Planetare Grenzen

#1 von petias , 14.09.2023 10:52

Sechs von neun planetare Grenzen sind bereits überschritten


Auf Sience wurde gestern eine neue Studie veröffentlicht.

Die Studie Earth beyond six of nine planetary boundaries
definiert erstmals 2009 festgelegte 9 Grenzen des Systems Erde, deren Überschreitung Das Ökosystem der Erde instabil macht.
Diese 9 Grenzen sind:
Klimawandel,
Versauerung der Ozeane,
stratosphärischer Ozonabbau,
atmosphärische Aerosolbelastung,
biogeochemische Kreisläufe (etwa Phosphor und Stickstoff),
der (Süß-)Wasserverbrauch,
Landnutzungsänderung wie Abholzungen,
die Unversehrtheit der Biosphäre (also der Biodiversitätsverlust) und
das Einbringen neuartiger Substanzen, etwa die Belastungen durch Chemikalien.




Nur im Bereich "Versauerung der Ozeane", "atmosphärische Aerosolbelastung", "stratosphärischer Ozonabbau" sind die Grenzen noch nicht global überschritten. Lokal gibt es aber durchaus Überschreitungen.

Seit der letzten Eiszeit befand sich die Erde in einem stabilen ökologischen Zustand, in dem wir Menschen uns zusammen mit all den vielen anderen Tieren entwickeln konnten. Das ändert sich gerade.

"Wir wissen nicht, wie lange wir entscheidende Grenzen derart überschreiten können, bevor die Auswirkungen zu unumkehrbaren Veränderungen und Schäden führen", sagt Johan Rockström, Einer von 28 Autoren der Studie und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

Genau weiß man es nicht, die 1,5 Grad Grenze oder die 2 Grad Grenze, die nicht zu überschreiten derzeit Ziele von internationalen Abkommen von Absichtserklärungen sind, sind Arbeitshypothesen um sich ein Ziel zu setzen, auf das man hinarbeiten kann. Es könnte auch - und das ist seit Jahren der Trend - alles viel schlimmer kommen und schneller gehen. Die Absichtserklärungen gibt es wohl. Allein an der Umsetzung hapert es weltweit.

Beispiel: das Heizungsgesetz, das nach großem Geschrei gerade erst verabschiedet worden ist. Harbeck weiß, dass es nicht ausreicht, die diesbezügliche Absichtserklärung einzuhalten. Aber es musste auf den Druck der Populisten - der Medien und Politiker aller anderen Parteien weiter verwässert werden. Die aufgewiegelte Volksseele verweigert die Gefolgschaft. In einer Demokratie kann man letztendlich nicht gegen die Mehrheit Gesetze machen. Und, die Mehrheit des Stimmviehs ist blöd.

So frisst das einzige, was an Zukunftsperspektive vor dem verwöhnten "Immer immer Mehr"- Bürger halbwegs umsetzbar erscheint: das grüne Wachstum - seine Kinder.

Nur wenige machen sich klar, dass das grüne Wachstum nicht funktionieren wird. Das, was nötig wäre: Grünes Schrumpfen - traut sich kein Verantwortlicher auch nur denken, geschweige denn aussprechen oder gar in Gesetze gießen.

Es muss noch viel schlimmer kommen, bevor nötige Konsequenzen gezogen werden können. Es wird spannend zu sehen, ob und wenn ja, wie viele Menschen überleben werden....
also ihr Schlauliebären: noch schnell den nächsten Flug buchen, noch schnell die nächste Reise an interessanten Punkte des Globus planen, bevor es nicht mehr geht. "Nach mir die Sintflut!", ist die Devise. Profitiere noch wer kann und lasst uns den angerichteten Schaden der uns in Form von Flüchtlingen bedroht noch eine weile draußen halten. Nur ein paar dringend benötigte Arbeiter lassen wir rein, denn jemand muss doch die Arbeit machen, die unser Leben ermöglicht. Ein paar gute Jahre sind noch drin. Wer Kinder hat und Enkel ist selbst schuld. Die Letzten beißen die Hunde! (Oder geht ihnen die Luft aus und den Hunden mit?)


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zuletzt bearbeitet 14.09.2023 | Top

   

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