RE: Dies und das, für jeden was

#286 von petias , 20.09.2023 23:59

Weltkindertag

Heute ist Weltkindertag. In Thüringen ist das sogar ein Feiertag. Die Geschäfte sind zu, die öffentlichen Verkehrsmittel laufen auf Sonntagsfahrplan die meisten Angestellten haben frei, nur nicht die Holz- Verramscher, die gönnen sich keine Pause.

Der diesjährige Weltkindertag am 20. September steht unter dem Motto „Jedes Kind braucht eine Zukunft!“. UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk fordern mit diesem Motto ein stärkeres politisches Engagement für eine bessere und gerechtere Zukunft junger Menschen. Zur Halbzeit bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung appellieren wir gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, das globale Versprechen einzuhalten, kein Kind zurückzulassen.

Seit 2019 wurde der Weltkindertag am 20. September in Thüringer zum gesetzlicher Feiertag. Es gehe darum, Kinder als Zukunft der Gesellschaft zu würdigen und Familien angesichts der Arbeitsverdichtung einen zusätzlichen freien Tag mit ihren Kindern zu ermöglichen ist die Begründung.

Ich habe die Familie meines Sohnes in Steinheid besucht und die Holzversorgung für den Winter unterstützt (durch fällen dürrer Bäume auf dem Grundstück) und durch einen ausgedehnten Spaziergang mit meinem Enkel Oli.

Was der Oli mit seinen 1,5 Jahren noch nicht wissen kann, die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder hängt ganz entscheidend davon ab, wie wir uns jetzt und künftig zu Klimawandel und Umweltzerstörung verhalten und zum Umgang mit Despoten. Mir graut schon etwas vor dem Tag, wenn er mich danach fragen wird. Was sagt ihr euren Enkeln?


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RE: Dies und das, für jeden was

#287 von petias , 26.09.2023 10:51

Ein Wochenende der Feste

Samstag
Ich war zu einem Kulturfest in Schalkau eingeladen. Musiker würden auftreten und Literaten des Südthüringer Literaturvereins würden aus ihren Werken vorlesen. Thema Reise mit ungewöhnlichen Erlebnissen. Ich war als Gastleser ebenfalls eingeladen.
Am Samstag Morgen stand ich eine Stunde früher auf und machte mich daran eine wahre Geschichte aus meinem Leben aufzuschreiben.

Dann waren sie nicht von American Express ...

Gegen 14 Uhr war ich dann halbwegs zufrieden. (Solche Geschichten leben noch eine Weile, denn mit etwas Abstand draufgesehen fällt mir manches Verbesserungswürdige und Ergänzungsfordernde oder Streichungsnötige ein.)
Jetzt war es auch schon Zeit für den Aufbruch. Ich fuhr mit dem Fahrrad nach Steinheid zur Geli und dann mit ihr mit dem Auto nach Schalkau.

Im Innenhof des Anwesens war eine Zeltstadt errichtet worden die vorhandene Räumlichkeiten und den beleuchteten Garten zu einer wahren Partylandschaft komponierten. Essen gab es reichlich, um nicht zu sagen im Überfluss.

Meine Geschichte war viel zu lange. Die anderen trugen öfter kürzere Sachen vor. Ich sollte daher meine Geschichte auf drei Teile aufteilen. Es kam dann nur zu zwei Teilen, einen kürzeren und einen längeren. Entweder wollte das Publikum es schnell hinter sich bringen oder die Geschichte war dann doch spannend genug, um sie gleich bis zum Ende hören zu wollen.
Sollte ich wieder eingeladen werden, werde ich mich auch mit publikumsfreundlicheren Sehrkurzgeschichten begnügen.
Die meisten der anderen Beiträge hielten sich nicht oder kaum an das Thema Reise waren aber durchweg hörenswert und bereichernd. Ein Poetry-Slam war dabei und die Beschreibung einer Therapeutensitzung für Schutzengel auf (sexuellen) Abwegen.




ein paar der Literaten

Die Zeltlandschaft mit aufblasbaren Stützen des Gastgebers

Die literarischen Ergüsse wechselten sich mit musikalischen Vorträgen ab. Ein junger Gitarrist trug klassische Stücke sehr eindrucksvoll vor. Der Gastgeber, ein Profimusiker, beschränkte sich auf die Begleitung und Unterstützung der Gastkünstler.

Gegen 21 Uhr brachen Geli und ich wieder auf. Die Hunde würden ungeduldig und ich wusste, dass sie recht hatte.
Ich übernachtete im Haus der Familie meines Sohnes.

Sonntag
nach ein paar Stunden mit der Familie radelte ich wieder nach Hause. Gegen 17 Uhr trafen Christian und ich unten am Festplatz ein.


Brutsack ist ein Brotsack, mit dem früher die Leute ihr Brot beim Bäcker abgeholt hatten, erzählte mir ein Mitglied des Kermse- Vereins.

Kermse ist das lokale Wort für Kirmes.


noch war nicht viel los. Der Eintritt, quittiert durch ein grünes Papierband am Arm, kostete 3 Euro.


Auf dem Dorf trifft man viele Bekannte. Einige kennt man nur vom Sehen, es gibt aber auch völlig unbekannte (zumindest für mich.


Der Tag geht, Musik und Tanz kommen.


Die Band "Abgerocked" kenne ich schon von früheren Jahren. Sie hat, was es braucht, für einen extatischen Tanzabend! Der Sonntag ist mir der liebste Tag auf der Kermse. Am Samstag waren 800 Leute da, wie die Chefin des Kermse-Vereins mehrfach stolz verkündete. Da ist für meinen meist raumgreifenden Tanzstiel einfach zu wenig Platz!













Ein voller Erfolg für den Verein. Essen und Trinken wurde von Stunde zu Stunde billiger, man wollte das Zeug los werden. Das gelang auch, bis auf ein paar Kuchenteller mit verschiedenen Kuchenstücken.
Das geringste der angebotenen kulinarischen Übel waren Käsesemmeln, von denen ich drei oder vier verzehrte. Egal: ab Montag wird gefastet!
Kermse ist doch nur einmal im Jahr!


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RE: Dies und das, für jeden was

#288 von Eule ( Gast ) , 27.09.2023 20:15

Gute Nachrichten: rund 30000 vermutlich von Verarmung bedrohte Besitzer von Eigenheimen und Elektroautos haben gestern innerhalb weniger Stunden die 300Mio.€ zur Förderung einer PV-Anlage (10200€/Nase) bei der KFW abgegriffen . Unser Steuergeld erreicht endlich mal die wirklich Bedürftigen - super!!

Eule

RE: Dies und das, für jeden was

#289 von petias , 27.09.2023 22:29

Zitat von Gast im Beitrag #288
Gute Nachrichten: rund 30000 vermutlich von Verarmung bedrohte Besitzer von Eigenheimen und Elektroautos haben gestern innerhalb weniger Stunden die 300Mio.€ zur Förderung einer PV-Anlage (10200€/Nase) bei der KFW abgegriffen . Unser Steuergeld erreicht endlich mal die wirklich Bedürftigen - super!!


Das habe ich mir auch gedacht. Ein Strom - Speicher muss auch noch dabei sein und eine Ladestation für das E-Auto. 300 Millionen für die Förderung von E-Autos und die Entlastung der viel zu wenigen öffentlichen Ladestationen. Die leer ausgegangen sind haben nächstes Jahr noch eine Chance. Da gibt es nochmal 200 Millionen. Die werden dann nur für ein paar Minuten reichen.


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RE: Dies und das, für jeden was

#290 von petias , 03.10.2023 09:40

Der Lichthügel Anfang Oktober


Die Paprikaartigen gedeihen dieses Jahr sogar außerhalb des Gewächshauses.


Die Tomaten sind noch voll dabei. Ob die Kürbisse noch was werden bis Halloween?


Eine späte Himbeersorte macht uns viel Freude. Aber wartet nur, hinter meiner Schlafhütte wächst noch eine spätere Himbeersorte. Klein, gelb und lecker wenn sie denn reif werden. Mag der Oktober golden sein.



Der Hügelbeet-Garten wird zum Hügel-Hochbeet-Garten


Gut, dass sich die Hagebutten wehren können, sonst hätten sie uns die Schafe nicht übrig gelassen. Ich trockne sie für Hagebuttentee.


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RE: Dies und das, für jeden was

#291 von petias , 16.10.2023 11:39

Der Lichthügel Mitte Oktober 2023


Was für ein Monster habe ich a aus dem Hochbeet gezogen, aber durch und durch gut!


Ei paar der Zwiebeln, die sich zwischen den Reihen der Karotten prächtig entwickelt hatten.


Die ersten Gläser für die Milchsäuregärung stehen bereit. Täglich kommen neue dazu. Heute ist das Sauerkrautfass dran.


Utes Vater hat im Keller ein schönes Apfelregal gebaut.


Der Christian lässt sich nicht Lumpen und baut bei uns auch eins!

"Herr, der Sommer war sehr groß!
...
Befiel den letzten Früchten Voll zu sein.
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage,
die letzte Süße in den schweren Wein."

aus "Herbsttag" von Rilke


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#292 von petias , 17.10.2023 09:01

Der Lichthügel Mitte Oktober 2023 - Sauerkraut

Gestern war der Sauerkrauttag. 10,5 kg geputztes Weißkraut, 6 Äpfel, 4 große Zwiebel, Wacholderbeeren, Pfefferkörner Lorbeerblätter, 150g Salz und ein Haufen Arbeit.


Das Kraut ist so wässrig, dass es kaum zusätzlichen Wassers bedarf. Große Kohlblätter und zwei halbe Stein-Scheiben dienen zum Abdecken und beschweren, damit nichts aufschwimmt und aus der Lake schaut. Gestampft wird mit einem Holzstößel und mit der Faust. In der studentischen Landkommune in den 70ern haben wir das Kraut in einem 150 Literfass mit den Füßen eingestampft. Das macht saubere Füße! Aber kleiner Mengen mindern auch das Risiko, dass was verdirbt.


Der Krauthobel leistet gute Dienste!

Heute fülle ich ein 15 Liter Kraut Fass. Ich werde noch weiter 1,5 Litergläser mit Kraut (weis und blau) und auch mit Wirsing füllen. Auch Karotten und Rote Beete kommen noch ins Milchsauerglas.
Milchsäuregärung, Trocknen und Erd-Miete sollen in ein paar Jahren auch die zweite Gefriertruhe ersetzen. So wie dieses Jahr schon die erste ersetzt wird.


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RE: Dies und das, für jeden was

#293 von petias , 23.10.2023 11:01

Sonntag (22.10.2023)

Nach Basaltraining und etwas Zeit am Laptop ging es - diesmal mit Niko und seinem Auto - wieder ins gelobte Apfelland.





Ich mag es, in Bäume zu klettern und wenn noch leckere Äpfel dabei rumkommen, erst recht!

Am Nachmittag - was für ein schöner lauer Tag - genoss ich eine ausgiebige Sonntagswanderung, die ihr Ziel um 17 Uhr bei der Kirche hatte.






Ein Event war angekündigt, selten genug für Lichte. Der Pfarrer hatte zur Kirche geladen, aber nicht zum Gottesdienst sondern zum Konzert von Anja und Andi zwei Musiker, beide mit "LEFT HAND FLAWS" also kleinen Behinderungen an ihrer jeweiligen linken Hand.

Tatsächlich war das zum ersten Mal in den 15 Jahren, in denen ich Lichte kannte, dass ich die Kirche unverschlossen fand. Sie scheint nur zu Veranstaltungen offen zu sein, und da dies normalerweise nur Gottesdienste sind und ich kein Gottesdiener bin, blieb mir bislang ihr Inneres verborgen.

Was für angenehme 1,5 Stunden. Zwei Stimmen, so rein und klar, bescheiden und unaufdringlich ohne jede Effekthascherei. Schöne Lieder, irische Folklore aber auch Lieder der Beatles, von Hubert von Goisern und vielen mehr.
Nur die Sitzheizung - anders bekommt man in der kalten Jahreszeit wohl keine Leute in die Kirche - verbrannte mir den Po. Nichts ist perfekt.
Auch die Instrumente waren erlesen. Zum ersten mal hörte ich bei den beiden Bayern eine 9 seitige Thüringer Zither.

Zitat
Wikipedia:
Ein Zupfinstrument aus der Familie der Cistern, das etwa um 1900 in Thüringen aufkam. Sie ist trotz ihres Namens keine Zither, sondern gehört vielmehr, wie alle Cistern, zu den Kastenhalslauten.


Der Eintritt war frei. Zum Ausgang stand da ein offener Instrumentenkasten, in den der Pfarrer eindringlich empfahl einen Schein zu legen. Ich hätte seiner Empfehlung nicht bedurft.
Aufgeräumt, ja beschwingt stapfe ich durch den Wald nach Hause. Ein Mitfahrangebot hatte ich ausgeschlagen. Was für ein schöner Sonntag!


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RE: Dies und das, für jeden was

#294 von petias , 24.10.2023 09:04

Dank der aufmerksamen Eule:

Zitat
> "Anja und Andi zwei Musiker, beide mit "LEFT HAND FLWS" also kleinen
> Behinderungen an ihrer jeweiligen rechten Hand."
>
> fällt Dir an dem Satz 'was auf? ;-)



Ich hoffe ihr seht es mir nach, dass ich das nachträglich berichtigt habe. Die Trunkenheit von dem schönen Abend scheint wohl der Trunkenheit mit Alkohol recht ähnlich gewesen zu sein!

Lechts und rings sollte man nicht velwechsern!


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#295 von petias , 01.11.2023 11:37

Sonntagswanderung

Ich war zur Sonntagswanderung geladen. Die Wetter App versprach einen kompletten Regentag. Ich rief am Morgen zur Sicherheit an, bevor ich mich auf den Weg machte.
"Seid ihr wirklich sicher?"
"Bei schönem Wetter kann ja jeder wandern gehen!", war die Antwort.
Na dann! ich packte eine extra Hose, extra Socken und extra Schuhe ein. Ich mag keine nassen kalten Füße!

Nur Wenige hatten abgesagt. Aber - wie befürchtet - wir fuhren mit Autos viel dichter ans Ziel als geplant und - wir wanderten durchweg auf asphaltierten Wegen (kleinen Straßen).


Wenig Sicht, alles trübe, Regenschirme, Regenponchos. Der angekündigte Frankenblick auf dieser Wanderung an der ehemaligen DDR Grenze zum Westen entlang lag hinter einem Vorhang verborgen.


Dafür gab es Pilze zuhauf. Dass es nur Fliegenpilze auf meine Bilder geschafft haben, liegt wohl daran, dass sie einfach am meisten fotogen sind!


Hin und wieder bot sich ein Unterschlupf für eine kleine Pause. Es gab mitgebrachten Eierlikör aus mit Schokolade abgedichteten Schnapsgläsern aus Eiswaffelmaterial, Kekse, Tee, Äpfel und was man sonst so in den Rucksack stecken kann.


Unvermeidlich stoßen wir auf große Mengen von Baumleichen, die für den kommerziellen Abtransport bereitliegen. Alle nur hangaufwärts vom Weg.

Auf der anderen Seite des Weges ist der Wald noch ganz passabel. Kaum zu glauben, dass er nur wenige Meter davon entfernt fast komplett "entnommen" werden musste.


Das könnte meine Zukunft sein. Eine Reise im mobilen Tiny House immer hinter den letzten Wäldern her.
Das Wort für (meine) Welt ist Wald!





Am Ziel





Plötzlich geht der Vorhang auf und der Frankenblick wird Wirklichkeit!




Die Wacht gen Westen zu DDR- Zeiten wird durch Sendeanlagen neuerer Prägung abgelöst.


Gaststubenlyrik und Stammtischweisheiten!



Als wir wieder aufbrechen, ist die Nebelsuppe wieder da. Aber der Regen hat aufgehört. Wie gut, dass die App nicht immer recht hat.


"Pfid de Lackerl!", sagt man in Bayern. Wer wird denn eine angebrochene Flasche Eierlikör mit nach Hause nehmen. Die Schnapseistütchen sind schon aufgegessen


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RE: Dies und das, für jeden was

#296 von petias , 05.11.2023 10:06

Rio Reiser - Ton Steine Scherben

Ich war gestern auf einer Rio Reiser Veranstaltung. Und zwar hatte der Rainer in Groß Neuendorf, da und von dessen Grundstück wir den Großteil unserer leckeren Äpfel von den Bäumen pflücken dürfen, eine Musikveranstaltung organisiert.

Nun, Ton Steine Scherben, die Kultband der nach 68er Linken, wurde bereits 1985 aufgelöst und Rio Reiser geboren 1950 starb 1996 im zarten Alter von 46.
Aber das deDADAduo Michael Gerlinger und Stefan Groß, spielen und performen neben Anderem seit 15 Jahren Rio Reiser Songs.
Mit dabei war Misha G. Schoeneberg, der nach eigenen Aussagen 10 Jahre Lang ein Lebensgefährte von Rio Reiser war (dessen "coming out" war 1970) Er promotet ein Buch, das er vor zwei Jahren geschrieben hat Als Wir das Wunder waren. Berlin 2021, ISBN 978-3897738843. Er hatte reichlich Exemplare dabei und bereit eins bei Erwerb zu signieren.


Michael Gerlinger
Showman, aber gut. Große Gesten facettenreiche Stimme ausdrucksstark


Stefan Groß
Ruhig und bescheiden spielte er Gitarre mit glasklarem Sound und großem Können. Sein Zimmermans- Hut und -Bart ließen nicht viel von ihm erkennen!




Misha Schoeneberg
Er bettelte stumm minutenlang in der Pause des Duos um Aufmerksamkeit. Erzählte dann ein Wenig und spielte zwei Lieder. Er wäre ein autorisierter Übersetzer für deutsch von Leonhard Cohn Liedern, erzählte er.
Bei mir sprang kein Funke zwischen uns über.

Ich fand es stark. Ein schöner Abend. Ich bin ganz stolz auf meine Gegend, die es trotz wenig zentraler Lagegelungene kulturelle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. (ihr erinnert euch an das Konzert in der Kirche kürzlich)

"Der König von Deutschland" wurde natürlich auch gespielt, aber erst als Zugabe. Rio Reiser ist so viel mehr!


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RE: Dies und das, für jeden was

#297 von petias , 01.12.2023 10:17

Da schau her, alles leer!
Seit ein paar Monaten macht die Nachricht die Runde, dass der "Nahkauf" (tatsächlich das dem Lichthügel am nächsten gelegenen Geschäft) schließt. So ganz glauben wollten es viele noch nicht, denn schon letztes Jahr hatte es das geheißen, und dann lief der Laden doch weiter. Abe als es erst 20% und schließlich 30% Rabatt auf alles verbliebenen Waren gab, keine neuen nachbestellt wurden, sich die Regale und Vitrinen leerten, da musste man sich doch mit dem Gedanken anfreunden.



Immerhin, ein Rest soll bleiben - zunächst. Die Poststelle war vom ehemaligen "Frischemarkt", unten in Wallendorf nahe Utes Blumenladen hoch gewandert in den Nahkauf. Das ist ein paar Jahre her. Die Poststelle bleibt erhalten. Gleich nebenan vom alten Nahkauf, in den Räumen einer früheren Versicherungsagentur und eines Imbiss- Restaurants, beide auch schon eine Weile zu.
Der Michi, der zuletzt den Imbiss betrieben hatte, begnügte sich notgedrungen während der Pandemie mit einem Würstelgrill draußen auf dem Parkplatz. Danach hat er den noch eine Weile weitergeführt, bis er dann ganz aufgegeben hatte.

Neben der Post bleibt auch noch der Bäckerstand, den erst die Bäckerei selbst betrieben hatte, zuletzt wurden von einer anderen Bäckerei nur noch Backwaren geliefert, die vom Nahkaufpersonal dann verkauft wurden. Auch die Metzgerei hatte sich aus dem Nahkauf zurückgezogen, was viele für den Anfang vom Ende halten.
Der Lotto & Toto Stand soll auch bleiben. Und jetzt sogar ein kleiner Rest vom "Nötigsten" in ein paar vom Markt geretteten Regalen und Vitrinen.



Ein Rückzugsgefecht? In Steinheid, wo mein Sohn mit Familie sein Haus hat, gibt es auch nur noch eine Metzgerei, die zusätzlich ein paar Nudeln und Ketchup verkauft. Die Bäckerei hatte das auch so gehalten, aber mittlerweile nur noch ein paar Stunden am Freitag und Samstag offen.

Da haben wir es doch gut. Der örtliche Baumarkt wird größer, zieht zusätzlich in die Räume des Nahkauf ein. Es gibt noch Post, Bäcker, Lotto und sogar ein paar Lebensmittel. Oben im Neuhaus ist die Post in den Baumarkt (RHG) gezogen. Ist das auch bei uns der nächste Schritt? Der Letzte macht das Licht aus?

Im Rossmann in Neuhaus gibt es bereits eine Selbstscanner Kasse, mit der Leute mit EC-Karte keine Kassiererin mehr brauchen. Wahrscheinlich ist das die Zukunft. Die Regale ordern die Waren automatisch und werden von Robotern gefüllt. Diebe werden direkt vom Robo-Cop abgeführt - nein, einfacher. Man kommt nur noch mit Chip rein und bekommt nur so viel an Waren, wie das Guthaben darauf reicht, das automatisch abgebucht wird. Leben wir nicht in aufregenden Zeiten?


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RE: Dies und das, für jeden was

#298 von petias , 02.12.2023 12:59

Kassandra-Rufe

Bei meinem Streifzug durch die Griechische Mythologie im Rahmen der letzten diesjährigen Schreibaufgabe Seitenwind bin ich unter anderem auf Kassandra gestoßen. Sie hat vor Jahrtausenden durchgemacht, was heute den Klimaschützern und anderen warnenden Stimmen begegnet.

Kassandra war die Tochter des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe. Gott Apollo gab ihr, wegen ihrer Schönheit die Gabe der Weissagung! Kassandra wies aber das Liebeswerben des Gottes zurück und der verfluchte sie, so dass niemand mehr ihren Weissagungen glauben wollte. "Toxische Männlichkeit" würde man heute sagen. Ja, Götter sind menschliche Projektionen und damit auch nur Menschen! So wurde Kassandra zur tragischen Heldin, die das Unheil voraussah, warnte, der aber niemand glauben wollte. Derart ungehörte Warnungen werden als Kassandrarufe bezeichnet.


Auszug aus dem Gedicht von Friedrich Schiller "Kassandra"
(Strophe 6 bis 9 von 16)

Und sie schelten meine Klagen,
Und sie höhnen meinen Schmerz,
Einsam in die Wüste tragen
Muß ich mein gequältes Herz,
Von den Glücklichen gemieden
Und den Fröhlichen ein Spott!
Schweres hast du mir beschieden,
Pythischer, du arger Gott!


Dein Orakel zu verkünden,
Warum warfest du mich hin
In die Stadt der ewig Blinden
Mit dem aufgeschloßnen Sinn?
Warum gabst du mir zu sehen,
Was ich doch nicht wenden kann?
Das Verhängte muß geschehen,
Das Gefürchtete muß nahn.

Frommts, den Schleier aufzuheben,
Wo das nahe Schrecknis droht?
Nur der Irrtum ist das Leben,
Und das Wissen ist der Tod.
Nimm, o nimm die traurge Klarheit,
Mir vom Aug den blutgen Schein,
Schrecklich ist es, deiner Wahrheit
Sterbliches Gefäß zu sein.


Meine Blindheit gib mir wieder
Und den fröhlich dunkeln Sinn,
Nimmer sang ich freudge Lieder,
Seit ich deine Stimme bin.
Zukunft hast du mir gegeben,
Doch du nahmst den Augenblick,
Nahmst der Stunde fröhlich Leben,
Nimm dein falsch Geschenk zurück!


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RE: Dies und das, für jeden was

#299 von petias , 11.12.2023 13:35

Der Traum vom schnellen Geld

Ich erhielt eine Einladung zu einer ZOOM - Online Konferenz, in der es um die Umverteilung der falsch verteilten Reichtümer der Welt gehen sollte um einen "Lebensschadensausgeleichsfond", um einen fairen Anteil an den Reichtümern der Welt.

Ich habe teilgenommen. Ein sympathisches Pärchen mittleren Alters, nennen wir sie Susi und Strolch, die ein sorgloses Leben in Panama ("Oh wie schön ist Panama", Janosch) führen, haben zur Werbeveranstaltung eingeladen. Die anderen Konferenzteilnehmer waren zunächst auf stumm geschaltet und ihnen sollte später, zur Fragestunde, einzeln das Wort erteilt werden. Die meisten Teilnehmer hatten ihre Webcam an und waren im Bild zu sehen. Meine Webcam im Laptop ist von Anbeginn an abgeklebt. Also kein Bild.

Ein Teilnehmer wurde gleich zu Anfang angesprochen, der anscheinend bereits zum zweiten Mal versucht hatte, die Veranstaltung aufzuzeichnen. Ihm wurde angedroht, von der Konferenz ausgeschlossen zu werden.

Bald wird ein Filmchen von Gerd eingespielt. Er bezeichnet sich als "reich" und er hätte Vergnügen an Geschäften. Da er schon reich sei und ihm Geschäfte zu machen so viel Spaß mache, wolle er andere an seinen Geschäften teilhaben lassen. Er habe den "Schwarm" gegründet, an dem jeder teilhaben könnte, und der es sich zum Ziel gesetzt habe, 250000 zehnfache Millionäre zu erzeugen.
Von Umverteilung von Reich nach Arm war in der Veranstaltung, fairerweise wie ich finde, nicht die Rede. Er will 30 Prozent von den generierten Gewinnen in den Schwarm ausschütten, der es sich zum Ziel gesetzt hat, 250 000 zehnfache Millionäre zu erschaffen, denn, wie Gerd sagt: "Ab 10 Millionen bist Du frei!"

Mitmachen kann Jeder, aber man muss was dafür tun. Es gibt vier Phasen. In den ersten drei geht es um NTF-Kunst. Ein Bild wird digitalisiert, in 1 Million Pixel aufgelöst und zum Kunstwerk erklärt. NTF (Non-fungible Token) ist ähnlich wie die Kryptowährungen ein Eintrag in einer digitalen block chain, einer Art digitalen Besitzurkunde die auf sehr vielen Rechnern gespeichert ist und somit schwer zu fälschen. Diese Besitzurkunden für gespeicherte Pixel eines Bildes, Musikstückes oder was immer, kann man verkaufen, damit Handeln und einen Gewinn damit erzielen. Da steckt kein Wert dahinter. Das ist einfach nur digitaler Plunder, jedem zugänglich aber einer fühlt sich als Besitzer. Das ist so, wie wenn - das wird auch real gemacht - ich mit Grundstücken auf dem Mond handle. Es geht einfach nur darum, dass Leute sich gut fühlen, wenn sie völlig irrationaler Weise irgend etwas zu besitzen glauben, das entweder jedem zugänglich ist oder auch keinem ...
Aber man kann damit Geld generieren.
Also, in Phase eins erwirbt man einen Micro-Micro im Wert von 12 Euro (das entspricht einem Pixel eines der von Gerd digitalisierten Bilder die jedes aus einer Million Pixel bestehen)
Gewinngarantie 5% pro Jahr.
Garantierte Erwartung nach einer gewissen Zeit 12.60 Euro
Utopie-Erwartung nach unbestimmter Zeit 30 Euro.
In Phase zwei investiert man dann schon mehr und in Phase 3 noch mehr. Die Utopie- Erwartung liegt bei Phase 3 schon bei 300000 Euro, eine Vertausendfachung des Einsatzes. Ab Phase 4 zahlt man dann 120 Euro monatlich an den Schwarm. Dafür bekommt man 126 Euro zu einem unbestimmten Zeitpunkt zurück (wenn die Gewinne erwirtschaftet sind)
Die Utopie-Erwartung ist gigantisch. Letztlich bekommt man in Summe die (utopisch erwartet) 10 Millionen Euro, die nach Gerds Ansicht frei machen.

Die Firma MPC - Bulgaria mit Firmensitz in Sofia, Gerd Krauss steckt hinter der Minifirma, handelt mit solchen NTFs. Daraus wir angeblich der Gewinn generiert, der in den ersten Phasen des Schneeballsystems als Anreiz zum Einsteigen und Mitmachen dient. Das passiert innerhalb weniger Tage, die Leute sollen ja bei der Stange bleiben, nicht die Geduld verlieren und nicht wieder abspringen. In diesen ersten Phasen steckt kein Gewinn für den Veranstalter. Er entspricht im betrügerischen Investment den Anfangsgewinnen, die Teil des Spieles sind und die Gier wecken sollen. Der für die Veranstalter lukrative Teil beginnt erst, wenn die Leute 120 Euro monatlich abdrücken.

Was macht der Geschäftemacher Gerd Krauss denn so für Geschäfte? Gleich der erste Fragesteller fragt, ob Gerd der Gerd Krauss ist, der in den OneCoin Skandal verwickelt ist.
Strolch betätigt das. Spricht einerseits von Schmutzkampagne anderseits von Wiedergutmachung und man sollte ihn doch selbst mal fragen.
OneCoin war ein milliardenschwerer Betrug der die angeblich den Bitcoin ablösende Kryptowährung "OneCoin" zum Kauf anbot. Allerdings war der OneCoin niemals eine Kryptowährung. Es ging von Anfang an nur darum, Anleger, die auf den Krypto Boom aufspringen wollten abzuzocken.

Gerd Krauss hat da als Investment - Vermittler mitgespielt. Allerdings konnte man ihm, so wie es aussieht, nicht nachweisen, dass er das in betrügerischer Absicht gemacht hat und stellt sich selbst als Betrogenen dar.

Strolch bringt gleich noch ein zweites Thema ins Gespräch, auf das man, wenn man im Internet recherchiert zwangsläufig stößt. Da wird spekuliert, in wieweit Gerd Krauss dem Jan Ullrich, dem radfahrenden Dopingsünder, der angeblich 50 Millionen in kurzer Zeit in den Sand gesetzt hat, geholfen hat, sein Vermögen loszuwerden. Gerd Krauss sagt dazu, dass er Jan Ullrich geholfen hätte, als er ganz tief am Boden lag.

Meine Theorie: nachdem Ullrich viel Geld verloren hatte, unter anderem bei Geschäften mit OneCoin vermittelt durch Krauss, hat er ihm auch etwas geholfen. Krauss hilft gerne mal, das fördert den Ruf!

Krauss ist kein überführter Straftäter. Krauss ist schlau. Verurteilte (nicht Krauss) des OneCoin Skandals haben gesagt, dass der Betrug mit intelligenten Menschen nicht möglich wäre.
Ich kenne einen älteren Herrn (so wie ich), einen Oli. Der hatte sich auch als Investment Spezialist wiederholt versucht, war mehrmals reich geworden und mehrmals wieder - natürlich völlig unschuldig - verarmt. Auch immer wieder im Gefängnis gelandet. Da steht in den Verträgen ganz klar drin, dass Risiko Investment zum Totalverlust führen kann. Aber immer wieder kommen die Gierigen daher und klagen ihn an, wenn es nicht geklappt hat, sagt Oli. Dabei waren über 30 Prozent seiner Investments erfolgreich.

Der Krauss ist noch sehr viel schlauer. Er stellt nur eine "Utopie-Erwartung" in Aussicht. Ich stell mir mal vor, wenn einer ihn verklagt, weil die Utopie-Erwartung ausgebleiben ist, wie der Richter dem Armen Tropf erklärt: Das Wort "Utopie" kommt von dem Roman "Utopia", den Thomas Morus 1516 veröffentlicht hat. Die Insel Utopia, die da beschrieben wird heißt wörtlich übersetzt "Ort, den es nicht gibt".
"Sie wollen also den Herrn Krauss anklagen, weil er ihnen eine Summe in Aussicht gestellt hat, die es gar nicht geben kann, wie er selbst gesagt hat?", fragt der Richter den Angeklagten.

Eine Dame hat gefragt, bei Susi und Strolch, was sie denn machen solle, wenn sie die 120 Euro im Monat nicht mehr bezahlen könne, bevor Gewinne an sie ausgeschüttet würden.
Strolch erklärte ihr zwischen Hustenanfällen, der Gute war sehr erkältet, dass sie doch so nicht denken dürfe. Was solle denn das Universum über sie denken, wenn sie eine solche Bestellung voller Zweifel abgeben wolle. "Positives Denken!", sagt Strolch. (Wer scheitert, hat auch noch das Gefühl, dass er selbst schuld ist, ergänzte ich in Gedanken)

Da sammelt der Gerd also Geld ein, von Allen, die verzweifelt, gierig oder zumindest hoffnungsvoll sind. Er will 70 Prozent für sich. 30 Prozent zahlt er wieder aus, denn nur mit gelegentlichen Erfolgserlebnissen bleibt ein Spieler bei der Stange. Nur wenn in der Spielothek ab und an ein Automat Geld ausspuckt und man auch mal selber dran ist oder zumindest einen kennt, der gewonnen hat, ist man bereit weiter Geld zu "investierten".

Dann sind da die Reinraumkliniken, die das Groß der Investment-Absichten des Herrn Krauss darstellen. 10000 will er davon einrichten im Wert von je 90 Millionen.
Jetzt bedeutet der Begriff "Reinraumklinik" nicht ein Krankenhaus für Lungenkranke, das besonders reine Luft garantiert.

hier ein Bisschen was dazu:
https://www.fishersci.de/de/de/scientifi...oom-clinic.html

Reinraum-Innovationen für Sie
Unsere Reinraum-Klinik ist eine maßgeschneiderte Veranstaltung, an der mehrere führende Hersteller teilnehmen, die Produkte und/oder Dienstleistungsinnovationen vorstellen, über gesetzliche Änderungen informieren und mit Ihnen zusammenarbeiten, um Ihre Reinraum- und Produktionsumgebung zu verbessern.

Anmeldung für die Reinraum-Klinik

Was beinhaltet die Reinraum-Klinik?
2-3 hour interactive session with you and your team
Vor Ort oder virtuell
Möglichkeit zur Anpassung der Themen der Tagesordnung an Ihre Interessengebiete
Teilnahme von führenden Reinraumherstellern, die für Ihre Interessen relevant sind
Möglichkeit zum Mittagessen und Lernen"

eine Reinraum-Klinik ist also kein Krankenhaus, sondern ein organisierter Marktplatz für Geschäftemacher.

Bei all diesen Unternehmungen des Herrn Krauss geht es nicht darum etwas Nützliches herzustellen und oder zu vertreiben, eine konkret nützliche Dienstleistung anzubieten, sondern er betätigt sich als Jongleur von Hoffnungen, Gier und Erwartungen auf dem Markt schneller leistungsloser Gewinne. Dabei ist er recht ehrlich. Im Grunde lügt er niemand an. Er spielt nur geschickt mit Sympathie, Vertrauen, Hoffnungen, Naivität und Gier seiner Opfer.

Ein moderner Hütchenspieler, der auf dem digitalen Jahrmarkt der Vergnüglichkeiten seine Beute sucht.

Es ist ein Pyramidensystem (Schneeballsystem) gepaart mit dem digitalen Dunst von Investment, NTF, Kryptowährung (Micro-Micro) und anderen Methoden den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen.

der Gerd tritt nicht an, die Welt gerechter oder besser zu machen. Er stellt denen in Aussicht, die ihn reich machen vielleicht auch ein wenig vom Gewinn aus den Spenden der Dummen abzubekommen.

Pyramidensysteme funktionieren für die, die sie starten oder ganz weit oben sind auf Kosten der Vielen weiter unten. Sie sind klar endlich. Eine Veranstaltung auf Zeit.

Ich finde das ethisch hoch bedenklich und selbst für den, der einfach nur Geld bekommen will ohne sich gleich strafbar zu machen nur dann erfolgversprechend, wenn er weit oben im System steht.

Moralisch vertretbar finden die, mit den "Wenn ich einmal reich wäre" Gedanken das Unternehmen nur dann, wenn sie selbsternannten Gurus glauben, die von der unbegrenzten Fülle faseln, die es überall auf der Welt gibt, oder die gar gottgewollt ist. Alle die, die leiden und darben seien im Grunde selbst schuld. Sie müssten sich nur um ihr Karma kümmern, an die Bestellungen beim Universum glauben und das Richtige tun (was immer der jeweilige Hauptnutz-Nieser dafür hält). Oder haben sie ihr Schicksal vor der aktuellen Wiedergeburt gar selbst gewählt, weil es sie, die gelangweilten unsterblichen Seelen, nach neuen Erfahrungen dürstet?

Das hat mit der Welt, in der ich leben möchte und an der ich mitarbeiten möchte nichts zu tun.


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RE: Dies und das, für jeden was

#300 von petias , 14.12.2023 16:48

Österreich Du lieber Nachbar!

Gestern hat sich Gerald als Mitglied im Forum eingetragen. Herzlich Willkommen! Er hat mir eine PN geschickt. Die ist, wie der Name schon sagt, privat (Private Nachricht) Ich hoffe, er stellt sich noch mittels eines Beitrags vor. Nur soviel sei verraten, er kommt aus Österreich und das hat mich daran erinnert, dass ich vor ein paar Wochen, am 16. November auf einem Konzert von "Gert Steinbäcker & Band & Gäste" in Bamberg in der "brose Araena" war. Steinbäcker ist das erste S von der österreichischen Kultband STS. Er war auch zwei Jahre lang Mitglied der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung) Thomas Spitzer, Komponist und Texter von EAV war einer der Gäste des Abends. Eine Parade alter Männer ab 70 unterstützt durch einen jungen Drummer und eine junge Pianistin und Xylophonistin. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Der Rahmen von 4000 Gästen in einer Mehrzweckhalle hat zwar kein Tanzen zugelassen, aber die Stimmung war grandios!


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