RE: Notizen zum Tage

#121 von petias , 02.12.2025 21:37

Zitat von Eule im Beitrag #120
interessante Rechtsauffassung in den USA: des Drogenimports in die USA Verdächtigte werden ohne Beweise oder gar Prozess hingerichtet, des gleichen Delikts in großem Umfang Überführter und rechtskräftig Verurteilter wird begnadigt. Einziger Unterschied: Letzterer war zur Zeit des Delikts ein Präsident. Noch Fragen...?


Hättest Du da einen Link für mich? Ich kann zu dem Thema auf die Schnelle nichts finden.

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RE: Notizen zum Tage

#122 von petias , 03.12.2025 10:17

Hallo Eule,
ich nehme an, du meinst die Bombardierung der angeblichen Drogenschmuggler vor Venezuela mit klarer Tötungsabsicht. Dass das der Bestrafung von Drogenschmugglern bzw. die Verhinderung von Drogenimport in die USA dient, ist offensichtlich nur vorgeschoben. Man muss das als Kriegshandlungen interpretieren, was es sicher nicht besser macht. Trump will - aus welchen Gründen auch immer - dass der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, die Macht abgibt und das Land verlässt. Manche denken, Trump wolle lediglich von seinen innenpolitischen Problemen ablenken. Die Drogen aus Venezuela gehen, wie man hört, hauptsächlich nach Europa. Um uns Europäer zu schützen macht Trump das ganz bestimmt nicht.
Bei dem Expräsidenten der Drogenhändler war handelt es sich um den wegen Drogenhandels verurteilte Juan Orlando Hernández, der Präsident in Honduras war, nehme ich an.

Ja in der Tat: Die Willkür der Machtpolitik. Es zeigt deutlich die autokratischen Züge von Trumps politischem Handeln!


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RE: Notizen zum Tage

#123 von petias , 10.12.2025 23:06

10. Dezember 2025

eigentlich sollte ich schon im Bett sein. Die aktuelle Challenge "Darmsanierung nach F.X. Mayr" sieht vor, um 22 Uhr ins Bett zu gehen. Aber manchmal muss man sich etwas Zeit stehlen.
Der Blick in die Meldungen zeigt ein bekanntes Bild, die Tendenz scheint sich zu beschleunigen. Die Oligarchen und Autokraten treten immer offener auf und verstecken kaum mehr ihre Machtkämpfe und Einflussnahmen.
Jüngstes Beispiel ist die Übernahmeschlacht um Warner Bros. eine der großen Filmfirmen in Hollywood. Von Ihr wurden Filme erfolgreich vermarktet wie Casablanca oder die Batman Filme, auch die Harry Potter Filme und Serien wie Die Sopranos oder White Lotus. Mit HBO Max hat Warner Bros. einen bedeutenden Streaming Dienst am laufen.
Auch der Fernsehsender CNN gehört zum Konzern.
Netflix verkündete bereits einen Deal über 82 Milliarden Dollar für Teile des Warner Bros. Discovery Konzerns. CNN sollte nicht mit übernommen werden.
Der Filmkonzern Paramount bietet nun 108 Milliarden für den ganzen Konzern. Das Angebot geht direkt an die Aktionäre, man nennt das den Versuch einer feindlichen Übernahme.

Finanziert soll das Angebot werden durch Investitionsfonds aus Katar und Saudi Arabien. Die Firma von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ist auch mit von der Partie. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison haben enge Beziehungen zu Trump.
Paramounts Angebot an die Aktionäre von Warner Bros. schließt CNN mit ein. Der Nachrichtensender CNN wagt es immer wieder seine Medienmacht (aus Trumps Sicht) zu missbrauchen und Trump-kritische Töne anzuschlagen. David Ellison hat Trump laut Medienberichten bereits zugesagt, CNN deutlich zu verändern.

Warner Brothers (Gebrüder Warner) ist seit der Stummfilmzeit dabei und über 110 Jahre alt. Künftig wird erwartet, dass Filme nur noch kurz ausschließlich im Kino laufen, nur ein paar Tage, bevor sie in den Streaming Diensten vermerktet werden. Warum dann überhaupt ausschließlich im Kino? Weil das die Bedingung ist, für einen Oskar nominiert zu werden.
Aber das lässt sich ändern. Die Zeiten des Kinos neigen sich dem Ende entgegen.

Im Grunde kann es uns egal sein, wer die Hollywood-Schinken künftig produziert. Aber Filme machen auch Stimmung und Meinung und Nachrichtendienste wie CNN allemal. Es gibt einen weiteren mächtigen Ruck hin zu Meinungsmonopolisierung durch Oligarchen. Trump verliert keine Zeit.

Trump fühlt sich Putin, ebenfalls ein Oligarch, näher als den lästigen Quertreibern in Europa. Der Ukraine Krieg ist ihm ein Dorn im Auge. Aber zwei Herzen schlagen in seiner Oligarchenbrust. Mit Putin ließen sich gut Geschäfte machen und lies sich gut die westliche Welt unter Oligarchen aufteilen. Aber andererseits: an Kriegen kann man gut verdienen. Die Militär-Hilfe an die Ukraine bezahlt Europa, in dessen Politik man deutlich einzugreifen versucht. Man beschuldigt die europäischen Staaten demokratiefeindlich zu sein, weil man versucht die rechten Trump-Ableger nicht an die Macht kommen zu lassen. Die US-Großkonzerne, die gerade noch mächtiger werden und die auch Europa fest im Griff haben, greifen offen in die Landespolitik ein.

Wir müssen langsam ins Handeln kommen. Mehr dazu im neuen Jahr!


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RE: Notizen zum Tage

#124 von petias , 12.12.2025 10:55

12. Dezember 2025

Heute beteilige ich mich in Steinheid beim Aufbau der Tische und Stände für das Weihnachtsfest mit Weihnachtsmarkt des Kindergartens meines Enkels. Das Fest findet morgen statt.

Vorgestern meldete die Statistik des Forums über 500 Besucher. Da es sonst an Spitzentagen bis zu maximal 200 sind, kann man davon ausgehen, dass wieder irgendwelche selbstständig tätigen Programme, sogenannte bots, einige der Besucher waren.
Ich weiß zwar nicht, ob das wirklich so ist, auch nicht was die machen aber meine Gedanken gehen spazieren.

Ich stelle mir vor, diverse KI-Programme wie ChatGPT und andere noch viel bedeutendere senden ihre Späher aus um Daten zu sammeln auf deren Basis sie ihre Antworten und Aktionen stützen. Da käme doch dem, was man so in öffentlichen Foren und Plätzen treibt und schreibt eine wichtige Bedeutung zu. Unabhängig davon ob es sich um Geschichten, Meinungen oder Tatsachen handelt. Ich betrachte es als ehrenvolle und wichtige Aufgabe, da mitzumischen und Einfluss zu nehmen. Noch bedeutender wäre es, wenn eine echte forumsübliche Diskussion auch bei uns entstehen könnte -
aber vielleicht sind es auch nur Maßnahmen der Firma des technischen Forumsbetreibers die Kunden durch höhere Besuchszahlen bei Laune zu halten. Die nächste Jahresgebühr steht bald an.
Aber - man soll die Hoffnung nicht aufgeben

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RE: Notizen zum Tage

#125 von petias , 15.12.2025 17:39

15. Dezember 2025

Samstag war der Weihnachtsmarkt zur Förderung des Kindergartens in Steinheid. Mein Enkel weigerte sich aufzutreten und auch dem Nikolaus gegenüberzutreten.





Danach half ich die Stände wieder abzubauen, aufzuräumen und sauber zu machen.
Anschließend entschloss ich mich - gegen 21 Uhr - nach Hause zu laufen. Es war recht warm aber neblig. Die Stirnlampe musste außerhalb der Ortschaften ständig auf kleiner Stufe leuchten. Bei der helleren Stufe wurde soviel Licht reflektiert, dass ich weniger sah als mit dem dunkleren Licht. Nebel halt.
Um 23 Uhr war ich dann nach einem schönen langem Marsch zuhause. Der Schrittzähler ermittelte über 30000 Schritte als Tagesleistung.
Die zweite Mahlzeit im Rahmen der Challenge fiel aus.
Zum Ausgleich fiel heute die erste Mahlzeit aus. Ich war von 10 bis 15 Uhr auf Utes Baustelle.

In Berlin gibt es derzeit Gespräche zum "Frieden" in der Ukraine. Es werden Fortschritte vermeldet. Aber die wichtigen Fragen bleiben offen. Die Ukraine lehnt die Abgabe von Gebieten ab, die noch nicht mal von den Russen erobert wurden. Vernünftige Sicherheitsgarantien sind nicht in Sicht.
Sollte man sich in Berlin auf etwas einigen können, das die russischen Maximalforderungen nicht erfüllt, wird Moskau wieder ablehnen.

Der Klimawandel verschärft sich. Aber die Politik ist dabei, bereits Erreichtes wieder zurückzudrehen. So kommt das Aus vom Verbrenner-Aus. Nicht, dass es jemandem nützt. Auch nicht den Arbeitern, die vom Umstieg auf die E-Mobilität ihren Job verlieren, der Umstieg zum E-Auto ist in vollem Gange. Vielleicht nutzen Ferrari oder Porsche den Rücktritt vom Ausstieg um noch ein paar röhrende Sportwagen für Spitzenverdiener auf den Markt zu bringen. Bestehende angemeldete Verbrenner dürfen ohnehin weiter gefahren werden.
Die AFD in Thüringen hat Anträge im Landtag eingebracht. Sie will 160 Millionen für Umweltschutz und Migration umlenken in den Ausbau des Flugplatzes Erfurt zur Drehscheibe für die Remigration von Bürgern, die die AfD nicht für ausreichend deutsch hält.
Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden. Es weihnachtet sehr!
Ich wünsche einen fröhlichen Advent!

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RE: Notizen zum Tage

#126 von petias , 17.12.2025 17:11

17. Dezember 2025

Was für ein schöner, sonniger Tag. Die Solaranlagen speisen wieder mal ein paar Watt ein.
Ein Gartentag! Einige Beete können noch eine Abdeckung vertragen.


Das lässt sich gut mit einer zweiten Aufgabe verbinden. Laub und hauptsächlich die Nadeln der beiden großen Lärchen bedecken neben vieler kleiner Ästchen die Dächer der Schuppen. Das macht sich besser auf den Beeten als auf dem Dach!




Ganz fertig geworden bin ich nicht, aber es wird weitere Gartentage in diesem Winter geben. Vielleicht noch in diesem, sicher im nächsten Jahr.
Vom Wetter her gesehen, wäre morgen eine gute Wahl. Aber da nehme ich schon 5 Uhr morgens den Bus und diverse Züge um unser Forenmitglied "Erhard" im hohen Norden unseres Landes zu besuchen. Das Deutschlandticket macht es möglich. Für Samstag ist die Rückkehr geplant.

Meine zweite Mahlzeit ist für ca. 17:30 Uhr angesetzt. Da noch bis Ende der Woche keine Rohkost auf dem Plan (siehe Challenge: Darmsanierung nach F.X. Mayr) steht, werde ich kochen. Mitbewohner Christian wird sich freuen, wenn er von der Arbeit kommt.


Lauter Gemüse aus dem Garten, dem Winterlager oder der Gefriertruhe beide bestückt mit Köstlichkeiten aus dem Garten. Was man auf dem Foto sieht, Lauch, Grünkohl (Wintergemüse aus dem Garten), Rote Beete (was für ein Monster! aus der Sandkiste) Zwiebel, aus dem Vorratslager, Bohnen und Zucchini (aus der Gefriertruhe), kann man (bis auf die Bohnen) alles auch roh essen.
Aber da ich nun einmal koche ...



nehme ich noch ein paar Kartoffeln aus dem Kartoffellager dazu.



in den Topf kommt etwas Olivenöl. Das ist nicht aus dem Garten, aber wer weiß, was das Klima noch so mit sich bringt. Einen Olivenbaum im Pflanzkübel haben wir schon mal besorgt. Im Sommer im Garten, im Winter steht er am Fenster in der Küche. Dann kommen ein paar Zwiebel drauf. Zur ersten Kochmenge gehören noch Kartoffel, Bohnen und Rote Beete. Während ich den Topf erhitze und die Zwiebeln leicht anbraten, mache ich Wasser heiß. Das kommt in den Topf, bevor irgend etwas anbrennen kann.
Nach einiger Zeit kommt die zweite Menge hinzu. Das ist heute der Lauch und der Grünkohl. Die brauchen nicht so lange wie die Leckereien der ersten Lage.
Am Schluss kommen noch die leicht angetauten Zucchini in den Topf, die keinen Moment länger dünsten sollen als bis sie komplett aufgetaut sind. Genauso behandle ich auch z.B. Tomaten, wenn ich eingefrorene verwende.

Dazu noch einige Gewürze, Knoblauch und Ingwer sind diese Jahr auch nicht aus dem eigenen Garten und etwas Salz aus der Camargue. Auch eine Lage "Kräuter der Provence" sind noch von der Reise im September übrig.
Köstlich!

Die Überreste vom Gemüseputzen bekommen die Schafe, neben Heu, eingeweichten Rübenschnitzeln und Quetschhafer. Von letzterem habe ich heute mit dem Handwagen einen Sack bei der örtlichen RHG geholt. Ab und zu bekommen sie etwas altes Brot, das Leute bei uns abgeben. Das ist sicher auch für Schafe nicht gut, aber sie mögen es sehr gerne und bislang scheint es ihnen nicht wirklich geschadet zu haben.
Nicht zu vergessen: noch finden sie auch Grün auf den Weiden!

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RE: Notizen zum Tage

#127 von petias , 21.12.2025 14:19

21. Dezember 2025 Wintersonnenwende!

Auf der Nordhalbkugel unseres blauen Planeten ist heute der kürzeste Tag des Jahres, gefolgt von der längsten Nacht im Jahr. Dabei spielt der jeweilige Standort des Beobachters zwischen Äquator und Nordkap eine Rolle, wie lange der Tag tatsächlich ist. So ist allein zwischen München und Hamburg fast eine Stunde Helligkeitsunterschied.
Der Lichthügel liegt etwa in der Mitte des Landes und mein Besuch in Bremen hat mich definitiv einer gute halben Stunde Tageslicht beraubt.
Wie schon im Beitrag vorher in diesem Faden angekündigt besuchte ich unser Forenmitglied Erhard in Bremen. Der gute Mann ist 90 und bringt mich immer wieder zum staunen. Er ist politisch sehr interessiert und weiß über alle Nachrichten bestens Bescheid. Er hört nur mit zwei Hörgeräten und kann nur in einem sehr beengtem Gesichtsfeld noch etwas sehen. Das hindert ihn nicht daran täglich eine 50 Minutenrunde zu drehen. Zum Anlass unseres Besuches (seine Enkelin war auch da) drehte er eine deutlich größere Runde. Er wollte uns die Vögel am Deich zeigen, die sich da tummeln würden. Mein Schrittzähler zeigte 12000 Schritte für die Tour! (Und Erhard musste mindestens so viele machen.)
Bei der Heimfahrt (wie schon bei der Hinfahrt) gab es nach all den Aufregungen, Verspätungen, Defekten und was immer - nur eine Verspätung von einer Stunde, die ich sicherheitshalber gleich mit einberechnet hatte, so dass ich gestern mit dem letzten Bus aus Saalfeld gegen 21 Uhr wieder zuhause war. Um 11 Uhr war ich von der Wohnung Erhards in Bremen aufgebrochen.
Die teils über eine Stunde dauernden Aufenthalte nutze ich zum herumlaufen. Dabei stolperte ich in mehrere Weihnachtsmärkte. In Hannover gab es ein überdimensionales Advents-Mobile, das von Leuten begangen werden konnte.


Da die Kerzen Fake sind, wird der Propeller sicher nicht durch warme Luft wie beim Original, sondern durch einen Motor angetrieben.
Nachdem ich gerade noch so meinen Anschluss in Neudietendorf (bei Erfurt) geschafft hatte, musste ich da nicht eine Stunde auf dem Bahnhof verbringen (der liegt außerhalb) sondern durfte auf meinen Bus in Saalfeld warten. Das ist eine sehr schöne kleine Stadt. Auch da gibt es auf dem Marktplatz einen Weihnachtsmarkt. Das Besondere aber war, dass sich dieser Markt den Marktplatz mit einer eigens für die Zeit hergerichteten Eisfläche teilte. Die Temperatur lag um die 8 Grad, die Kühl-Aggregate liefen heiß, aber der Spaß war groß!







Leider war für mich aufgrund der Challenge nichts dabei, was ich hätte essen können. Zudem passte die Zeit nicht, denn meine zweite und letzte Mahlzeit nehme ich vor 18 Uhr ein.

Aber: in Bremen gab es vor dem Bahnhof auch einen Weihnachtsmarkt und da war ich kurz nach 12. (der Zug ging 12:17 Uhr) So genehmigte ich mir eine Portion gerösteter Champignons mit Knoblauchsoße.

Ein paar erwähnenswerte Nachrichten habe ich auch noch mitbekommen.
In San Francisco fiel der Strom aus für 130000 Haushalte. Selbst nach 10 Stunden waren immer noch 35000 Anschlüsse ohne Strom.
Im Krieg oder während Katastrophen sieht das noch viel schlimmer aus. Wie gut zu wissen, dass der Lichthügel da wenig Probleme hätte und ab Mai 2027 komplett stromautark sein will.

Nach dem Boom italienischer Gastarbeiter vor 70 Jahren ist für junge Italiener Deutschland wieder Auswanderungsland Nr. 1.
Dieses Jahr kamen so viele junge Italiener nach Deutschland, wie die letzten 20 Jahre nicht.
Ist es in Deutschland vielleicht doch gar nicht so schlecht, wie wir täglich hören. Die wandern angeblich nicht in die Sozialkassen ein, sondern in die gutbezahlten Jobs. Und da fehlen doch jede Menge Fachkräfte wie die eine Seite des Gejammers tönt. Die andere Seite beklagt die wegfallenden Aufträge. Wenn beide Seiten nicht nur der alten Kaufmannsregel frönen: "Lerne zu klagen ohne zu leiden", sondern was dran ist, so sollte es doch Querverbindungen geben, die beiden Seiten helfen.
Übrigens - sind eigentlich europäische Nichtdeutsche auch von der Remigration der AFD betroffen?
Vielleicht gibt es wenigstens für Italiener eine Ausnahme, wo doch dort eine rechte Gesinnungsgenossin an der Macht ist. Hitler und Mussolini waren auch beste Freunde. Und das Wort "Führer" war vom italienischen Titel Mussolinis "duce" abgeleitet.

Der Einstieg einer Firma Trumps ins Kernenergiegeschäft macht den Präsidenten um 500 Millionen reicher. Der selbsternannte Deal-Maker trennte da nicht so zwischen Politik, Amt und Privatfirma.

In anderen Kategorien bewegt sich Herr Musk. Er kommt der Billion immer näher, die zum ersten Mal der neueren Geschichte ein Mensch als Vermögen hat. Lag er vor der US-Wahl noch bei 400 Milliarden, sind es jetzt schon 749 Milliarden Nettovermögen. Das ist mehr als die Wirtschaftsleistung des Staates Belgien.
Nach der "Frobes"-Liste hat Musk damit fast 500 Milliarden mehr als der zweitplatzierte Larry Page (Mitbegründer von Google)

Musk setzt ganz groß auf KI und auf Robotik. In Berlin stellt er gerade seinen menschenähnlichen Roboter "Optimus" vor. Der serviert mit flüssigen Bewegungen Popcorn und winkt den Gästen freundlich zu.

Wie lange wird es noch dauern, bis alle wesentlichen Innovationen und wichtigen Lebensbereiche von milliardenschweren Oligarchen beherrscht werden?

Ich wünsche einen schönen 4. Adventssonntag!


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RE: Notizen zum Tage

#128 von petias , 23.12.2025 19:27

23. Dezember 2025

So kurz vor Weihnachten - ein guter Zeitpunkt - tut Trump wieder was für die Erlangung des Friedens-Nobel-Preises:

Trump ernannte den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, zu seinem Sondergesandten für Grönland. Landry erklärte auf der Plattform X, dass es ihm eine Ehre sei, dabei mitzuwirken, dass Grönland ein Teil der USA werde.
Trump: "Wenn man sich Grönland ansieht, die Küste rauf und runter blickt, gibt es russische und chinesische Schiffe überall". und "Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Wir müssen es haben!"
Es gehe nicht um Mineralien oder Öl, erklärte der Präsident der USA, davon hätten die USA selbst genug.

Grönlands Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen und Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen schreiben gemeinsam, dass nationale Grenzen und die Souveränität von Staaten im Völkerrecht verankert seien. Man könne kein anderes Land annektieren. Nicht einmal mit dem Argument der internationalen Sicherheit. Grönland gehöre den Grönländern.

Die beiden meinen das sicher ernst und viele stimmen ihnen zu. Aber Russland macht derzeit genau das und noch mit äußerster Brutalität. Trump lässt das durchgehen und der Druck liegt vor allem auf der angegriffenen Ukraine.
Für mich sieht das so aus, dass sich die Autokraten Trump und Putin in gegenseitigem Einverständnis Teile Europas einverleiben wollen.

Die beschlagnahmten Tanker und das Öl darin aus Venezuela will Trump behalten.

Nachdem er das US-Verteidigungsministerium in "Kriegsministerium" umbenannt hatte, (schon das zeigt die friedliche Absicht) legt der Anwärter für den Friedensnobelpreis nach: Er kündigt den Bau von neuen Kriegsschiffen an, die nach seinen Worten länger, schneller, größer und 100 mal schlagkräftiger sein werden, als bisherige Schiffe. Er nannte das, was da entstehen soll, "die goldene Flotte". Dabei bekräftigte er, dass das nicht gegen China gerichtet wäre, mit dem man sich gut verstehe, sondern gegen alle potentiellen Feinde der USA. Hoffentlich müsse man sie nie einsetzen, murmelte er etwas leiser werdend ins Mikrophon. Friedenspolitik also?
Bei dem Auftritt bei der Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida wurden Bilder der neuen Schlachtschiffe gezeigt, mit der Aufschrift "Trump Class".
Zunächst soll es in den nächsten zweieinhalb Jahren zwei solcher Schiffe geben, später soll die Flotte auf 25 erweitert werden.
Ich finde, Trump hat sich den Friedensnobelpreis redlich verdient. Was soll er denn noch alles machen. Vielleicht einen Krieg vom Zaun brechen?
Aber Trump ist nicht das Problem. Verrückte gibt es immer. Aber sie an die Schalthebel der Macht zu setzen und fast unwidersprochen gewähren zu lassen, das ist ein Problem!

zu was Persönlicherem: Ich werde auch dieses Jahr wieder die Tradition meines langen Weihnachtsspaziergangs fortführen, wenn auch mit leicht verändertem Vorzeichen.
Bin ich früher gerne zur Bescherungszeit an verschiedenen Stellen aus dem Wald getreten und habe von Ferne in die weihnachtlich dekorierten Wohnzimmer geblickt, so gehe ich dieses Jahr zu der Zeit nach Steinheid. Mein Enkel ist so gegen alles was an einen Weihnachtsmann erinnert, dass seine Eltern beschlossen haben, ein amerikanisches Weihnachten durchzuführen. Über Nacht kommen die Geschenke durch den Kamin oder so. Ich werde helfen, da der Vater leider arbeiten muss, die Geschenke schon mal aufzubauen, wenn der Kleine schläft, damit die morgendliche Überraschung gelingt.
Das Christkind ist längst erwachsen geworden und hat anderes zu tun, als Geschenke zu bringen.

Ich wünsche frohe Weihnacht!


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RE: Notizen zum Tage

#129 von petias , 24.12.2025 14:55

24. Dezember 2025

Ich wünsche allen Mitgliedern und Lesern dieses Forums ein frohes Weihnachtsfest!

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RE: Notizen zum Tage

#130 von petias , 26.12.2025 13:05

26. Dezember 2025

Weihnachten ist vorbei. Gestern lief im Fernsehen "Der kleine Lord". Ich nahm es als Zeichen und hab mir den Definitionspunkt für Weihnachten Abends am Laptop in der Mediathek angesehen. Seit Jahren halte ich es so: zwei Ereignisse bestimmen Weihnachten. Mein stundenlanger Waldspaziergang an "Heilig Abend" und das erneute Ansehen des Weihnachtsklassikers "Der kleine Lord". Mehr an Klischee geht gar nicht.
[So macht für mich Silvester nicht das Raketengeböller, das diese Jahr mal wieder das schlimmste Geböller aller Zeiten zu werden verspricht, sondern "Dinner For One". Und weil das so kurz ist und über den Tag mehrfach läuft, muss man auch nicht bis 12 Uhr aufbleiben.]
Weihnachten ist auch das Fest der Geschenke. Ich konnte dieses Jahr mit fast allen Leuten vereinbaren, keine Geschenke auszutauschen. Nur die Enkel haben was abbekommen.



Mein Beitrag an der Geschenke-Flut war eher bescheiden, aber ich durfte bis spät in die Nacht dem Weihnachtsmann assistieren, das alles aufzubauen. Einer von uns Beiden hat die Tür an der Werkstatt falsch herum eingebaut. Weihnachtsstress eben. Aber der kleine Lapsus, den Oli nicht einmal bemerkt hatte, ist mittlerweile behoben!

Die Katzen haben den in der Küche überwinternden Olivenbaum als Abort erkoren. Zum Glück fand ich den Grund der reinlichen Tiere schnell, die sonst immer nach draußen gehen, um ihre Geschäft zu machen. Die Katzenklappe war blockiert, so dass die Tiere zwar von draußen ins Haus kamen, aber nicht mehr raus. Anscheinend verstellt sich der Mechanismus von Zeit zu Zeit. Aber ich bin froh, dass die Klappe sich nicht andersherum verstellt hat. Der Gedanke, dass die Tiere bei -9 Grad ausgesperrt sind, hätte mich noch mehr beunruhigt. Der Olivenbaum wurde vom sichtbaren Exkrementen befreit und wird es wohl überleben!

Genug der Gespräche über Abfälliges. Deshalb ersparen wir uns heute auch einen Blick in die Politik!

Wappnet euch schon mal für die Schlacht in den Geschäften nach zwei Feiertagen und vor dem Sonntag. Ich halte mich lieber fern! Manchmal hat es schon Vorteile Selbstversorger zu sein.

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RE: Notizen zum Tage

#131 von petias , 29.12.2025 16:18

29. Dezember 2025

In Sachen Frieden in der Ukraine gibt es viele Erfolgsmeldungen. Putin ist laut Trump sehr an Frieden interessiert, ja sogar an einer starken Ukraine. Alle Beteiligten loben den Prozess und besonders den greisen Autokraten aus Amerika, mit dem sich alle es nicht verscherzen wollen. Allerdings passiert in der Sache nicht viel. Die Bomben und Bedrohungen nehmen ständig zu. Entgegnen allen Fortschrittsbehauptungen bleiben die entscheidenden Fragen offen: die Sicherheitsgarantien und die Gebietsabtretungen. Dabei ist alles andere Pillepalle!

Die Krankenkassen sollen durch eine Kontaktgebühr beim Arzt entlastet werden. Hatten wir das nicht schon? Es hieß damals Praxisgebühr glaube ich. 10 Euro pro Quartal, sollte es zum Besuch kommen. Für die Ärzte ist es interessant, wie viel den Patienten der Kontakt zu ihnen wert ist. Aber manche können sich den Arztbesuch dafür nicht leisten. Gut, fügen wir der zwei Klassenmedizin noch eine Klasse am unteren Rand hinzu!

Die Wirtschaft hat einen neuen Geschäftszweig entdeckt. In den meisten anderen EU-Staaten gibt es Beschränkungen bei dem kriegsähnlichen Böllerwahnsinn. Nicht so in Deutschland. Zum Beispiel die Niederländer kommen in Schaaren, sich in Deutschland aufzurüsten!

China bedroht schon wieder Taiwan. Ich bin schon gespannt, wann der "Deal" verkündet wird. Russland bekommt den Donbass, die USA Grönland und China Taiwan. Kann doch alles so einfach sein, wozu Krieg führen. Vielleicht der Rüstungsindustrie wegen oder weil die Angst die Untertanen gefügig macht?

Ich gehe heute nochmal nach Steinheid um morgen ab 6 Uhr den Enkel zu betreuen. Diesmal schneit es auf meinem 7 km Marsch durch den Wald.
"Drauß' vom Walde komm ich her..."

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RE: Notizen zum Tage

#132 von petias , 31.12.2025 13:41

31. Dezember 2025

Der letzte Tag des alten Jahres! Morgen beginnt ein neues Vierteljahrhundert. Es ist mein viertes, das ich zumindest teilweise erlebe. Es dürfte das mit den meisten Veränderungen, Neuerungen und Herausforderungen werden.

Eule hat mich auf einen Artikel im Spiegel Online aufmerksam gemacht. Allerdings ist der kostenpflichtig und wir haben in beide nicht gelesen.
Nobelpreisträger Acemoğlu im Interview.
»Ich bin gespannt, was die Menschheit zerstört: Die Cleverness der KI – oder die Dummheit von Trump«


Ich denke mal, das gehört zusammen. Trump fördert optimal die ungebremste Entwicklung der KI aus Gründen des Wettbewerbs mit anderen Staaten vor allem China und aus Profiterwartung. Das und die Freude am Wettbewerb dürfte auch das Motiv der KI-Forscher und -Entwickler sein. Der Mensch macht eben, was machbar ist ohne Rücksicht auf die eigene Existenz. Darüber wird dieses Jahr noch öfter zu reden und hoffentlich auch zu handeln sein.

Aber dumm wirkt der angeblich mächtigste Mann der Welt schon, wenn man glaubt, was so durch die Medien tröpfelt.

Da telefoniert er ab und zu mit Putin, was ihn ganz auf dessen Linie bringt. Er bewundert ihn, weil der sich nicht mit so lästigen demokratischen "Checks and Balances" herumschlagen muss.

Da hat er sich doch zum X. Mal, sich von Putin glaubhaft machen lassen, dass der Frieden und das Ende des Krieges will. Trump hat noch nicht geschnallt, dass der ihn nur verarscht. Jetzt lässt er sich doch tatsächlich vor Putins Karren spannen indem er es öffentlich glaubt und für verachtenswert bezeichnet, dass die Ukraine angeblich knapp 100 Drohnen gegen die derzeit am häufigsten benutzte Wohnfestung Putins abgefeuert haben, die alle abgeschossen worden sein sollen.
Trump stellt sich vor, das tät jemand in seinem Mar-a-Lago und ist voll des Mitgefühls.
Ein für Trump nachvollziehbarer Grund, dass Putin die "Friedensverhandlungen" die da ohne ihn gelaufen sind, torpediert, was die ganze Welt längst erwartet hat.

Trump geht es nicht um die Ukraine oder den Frieden, sondern nur um gute Deals und den erhofften Friedensnobelpreis. Der Fifa - Preis von Witzfigur Infantino (das Kleinkind - "nomen est omen", hätte mein Lateinlehrer gesagt.) scheint dann doch kein echter Ersatz zu sein.

Und überhaupt: Die Welt, allen voran die Russen selbst haben die verdammte Pflicht den durchgeknallten Oligarchen Putin wie auch immer aus dem Weg zu räumen. Und die Ukrainer hätten jedes Recht und mein volles Verständnis dazu.
Jede Nation ist für seine Führer verantwortlich!

Mal sehen, was das neue Jahr bringt, wenn sich die Giftwolken des Silvesterwahnsinns verzogen haben und in ein paar Tagen auch die letzten Böller-Nachzügler verbrannt sind.

Same procedure as ev'ry year, nehme ich an!


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RE: Notizen zum Tage

#133 von petias , 05.01.2026 19:25

5. Januar 2026

Die weltpolitische Lage spitzt sich zu. Die Öffentlichkeit beobachtet staunend wie Trump und seine Mitstreiter ihre Ankündigungen in Sachen "America first" umsetzen. Die Eule hat mich darauf hingewiesen, dass der Slogan aus dem Wahlkampf nicht etwa heißt "USA first", sondern "America first". Der Machtanspruch auf den Bereich Feuerland bis Alaska ist da schon mitgedacht. Grönland liegt irgendwo zwischen USA und Europa. Für Trump gehört es zu Amerika. Gleichzeitig wird Putin signalisiert, dass er sich getrost weiter ausbreiten kann. Sein imperialistischer Besitzanspruch völkerrechtlich autonomer Staaten wie aktuell im Fall der Ukraine fällt bei Trump auf volles Verständnis. Er betrachtet Putin als Oligarchen-Buddy und wird ihn nur in die Schranken weisen, wenn er Amerika zu nahe kommt. Auch China sind imperialistische Bestrebungen nicht fremd. Sie werden in Kürze Taiwan einfordern und auf die ungehinderte Ausdehnung in ihrem Teil der Welt.
China hat mit ihrer Politik der "Neuen Seidenstraße" viel weitreichendere Pläne. Interessant wird sein zu sehen, wie sich die drei Imperialistischen Großmächte hinsichtlich Afrika (und Europa) verhalten werden.
Wenn Europa noch beizeiten aufwacht, hat es vielleicht die Chance (zumindest Westeuropa) sich dem russischen Zugriff zu entziehen und einen vierten Machtfaktor darzustellen.
Wenn in den USA nicht eine große innenpolitische Wende unverzüglich eingeleitet wird, ist das Völkerrecht wie wir es kennen endgültig vom Recht des Stärkeren abgelöst worden.

Aber, so dramatisch die Weltpolitik sich derzeit auch darstellt. Noch haben wir Menschen nicht erkannt, dass es nicht um Ost oder West geht, Demokratie oder Autokratie, nur begrenzt um arm und reich, sondern um Mensch und ein menschliches Leben oder ein Leben, das dem Menschen über den Kopf wächst und ihm im besten Fall zu einem unselbstständigen fremdbestimmten Objekt macht.
Es geht um das WirZuerstLand und um WasWirdAusUnsistan. Diese Länder haben keine Staatsgrenzen!
Siehe dazu: Ankunft 1 bis 4

Es wird Zeit aktiv zu werden!


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zuletzt bearbeitet 05.01.2026 | Top

RE: Notizen zum Tage

#134 von petias , 08.01.2026 13:52

8. Januar 2026

Das neue Jahr etabliert sich. Das Schreiben der neuen Jahreszahl 2026 fällt schon leichter und beginnt sich zur Gewohnheit zu entwickeln. Aber was uns das neue Jahr bringen wird, können wir nicht wissen und Hoffnung hält sich mit böser Vorahnung nicht so richtig die Wage. Die böse Vorahnung droht zu gewinnen.

Der Blick in die Nachrichten lässt kaum Raum für Hoffnung.
Trump kündigt an, dass die Militärausgaben der USA von derzeit 1 Billon US-Dollar um 500 Milliarden auf 1,5 Billionen US-Dollar steigen werden.
Die USA ziehen sich per Trump-Dekret aus weiteren 66 internationalen Organisationen zurück. Darunter sind Organisationen wie der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und Gremien, die sich mit Themen wie Arbeit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit befassen. Betroffen sind auch Klimaorganisationen, denn Trump hat wiederholt betont, dass er den behaupteten Klimawandel für Schwindel hält.
Nach Trumps Ansicht zahlt in den Gremien die USA für andere Länder ohne davon etwas zu haben.
Was in Venezuela gerade geschehen ist, haben wir alle erlebt. Darüber hinaus wird Kolumbien, Kuba und Grönland bedroht. Gerade bei Grönland kann man sehen, dass es Trump um reinen Imperialismus geht. Es gibt dort bereits Militärbasen, die jederzeit ausgebaut werden könnten. Einer Kooperation zum Abbau von Bodenschätzen zu beidseitigem Nutzen wäre Grönland sehr willkommen, aber Trump scheint es um die Erweiterung der USA zu gehen. Auch Kanada hat das bereits zu spüren bekommen, wenn das auch derzeit etwas aus dem öffentlichen Fokus geraten zu sein scheint.

Das ist frisches Wasser auf die Mühlen der anderen mächtigen Autokraten auf der Erde. Die imperialistischen Bestrebungen Putins erscheinen da in einem ganz anderen Licht. Mit welchem Argument sollte China davon abzubringen sein sich Taiwan einzuverleiben?

Es geht um eine neue Aufteilung der Einflusssphären der Mächtigen der Welt. Trump ist ein Deal-Maker. Er dürfte sich darüber im Klaren sein und auch willig, den anderen Pokerpartnern auch was zu überlassen, wenn er seinen Machtbereich ausdehnt.
Vielleicht könnte ein diesbezügliches Arrangement die Welt kurzfristig sogar befrieden. Aber langfristig kann es nur EINEN geben! Künftige Großkonflikte sind vorprogrammiert. Sie halten auch die Bevölkerung in Schach und außer Atem, steigern die Gewinne der Rüstungskonzerne und erklären und rechtfertigen aufgrund existentieller Bedrohung die Leiden und Einschränkung der Bevölkerung.
Dazu wird die Realität in der wir unser Leben eingebettet sehen immer komplexer, verworrener und undurchsichtiger. Was ist wahr, was ist gelogen. Was ist gut, was schlecht, was richtig und was falsch?

Je komplexer unser Umfeld wird, desto mehr sind wir ihm ausgeliefert, von ihm abhängig. jeden neuen Komfort, jede neue Zerstreuung durch Technik und Konsum liefert uns mehr den Kräften aus, die wir längst nicht mehr durchblicken.

Trump zwingt die Mitglieder der Nato ein Minimum von 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Rüstung auszugeben. Aber zu welchem Zweck? Wer ist der Feind und wer der Verbündete? Die Freiheit und die Demokratie können nicht länger die edlen Argumente sein Länder zu verwüsten und hunderttausende Menschen zu ermorden und Millionen ins Elend zu stürzen. "Demokratie" und "Freiheit" sind nicht länger möglich. Die Freiheit reduziert sich auf Narrenfreiheit und Konsumfreiheit. Solange jemand nicht gefährlich wird, kann er sagen, schreiben und posten was er will. Wird er gefährlich, wird er zum Gefährder und man dreht ihm seine Ressourcen ab, von denen er völlig abhängig ist.
Von dem Geld, das einem zur Verfügung steht, kann man sich entscheiden, was man sich kauft von dem Angebot, das da ist.
Das Bargeld ist ein Auslaufmodell. Ein digitales Konto kann jederzeit gesperrt werden, dem Betroffenen bleibt nur die Wahl zu kooperieren oder auf Almosen von Mitmenschen zu hoffen.
Die Demokratie setzt den mündigen Bürger voraus. Aber wie kann ein Bürger mündig sein, wenn er die ständig komplexere Welt um ihn herum nicht versteht, wenn er zwischen Wahrheit und Propaganda nicht mehr unterscheiden kann, wenn wahr und falsch nicht mehr erkennbar sind?
Wollen wir aktiv etwas tun, um an der Rettung und Verbesserung unserer Welt teilzunehmen, müssen wir an zwei Fronten kämpfen.
1. Wir dürfen uns nicht in Kriege treiben lassen, aufrüsten, kämpfen und Leid und Tod als unvermeidlich hinzunehmen, da der böse Feind uns keine Wahl lässt. Es gibt keinen bösen Feind, nur Autokraten, die skrupellos auf ihren Vorteil bedacht sind, dafür über Leichen gehen (wörtlich gemeint) und denen jedes Mittel recht ist. Für den einfachen Bürger lohnt es sich nicht irgend etwas Abstraktes wie Vaterland, Freiheit, Demokratie oder Staatsordnung mit seinem Leben zu verteidigen.
Der einfache Mensch könnte ein einfaches und glückliches Leben in jedem der großen Machtblöcke leben. Einkommen und Konsum-Level mögen leicht unterschiedlich sein, aber die bestimmen nicht ein glückliches Leben. Sowohl in den USA, als auch in Russland und auch in China wäre ein bescheidenes Leben auf dem Lande, wie ich es führe, möglich.
In der ZDF-Mediathek gib es derzeit eine Reihe "The Chinese Dream"24 Stunden junges China". Wo sind da die Unterschiede?
Wenn es bestimmte "Narrenfreiheiten" nicht geben sollte - vielleicht könnte ich ohne Nachteile das Forum nicht betreiben - so kann man im Kleinen und Persönlichen wirken. Gibt es keinen bösen Feind, für dessen Bekämpfung alles unterzuordnen ist, kann man sich die kleinen Freiheiten millimeterweise erkämpfen.

2. Wir müssen darauf bestehen und praktisch dafür arbeiten, dass ein einfaches hochgradig regional selbstversorgtes Leben möglich bleibt. Wir dürfen uns nicht komplett den Großstrukturen der Moderne ausliefern, sonst haben wir keine Chance mehr. Unsere Existenz wäre lediglich geduldet und die Mächtigen (vielleicht Maschinen) würden sich überlegen, wie lange und in welchem Umfang man uns noch als Haustierchen halten möchte.
Brot und Spiele sind kein befriedigender Lebensinhalt.

Diese beiden Punkte werden noch ausführlich zu diskutieren sein und noch ausführlicher, wie man sich konkret verhalten kann. Ich werde zu dem Thema in den nächsten Tagen einen neuen Faden eröffnen und hoffe auf rege Beteiligung!


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zuletzt bearbeitet 08.01.2026 | Top

RE: Notizen zum Tage

#135 von petias , 10.01.2026 15:29

10. Januar 2026

Winteridylle oder Schneechaos?






Der Weg von der Haustüre zur Straße wird nicht geräumt. Es ist sicherer so. Die Spuren im Schnee geben sichereren Halt, als die vereisten geräumten Stufen. Und meistens bleibt der Schnee nicht lange. Es lohnt nicht die Mühe.
Geräumt wird auf der Straße vom kleinen Gemeindeschneepflug. Einen Gehsteig gibt es nicht vom Dorf hoch zum Lichthügel. Nur den Zugang zu den Briefkästen, den Abfalltonnen und dem Fahrradschuppen halten wir frei, aus Respekt vor den Postzustellern und den Müllwerkern. In den Fahrradschuppen müssen wir jetzt zwar nicht, aber der dient der Ablage für Pakete, wenn wir nicht da sind.




Für den Weg zu den Brennholzvorräten und zum Schafstall reicht auch ein Trampelpfad.


Die Schafe fühlen sich sehr wohl in ihrem warmen Pelz aus Wolle. Was würde besser wärmen als ein dicker Schafwollpullover. Sie haben freien Auslauf, einmal am Tag warmes Wasser, bekommen eingeweichte Rübenschnitzel, gequetschten Hafer und Gemüseabfälle. Manchmal bringen uns Nachbarn auch altes Brot und Kartoffelschalen vorbei.


jedes Jahr ist anders. Ob das Heu reichen wird, wissen wir erst im April. Aber für den Bedarfsfall kennen wir mehrere Pferdehalter in der Gegend, die uns Heu verkaufen würden.


Der Feste-Bereich liegt tief verschneit und ungenutzt. Die Bühne im Hintergrund wartet auf das nächste Fest. Inzwischen lagert altes Heu zur Benutzung als Stroh auf der Bühne.


Der Garten macht Pause, das Wasser ist abgesperrt.


Auf dem Dach deutet nichts auf eine Solaranlage hin. Die Katzen benutzen die Katzenklappe in der Haustüre und nicht den Sommereingang.



Das Räumen auf dem Dach lohnt sich. Der Schneefall ist für den Moment vorbei. Für morgen verspricht die Wetter-App sogar ein paar Sonnenstunden,
Und tatsächlich, sobald ich wieder vom Dach herunter bin und im wohlig warmen Zimmer, zeigt die App, die Balkon-Stom-Anlage kontrolliert eine Stromproduktion von 25 Watt. Nicht viel, aber - Das Licht in meinem Zimmer braucht voll angestellt, 10 Watt. Aber da es hell ist, tröpfelt das Bisschen Elektrizität in den Solarspeicher.
Die Inselanlage ist nicht App-überwacht (ist auch gut so) aber auch da hat die rote Lampe der grünen Platz gemacht. Und das an einem trüben verschneiten Tag.

Schneechaos? wegen der paar Schneeflöckchen? Haben wir so schnell vergessen? Das war mal Winteralltag und ist heute eine schöne romantische Erinnerung!

Auf dem Lichthügel gibt es genügend Holz und kein Auto. Also definitiv Winteridylle. Das Schneechaos merke ich nur, wenn ich mit dem Bus nach Steinheid fahre. Aber auch da kann ich notfalls laufen! Oft mache ich das auch ganz ohne Not. Und meistens gefällt es mir gut!

Kiew ohne Strom, Heizung und Wasser

Ganz anders sieht es anderswo im heimatlichen Europa aus. Putin gibt sich große Mühe seine Friedensbereitschaft zu zeigen und greift alle größeren Städte des Landes an um die Bevölkerung zu zermürben. Zu befürchten hat er nichts. Den Segen Trumps und die Hilflosigkeit der europäischen Regierungen sind ihm gewiss. Die Pläne für die Aufteilung der Welt sind längst gemacht. Die Rollen sind verteilt, auch wenn einige das noch nicht wissen.

Putin lässt die neuen Wunderwaffe einsetzen. Die "Oreschnik" ist seine neueste Errungenschaft eine auch atomwaffenfähige 5500km weit fliegende Ultraschall-Rakete, gegen die es angeblich keine Verteidigung gibt. Dasselbe habe ich schon von der Kinschal gehört, die auch nur ab und an - weil teuer - eingesetzt wurde.
Die "Oreschnik" ist auch eine Mittelstreckenrakete und kann die meisten Länder Europas erreichen. Das ist auch der Hintergrund der Propaganda. Russland will zeigen, dass es mächtige Waffen hat und diese auch bereit ist einzusetzen. Ein Argument auf eigene Positionen bei den "Friedens"-Verhandlungen zu verzichten und sich dem von Amerika abgesegneten Waffenstillstands-Diktat nicht länger zu widersetzen.
Die geschätzten Kosten liegen zwischen 25 und 30 Millionen Dollar pro Schuss. Es lohnt sich sicher, die Probeschüsse gleich politisch wirksam zu vermarkten. Aber mit einem massiven Einsatz ist nicht zu rechnen. Ein Zeichen an den Westen, was Russland von ihren Sanktionen hält.

Die Ukraine stellt sich mit ihrer Hoffnung auf westliche Anbindung und auf bessere Wohlstandschancen selbst ein Bein und leidet vermutlich ohne Erfolg für ein fragwürdiges Ziel.
Niemand sagt ihnen, dass es im Grunde egal ist, unter welchen Oligarchen sie ihr kleines Glück versuchen und sich im Alltag erarbeiten, aber dass es sich nicht lohnen wird, dafür zu sterben.

petias  
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zuletzt bearbeitet 11.01.2026 | Top

   

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