RE: Notizen zum Tage

#91 von petias , 19.08.2025 13:29

19. Juni 2025

Im Forum ist es gerade recht still. Der letzte Beitrag von Eule ist 10 Tage alt.
Das hat nichts gravierendes zu sagen, nur, dass ich gerade keine Zeit zum Schreiben finde. Im Kindergarten ging der Novo-Virus um, der uns auch alle reihum erwischt hat. Bei mir war es sehr dezent. Die Enkeltochter aus München war zu Besuch, der Garten fordert mehr Zeit als ich gegenwärtig habe, Mitbewohner Christian hat Besuch der ihn voll beschäftigt und mit dem er später nach Hamburg fährt. Fair enough, hat er mich doch während meiner zahlreichen Abwesendheitstage gut vertreten.
Keine Zeit ist immer eine Frage der Prioritäten, heißt es doch, dass etwas anderes gerade wichtiger ist. Ich sollte demnächst meine Prioritäten neu gewichten!

In der Politik geht der Wahnsinn ungebremst weiter. Amerika hat einen narzisstischen größenwahnsinnigen Präsidenten gewählt und schaut ähnlich gebannt und fasziniert zu, wie der Rest der Welt, wie der Politik macht. Aus dem Bauch, gerade seinem Gegenüber geneigt und verpflichtet und nach dem Motto handelnd: Ich tue, was mei Bauch sagt und - was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Da er dummerweise der mächtigste Befehlshaber der Erde ist, vermutet man, kann man ihn nur hofieren und sich auf seine Eigenheiten einlassen. Da reisen gleich alle wichtigen Politiker mit, wenn er diesmal Selenski im Weißen Haus empfängt, damit das nicht wieder wie beim ersten Mal im Eklat endet. Die Chargen umschwänzeln den Potentaten.
Die technische Entwicklung des Menschen mag enorm sein, sein Sozialverhalten und seine Politik ist dieselbe wie im Mittelalter. Ein Grund mehr, den Stab von der eigenen Technik aus der Hand genommen zu bekommen.

Wir müssen uns sputen, dem im eigenen Umfeld was entgegenzusetzen. Der Winter wird mehr Zeit bringen, ob ich die nutzen kann?

Genießt die letzten heißen Tage ...

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 19.08.2025 | Top

RE: Notizen zum Tage

#92 von petias , 19.08.2025 16:21

19. August 2025 Nachtrag



Die Aronias sind schon reif!


was auch immer auf den Gläsern stehen mag, jetzt sind sie voll mit Aronia-Beeren.


Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn
gehma in den Garten, schütteln wir die Birn
schüttelst Du die großen, schüttle ich die Klein,
wenn das Sackerl voll is, gehn ma wieder heim!


Auch Johannisbeeren lassen sich noch finden - fast zwei Monate nach dem Johannistag!


Büsche wie die Aronias, aber die Beeren sehen aus wie Heidelbeeren, sie schmecken wie Heidelbeeren: Kulturheidelbeeren!

Ist das nicht wie im Paradies?

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020


RE: Notizen zum Tage

#93 von petias , 24.08.2025 09:37

24. August 2025

in vier Monaten ist Weihnachten! Das heißt auch Winter, Kälte, wieder im Haus schlafen wegen der Empfindlichkeit meiner Lunge.
Gestern war es schon recht kühl. Der Pulli, den ich für eventuelle Kältenotfälle den ganzen Sommer über im Rucksack mit dabei hatte, der hat nur gerade so eben noch gereicht. Abends war ich nach einem Tag draußen mit meinem Enkel, der zu aktiv ist, um zu frieren, leicht kältegeschädigt. Für die Schlafhütte habe ich mir seit Langem mal wieder eine Wärmflasche für die Füße gegönnt und eine zweite Decke. Der Winter klopft an die Tür. Ihn nicht reinzulassen, wird nicht möglich sein. Theoretisch könnte man ihm davonlaufen, sich rund um den Erdball jagen lassen, aber - er gehört nun mal dazu. Wärme und damit auch die Kälte ist relativ, wird im Vergleich zu anderen Temperatur- Niveaus empfunden. Sich darauf einzustellen und damit umzugehen ist die wohl bessere Variante als mit dem Sommer reisen.
Andererseits, sind wir Menschen nicht von nomadischer Abstammung? Vielleicht sollten wir alle mit den Jahreszeiten in Temperaturbereiche wandern, in denen wir keine Heizung und keine Klimaanlagen benötigen. Wir wohnen im Zelt oder einfachen Schutzhütten und haben einen kleinen ökologischen Fußabdruck.
bei 8 Milliarden Exemplaren von uns ist das nur schwer vorstellbar. Ein Leben nur von den Früchten der Natur für so viele nicht denkbar. Der ökologische Sündenfall hat nicht mit der industriellen Revolution begonnen, sondern mit dem Sesshaft-werden unserer Vorfahren.


"Die Rente ist sicher", betonte der CDU-Politiker Norbert Blüm 1997 als Arbeitsminister der Bundesregierung.
Mittlerweile wurde die Rente bzw. die Rentner als potentielle Problemlöser entdeckt.
Das Eintrittsalter für die Rente steigt und soll weiter steigen. Nun setzt der Ökonom Fratzscher einen drauf.
Ist das Rentenalter erreicht, sollten die Rentner ein "soziales Jahr" machen, wie das immer wieder auch für die Jungen diskutiert wird. Einer der Hintergründe dieser Diskussion bei den Jungen ist, dass die Alternative dazu: Wehrdienst, gefördert würde. Manche sind eher bereit, wenn das Jahr schon investiert werden muss, das bei der Bundeswehr zu tun, als im Altenheim.

Genau dasselbe schlägt Fratzscher auch für die Alten vor. Die könnten für die Bundeswehr nützlich sein. Haben doch viele früher dort mal gedient und sind ausgebildet worden.

Das hat nicht Fratzscher gesagt, aber ich habe mir das schon oft gedacht: Wäre es gesellschaftlich gesehen nicht sinnvoller, alte Menschen an die Front zu schicken, als Kanonenfutter für den Feind. Der meldet stolz Feindtötungen und die oft noch rüstigen Alten fallen nicht länger der Rentenkasse zur Last. Wann schlägt jemand vor, dass zur Stabilisierung der Kampf- und Leistungsbereitschaft der Alten eine Euthanasie-Regelung eingeführt wird. Wer krank ist und zu nichts mehr nütze, der wird auf schonende Art getötet. Wer als Rentner noch gedient hat bzw. einen sozialen Dienst absolviert, bleibt davon verschont.
Ich finde solch einen Vorschlag überfällig. Er passt nun mal perfekt in unsere Zeit. Die Jugend wird ein knappes Gut und sollte nicht unnötig verschlissen werden! Die Alten habe ihr Leben doch gelebt, heißt es so schön. Trotzdem tun viele fast alles, um möglichst alt zu werden.
Martin Sellner, der rechte Ideologe aus Österreich, bei dem die deutschen Rechten in die Schule gehen, ist auch der Meinung, dass die Alten rechtzeitig in Würde sterben sollten im Dienst für ihre Nation, als bis ins hohe Alter nutzlos dahinzuvegetieren.
Man muss die Probleme da anpacken, wo sie sich stellen. Nach erfolgreicher Senkung der Geburtenraten in den Industrienationen muss man jetzt das Problem der Überalterung lösen. Die weitere Bevölkerungsexplosion kommt aus Afrika südlich der Sahara. Dort ist das Durchschnittsalter extrem niedrig. Überall sonst müssen Lösungen her!
Auch in dieser Frage ist China Vorreiter. Mit der Ein-Kind-Politik, die dort Jahrzehntelang galt, ist die Überalterung der Bevölkerung extrem hoch. Allerdings ist in China der Respekt vor dem Alter stark. Ob man von da pragmatische Lösungen erwarten darf?

Ich, 73, halte mich mit meiner Meinung da eben mal zurück. Gibt es nicht vielleicht doch etwas, was meine Leser zu Kommentaren animieren könnte?


petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 24.08.2025 | Top

RE: Notizen zum Tage

#94 von Eule , 24.08.2025 10:15

Kommentar erwünscht - OK ;-)
1. "Die Rente ist sicher" hat der Blüm schon 1986 gesagt, da sah die Demografie noch anders aus.
2. In der Startrek TNG Episode "Die Auflösung" wird das Thema freiwillige Altersgrenze mit 60 Jahren schon 1991 thematisiert, allerdings als eher fragwürdiges Konzept.
3. So lange die Machthaber auf unserem Planeten i.d.R. selbst der fraglichen Generation angehören, wird es da wohl Hemmschwellen geben, - unter einer KI eher nicht, und in einem dystopischen Szenario regelt das wie früher die Natur.

Eule  
Eule
Beiträge: 14
Registriert am: 26.03.2025


RE: Notizen zum Tage

#95 von petias , 25.08.2025 08:01

Hallo Eule,
ja, Blüm hat das schon 1986 gesagt. Aber er hat es 1997 als Arbeitsminister im Rahmen der Verabschiedung einer Rentenreform bewusst wiederholt. Und damals war das schon nicht mehr so klar. Gemeint war von Blüm, dass die jeweiligen Regierungen schon dafür sorgen werden, dass die Rente ein tragfähiges Konzept für die Altersvorsorge bleibt. Bislang hat das auch einigermaßen funktioniert. Schließlich sind die Rentner eine sehr bedeutende Wählergruppe.
Die Begrenzung der Lebenszeit spielt in der Literatur häufiger eine Rolle. Mir fällt spontan "Brave New World" von Huxley ein. Dort sorgt die Medizin, dass man gesund und jung aussehend bis zum 60 Lebensjahr bleibt, um dann zu sterben. Für psychische Probleme gibt es Soma. "Ein Gramm versuchen ist besser als fluchen"
Übrigens, Bei Huxley gibt es Kasten. Die Politiker und Herrscher sind Alpha Plus. Die Kasten werden so konditioniert, dass sie froh sind in ihrer Kaste zu sein und nicht in einer anderen.

Das bietet sich auch für die Unterscheidung von schlechten Alten zu guten Alten an. Nur dass die Kasten nicht fest definiert sind, wie heute noch in Indien, sondern andere Faktoren zu Privilegien führen. Reichtum etwa und Bekanntheit, Nützlichkeit und Gesundheit wären möglicherweise solche Faktoren.

Die Demokratie und damit die Notwendigkeit das Wahlvolk über Gebühr zu pampern fallen bald weg, denn die Demokratie ist in einer immer komplexer werdenden Welt ein Auslaufmodell.

Dystopisch erscheint mir die menschengemachten sozialen Kasten. Der freie Lauf der Natur in Sachen Alter erscheint mir dagegen nicht dystopisch.


petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 25.08.2025 | Top

RE: Notizen zum Tage

#96 von Eule , 25.08.2025 08:46

Ja, da gibt's noch mehr, z.B. "Soylent Green".
Die "Wertigkeit" des Individuums wird in China ja jetzt schon gemessen via "Social Scoring", das könnte tatsächlich mal als Faktor zur Bestimmung der Rentenansprüche, oder direkt der dem Individuum zustehenden Lebensdauer verwendet werden.

Gesundheit als Faktor ist doch schon die Realität, wenn man sich unser 2-Klassen-"Gesundheitssystem" ansieht. Medizinische Versorgung ist doch schon längst eine Frage des Geldes, und damit eben auch die Lebenserwartung.

Mit "dystopischem Szenario" meinte ich eine "nach-zivilisatorische" Situation in Folge globaler Katastrophen, die von den dort Hineingeborenen natürlich nicht (mehr) als dystopisch wahrgenommen wird.

Eule  
Eule
Beiträge: 14
Registriert am: 26.03.2025


RE: Notizen zum Tage

#97 von petias , 25.08.2025 21:54

"Soylent Green" hat mich auch sehr beeindruckt. Hier gibt es große Hungersnot, die das Nahrungsmittel "Soylent Green" helfen soll zu lösen. Charlton Heston findet als Polizist heraus, dass "Soylent Green" aus Menschenfleisch besteht. Verzweifelten Alten wird ein assistierter Suizid angeboten, bei dem sie nochmal ein gutes Essen bekommen und einen Film über intakte Natur, wie man sie früher kannte. Aus ihren Leichen wird "Soylent Green" produziert.

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020


RE: Notizen zum Tage

#98 von petias , 27.08.2025 11:04

27. August 2025

Ich bin wieder in Ruhpolding.
Die Fahrt war in Sachen "Spaß mit der Bundesbahn" das Heftigste, was ich bislang erlebt habe. Die DB-App hatte in der Reiseroute bereits diverse Baustellen und Schienenersatzverkehrsbusse vorgesehen. Gegenüber dem letzten Mal vor einem Monat, dauerte die Reise bereits eine Stunde länger. Aber ich hätte den Schwimmbad- und Saunagang mit Anton gerade noch so geschafft. Ankunft kurz vor 15 Uhr - Abholung zum Saunagang kurz nach 15 Uhr. Dabei ging es bereits um 5:30 Uhr vom Lichthügel ab.
Aber schon bald musste die App die vorgeschlagenen Reiseroute für undurchführbar erklären und schlug eine andere vor. Aber schon nach kurzer Zeit wurde die mehrmals durch wieder eine andere ersetzt. Die Ankunftszeit rückte immer weiter nach hinten.
Auch davon abgesehen, war das Chaos groß. Z.B. stiegen Leute in einen Zug in Augsburg ein, den die App bereits als ausgefallen erklärte. Der Zug war bereitgestellt worden aber konnte die Passagiere nicht fassen, weil ein Zug davor schon ausgefallen war. Schließlich mussten sie alle wieder aussteigen und der Zug wurde leer abgezogen. Die Verantwortlichen sollten mal ihre eigenen App lesen. Der Ausfall wurde mit einem Notarzteisatz begründet. Wir warteten folglich zu 100erten auf den nächsten Zug, der am selben Gleis angekündigt war. Ich sah schon eine Weile diesen Zug mit selber Bezeichnung und Destination zwei Gleise weiter stehen. Ich erwartete, was dann zwei Minuten vor Abfahrt kam: Es wurde das andere Gleis genannte. Diesmal durch Anzeige und Lautsprecher. Die App merkte das erst 5 Minuten später. Da Hunderte das Geis wechseln mussten um einzusteigen, war die Abfahrt gleich wieder um 10 Minuten verspätet.
Kurz vor Pasing zeigte die App, dass der Zug nach Salzburg, mit dem ich nach Traunstein fahren wollte diesmal nicht vom Hauptbahnhof abfahren würde. Sie leitete einen vom HB zum Ost-Bahnhof mittels S-Bahn.
Als es in Pasing hieß, der Zug müsse wegen eines Polizeieinsatzes von unbestimmter Dauer warten, stieg ich kurzerhand aus und fuhr mit der S-Bahn gleich von Pasing nach München-Ost. Dort war die Bettelmaffia mit Kindern zur Unterstützung sehr aktiv.
Der Zug nach Salzburg war vergleichsweise pünktlich. In Traunstein war der bekannte Zug durch einen SE-Bus ersetzt, aber ich kam kurz vor 18 Uhr in Ruhpolding an. Drei - eigentlich vier Stunden später als zu normalen Zeiten.
Ob die Baumaßnahmen mal zu einer Bundesbahn alter Größe zurückführen werden?
Ich komme noch aus einer Zeit, wo es hieß nur die Schweitzer Bahn wäre noch pünktlicher und sauberer als die Deutsche Bahn. Lang, lang ist's her!

Die drei Stunden mit Anton in der Sauna waren recht angenehm. Ich konnte mich noch an alles erinnern und ein paar Abläufe wurden sogar optimiert. Die Gymnastik im Schwimmbad verlief sehr erfolgreich. Habe ich es früher hingenommen, dass er bei manchen Übungen kaum merklich oder gar nicht mitmacht, bin ich der Sache heute auf den Grund gegangen. Ich habe die Bewegung an ihm erst mal vorgemacht. Danach hat er es auch selbst hinbekommen. Ein weiter Fortschritt meiner Bemühungen ihm gerecht zu werden. Zum Aufguss hat es heute nicht gereich. Er konnte nicht stehen und gehen. Mit dem Rollstuhl darf man nicht während des Aufgusses in die Sauna. Er nimmt zu viel Platz weg. Aber danach gehen alle raus. Nur ein bekannter war drin sitzen geblieben. Anton, den ich rückwärts in die Sauna geschoben habe, hat ihn an der Stimme erkannt.
Abgesehen von der kleinen Schwäche ist alles gut gelaufen. Wir waren diesmal sogar pünktlich fertig und sein Sohn, der ihn abgeholt hat, musste nicht warten.
Danach habe ich noch einen Spaziergang in schöner Berggegend gemacht.

In der Politik wurde das neue Wehrdienst-Gesetz auf den Weg gebracht. Erst ist es noch freiwillig für die jungen Leute zu "dienen". Ich bin sehr sicher, dass es noch zur Pflicht werden wird.
Die Zeitenwende wendet sich weiter.

Trump fährt unbeirrt fort die Demokratie abzuschaffen. In demokratisch regierte Städte übernehmen bewaffnete Truppen den obersten Ordnungsdienst und es gibt Schmähungen der örtlichen Politiker.

Grönland wird weiter bedroht.
Ich vermute, dass Trump mit Putin Grönland gegen die ukrainischen Ostprovinzen setzt. Zumindest für den Moment. Putin ist das nicht genug. Grönland durfte ihm egal sein.

Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter.

Der ganz normale Wahnsinn!


petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 27.08.2025 | Top

RE: Notizen zum Tage

#99 von petias , 01.09.2025 15:08

1. September 2025

Herbst: Für die Meteorologen beginnt der Herbst am 1. September. Und die müssen es wissen. Das Wetter ist auch gleich herbstlicher im Vergleich noch zu gestern.

Kalendarisch ist der Herbst auch nicht mehr weit. er beginnt diese Jahr am 22. September um 20.19 Uhr
Das ist jedes Jahr ein etwas anderer Termin.

Deshalb haben die Meteorologen auch den vereinfachten und standardisierten Beginn der Jahreszeiten eingerichtet. Das ist viel praktischer für Statistiken.

Am Samstag war ich in Steinheid mit meinem Enkel Oli unterwegs. Plötzlich hört er Musik. "Musik?", sagt er und spitzt die Ohren. "Gehen wir tanzen!"

Er singt und tanzt sehr gerne.

Was wir da hören ist das Fest "Spendenrock", das alljährlich in Steinheid veranstaltet wird. Olis Papa hatte beim Aufbau geholfen.

Zielsicher steuert Oli sein Laufrad zur Hüpfburg. Die ist erst mal interessanter als Tanzen. Aber leider, mach einer halben Stunde hüpfen, wird die schon abgebaut. Das war nur eine Attraktion für den Nachmittag und der Abend steht bevor. Oli hat - er ist immer der erste, der ihn sieht - seinen geliebten Mond schon am Himmel entdeckt. Allerdings versteckt er sich meistens hinter Wolken.

Von der Hüpfburg vertrieben gönnen wir uns was zu essen und spenden - Spendenrock - was für den guten Zweck.

Der Abend schreitet voran und eine Band macht sich langsam bereit Musik zu machen. Der Rock-Teil vom Spenden-Rock nimmt seinen Lauf.





Gekonnt rast Oli mit seinem Laufrad an der Bühne entlang, zwischen den Tanzenden durch und begnügt sich meist nur den Opa anzufahren und zu jagen. Die Betroffenen der wenigen Ausnahmen nehmen es gelassen und mit Humor.

Oli tanzt auf dem Rad und ich ohne. Wir haben Spaß!
Aber um 10 Uhr ca., zieht es ihn nach Hause. Mein Enkel ist da offensichtlich vernünftiger als ich.
Der letzte Bus ist längst weg und ich leihe mir ein Auto.

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020


RE: Notizen zum Tage

#100 von petias , 03.09.2025 22:43

3. September 2025

Erntezeit


Nachdem die Erbsen dieses Jahr ein kompletter Ausfall waren, lassen sich die Stangenbohnen nicht lumpen


Unser Mirabellenbaum mit dem schönen Namen "Bella Mira" (die schöne Geheimnisvolle) ist leider eingegangen. Aber Ute hat einen ganz alten großen Mirabellenbaum mit vielen kleinen Früchten am Hang. Die Gewinnung der Früchtchen ist anstrengend. Sie hat mehr, als sie brauchen kann, so habe ich uns auch welche geholt.



5 Gläschen Gele habe ich aus einem Kilo entkernter Früchte gewonnen. Ich habe sie mit einem Geliermittel eingemacht, das statt Zucker Stevia verwendet.
Den Rest - natürlich auch entkernt - habe ich eingefroren.
Zum Entkernen hat uns Petra ihren Kirschenentkerner geliehen. Diese Mirabellen sind nicht größer als Kirschen. Wenn ich ihn ihr zurückgebe, bekommt sie ein Gläschen Gele dafür.


Übrig geblieben ist nur ein Haufen Kerne!


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Chinas Staatschef Xi Jinping hält eine gigantische Militärparade ab mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Vorsitzenden Kim Jong Un an seiner Seite.
Sie vereint ihre Rivalität gegen demokratisch regierte Staaten, besonders gegen die Vereinigten Staaten von Amerika.

Dabei würde Trump da perfekt ins Bild passen. Wenn die großen Diktatoren und solche die es werden wollen sich die Welt unter sich aufteilen würden, könnte man sich die Kriege sparen, die gerade heraufziehen. Alle rüsten auf. Das ist noch nie wirklich gut gegangen!

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020


RE: Notizen zum Tage

#101 von petias , 05.09.2025 11:19

5. September 2025

Der Blick in die Nachrichten ist leider schon gewohnt bedrohlich.
Trump, der nach wie vor den Friedensnobelpreis anstrebt, will das Pentagon in Kriegsministerium umbenennen und den Verteidigungsminister (derzeit Hegseth) in Kriegsminister.

Immer mehr demokratisch regierte Städte in den USA bekommen die Nationalgarde auf Trumps Befehl zur "Unterstützung" Städte klagen dagegen wie z.B. Washington. Mal sehen, was die vielgerühmten "Checks und Balances" wert sind

Laut einer aktuellen Umfrage liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 39 Prozent, die CDU bei 27 Prozent. Grüne und FDP sind raus. Der einzige beliebte und bekannte Politiker in dem Nachbarland Thüringens (in dem der Lichthügel liegt) ist Ministerpräsident Reiner Haseloff und der tritt nicht mehr an.

Rechtspopulist Nigel Farage, konsequentester Forderer des Brexit dominiert in England die Umfragen. Er sieht sich schon als der nächste britische Premierminister.

Supercomputer "Jupiter" am Forschungszentrum Jülich geht in Betrieb. Er ist die europäische Antwort auf die Erfordernisse an Rechenleistung für die KI. Er hat eine Rechenleistung von über einer Trillion Operationen pro Sekunde. Das entspricht der Rechenleistung von einer Million Smartphones. Damit ist er der schnellste Rechner Europas. Er gilt als besonders energieeffizient. Das gilt als bedeutend, da die KI-Rechner Unmengen an Strom verbrauchen. Jupiter soll zum zentralen Ort für die Entwicklung neuer KI-Modelle werden und dazu beitragen, dass Europa im weltweiten KI-Rennen mithalten kann.

Kriegsgefahr, Rechtsruck und KI-Boom

ich höre da was. Höre ich das Gras wachsen, oder hört ihr es auch?

petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020


RE: Notizen zum Tage

#102 von Eule , 05.09.2025 19:28

als Nächstes werden wir vom Trump hören - nämlich was er über die EU-Strafe für Google denkt, - vermutlich wird die EU dann ganz schnell wieder klein beigeben, denn die Alternative nennt sich Handelskrieg. DIESES Gras hören heute schon Einige wachsen

Eule  
Eule
Beiträge: 14
Registriert am: 26.03.2025


RE: Notizen zum Tage

#103 von petias , 09.09.2025 09:43

9. September 2025

Ich bin in der Camargue! Sonntag Nacht um 3 Uhr ging es los. Geli, ihr Auto, ihre zwei Hunde und ich fuhren gen Südwesten. Nach 12 Stunden Fahrt unterbrochen durch kurze Pinkel-, Tank- und Bewegungspausen für Mensch und Tier sind wir, leicht gerädert angekommen. Auf einem der zwei Campingplätzen in Les-Saintes-Maries-de-la-mer. Wir bewohnen da ein dort fest installiertes Zelt mit stabiler hölzerner Unterkonstruktion.
Meinen Laptop habe ich nicht mitgenommen. Er passt nicht in meinen wasserdichten schwimmfähigen Brustbeutel, im Gegensatz zum Handy, Geld und Karten und so war mir das zu riskant ihn mitzunehmen.
Ich schreibe den Beitrag mit dem Handy, was mühsam weil ungewohnt ist. Das mit den Bilder Einfügen muss ich auch noch üben, also Geduld!

Angefügte Bilder:
20250909_071509.jpg   20250909_073347.jpg   20250909_073638.jpg   20250909_073720.jpg  
petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 09.09.2025 | Top

RE: Notizen zum Tage

#104 von petias , 11.09.2025 06:14

11. September 2025

Gestern war Generalstreik hier in Frankreich. Unter dem Motto "bloquons toutes" (lasst uns alles blockieren) protestierten weite Teile der Bevölkerung gegen die staatlichen Sparmaßnahmen. Immerhin ist Frankreich sehr verschuldet. Aber Deutschland ist auf gutem Wege es ihm nach zu tun. Staatsverschuldung ist ein Thema, dem wir uns gelegentlich mal zuwenden sollten. Da verschulden sich Staaten bei Privatpersonen, die kassieren Unsummen an Zinsen aus Steuergeldern, ein kapitalistisches Bereicherungsunwesen...

Hier in der Camargue haben wir nichts davon gemerkt. Morgens um 7:30 Uhr, als wir auf dem Hundespaziergang am Laden vorbei kamen, sah logischerweise noch alles geschlossen aus, denn er öffnet erst um 8. Geli fürchtete schon sehr um ihr morgendliche Frühstück-Croissant, aber als wir kurz nach 8 zurück kamen duftete es schon sehr vertraut, noch bevor wir den Laden sahen. Die Welt blieb in Ordnung. Später gingen wir in die Stadt, bummeln. Ein einziges Geschäft hatte geschlossen, aber der Grund wurde nicht genannt.
Wir stiegen auf die zentral gelegene Kirche. Die ist fast schon eine Burg, mit Schießschsrten, dicken Mauern , Pechnasen usw.
Das Dach besteht aus dicken Steinplatten und ist begehbar. Das wird gerne als Kulisse für Fotos genommen. Der Aufstieg ist recht einfach. Beim Abstieg stellen sich einige recht ungeschickt an, robben auf dem Hintern runter...
Die Aussicht ist gut. Man kann Nachbarn auch gut auf den Balkon sehen. Ob die sich daran gewöhnt haben?

Putin testet die Nato. Wie nett von ihm. Da gibt es gute Argumente weiter massiv aufzurüsten. Wenn sonst schon nichts die Wirtschaft stützt!
Genießen wir die vielleicht letzten friedlichen Tage / Jahre hier bei uns im westlichen Europa, bevor wir für die Machtinteressen der Oligarchen in den gerechten Krieg ziehen zu müssen glauben.

Angefügte Bilder:
20250909_162717.jpg   20250910_100342.jpg   20250910_100354.jpg   20250910_100411.jpg   20250910_100912.jpg   20250910_101607.jpg   20250910_101906.jpg   20250910_101922.jpg  
petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 11.09.2025 | Top

Notizen zum Tage

#105 von petias , 14.09.2025 05:35

14. September 2025

Gestern war ein Regentag. Wir nutzten die Zeit, um eine andere Stadt der Camargue kennenzulernen:
Aigues-Mortes.
Sollte ich jemals einen Krimi schreiben, der in Frankreich spielt, er müsste "Aigues-Mortes", die "Toten Gewässer" zum Schauplatz haben.


Die Altstadt besitzt eine noch komplett erhaltene Stadtmauer mit Wehrtürmen, Schießscharten, Wehrgang und Toren. Zwischen den 10 Toren verlaufen Straßen mit malerischen Häusern und Geschäften. Auch gibt es viele Restaurants und ähnliche Speise- und Getränkeeinrichtungen.

Der Name "Tote Gewässer" kommt daher, das die Stadt im Mittelalter in einer Lagune lag, die nach und nach versandet ist. Heute liegt die Stadt 6km vom Meer entfernt und ist nur über einen Kanal mit ihm verbunden.

Angefügte Bilder:
20250913_111411.jpg   20250913_111727.jpg   20250913_112701.jpg   20250913_113554.jpg   20250913_115714.jpg   20250913_120049.jpg   20250913_125601.jpg   20250913_130457.jpg   20250913_130724.jpg   20250913_133222.jpg   20250913_133225.jpg  
petias  
petias
Beiträge: 1.193
Registriert am: 09.06.2020

zuletzt bearbeitet 14.09.2025 | Top

   

Gesundheit und ein langes Leben

Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz