentlich ist es noch etwas zu früh, der 24. Juni gilt so als der Stichtag in unserer Gegend vor dem man noch kein Heu machen sollte, aber bei uns bleiben zahlreiche Blühstreifen und Inseln, da ist das schon eine Option. Zumal im Juli aufgrund der versprochenen Urlaubsvertretung meiner Schwester bei Anton meine Zeit begrenzt ist. Stabilisiert sich das Wetter und die Vorhersagen, werden wir wohl morgen oder Mittwoch die erste Lage Gras für Heu mähen.

Der Blick in die Nachrichten verheißt nicht viel Positives. Der Krieg zwischen Iran und Israel weitet sich aus. Der Iran stand angeblich kurz bevor eine eigene Atombombe zu haben. Die Verhandlungen brachten keine Fortschritte und es ist erklärtes Staatsziel der politischen Führungsclique Israel zu vernichten.
Es scheint aber nicht möglich mit den Mitteln, die Israel zur Verfügung stehen, die unterirdischen Atomanlagen der Iraner zu vernichten. Ob die USA sich mit hineinziehen lassen um ihre bunkersprengenden Waffen zum Einsatz zu bringen ist noch offen. Trump hofft darauf, dass die Angriffe Israels als Argument für erfolgreiche Verhandlungen und das iranische Einverständnis zu einem System der Überwachung ausreichen.
Der Krieg in Gaza verschwindet hinter dem Schleier noch spektakulärer Nachrichten, geht aber unvermindert weiter.
Auch Putin intensiviert seine Angriffe in der Ukraine und bietet sich gleichzeitig als Vermittler im Konflikt Iran - Israel an, was Trump gut findet.

Der G7 Gipfel in Kanada hat begonnen. Große Hoffnungen setzt niemand da hinein. Man hofft, dass es nicht wieder zum Eklat kommt. Um es sich mit Trump nicht zu verscherzen sind Umwelthemen tabu, sowie Genderdebatten und Queere und was sonst noch alles den sprunghaften Führer eines mächtigen Landes erzürnen könnte. Dabei ist Trumps Vorschlag, Kanada zum USA-Bundesstaat zu machen noch immer nicht vom Tisch. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsame Abschlusserklärung wird schon gar nicht gerechnet. Wenn es gut laufen sollte, Vorhersagen sind mit Trump am Tisch unmöglich, ist so ein Abschlusspapier eine positive Überraschung. Allerdings würde vermutlich vieles nicht drin stehen, was auf die Tagesordnung gehören würde.

Dazu passt eine Papier des Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI, wonach die Zahl der Nuklearwaffen wieder steigt. Sie war lange von Jahr zu Jahr gefallen, weil die USA und Russland ihre alten Teile verschrottet haben. Jetzt aber bauen sie wieder neue.
Noch besitzen die USA und Russland 90 Prozent der Atomwaffen, aber China hat auch in dem Bereich eine Aufholjagd gestartet.
Da drei große Atommächte statt zwei auszubalancieren sind, wird das Gleichgewicht des Schreckens komplizierter!
Die anderen Atommächte: Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel sind auch nicht gerade ein stabilisierender Faktor.
Frankreich und England spielen im europäischen Kontext womöglich auch noch eine Rolle, besonders wenn die USA als Schutzmacht ausfällt.
Was hat eigentlich Trump davon, wenn er die anderen Nato-Partner drängt, 5 Prozent des BIP in Rüstung zu stecken. Er betrachtet die doch eher als potentielle Gegner. Aber auch als einen Absatzmarkt. Die Rüstung wird die Wirtschaft boomen lassen. Zumindest für die nächsten Jahre.
Dann befinden wir uns - die, die überleben, wenn überhaupt jemand übrig bleibt - wieder in der Steinzeit!

Nachtrag:
Die Gartenarbeit hat heute Spaß gemacht. Es war trocken, der Boden noch feucht, bewölkt mit gelegentlich Sonne.


Schon der Gang in den hinteren Garten ist seit dem letzten Sturm wildromantisch!


Die Schnecken haben schon noch was übrig gelassen!



Die Kartoffeln warten auf die erste von zwei Häufelungen. Das Unkraut verschwindet ganz neben bei



Die Erbsen müssen ebenfalls gehäufelt werden. Dann sind die Pflanzen standfester. Was im Kartoffelacker gepflegt wurde, ist hier Unkraut!


Auch in Steinheid entsteht ein Garten. Das dritte Hochbeet werde ich morgen bepflanzen


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RE: Notizen zum Tage

#72 von Eule , 16.06.2025 17:32

Plakat auf "No King" Demo in New York: "Wenn ich einen Diktator will, frag' ich meine Katze"
Quelle

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RE: Notizen zum Tage

#73 von petias , 16.06.2025 22:31

Zitat von Eule im Beitrag #72
"No King" Demo in New York:


Endlich wacht das kritische Amerika auf. Wird auch langsam Zeit!

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RE: Notizen zum Tage

#74 von petias , 20.06.2025 21:55

20. Juni 2025

Die Heuernte ist im Gange.
Gestern waren die steilen Hänge auf Utes Grundstück dran.

Heute geht es mit Grundstücken des Lichthügels und drum herum weiter.




Dieses Grundstück im Anschluss an die Wiesen des Lichthügels benutzen wir seit Jahren. Damals hatten wir die Erlaubnis der Besitzer, die nichts damit machen wollten. Die sind beide bereits verstorben. Der Sohn wollte noch die Besitzverhältnisse klären und es uns eventuell verkaufen. Mittlerweile ist das Haus der ursprünglichen Besitzer längst verkauft. Vom Sohn haben wir nichts mehr gehört. Vermutlich gehört das Grundstück jetzt zum neun Besitzer des Hauses. Aber ich frage gerade nicht nach, weil ich kein Geld habe es zu kaufen.
Freunde meinen, wir können es doch einfach nutzen. Lohnt nicht, die Mühen und Kosten des Kaufes auf sich zu nehmen. Ich sehe das anders. So eine Wiese um den Lichthügel herum kostet je nach Größe ein paar hundert Euro bis etwas über 1000. Im Grunde will sie niemand haben.

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die sich ständig verschärfende Lage die Flüchtlingszahlen dramatisch in die Höhe treibt. Ein Atomkrieg, oder auch nur der Einsatz von ein paar Atombomben irgend eines durchgeknallten Größenwahnsinnigen könnte da eine Welle ins Rollen bringen. Dazu ein mittlere Zusammenbruch der Weltwirtschaft und das Land auf dem Land ist wieder begehrt.
Für den Fall, dass der Staat überlebt und die Grundbucheinträge noch Geltung haben, kann der Besitz von ein paar entwicklungsfähigen Wiesen das eigene Überleben und das Anderer, die mit einsteigen, sichern.


"Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe" (Aus Schillers Lied von der Glocke)

Dazu passt, dass wir heute den Weltflüchtlingstag haben. Mit 123 Millionen Flüchtlingen weltweit, gibt es davon so viele wie nie zuvor. Tendenz steigend.

Die Zahl der Menschen auf der Flucht hat sich zwischen 2013 und 2025 verdreifacht. Die meisten Menschen fliehen dieses Jahr vor Kriegen und großen Konflikten, vor allem im Sudan, in Myanmar und in der Ukraine. Jetzt auch in Israel und Iran. Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge weltweit leben in einem direkten Nachbarland. Das verheißt nichts Gutes, betrachten wir den Expansionsdrang Putins.

Seit heute müssen Smartphones länger halten und reparierbar sein. Ersatzteile muss man auch noch 7 Jahre nach Auslauf des Modells erhalten. Es muss noch 5 Jahre nach dem Verkaufsstopp Sicherheits- und Betriebssystem-Updates geben.
Im Prinzip eine gute Idee. Aber sicher werden die Dinger jetzt teurer und viele wollen trotzdem das neueste Modell. Aber ein Anfang ist gemacht.

Trump hat sich zwei Wochen Bedenkzeit genommen. Er weiß noch nicht, ob er mit dem Iran verhandeln soll, oder die Atomanlagen mit Bomben, die nur Amerika hat, vernichten. Meine Meinung: er will ausloten, ob er nach dem großen Wums trotzdem noch den Friedensnobelpreis bekommen kann. Aber er ist ganz zuversichtlich. Obama hat ihn doch auch bekommen, und der hat mehrere Kriege geführt.


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RE: Notizen zum Tage

#75 von petias , 21.06.2025 23:10

21. Juni 2025 Sommeranfang, Sommersonnenwende

Der Sommer beginnt. Die Meteorologen haben den Sommeranfang auf den 1. Juni gelegt, aber kalendarisch ist er heute. Der Sommer beginnt und die Tage werden wieder kürzer.
Die Sonne meint es richtig gut mit uns. Seit Tagen herrscht bestes Heuwetter. Auf unserer Magerwiesen hier um den Lichthügel trocknet das Gras in 1,5 Tagen zum Heu.





Das Arbeiten in der prallen Sonne hat meine Beine und Arme rot gemacht. Ich habe mich an die Anti Krebs Kampagne in Neuseeland erinnert: "Cover up, it's cool too!"
Bedeck dich, es ist auch kühl. Ein doppelter Sinn. Es hält einen kühl, sich mit dünnem Stoff zu bedecken und es ist cool. Ist es auch. So kommt der alte Schlafanzug doch noch zu Ehren. Die Hose drüber ist für die Hosentaschen und deren Inhalt. Einfach cool ;-)

Nach dem Bergen des Heus warten die Gartenpflanzen noch dringend auf Wasser. Christian übernimmt den vorderen Garten und ich den hinteren. Heute sind auch die Kartoffeln dran.

Jetzt aber unter die Solardusche. Halt, Wäsche hängt auch noch an der Leine!


B-2-Tarnkappenbomber werden in die Nähe Des Kriegsschauplatzes im Iran verlegt. Sie können die bunkersprengenden Riesenbomben tragen. Parallel dazu tagt der Nationale Sicherheitsrat.

Ob Trump wieder mal den Taco macht? Taco = Trump always chickens out!
Also Trump droht und kündigt an und macht dann doch einen Rückzug wie ein dummes Hühnchen.
Lieber ist mr ein Großmaul, das dann zurückweicht, als eins, das glaubt zu tun müssen, was er sagt, um sich nicht zu blamieren. Aber Trump ist unberechenbar.

Russland bekommt einen neuen Kurznachrichten Dienst. TAX heißt er. Dafür wird das Ende von Telegram erwartet. TAX ist dann ganz nahe am Kreml. Die Regierungskritiker, die Telegram benutzen sollen leer ausgehen. So machen das Despoten. Im Iran wird das Internet auch meistens blockiert.

Die US-Administration tut auch was für die Meinungsfreiheit. Sie entlässt 639 Mitarbeiter in Auslandssendern wie "Voice of America" Das könnte gut das Ende des Senders sein, der seit 1942 als Gegengewicht zur NS-Propaganda gegründet worden ist.

Wir kommen gut voran, auf unserem Weg in die Schöne Neue Welt. Ich wünsche einen schönen Sonntag.


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