RE: Dies und das für jeden was

#31 von petias , 18.10.2020 20:03

Himmel und Hölle

Ein Rabbi kommt zu Gott: „Herr, ich möchte die Hölle sehen und auch den Himmel.“ - „Nimm Elia als Führer“, spricht der Schöpfer, „er wird dir beides zeigen.“ Der Prophet nimmt den Rabbi bei der Hand.
Er führt ihn in einen großen Raum. Ringsum Menschen mit langen Löffeln. In der Mitte, auf einem Feuer kochend, ein Topf mit einem köstlichen Gericht. Alle schöpfen mit ihren langen Löffeln aus dem Topf, aber die Menschen sehen mager aus, blass, elend. Kein Wunder: Ihre Löffel sind zu lang. Sie können sie nicht zum Munde führen. Das herrliche Essen ist nicht zu genießen.
Die beiden gehen hinaus: „Welch seltsamer Raum war das?“, fragt der Rabbi den Propheten. „Die Hölle“, lautet die Antwort.
Sie betreten einen zweiten Raum. Alles genau wie im ersten. Ringsum Menschen mit langen Löffeln. In der Mitte, auf einem Feuer kochend, ein Topf mit einem köstlichen Gericht. Alle schöpfen mit ihren langen Löffeln aus dem Topf.
Aber - ein Unterschied zu dem ersten Raum: Diese Menschen sehen gesund aus, gut genährt, glücklich. „Wie kommt das?“ Der Rabbi schaut genau hin. Da sieht er den Grund: Diese Menschen schieben sich die Löffel gegenseitig in den Mund. Sie geben einander zu essen.
Da weiß der Rabbi, wo er ist.

Himmel oder Hölle - es liegt an uns!
Ich wünsche einen schönen Sonntag und eine gute Woche!


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RE: Dies und das für jeden was

#32 von petias , 22.10.2020 21:01

Lohnarbeit

Seit Montag bin ich am Arbeiten. Gräben ausheben, Kabel und Leitungen einziehen, Erde und Sand mit dem Schubkarren transportieren, Beton mit dem Elektrohammer kaputtschlagen, Kabelgraben Zuschütten, festrütteln, zuschütten, um 5 Uhr aufstehen, müde ins Bett sinken oder schon vorher im Sitzen einschlafen.
Das Schreiben im Forum und so ziemlich alles andere kommt zu kurz. Das alles für 10€ die Stunde.
Da bekommt man als pauschal alimentierter Rentner wieder einen Bezug zu den Kosten des Alltags. Man kann kleine Luxusgüter oder die Dinge des alltäglichen Bedarfs direkt in Plackerei umrechnen. Die zerbrochene Fensterscheide im Bad kostet, außer der Stunde heimischer Arbeit, um sie einzubauen, 3 Stunden Fremdarbeit um die Scheibe beim Glaser zu besorgen.
Die Katzen fressen für 5 Stunden Plackerei im Monat.
Mein Vorarbeiter meint, er muss einen Rentner beschäftigen, weil die Jungen solche Arbeit nicht mehr machen. Gut, Ausländer lassen sich zu manchen Zeiten dafür finden für die Arbeiten, wo kein Bagger hinkommt.
Der Chef überwacht das Ganze vom Urlaub aus mittels überall aufgestellten Webcams. Wir winken ihm manchmal freundlich zu. Vielleicht beobachtet er uns gerade.
Keine Ahnung, wie lange das noch so geht. Wahrscheinlich bis zum Wintereinbruch. Ob es mir gelingt trotzdem noch Dinge zu tun, die mir wichtig sind, wenn ich mich etwas mehr dran gewöhnt habe?
Ist nachdenken, analysieren und darüber zu schreiben ein Privileg der Alimentierten?
Oh, schon 21 Uhr. Ich muss ins Bett!
Beim Aufstehen vom Schreibtisch meldet sich der Rücken. Morgen ist Freitag...


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RE: Dies und das für jeden was

#33 von petias , 24.10.2020 10:04

Mit der Post lassen sich nicht nur Pakete und Rechnungen verschicken

Ich hab früher von dem Briefverkehr zwischen mir und dem verstorbenen Gerhard Schönauer erzählt. Zum Beitrag

Aber ich pflege postalischen Verkehr auch mit anderen lieben Menschen (neben Ämtern und Behörden)

Allen voran mit einer lieben Freundin, mit der mich seit Jahren eine wertvolle Tradition verbindet. Sie schickt mir meistens Ansichtskarten (manchmal auch Briefe), mit künstlerischen Motiven. Zur Zeit erreichen mich Exemplare eine Serie mit den wundervollen Naturaufnahmen von Heilke Heller. Im vorliegenden Fall "Hommage an van Gogh". Ich schreibe den Text mit dem Computer ab und füge meine Antwort darunter. Den Text drucke ich aus, klebe die Postkarte mit Fotoecken darunter und kopiere das ganz nochmal. Das Original hefte ich in einem (zur Zeit bin ich beim dritten) dicken Ordner ab. Die Kopie stecke ich in einen Umschlag - manchmal sind es mehrere - schreibe noch einen Brief dazu und versende alles mit der Post.
In den letzten vier Jahren hat sie mir 231 Bildkarten und 15 Briefe geschickt. Von mir bekam sie 171 Briefe.

Hier ein Beispiel (leicht anonymisiert):

Postkarte 231
Postkarte: Hommage an Van Gogh Heilke Heller
20. Oktober 2020
Lieber P.,
vielen Dank für Deine Post! Wie viel Mühe Du Dir immer machst mein Gekrakel, das Du, by the way, besser lesen kannst als womöglich ich selber. .... Ja, mit auf dem Boden sitzen oder liegen scheint's endgültig vorbei zu sein. Am Wochenende mache ich Haus und Garten winterfest. Vielleicht bringt das die Sonne noch mal auf den Plan, fordert ihren Widerspruchsgeist heraus. Wer weiß? Herbst / Winter, wie da das Bedürfnis anwachsen darf, sich in die Sonne zu legen, damit endlich alle Muskeln und Sehnen entspannen dürfen und wir den süßesten Schlummer erleben... im Gras, mit dem ersten kitzelnden Käferchen ...
Sei umarmt von I.
Peter: Liebe I., es ist zur lieben Tradition geworden, mich „intensiv“ mit Deinen Karten und Briefen zu beschäftigen. Oftmals liest man recht schlampig drüber weg, beim ersten Mal, hält sich nicht mit „Zweifelsfällen“ des Textes auf. Legte man die Karte oder den Brief danach zur Seite, wäre einem so manches an Feinheiten entschlüpft. Viele Deiner Gedanken und wie sie formuliert sind, haben literarische Qualität. Dazu: ich schreibe Dir ausschließlich mittels Computer- Ausdruck. Nicht weil ich das für besser erachte, sondern, weil meine handschriftlich verfassten Machwerke absolut unleserlich wären, in Auszügen auch für mich selbst!
Die Sonne macht sich auch auf dem Lichthügel zunehmend rar und den sonnigen Momenten fehlt die Kraft des Sommers. Langsam versinkt der Garten in den alljährlichen Wartezustand bis zum Frühling. Auch der Winter hat seine Reize. Wir sollten sie nicht missen!
Umarmung erwidert, Dein P.


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RE: Dies und das für jeden was

#34 von petias , 28.10.2020 19:43

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

----------------------------------------------Rainer Maria Rilke

„Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.“


Ein Gebet? Rilke erinnert Gott, die Jahreszeiten- und Wettergestaltung nicht zu übersehen? Rilke als Sekretär Gottes, der den Meister an Termine erinnert?
Was ist ein „großer“ Sommer? Einer der heiß ist und warm, erlebnisreich und aufregend?

„Befiel den letzten Früchten voll zu sein,
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.“


Oder ist es eine Bitte, die Früchte des Herbstes, vor allem den Wein zur Reife zu bringen, damit ein neuer Jahrgang süßen, schweren Weines in den Keltereien entstehen kann? Was ich mich in diesem Zusammenhang oft gefragt habe. An Gott müssen doch ständig Bitten herangetragen werden, die sich widersprechen. Ich denke da gar nicht zuerst an erbittert kämpfende Kriegsparteien, die den Sieg beim selben Gott erbitten und die Vernichtung des Feindes, wie es dieser anders herum ebenfalls tut. Die Urlauber wünschen sich strahlende Sonne und keinen Regen, der Bauer fleht genau um diesen, damit seine Ernte und damit sein Einkommen nicht in Gefahr gerät. Der Skifahrer wünscht sich Schnee und die Gemeindeverwaltung einen trockenen, milden Winter, damit der Winterdienst kein so großes Loch in die Gemeindekasse reißt. Nach welchen Kriterien entscheidet Gott? Keine leichte Aufgabe wie mir scheint. Hat der Atheist Rilke das ironisch gemeint?

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,“


Ich habe ein Haus, aber im Winter ist es trotzdem sehr still. All die Sommerfreundinnen, Sommerfreunde und Sommergäste, die im Sommer die Idylle des einfachen Landlebens bei mir preisen, nehmen im Winter Reißaus! Da ist die Gas- oder Öl- Zentralheizung dann ganz klar dem CO²- neutralem Holzofen überlegen und der Umwelt- und Klimaschutz wird bis zum nächsten Sommer vertagt.

„wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“


Das Wachen, Lesen, lange Briefe Schreiben hat ja auch sein Gutes. Allemal besser als fernzusehen. Diese Option hatte Rilke 1901 noch nicht. Zum Glück habe ich meinen Fernsehapparat vor Jahren abgeschafft. Aber ich muss feststellen: mit dem Laptop geht das auch!

Zu der Zeit als früher die Blätter in den Alleen trieben, toben heute die Laubbläser. Ich wandere lieber im Wald!


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RE: Dies und das für jeden was

#35 von petias , 31.10.2020 08:55

Ärger

Es gibt so viele Gründe sich zu ärgern. Wenn ich an Trump denke, oder an Johnson, an Orban, Erdogan, Putin und wie sie alle heißen, dann ärgere ich mich über ihre treudoofen Unterstützer. Sie selber können nichts dafür. Machtgeile Egomanen wird es immer geben, aber nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!

Auch im persönlichen Alltag lassen sich genügend Gründe finden sich zu ärgern!

Aber Ärger ist kontraproduktiv. Er hilft nicht weiter. Schaden tut er nur dem Ärgerer selber.

Gestern bin ich auf ein Wort von Nelson Mandela (Friedensnobelpreisträger) gestoßen, der das, wie ich spontan fand, trefflich formuliert hat:

"Sich zu ärgern gleicht dem Trinken von Gift und dann zu hoffen, es würde deine Feinde töten."


Gut, das mit dem Töten liegt mir bei allem Ärger fern. Vielleicht sollte man es eher so formulieren:

"Sich zu ärgern gleicht dem Trinken von Gift und dann zu hoffen, es würde den treffen, über den man sich ärgert".

Sinnvoll in diesem Zusammenhang ist das Ärgern nur, wenn man sich über sich selbst ärgert. Dann trifft das Gift zumindest den Adressaten. Aber so richtig geholfen ist damit niemand.

Aber wenn aus dem spontanem Ärger, der oft nicht zu verhindern ist, konkrete Handlungen folgen - nach reichlicher Überlegung -, die geeignet sind, den Grund des Ärgers abzustellen, dann hat er, wie alles in unserem Leben, auch seinen Sinn!

So oder so, die Aufforderung

"Mensch ärgere Dich nicht"

ist leichter ausgesprochen als ausgeführt, was das Spiel entsprechenden Titels beweist. Aber man kann lernen, mit Ärger geschickter umzugehen.

Ich wünsche ein Wochenende mit wenig Ärger!


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RE: Dies und das für jeden was

#36 von petias , 02.11.2020 08:12

Zur Wahl in den USA

"Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen" (George Bernhard Shaw)

"Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber." (Berthold Brecht)

Im Demokratie-Index des britischen Magazins "Economist" liegen die USA als "unvollständige Demokratie" auf dem 25. Platz ihrer Weltrangliste,

Ein besonderes Problem ist dabei das Wahlsystem. Da kann ein Kandidat (z.B. Hilary Clinton, Al Gore) bei weitem die meisten Stimmen erhalten, aber aufgrund des Wahlleute- Systems trotzdem die Wahl verlieren.
Das zwei Parteien System verhindert, dass Minderheiten angemessen repräsentiert werden.
Der Wähler hat nur die Wahl zwischen zwei Personen.
Die Machtfülle des Präsidenten ist enorm. Trump beweist, dass es ihm mehr und mehr gelingt, Kontrollmechanismen auszuhebeln und demokratische Gremien zu beschädigen.
Vom Präsidenten vorgeschlagenen oberste Bundesrichter, auf Lebenszeit gewählt, haben mit der Unabhängigkeit der Justiz und Demokratie nicht mehr viel zu tun.

Aber trotz alledem: Wenn Trump diese Wahl gewinnen sollte, hätte sich das amerikanische Volk als eine Herde "dümmster Kälber" offenbart. Erschreckend nur, dass dies eine nationale Wahl ist, die sich massiv auch international auswirkt. Ein Leugner des Klimawandels, ein rigoroser Nationalist (America First) ein notorischer Lügner, ein hoffnungsloser Egomane, ein Polarisierer und Spalter, wann immer er den Mund aufmacht oder zum Handy greift um einen seiner unseligen Tweeds abzusetzen als machtstrotzender Führer der bisherigen Führungsmacht der zumindest westlichen Welt ist schlichtweg ein Alptraum!

Aber noch habe ich das Vertrauen in die Amerikaner nicht verloren. Vielleicht überraschen sie uns mit einem überzeugendem Wähler- Votum, dem selbst Trump nichts mehr entgegenzusetzen hat. Und sollte er die Wahl anfechten, und die Entscheidung vor dem obersten Gericht landen, vielleicht retten auch die sechs von neun implementierten republikanischen Bundesrichter/innen die Ehre Amerikas!

Ich will es uns allen wünschen!


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RE: Dies und das für jeden was

#37 von petias , 06.11.2020 10:32

Der Winter lässt grüßen

Gestern und heute hatte es beim Zubettgehen und beim Aufstehen 1 Grad Celsius in meiner Schlafhütte. Mit zwei Wärmflaschen unter den zwei Decken und einer Schlafmütze auf dem kahlen Haupt ist das kein Problem.
Sinken die Temperaturen unter Null, behalte ich mir vor, meine beiden Infrarot- Paneele zu aktivieren.
Aber das ist nur hilfreich, schaltet man sie so eine Stunde vor dem Zubettgehen ein und beim Zubettgehen wieder aus. Kommts ganz dicke, kann ich sie auch ein Weilchen vor dem Aufstehen einschalten.
Aber dazu muss meine Hüttenstromversorgung unten im Haus eingesteckt sein. Das ist sie nur selten, nur bei Bedarf. Elektrische Felder sind nicht gerade gesundheitsförderlich. Und ich brauche nur selten Strom. Besonders, wenn irgendwo auf dem Grundstück ein Elektrowerkzeug eingesetzt wird, und die Kabeltrommeln nicht genug Kabel abrollen, so dass die Leitung bis zum Haus reichen würde,

Die Wasserbehälter frieren oberflächlich bereits zu. Noch kann man die Eisschicht leicht durchbrechen.
Aber dieser Tage müssen die Behälter - zusammen ca. 3000 Liter Fassungsvermögen - entleert und winterfest gemacht werden. Die Dachrinnen müssen von den Sammelbehältern abgekoppelt werden.

Der Ofen brennt bereits wieder jeden Tag, zumindest für ein paar Stunden. Der Blick auf die überreichen Holzvorräte gibt ein gutes Gefühl!

Die Ernte, bis auf die winterharten Gemüse wie Grünkohl, Lauch und Rosenkohl (letzterer ist diese Jahr nichts geworden) ist eingelagert. Die letzten Tomaten reifen noch nach. Die Gefriertruhe ist randvoll und die Vorratskeller gut gefüllt.
Ein paar Kilo (Pseudo-)Getreide wie Buchweizen und Einkorn muss ich noch beim Biohändler bestellen (die diesjährigen Getreide- Anbauversuche sind vor allem wegen der Trockenheit denke ich, gescheitert) und ein paar Flaschen Öl, dann kann der Winter kommen!
Apropos Öl, der Anbau von Ölpflanzen und die Gewinnung von Öl daraus ist auch noch ein Thema für die nächsten Jahre. Spannend!

Meine Ausflüge in das harte Baugeschäft sind derzeit unterbrochen. Ich wurde beim Ausschachten eines Grabens hinter dem Bagger her zweimal an einem Tag bis zur Hüfte verschüttet. Die Erde hat mich an die Rolle der Wasserleitung neben mir gedrückt. Ich kann kaum laufen, vor Quetschungen und blauen Flecken.
Vielleicht bin ich für diesen Blödsinn doch schon zu alt??
Zumindest ist das Alter eine gute Ausrede, sich was besseres zu suchen.

So oder so, bald kommt der Winter. Da ruht der Bau. Und im Frühjahr habe ich besseres zu tun.
der übernächste Winter kommt auch bestimmt!


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RE: Dies und das für jeden was

#38 von petias , 07.11.2020 20:08

Ein guter Tag

Ein richtig schöner sonniger Herbsttag! Meinen gequetschten Beinen geht es deutlich besser. Okay und ich haben weiter an der Zisterne gebaut. Die Schafe sind äußerst zufrieden über ihr neues Stück Weide.
Die Katzen schlichen um die Zisterne und uns. Jetzt sind sie satt. und räkeln sich am warmen Ofen.

Die Angelika hat sich für morgen mit den Hunden zum Spaziergang angesagt. Hundefutter und ihr Lieblingssekt stehen bereit.

Biden hat gewonnen - Trump will es nicht akzeptieren! Aber selbst FOX- News hat "Sleepy Joe Biden" zum Sieger erklärt. Sogar mehr und mehr Republikaner finden Trump peinlich. Der Charakter zeigt sich in der Niederlage.
Ich bin mir fast sicher, dass er vor den Gerichten keinen Erfolg haben wird. Die Checks and Balances greifen, zuletzt. Gut zu hören!
Biden hat bereits über 4 Millionen Stimmen mehr als Trump. Aber der hat auch 70 Millionen. Peinlich, peinlich!

Bayern führt in Dortmund und ist Tabellenführer der Fußball - Bundesliga mit zwei Punkten Vorsprung.
Wenn das so bleibt, war es ein richtig schöner Tag.
Wenn nicht - trotzdem!
Ich wünsche einen harmonischen Sonntag!


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RE: Dies und das für jeden was

#39 von petias , 08.11.2020 10:34

Feierabendgebet auf dem Bau

Die Uhr schlägt endlich vier
Prost, Feierabendbier!
Wir danken Dir für diesen Tag
und was er uns noch bringen mag.
Haben wir auch nicht viel gemacht,
der Arbeitstag, der ist vollbracht.
Was ganz besonders uns entzückt
der Zahltag wieder näher rückt!
Mäßig Arbeit, reichlich Lohn
Dank' Dir Gott und Deinem Sohn!


Mein kürzlicher Ausflug in die Plackerei auf dem Bau hat mich an meinen ersten Ferienjob im Alter von 16 Jahren erinnert. Ich hatte 4,50 DM die Stunde verdient. Das war damals viel Geld für einen Schüler! Es war einfacher Häuserbau.

Da gab es einen Kollegen, der hat jeden Tag zum Feierabend einen Spruch abgelassen.

"Wir danken Dir für diesen Tag..."
und
"Und haben wir auch nicht viel gemacht - so haben wir doch den Tag verbracht!"

Genauer kann ich mich nach 52 Jahren nicht mehr daran erinnern.

Die Erinnerung daran hat mich zu dem "Feierabendgebet" inspiriert!


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RE: Dies und das für jeden was

#40 von petias , 09.11.2020 09:48

Die Wissenschaft hat festgestellt...

Lieber Herr Ganselmann,
da wir im selben Stadtviertel wohnen und uns immer wieder auf Veranstaltungen zum Thema "Gesundheit" begegnen, dachte ich, Sie wären vielleicht aufgeschlossen für meinen Vorschlag.
Vermutlich wissen Sie es:
Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Menschen, die bis ins hohe Alter mit einem Partner zusammen sind, länger und gesünder leben als Singles.
Nun sind wir beide alleinstehend und offensichtlich an Gesundheitsthemen und daraus folgend an einem langen glücklichen Leben interessiert. Wir haben beide eine schöne Wohnung und eine auskömmliche Rente, treiben in Maßen Sport und bemühen uns um eine gesunde Lebensweise. Alles was uns noch fehlt ist ein Partner.
Um uns in diesem offenen Punkt weiter zu bringen, möchte ich Sie in die Operette "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing einladen, die nächsten Samstag im Opernhaus aufgeführt wird. Die Eintrittskarte lege ich bei.
Ich möchte Ihnen vorschlagen, dass Sie mich um 19:30 Uhr bei mir zuhause abholen und mich anschließend an den Operettenabend zum Essen ausführen. Die Wahl des Restaurants überlasse ich Ihnen.
Verzeihen sie meine Initiative. In der Welt, in der wir beide groß geworden sind ist ein solcher erster Schritt normalerweise dem Mann zugedacht. Aber wir sind nicht mehr die Jüngsten und ich wollte keine weitere Zeit verlieren.
In freudiger Erwartung ihrer Antwort verbleibe ich Ihre

Giesela Morgenrot




Liebe Frau Morgenrot,
alle Achtung, für Ihre Initiative! Aber wenn Sie sich in die traditionell männliche Domäne des ersten Schrittes bei der Partnerwahl vorwagen, was ich sehr begrüße, kann ich es Ihnen nicht ersparen, gleich die Schattenseiten dieser Rolle erleben zu müssen: Ich bin nicht interessiert!
"Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Fett enthält...". Sicher kennen Sie dieses Kinderlied.
Ich denke, auf die von Ihnen zitierte wissenschaftliche Aussage lohnt sich ein zweiter Blick.

Wenn ein Paar gemeinsam die Klippen des Lebens umschifft, Kinder großgezogen und ins Leben entlassen hat, also das Leben gemeistert und dann im Alter immer noch gerne zusammenbleibt, dann beweisen die Partner damit eine enorme Ausdauer, Beständigkeit und Stresstoleranz. Und - eine gewisse Gelassenheit, denn wer das alles gesund durchlaufen hat, ist so leicht nicht umzubringen und hat gute Chancen älter zu werden als jemand, der immer wieder an Konflikten scheitert, weil er sie nicht aushält.

Wir beide haben eine ganze Reihe von Beziehungen hinter uns ich zudem eine Ehe, bei Ihnen sind es deren zwei. Meine Tochter hat den Kontakt zu mir abgebrochen. Ihr Sohn meldet sich nur ab und an, wenn er in Schwierigkeiten steckt, haben Sie mir erzählt.

Ich halte es nicht für lebensverlängernd, wenn wir uns nochmal einen Beziehungsversuch antun, bei all der Unfähigkeit, die wir beide in dieser Hinsicht bewiesen haben.

Im Gegenteil, ich persönlich habe das Gefühl eine weitere gescheiterte Beziehung nicht überleben zu können.

Übrigens: Die Gattung "Komische Oper" ist nicht meine bevorzugte Kunstrichtung.
Verzeihen Sie mir, gnädige Frau Morgenrot, alleine die Vorstellung zwei Stunden ihr Parfüm einatmen zu müssen und ihre Worte aus ihren künstlich knallrot gefärbten Lippen sprechen zu hören verkürzt mein Leben um Wochen!

Entschuldigen Sie bitte meine Offenheit. Aber wie Sie richtig geschrieben haben: wir haben keine Zeit mehr zu verschenken!

Ich möchte Ihnen raten, es mit einem Zitat von Voltaire zu versuchen:
Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller)

Mit vorzüglicher Hochachtung

Arthur Ganselmann

PS: Beiliegend die Opernkarte


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RE: Dies und das für jeden was

#41 von petias , 17.11.2020 19:41

Der Sommer macht Überstunden - Da kann ich mich nicht lumpen lassen

Es waren geschäftige Tage. Gestern und heute war es diesig und nieselig und nebeleig. Da komme ich endlich mal wieder zum Schreiben.
Mein Baujob hatte nochmal richtig Konjunktur. Pünktlich zum Freitag den 13. wurden wir fertig mit dem Verlegen der Zu- und Abwasserleitungen für das künftige Mietshaus, das aus dem ehemaligen Bahnhof in Schmiedefeld entsteht.
Als ich, endlich nach Hause gekommen, meine verdreckten Arbeitsklamotten in meine kleine chinesische Waschmaschine steckte, wusch ich mein Händi mit. Nur 5 Minuten lang, aber es war definitiv hinüber.
Ich habe dann mal eine Bestellung beim Universum aufgegeben, dass ich ein anderes brauche, sonst bin ich abgeschnitten von der Welt. Soweit ist es schon!
Der Okay gab mir dann auch prompt das alte Händi vom Niko, das er ihm überlassen hatte, weil seines noch älter ist und schon einige Mucken hat.

Also eine Leihgabe auf Zeit. Die Bestellung beim Universum steht darum immer noch! Es müssen unzählige alte Händis irgendwo rumliegen!

Am Samstag haben wir dann die vier Stützsäulen für die Einstiegsluke der Zisterne gebastelt. Mittlerweile sind sie ausgehärtet und machen einen sehr soliden Eindruck. Wer weiß, wenn der Winter noch auf sich warten lässt, vielleicht gehrt da noch was vorwärts. Im Frühjahr soll das Ding gefüllt werden, damit im Sommer genug Gießwasser zur Verfügung steht.

Die Schafe wollten neue Weide, Briefe wollten geschrieben und verschickt werden und noch so manches.

Und endlich kam ich zum zweiten Kapitel der NWO- Reihe. Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht. Ich schaue mir beim Schreiben zu und weiß selber noch nicht so recht, wo das genau hinläuft. Aber ich habe da so eine Ahnung...

In der Pause habe ich alle Leser verloren. Bin gespannt, ob der eine oder die andere zurückkommt?


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RE: Dies und das für jeden was

#42 von petias , 24.11.2020 09:05

In einem Monat ist Weihnachten

Ich neige dazu am 24. eines jeden Monats, auch schon im Januar anzumerken, wie viele Monate es noch bis Weihnachten sind. Das kommt aus der Zeit meiner Partnerschaft mit einer ausgesprochenen Weihnachtsliebhaberin. Die Weihnachtsvorbereitungen beginnen spätestens Anfang November und die Lichter aus den Fenstern und der nadellose Petterson und Findus Weihnachtsbaum verschwinden nicht vor Ostern auf dem Speicher.
Aber an diesem 24.11. bin ich da in zahlreicher Gesellschaft. Tatsächlich rückt dieses Konsum- und Stimmungsfest schon bedrohlich nahe. Zumindest hat man dieses Jahr gute Gründe mit Hinweis auf die pandemische Lage Treffen abzusagen, um die man sonst kaum herumgekommen wäre. So nähre ich derzeit die Hoffnung, mal wieder ein Weihnachtsfest mit einem ausgiebigen stundenlangen Waldspaziergang zu zelebrieren. Dabei mag ich es besonders in der Abenddämmerung vom Waldrand aus auf nahegelegene Häuser und Gehöfte zu blicken wenn die Lichter angehen und es da feierlich wird.

Am Sonntag ist der erste Advent. Spurlos geht das auch an mir nicht vorbei. So hat oben erwähnter Weihnachtsfan just zu dieser Zeit Geburtstag und ich habe mir angewöhnt, ihr ein Früchtebrot zu schicken.
Mein Sohn hat mich gebeten ihn bei der Zusammenstellung, Herstellung und Zustellung eines "originellen" Adventskalenders für seine Freundin zu unterstützen. Ja, Weihnachten das Fest der Dinge. Liebe die man empfindet und Bedeutung, die man für jemanden hat wird oft direkt an dem Wert der Geschenke gemessen.

Das italienische Radionetz "Maria" beschallt indessen sein 1,5 Millionen starkes Publikum mit kruden Verschwörungsbehauptungen. Radiodirektor Pater Livio Fanzaga erklärt seinen treuen Zuhörern, wie es zur Covid-19 Pandemie kommen konnte:

"Für mich ist diese Epidemie ein kriminelles Projekt, das von den weltweiten Eliten vorangetrieben wird. Um eine Welt ohne Gott zu schaffen."

Ob Trump nicht wiedergewählt wird oder der Kirche die Gläubigen davonlaufen: schuld ist eine weltweite Verschwörung finstere Elemente hinter der letztendlich der Teufel steckt. Schade, dass das mit den Hexen nicht mehr so gut funktioniert.
Dem Vatikan ist es gelinde peinlich, aber da der Radiosender über einen Haushalt von 20 Millionen Spenden verfügt und bereits 70 Immobilien von seinen meist älteren treuen Zuhörern erben konnte, zuckt man da nur die Achseln. Die jahrtausendealten Bereicherungsmethoden der katholischen Kirche funktionieren. Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!

Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit. Und lassen wir uns überraschen, wer denn da wohl ankommen wird.


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RE: Dies und das für jeden was

#43 von petias , 25.11.2020 20:08

Ein Tag ohne Telefon und Internet

1&1 und Vodafone hatten in der Gegend um den Lichthügel herum ein Problem. Von gestern Abend 18 Uhr bis heute um ca. 17 Uhr war der DSL - Anschluss tot. Kein Schreiben im Netz. Da habe ich gestern Abend bis zwei Uhr Nachts ein Buch gelesen. Das war auch mal wieder schön. Heute um 10 Uhr kam schon die Sonne raus. Da konnte wir in Ruhe mit den gestern beschafften Brettern die Decke der Zisterne einschalen.

Den nächsten NWO- Beitrag gibt es morgen. Kommentare, Kritik und Anregungen wären mir hoch willkommen.


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RE: Dies und das für jeden was

#44 von petias , 29.11.2020 11:21

Der Lichthügel Ende November

Okay und ich, nutzen das ruhige Spätherbstwetter noch zu einigen Außenarbeiten. So haben wir es Freitag mit dem letzten Tageslicht geschafft, die Decke unserer Zisterne zu betonieren. Gut 70 Säcke Beton haben wir verbaut. Von 11 bis 17 Uhr. Das war nicht schlecht. Das Wichtigste und Aufwendigste ist damit geschafft. Im Frühjahr, oder wann immer die Temperaturen zuverlässig in den positiven Bereich steigen, muss der Innenraum noch mit einem Dichtschlamm verputzt werden. Dann ist die Zisterne bereit und kann ca. 7000 Liter Regenwasser aufnehmen. Zusammen mit den ca. 3000 Liter fassenden Regensammlern an den Dächern, gibt uns das mit 10000 Litern Regenwasservorräten eine gute Position im Falle von Trockenzeiten, mit denen offensichtlich mehr und mehr gerechnet werden muss.

Die Schafe verbringen die hellen und teils sonnigen Stunden von 10 bis 16:30 Uhr auf der oberen Weide. Die liegt über dem Feldweg und hat keinen Zugang zum Stall. Wir haben vor Kurzem einen Unterstand unter Bäumen gebaut, damit sie sich bei Bedarf vor Wind und Regen schützen können. Dürfen sie zurück, so ist im Stall bereits angerichtet. Erwartungsfroh laufen sie die paar hundert Meter und stürzen sich auf die Köstlichkeiten. Das Heu aus dem Sommer kommt jetzt gut an!
Während der restlichen Zeit bewegen sie sich auf einer unteren Weide, die schon nicht mehr so viel Futter bietet. Aber dafür gibt Zugang zu Heu im Stall.

Vom Lockdown merke ich nichts. Ich habe es mir angewöhnt nur noch einmal die Woche Einkaufen bzw. zur Post zu gehen. (Die Post ist bei uns im Supermarkt) Dabei trage ich eine FFP2 Maske ohne Ventil. Das schütz mich und andere gleichermaßen vor Ansteckung und ist mein Beitrag zum Schutz Gefährdeter und Entlastung des Medizinsystems. Ob das wirklich effektiv ist, interessiert mich nur mäßig. Wenn es nützt, ist es gut, wenn nicht, nicht so schlimm.
Unser Nachbarlandkreis Hilburghausen ist mit über 600 Infizierten pro 7 Tagen bei 100000 Einwohnern deutschlandweit der Hotspot Nummer eins. Auch bei uns im Landkreis Sonneberg ist die Infiziertenquote ähnlich hoch wie in Bayern, teils höher und liegt bei knapp 200 Infizierte pro 7 Tagen bei 100000 Einwohnern.

Unabhängig vom Maskentragen einmal die Woche für 15 Minuten merke ich nichts davon. Dass ein paar Feste ausfallen und weitgehend Weihnachten, ist mir z.Z. ganz recht.

Am Montag hat Freundin U. zum Beschneiden einer rieseigen Birke geblasen. Eine extra lange Leiter wurde von einem Handwerker besorgt. Danach, denke ich, schalten wir in den Wintermodus. Ich hoffe es bleibt mehr Zeit zum Schreiben und Lesen.


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RE: Dies und das für jeden was

#45 von petias , 01.12.2020 14:00

Emailverkehr mit R.

Lieber P.,

freut mich, daß Dir meine Auskunft so geholfen hat!

Naja, schaumamoi, wann der Spuk vorbei ist und was das für wirtschaftliche
Folgen haben wird. Und wie's dann mit Bahnfahren ausschaut.

Ich glaub, daß der Lockdown noch länger dauern wird. So schnell ist das nicht
vorbei. Es muß alles zusammenkrachen.

Wie schauts denn bei euch mit Impfstoff aus?

Und tut Dich der N. hie und da noch mit Infos und Bekehrungsversuchen
“belästigen“?

Wußtest Du eigentlich, daß es Corona-Bier gibt? Wenn ich ein Bier-Fan wäre,
würde ich das jetzt erst recht saufen.

LG R.


Liebe R.,
die Info, dass die von mir gesuchte Straße "Heldenallee" heißt und die Bäume Linden sind, hat mir für meine Geschichte sehr geholfen. Den Rest konnte ich recherchieren, danke!

Bei uns in Thüringen schauts mit dem Impfstoff aus wie überall in der BRD bzw.in der EU. Impfstoffe gegen SarsCov2 werden europaweit zugelassen. Bisher gibt es einen Antrag für einen Impfstoff: Moderna! Weitere Anträge stehen kurz bevor. Z.B. von BioNTech und Pfizer.
Mit den ersten Genehmigungen wird in den nächsten Wochen gerechnet. Da die Entwickler bereits auf Teufel komm raus produzieren, stehen die ersten paar Millionen Dosen dann auch bald zur Verfügung.
Impfzentren werden derzeit in allen Landkreisen und größeren Städten aufgebaut. Das Impfen dürfte noch vor Weihnachten beginnen. Aber zunächst nur an ausgewählten Risikopatienten, die zu einer Impfung eingeladen werden. Von sich aus kann man sich noch nicht impfen lassen. Es reißen sich weit mehr drum, als am Anfang Impfstoff zur Verfügung steht.
Da aber Deutschland sich 300 Millionen Impfdosen gesichert hat, und wir 83 Millionen Einwohner haben und jeder zweimal geimpft werden muss, damit es (vielleicht) wirkt, ist genug für alle da. Und ein paar, bis zu 30 Prozent, lassen sich wohl nicht impfen. Wir beide gehören da dazu!

Das Impfen wird, da bin ich sicher, rechtlich freiwillig bleiben. Allerdings haben bereits die ersten Airlines angekündigt, künftig nur geimpfte Passagiere zu befördern. Das könnte weiter um sich greifen, z.B. bei Veranstaltungen, die damit wieder möglich würden etc. So kann ein großer Druck darauf entstehen, dass man sich impfen lässt. Krankenhauspersonal, Altenpfleger, Prostituierte etc., alle die professionellen Kontakt mit Menschen, besonders Risikogruppen haben, werden sich unter dem Stichwort "Solidarität" rechtfertigen müssen, wenn sie sich nicht impfen lassen wollen.

Mich betrifft das kaum. Ich fliege nicht, schon der Umwelt und des Klimas wegen. In den letzten vier Jahren ging ich drei mal auf Großveranstaltungen. Zweimal auf das Country- Festival am Bergsee Ratscher und einmal zum Tanzfest in Rudolstadt. Das war schön. Aber wenn es nicht sein soll, so ist das auch nicht weiter schlimm.
Das Leben auf dem Lichthügel und die Wanderungen und Radtouren in unserer schönen Gegend nimmt mir keiner.

Es steht zu erwarten, dass versucht werden wird, von selbsternannten "Querdenkern" - den meisten von denen würde ich allerdings raten es erst mal mit dem Geradeausdenken zu versuchen, bevor sie sich an die hohen Kunst des "Querdenkens" wagen, dann käme auch Sinnvolleres dabei raus - die Impfaktion zu stören um damit Leute zu verunsichern und die Impfbereitschaft zu senken. So gab es vor einigen Jahren in Japan eine Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs bei Frauen. Fast alle wollten sich impfen lassen und das hätte angeblich jährlich tausende Tote verhindern können. Aber dann tauchte ein Video im Internet auf, das eine junge Frau zeigte, die sich angeblich unter furchtbaren Schmerzen wand, als Folge von dieser Impfung. Obwohl die Szene ganz klar als Fake entlarvt wurde, ging die Impfbereitschaft für diese japanische Impfaktion gegen Null. Mit sowas rechne ich auch bei uns.

Jetzt kann es sehr gut sein, dass wirklich Komplikationen auftreten. Die Impfstoffe, die demnächst zugelassen werden (in Sachen SarsCov2) wurden in Rekordzeit auf den Markt geworfen. Man kann nichts über mittelfristig oder gar langfristig auftretende Nebenwirkungen aussagen.

Die meisten der Tests arbeiten nach einem neuen genetischen Verfahren, RNA basiert, das schnell entwickelt werden kann und schnell in Massen hergestellt werden kann. Dabei werden Teile der DNA des Coronavirus mit Aktivator in den Muskel injiziert. Das veranlasst Körperzellen die DNA zu produzieren. Für den Körper ist das so, als ob ein Virus das dem Coronavirus ähnlich ist, sich ausbreitet. Er entwickelt Abwehrstoffe. Kommt dann das echte Virus, so kann damit die Gensequenz die schon bekannt ist bekämpft werden. Die betrifft die "Saugnäpfe" des Virus. Die Körperabwehr zerstört die "Saugnäpfe" von SarsCov2 und der kann damit nicht mehr andocken und sich also nicht weiter verbreiten. Der Impfstoff ist im Grunde ein Genmanipulator. Zwar gilt als gesichert, dass damit nicht die menschliche DNA verändert wird, aber es werden Zellen umgedreht, um das DNA- Bruchstück des Virus zu erzeugen. Ganz sicher ist es nicht, dass da nicht auch z.B. Gehirnzellen dabei sind...

Alles mit heißer Nadel gestrickt!

Treten Probleme auf, so ist es möglicherweise schwer zu entscheiden, ob News oder Fake- News. Ob Fakt oder "alternatives" Fakt. Ich halte es nicht für undenkbar, dass ein echtes Problem zum Fake erklärt wird und nicht die Beachtung findet, die es verdient.

Weiterhin ist derzeit einfach nicht bekannt, ob geimpfte in hohem Prozentsatz zwar nicht krank werden, aber trotzdem Überträger des Virus sein können.
Also: jemand lässt sich impfen, wird zu 90% oder so nicht krank kann aber den Virus weiter verbreiten. Solange das nicht geklärt ist, wird der Impfstoff nicht den Maskenzwang beenden also müssen auch Geimpfte weiter Maske tragen und sich an die Abstandsregeln halten.

Ich höre Dich schon sagen, was kümmerts dich, du bist doch eh gegen das Impfen.
Nein, ich bin nicht aus Prinzip gegen das Impfen. Impfstoffe sind Medikamente. Medikamenten stehe ich äußerst zurückhaltend gegenüber. Aber vor die Wahl gestellt: Medikament oder Tod oder schweres Leiden, wähle ich dann doch das Medikament.

Allerdings sollte man das nicht leichtfertig und überstürzt tun.

Z.B.: Ich bin seit ich denken kann gegen die leichtfertige Einnahme von Antibiotika. Deren übermäßige Verwendung, sogar im Tierfutter, ist mit ein Grund, warum gegen multiresistente Keime oft kein Mittel mehr gewachsen ist. Als ich voriges Jahr mich von meiner Zahnärztin überreden lies mir einen Weisheitszahn ziehen zu lassen - im Hochsommer - ging das schief. Ich musste zum Kieferchirurgen, bekam eine Entzündung. Ich wollte auch da erst keine Antibiotika nehmen. Aber mit dem Hinweis, der Herd (Zahn) sei dem Gehirn so nahe, dass sich die Infektion da hin verlagern und ich einen Gehirnschaden davon tragen könnte, haben sie mich dann doch gekriegt. Schlimmer als was ich mir sonst so vorstellen kann, wäre ein Dachschaden. (Auch wenn es ernst zu nehmende Meinungen gibt, die überzeugend darlegen, ich hätte längst einen!)

Das Coronavirus halte ich nicht für sehr bedrohlich. Ein einigermaßen gesunder Mensch wird in aller Regel damit fertig. Allerdings gilt ca. ein Drittel der deutschen Bevölkerung als Risikogruppe. Ich rechne mich eigentlich nicht dazu, obwohl ich mir nicht so sicher bin. Wer weiß das schon ganz genau? Schließlich bin ich fast 70!

Ich bin also gerne bereit zur Solidarität, um die Gefährdeten zu schützen und dazu beizutragen, dass das Medizinsystem nicht überlastet wird. Maskentragen, Kontaktbeschränkungen: gerne. Das tut mir nicht weh, da kann ich mithelfen. Aber als Versuchskaninchen für ein neues Medikament zu dienen, dafür bin ich mir zu schade. Was das anbelangt, sollen mal die Risikogruppen selber solidarisch sein und abwägen was größer ist: die Angst vor der Krankheit oder die Angst vor den Nebenwirkungen des Impfstoffes. Ich trage gerne weiter Maske, aber irgendwelche Gensequenzen aus dem Versuchslabor in meinem Körper? Nein danke!

Aber es muss mit rechten Dingen zugehen. Die Abwägung der Risiken kann nur funktionieren, wenn die Risiken bekannt sind. Gefälschte Fakten sind eine bodenlose Menscherei! (Die Schweine können da nichts dafür!)

Der N. versorgt mich ab und an mit Aufklärungsliteratur, die ich dankend ablehne. Aber sonst verstehen wir uns gut.

Vom Corona- Bier habe ich noch nichts gehört, aber neulich sah ich an einem Eisstand die Sorte "Corona" - Eis angepriesen. Ist halt ein Werbregag!

Bleib guten Mutes

P.


petias  
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zuletzt bearbeitet 01.12.2020 | Top

   

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