Einmal mehr: Erdüberlastungstag

#1 von petias , 02.08.2023 12:05

Bis heute wurden weltweit die Ressourcen verbraucht, die unser Ökosystem in einem Jahr erneuern kann. Seit heute leben wir auf Pump von unseren Kindern und Enkeln. Dies Thema beschäftigt uns schon seit Jahren und geht jährlich mehrmals durch die Medien. Mehrmals deshalb, weil es neben dem weltweiten Erdüberlastungstag auch noch den nationalen gibt.
Man sollte meinen, die jährlichen Apelle und Warnungen sollten etwas bewirken. Das scheinen sie sogar zu tun. Dieses Jahr errechnete das "Global Footprint Network" den globalen Überlastungstag für den 2. August. Letztes Jahr war der Tag am 28 Juli. Allerdings werden die Berechnungsmethoden immer wieder aktualisiert, so dass er nach den aktuellen Berechnungen letztes Jahr auf den 1. August gefallen wäre. Einen Tag also sind wir mit den Ressourcen länger ausgekommen! Das liegt im Bereich normaler Wirtschaftsschwankungen oder Nachwirkungen von Corona?

Würden alle so leben wie wir in Deutschland, so wäre der "Earth Overshoot Day" bereits am 4. Mai gewesen. Noch reißen uns die ärmeren Länder etwas ins Bessere. Aber die Unzufriedenheit wächst. Langfristig ist niemand bereit sich zugunsten anderer zu bescheiden.

Wir müssen einfach was tun. Fangen wir mit irgendwas an, das ist besser als nichts.
Vorschlag: Empfohlen werden maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche. Tatsächlich haben wir einen durchschnittlichen Verbrauch von 1,2 Kilo pro Woche. Da ließe sich doch was machen. Es zeigt zudem Empathie für die Tiere und wir tuen unserer Gesundheit einen Gefallen.

Einfacher ist es allerdings, das Problem zu leugnen, alles auf die Ausländer zu schieben und auf die Globalisierung, wie das die AFD tut. Ausländer raus, Ausstieg aus Europa (Dexit) oder eine "Europa der Vaterländer" ist noch nicht parteiintern entschieden, Nationalismus - das sind die einfachen Antworten, die viel angenehmer und leichter klingen.
Aber Vorsicht, ihr Ratten, vor den Rattenfängern. In Italien wurde von der rechten Regierung gerade per SMS 168 000 Haushalten das Bürgergeld gestrichen. Wenn die Ausländer rausfliegen, dann müssen wir selber arbeiten.
Ich kenne so Manche und so Manchen, der sagt, schmeißt die Ausländer raus, die uns so viel Unterstützung kosten und gebt es lieber uns. Wir sind das Volk! Aber zieht mal all die ausländischen Arbeiter ab aus unserer Pflege, aus unseren Kindergärten, Fabriken und Handwerksbetrieben. Da können wir uns Simulanten und Drückeberger nicht mehr leisten. Wenn Deutschland wieder groß werden soll (make Germany great again) dann müssen wir volkswirtschaftlich erfolgreich sein. Wenn die Ausländer fehlen, dann müssen wir selber ran. Auf auf, zu rosigen Nazi- Zeiten!


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zuletzt bearbeitet 02.08.2023 | Top

   

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