RE: Dies und das, für jeden was

#256 von petias , 06.06.2023 23:56

Zitat von Gast im Beitrag #255
Hochbeete aus Beton "für die Ewigkeit" sozusagen - interessant!


Man sieht noch Reste von alten Hochbeten, die aus Holz gebaut waren. Auch da, wo jetzt die aus Beton und Stein stehen standen früher welche aus Holz, die schon zu sehr verrottet waren, um noch ihren Zweck zu erfüllen. Die aus Beton sind zu zwei Dritteln aus Steinen, so wie man sie auf dem Grundstück findet und zu ca. einem Drittel aus Beton.
Jetzt, wo wir von Utes Baustelle viele Balken bekommen, ist eine andere Variante von Hochbeeten in Planung. Nur ein Fundament aus Stein / Beton, darauf Balken. Die halten deutlich länger als die Bretter.

Hochbeete aus Stein haben den Vorteil, dass sie die Wärme gut speichern, haltbarer sind, Tieren wie Echsen Unterschlupf geben, man kann auf den Rändern laufen, z.B. beim Gießen usw.. Reine Steinmauern ohne Bindemittel sind hier aus früheren Tagen oft noch sichtbar, aber das traue ich mir nicht zu und sie würden sehr dick.

Zitat von Gast im Beitrag #255
Wie man sieht, sackt aber auch darin die Befüllung immer wieder zusammen und bringt die Bepflanzung in eine "Tallage".
Ich versuche das durch vorheriges Nachfüllen zu minimieren, ggf. kombiniert mit einer Dünger-Zugabe (kompostierter Mist)


Beim Befüllen der Hochbeete werden unten Äste eingebaut und ausgestochenen Grasnaben z.B. die verrotten mit der Zeit und lassen das Beet von Jahr zu Jahr absacken. Aufgefüllt wird deshalb fast jährlich mit Kompost, teils mit Mist, der ca. 30 cm unter der oberen Erdschicht zu liegen kommt, um einen Mistbeet Effekt zu erzielen. Der ist, neben dem Windschutz für Samen und junge Pflanzen auch der Grund, warum unserer Hochbeete nur bis ca. 10 cm unter den Rand befüllt werden. Man kann bei Bedarf die Beete abdecken, solange die Pflanzen noch klein genug sind.
Das Nachfüllen / Düngen der Hochbeete ist dieses Jahr aus Zeitgründen ebenfalls etwas spärlich ausgefallen.

Überschüssiger Regen kann nach unten ablaufen, der sehr humose Boden kann aber viel Wasser speichern. Die dieses Jahr noch vernachlässigte Bodenbedeckung hilft auch der Austrocknung vorzubeugen und befördert das Bodenleben. Es sollen nach und nach noch mehr Hochbeete entstehen.


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RE: Dies und das, für jeden was

#257 von Eule ( Gast ) , 07.06.2023 10:44

Mit Hochbeeten aus Stein habe ich noch keine Erfahrung. Bisher hatte ich Solche aus Brettern mit Folie, wobei die Bretter etwa 10 Jahre halten. Der Nachteil der Folie, abgesehen vom Umweltaspekt: beim schon erwähnten Zusammensacken der Füllung zieht die Erde die Folie ebenfalls runter, weshalb dann die obersten Bretter beim Nachfüllen direkten Erdkontakt bekommen und entsprechend schneller rotten.
Dieses Jahr habe ich einen Versuch mit einem Hochbeet aus Metall (Wellblech) gestartet, - mal sehen, wie sich das bewährt. Das Problem mit den Stein/Beton-Hochbeeten wäre bei mir der Standort: ich musste schon mehrmals Hochbeete umsetzen, weil benachbarter Aufwuchs zur Beschattung führte (man unterschätzt oft die Wuchsgeschwindigkeit von Bäumen), das ist mit Holz-Hochbeeten einfacher
Frühbeet-ähnliche Abdeckung geht auch bei randvollen Hochbeeten - ich nehme da Drahtbögen und Noppenfolie (ehemalige Verpackungs-Polsterfolie).

Eule

RE: Dies und das, für jeden was

#258 von petias , 08.06.2023 14:35

Von Folien will ich tendenziell weg. Mit "tendenziell" meine ich, dass ich zwar Folien noch verwende, aber bei meinen Überlegungen für Infrastruktur darauf achte, ob das auch ohne Plastik geht. Der Folientunnel auf dem Hochbeet ist, im Gegensatz zum flachen Fenster bei nicht ganz gefüllten Hochbeeten, schlecht durch Glas zu ersetzen.
Beim Abdecken von frühen Saaten oder Pflanzen setze ich auch "tendenziell" auf Fließstoff. Könnte mir sogar vorstellen, dass man Gewebe aus Pflanzenfasern verwenden könnte, wie z.B. Brennnessel, oder gleich altes Heu oder Stroh verwenden.

Die flache Abdeckung für Hochbeete hat noch den Vorteil, dass weniger Luft zu erwärmen ist als unter dem Tunnel. Der hat den Vorteil, dass eventueller Schnee herunter rutschen würde.

Die Hochbeete versetzen ist nicht geplant. Unsere liegen recht frei. Sollten die Ahorn am Rande zu hoch werden und die Morgensonne ausblenden, dann werden sie gekappt. Aus denen gewinne ich z.B. Bohnenstangen für Stangenbohnen.


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RE: Dies und das, für jeden was

#259 von petias , 10.06.2023 09:09

Besuch


Auf dem Weg zum Einkaufen am Morgen komme ich am Garten des Nachbarn vorbei, auf dessen Eibenbeeren ich mich Jahr für Jahr gefreut habe. Der prächtige, opulente Eibenbusch - das war er einmal!
Darauf angesprochen meinte mein Nachbar: "Der ist einfach zu groß geworden, man kam nicht mehr vorbei!"
Als ich ihm von den leckeren Beeren erzählte, die ich immer in Mengen gegessen habe, meinte er, dass die doch giftig wären und dass es ihn wundere, dass ich noch lebe. "Villeicht wirds wieder", meinte er noch.
Wie gut, dass einige der leckeren Früchte als giftig gelten. Eibenbeeren, Vogelbeeren, überhaupt alle Beeren in Wald und Flur essen viele nicht, wergen der Gefahr der Fuchsbandwürmer. Ganz sicher meiden die Leute Tollkirschen und Fliegenpilze. Ich finde es praktisch, da bleiben mehr der Leckereien für mich. Die Hüter von Wald und Flur haben sich schon was dabei gedacht, Gerüchte und Halbwahrheiten zu streuen!



Besuch aus Kelheim und Steinheid war angesagt. Cousine Gudrun, die vielleicht treueste Leserin des Forums, mit Mann und Tochter kamen zu besuch. Tohter Katharina ist eine passionierte Radsportlerin. Kürzlich hatte sie an dem Event "Rund um Sachsen" teilgenommen. 900km Fahrstrecke bei 8600 Höhenmetern. Und das in 48 Stunden oder so. Ich verstehe gar nicht, was Reinhold Messmer und co. so mit ihren Achttausender prahlen, wenn diese zarte Mädchen das mal so nebenbei mitnimmt.
Leider habe ich Mist mit den Fotos gebaut (tut mir leid). Gudrun ist nur von hinten zu sehen und Ehemann Hans gar nicht. Der Mann auf dem Bild ist mein Sohn Sebastian.



Enkel Oli ging es gut. Im Hintergrund ist jetzt auch der Hans zu sehen!



besonders, als Andreas mit seinen Schafen vorbeikam. Er wollte die Einzelheiten der Schur seiner Schafe besprechen, die wir ihm für den kommenden Sonntag in Aussicht gestellt hatten. Er wollte sich an unseren, bereits geschorenen Schafen versichern, dass seinen Lieblingen keine Gefahr droht!

Er schien zufrieden zu sein. Dem professionellen (und teurem) Scheerer sagte er ab.

Gegen Abend reisten die Gäste wieder ab. Noch Garten gießen, Schafe umsetzen und ein Wenig aufräumen rundeten den Tag ab. Den Abwasch habe ich nicht mehr geschafft, den machte am nächsten Morgen Mitbewohner Christian, der bei der Runde gar nicht dabei war. Danke!

Der Abfluss des Abwaschwassers war dann unserem Abflusssystem zu viel und es reagierte mit partieller Verstopfung ...


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RE: Dies und das, für jeden was

#260 von petias , 12.06.2023 22:48

AFD vorne - und ich bin schuld!

Am Sonntag war Landratswahl. AFD- Kandidat Sesselmann hat mit Abstand die meisten Stimmen bei der Landratswahl im Kreis Sonneberg erhalten, mehr als 47 Prozent. Nur knapp hat er die absolute Mehrheit (über 50 Prozent) verfehlt. Deshalb kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen dem AFD Kandidaten und CDU- Mann Jürgen Köpper, der es auf 35 Prozent schaffte.

Die Wahrbeteiligung lag bei 50 Prozent. Ich war, obwohl fest eigeplant, auch nicht bei der Wahl. Ich war in Steinheid, um zu helfen einen Bewegungsmelder mit Kamera zu installieren, denn der Einbrecher vom Winter hat erfahren, dass er entdeckt und angezeigt worden ist. Er hat Rache geschworen. Die Polizei obwohl es seit Wochen Zeugen gibt, unternimmt nichts. Vermutlich haben sie Angst vor dem gewaltbereiten Cristal Met Händler mit 8 jähriger Knasterfahrung.

So habe ich die Wahl verpasst. Jetzt muss ich bei der Stichwahl zum ersten Mal im Leben die CDU unterstützen, das kleinere Übel im Vergleich zur AFD. Das Triumpfgeheule von Björn Höcke ist jetzt schon unerträglich.


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RE: Dies und das, für jeden was

#261 von Eule ( Gast ) , 13.06.2023 07:33

ganz spontan drängt sich mir da der Eindruck auf, als ob die öffentliche (Wahlergebnis) und die private (Einbrecher/Polizei) Geschichte irgendwie miteinander zu tun haben über eine gewisse regionale Toleranz gegenüber Anarchismus

Eule

RE: Dies und das, für jeden was

#262 von petias , 14.06.2023 09:29

Heuernte 2023

Nachdem wir letztes Jahr deutlich zu spät dran waren, vor allem wegen des Sommerfestes, sieht es diese Jahr so aus, als hätten wir gerade noch die Kurve gekriegt. Heu machen nach dem Johannistag, heißt (hieß) es in unseren Breiten. Ute hat von ihrem Vater die lokale Bauernweisheit übernommen: "Kein Heu vor dem 1. Juli!"
Der Hintergrund ist, dass das Heu am Gesündesten und Ergiebigsten ist, Wenn es aus einer guten Mischung an eiweißreichen kleinen Blättern, Blüten, faserreichen Stängeln und Samen besteht. Für die Wiese ist es wichtig, dass für ihren Erhalt Samen ausgestreut werden. Aber das Klima ändert sich und die alten Termine müssen angepasst werden. Zur Sicherheit bleiben genügend Blühstreifen stehen, so dass die Artenvielfalt zumindest nicht durch zu frühes Heumachen gefährdet wird.
Letztes Jahr war es den ganzen Frühjahr und Sommer über so trocken, dass wir im August den Schafen altes Heu zufüttern mussten. Das neue Heu hatte sehr wenig feine Bestandteile (Alles vertrocknet) und überhaupt wenig Masse.
Diese Jahr sieht es - nach einem verregneten April - ganz ähnlich aus.


Der Nachbar lässt uns auch diese Jahr auf seiner Wiese Heu machen. Auf dem Weg dahin kommen wir an seiner "Einfassung" für das Grundstück vorbei. Eine interessante Art, die Gebühr für die Altreifenentsorgung zu umgehen!


Der einsame Selbstversorger im Meer der Heuwiese.


Die Alpackas des Nachbarn statten uns einen Besuch ab. Hier ist eines davon. Ob es weiß, dass frisches Heu Blähungen verursacht?


Plastiksack statt Rücken- Kraxe. Da gibt es noch Luft nach oben!


"Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe" (Aus Schillers "Lied von der Glocke")


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RE: Dies und das, für jeden was

#263 von petias , 25.06.2023 09:40

Angelikas Geburtstagsfest in Steinheid

Die Angelika wird 69
auf dem Fest wurde von mir diese Gedicht vorgetragen. Das Fest hielt sich an das, was im Gedicht beschrieben wurde.



Geli steht neben dem aktuellen Musikpartner Franz. Die beiden Musiker daneben waren Mitglieder ihrer "alten" Band.
Da Franz sich weigert "Schlager" zu spielen, was sich nicht mit seinem Selbstverständnis als Musiker vereinbaren lässt, hat sie kurzerhand die alten Kollegen eingeladen. Franz kann nicht so lange bleiben: und dann!



Enkel Oli mit Mutter Florina mischen auch kräftig mit!






Christian, Ute und Niko. Der Lichthügel ist traditionell gut vertreten.



Wenn es Nacht wird, leuchten die Lampions.


Als es Abend wurde, hatte Prigoschin mit seinen Wagner Söldnern den Marsch auf Moskau beendet. Er schlich sich unter die Gäste. Viel ist hier nicht zu sehen. Aber ich möchte wetten, er ist es!

Jetzt aber auf: Morgen ist die Stichwahl zum Landrat in Sonneberg. CDU Kandidat Köpper gegen AFD Aushängeschild Sesselmann! Deine Stimme zähl, verkünden beide von den Wahlplakaten. Na hoffentlich!


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RE: Dies und das, für jeden was

#264 von petias , 26.06.2023 07:37

Der Damm ist gebrochen

Zitat von petias im Beitrag #263
Jetzt aber auf: Morgen ist die Stichwahl zum Landrat in Sonneberg. CDU Kandidat Köpper gegen AFD Aushängeschild Sesselmann! Deine Stimme zähl, verkünden beide von den Wahlplakaten. Na hoffentlich!


Ich ging brav zum Wählen kurz nach Öffnung des örtlichen Wahllokals. Es gab schon Wähler vor mir. Ich gab meinen Wahlschein ab und fragte, was denn wäre, wenn ich den verlegt gehabt hätte. Dann hätte der Ausweis auch genügt, bekam ich zur Antwort. Mit dieser Info sollte ich auch meinen Mitbewohner, der den Wahlschein nicht mehr hatte, zum Wählen bekommen.

Die Prozedur war einfach. Nur ein Zettel, zwei Namen, daneben die Partei und ein Kästchen für das Kreuz. Alle drei Wahlkabinen waren frei, die Wähler vor mir bereits gegangen. Zettel einmal falten und in die Schachtel werfen, deren Schlitz der Wahlhelfer freigab. Soweit, so unauffällig. Kleiner Spaziergang durch Wald und Flur nach Hause: trotz Klimawandel, Dürre, Waldsterben es ist schön im Landkreis Sonneberg!

Christian ist später auch noch wählen gegangen, aber es hat nichts genützt. Der AFD - Kandidat Sesselmann hat die Wahl mit ca. 6 Prozent Vorsprung vor dem amtierenden Landrat Köpper von der CDU gewonnen. Was das noch schlimmer macht: die Wahlbeteiligung lag bei 60 Prozent, und somit um ca. 10 Prozent höher, als beim ersten Wahlgang und die anderen Parteien hatten sich - wie schwer das auch gefallen sein muss - für Köpper ausgesprochen.

Was hat das jetzt für Konsequenzen? Faktisch bei der Tagespolitik dürfte der Effekt gering sein. Was schon mal bekannt wurde: Das Tourismus Bündnis zwischen Coburger Land (CSU Landrat) und dem Rennsteig Tourismus Förderverein, den Nachbarlandkreis Sonneberg unterstützt soll aufgekündigt werden, da zu teuer. Möglicherweise eine richtige Entscheidung. Es gibt keinen Grund, mit Steuergeldern den Tourismus anzukurbeln.

Aber wenn ich die jubelnden Fratzen von Höcke und Chrupalla sehe, wird mir schlecht. Der Landrat im zweitkleinsten Landkreis der Republik hat mit Themen gewonnen, auf deren Umsetzung er keinen Einfluss hat. Er hat sich vor allem als Anti- Grüner betätigt. Aber wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis geht, hat er möglicherweise doch etwas Einfluss.
Nächstes Jahr stehen Landtagswahlen an in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Eine große Zahl der Bürger in diesen Bundesländern liebt einfache Antworten und akzeptiert keine komplexen Sachverhalte. Gut trainiert vom DDR - Kommunismus liefern jetzt die Ultrarechten die simplen Parolen, die in die engen Köpfe passen. Links - rechts? Egal Hauptsache einfach!
Die Chancen stehen gut, dass wir demnächst einen Ministerpräsidenten bekommen, den der Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch einschätzt.


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RE: Dies und das, für jeden was

#265 von petias , 27.06.2023 22:53

Siebenschläfer Tag

am 27.6. eines Jahres ist Siebenschläfer Tag!
"Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag", sagt die Bauernregel.
oder
"Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass."
Auf dem Lichthügel war es warm, nicht heiß. Teilweise sonnig, überwiegend bewölkt. Sogar ein paar Tropfen Regen gab es. Aus Garten- Sicht wäre das gar nicht so schlecht.

Ist da was dran? Bis zur Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahre 1582 also im Julianischen Kalender war der Siebenschäfertag am 7. Juli. Tatsächlich stabilisiert sich oft das Wetter Ende Juni, Anfang Juli. Aber drauf verlassen kann man sich nicht.

Der Name Siebenschläfer Tag soll auf eine christliche Legende zurückgehen, nach der 7 christliche Brüdern, die wegen ihres Glaubens verfolgt und in eine Höhle bei Ephesos (Türkei) eingemauert wurden. 195 Jahre später, am 27. Juni des Jahres 446, wurden die sieben Schläfer entdeckt, erwachten wieder zum Leben und bezeugten ihren Glauben an die Auferstehung der Toten. Bis ins 18. Jahrhundert galten sie als Schutzpatrone gegen Schlaflosigkeit.
Mit dem Siebenschläfer, einem kleinen Nagetier, das 7 Monate Winterschlaf hält, hat das angeblich nichts zu tun, denn der schläft von September bis Mai.

Lassen wir uns überraschen. Aber eine "Bauernregel", das Wetter betreffend, stimmt immer:

"Kräht der Gockel auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie's ist!"


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RE: Dies und das, für jeden was

#266 von petias , 03.07.2023 15:47

Der Lichthügel Anfang Juli

Heute ist Vollmond. Und der ist sehr nahe an der Erde, nur ca. 361 000 km entfernt. Deshalb heißt dieser Vollmond Donnermond. Ab einer Nähe von 360 000 km Entfernung von der Erde spricht man vom Supermond.

Dieses Vegetationsjahr haben wir sehr spät mit Pflanzen und sähen angefangen.

Feldgarten:


Den Schwerpunkt bilden hier die Kartoffeln (Im Vordergrund ein paar Erdbeeren). Die haben wir diese Jahr erst nach den Eisheiligen gesetzt. Nicht alle auf einmal, sondern so nach und nach, bis Ende Mai. Mittlerweile habe sie angefangen zu blühen, sind zweimal gehäufelt und mit Bodenbedeckung versehen. Letztere sorgt unter anderem dafür, dass der Boden nicht so schnell austrocknet bei den Temperaturen und den wenigen Niederschlägen. Das gehört unter diesem Aspekt zum Wassermanagement.


Ein recht ansehnliches Areal stellen die Erbsen dar. Zunächst die Zuckererbsen, weiter hinten die Markerbsen. Die sind noch klein. Als Andere schon geerntet haben, waren unsere noch gar nicht aufgegangen. Erbsenmäßig waren wir noch nie so spät dran. Von der Vegetationszeit her gesehen müsste es noch funktionieren. Aber womöglich ist es zu heiß und zu trocken. Ich bin gespannt!


Dasselbe gilt für die Bohnen. Erbsen und Bohnen vertragen sich nicht gut als Nachbarn, aber das hat schon früher geklappt. Mal sehen!


In den restlichen Beeten noch ein paar Restepflanzen aus dem, was im Blumenladen übrig geblieben ist. Vor dem Winterroggen nochmal Kartoffeln. Viel zu viele aber wer weiß, was die Zeiten bringen. Die munteren Knollen haben schon so Manchen vor dem Hunger bewahrt!


Einiges Getreide ist wild aufgegangen. Vermutlich haben Körner im Kompost überlebt. Die "moderne" Gerste sieht viel üppiger aus, als der urige Waldstaudenroggen.


Hinter dem Waldstaudenroggen ist der Neue für das nächste Jahr in die Bodenbedeckung eingesät. Bin gespannt, ob der aufgeht. Noch ist es Zeit, für eine neue Saat. Im Vordergrund etwas wild aufgegangener Hafer. Nackthafer zu säen plane ich für den Frühjahr.


Auf dem Weg zum vorderen Garten treffe ich die Schafe. Der Besuch, der im Zelt schläft, will nicht erwähnt werden...

Hügelbeetgarten:


Die Tomaten unter der Veranda meiner Schlafhütte sehen gar nicht so schlecht aus. Christian hat sie gezogen, gepflanzt und weitgehend versorgt.


Dasselbe gilt für die Pflanzen im Gewächshaus, überwiegend Gurken, von denen wir schon manche mit Vergnügen verspeisen konnten.



die gemauerten Hochbeete


Nikos Reich



der Kartoffelturm

die Zisterne ist auch wieder fast voll


Der Vorgarten wird bei uns nicht permanent mit dem Mähroboter traktiert, sondern einmal, nach dem Johannistag, mit der Sense gemäht. Die Magnolie sieht gut aus. Ob sie es schafft mal zu blühen? Sie ist sehr früh dran. Vielleicht müssen wir noch auf den Klimawandel hoffen, bis es für sie früh genug warm genug ist, um zu blühen. Auf der Terrasse meiner Großtante stand ein ausgewachsenes Prachtexemplar! (steht immer noch da, nur ist es nicht mehr die Terrasse meiner Großtante, die mit 100 gestorben ist.


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RE: Dies und das, für jeden was

#267 von petias , 09.07.2023 09:10

Ist das Geld an Allem schuld?

Zur Zeit geht ein Artikel aus der "Bild der Wissenschaft" von 2005 durch die Medienlandschaft. Das Thema wurde vom Spiegel aufgegriffen in 2007.
Es geht darin um Untersuchungen von Wissenschaftlern der Yale-Universität, New Haven.
Studienleiter Venkat Lakshminaryanan und Kollegen gaben Kapuzineraffen eine bestimmte Anzahl an Spielsteinen, die nach ihrer Größe einen "Tauschwert" repräsentierten. Sie konnten damit Apfelstückchen bzw. Gelatinestückchen zu über die Zeit wechselnden Preisen kaufen. Die an sich nicht übermäßig intelligenten Affen (Sie erkennen sich nicht im Spiegel, gucken sich nur höchst selten Fähigkeiten von Artgenossen ab) entwickelten durch die Einführung diese "Geldsystems" geradezu menschliche Verhaltensweisen.
Diese Versuche wurden auch von anderen Forscherpersonen wiederholt auch mit anderen Affen und ausgeweitet.
Die Probanden erkannten und nutzten Schnäppchen, bemühten sich um die größeren Steine wegen der erhöhten Kaufkraft, Schimpansen konnten sogar sparen.
In einem Fall wurde Prostitution beobachtet. Ein Männchen bezahlte ein Weibchen für Sex, den Erlös setzte diese sofort in Essen um.
Es entstand Diebstahl und Betrug und Geldfälschung. (Eine vertrocknete Gurkenscheibe sollte als Geld ausgegeben werden.)
Auch Affen tendieren dazu, bei Ungerechtigkeiten und Betrug aus den Verkaufsregeln auszusteigen als Protest gegen Ungerechtigkeit.

Noch eine scheinbar menschliche Eigenschaft wurde auch sehr schnell von den Affen entwickelt. Die Angst vor einem Verlust ist meist größer als die Aussicht auf Gewinn. Wenn man zwischen einem Spiel wählen kann, das jedes zweite Mal einen Gewinn abwirft und eines, das das doppelte bringt, aber jedes zweite Mal einen Verlust ausweist, unterm Strich aber beide Spiele das Gleiche abwerfen, dann wird in 75 Prozent der Fälle der mögliche Verlust vermieden.
Aber auch bei den Affen gibt es Zocker!
Es darf vermutet werden, dass das Geld und die Möglichkeit es zu Horten und sich Vorteile zu verschaffen, wenn man es schafft mehr davon zu bekommen als andere, "Fortschritt" und Entwicklung befördert. Könnte ich nur Dinge horten, wäre das bei Weitem nicht so attraktiv. Jetzt frage ich mich, wie es sich auswirkt, wenn wir nur noch mit digitalem Geld operieren? Leitet das eine neue Epoche des Kapitalismus ein?
Oder hat das nichts zu sagen. Die Digitalisierung ist das Neue. Das Geld in seiner Funktion beleibt gleich, wechselt nur das Medium.
Vielleicht stehen die Affen nur in zweiter Reihe als Ersatz der Evolution, wenn wir uns mit unserer Blödheit selbst eliminieren? Ob die Affenmenschen es besser machen als wir?


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RE: Dies und das, für jeden was

#268 von Eule ( Gast ) , 09.07.2023 15:21

Sorry, aber für mich klingt das nach einem Denkfehler:
Diese Untersuchungen bzw. die Interpretation der Beobachtungen postulieren einen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von "Geld" (Tauschmitteln) und er AUSBILDUNG bestimmter, "menschlicher" Eigenschaften.
ICH sehe darin lediglich ein Indiz dafür, dass selbst die genetischen Vorläufer des Menschen mit bestimmten Instinkten ausgestattet sind, die, unter bestimmten Rahmenbedingungen, zu den beobachteten Verhaltensweisen führen.
Selbst Eichhörnchen haben einen Instinkt, zu horten, weil das ihr Überleben sichert. Die erfahrungsbedingte Unterscheidung zwischen Dingen mit und ohne Wert (sowohl Nähr-, als auch Gebrauchswert), die Verteidigung solcher Besitztümer gegen Andere, das Streben nach Optimierung der eigenen Lebenssituation, das sind Alles Ur-Instinkte und haben nichts mit dem Vorhandensein von Geld zu tun.
Geld abstrahiert nur diese Instinkte, weil es einen Wert nur symbolisiert. Dadurch wird auch der moralische Aspekt abstrahiert, was man gut an dem (inzwischen abgeschafften) Rechtsbegriff "Mundraub" sehen kann (der viel geringer bestraft wurde als "normaler" Diebstahl).

Die weitere Virtualisierung von Geld wird wenig ändern, denn das Meiste ist längst virtuell, Stichwort "Sondervermögen" , und es ist ja auch viel "sicherer" und bequemer (hauptsächlich für Jene, die sich für Deine Konsumgewohnheiten interessieren. In meinem Heimatkreis kann man seit neuestem nicht einmal mehr Müll ohne Geldkarte vorschriftsmäßig entsorgen: sämtliche "Wertstoff-" und "Recyclinghöfe" nehmen kein Bargeld mehr an....).
Kurz gesagt: Geld verdirbt zwar auch den Charakter, aber nur durch die vergrößerte Wirksamkeit schon ewig vorhandener, ehemals (und möglicherweise bald wieder) überlebenswichtiger Instinkte.

Eule

RE: Dies und das, für jeden was

#269 von petias , 10.07.2023 08:48

Hallo Eule, danke für Deinen Beitrag!

Zitat von Gast im Beitrag #268
Sorry, aber für mich klingt das nach einem Denkfehler:

Worin liegt der Denkfehler? Dass Affen an unsere Stelle treten könnten, wenn wir es verkacken? Das mag so sein.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass Umstände, Konventionen, Erfindungen, wie z.B. Geld anscheinend einen Spezies- übergreifenden Einfluss auf das Verhalten haben.
Das bedeutet nicht, dass Instinkte keine Rolle mehr spielen. Aber ist eine Spezies zu einer Abstraktion fähig, die Geld als Tauschmittel bedeutet, dann ist sie von "allzu menschlichem" Verhalten nicht weit entfernt.
Das zeigt, dass es nötig ist die richtigen Abstraktionen, Werte, Verhaltensweisen einzuführen, will man ein funktionierendes und stabiles kulturelles Leben führen. Das erkennend könnte man weiter forschen, was das den sein könnten / müsste.

Es zeigt auch, finde ich, dass der "Homo Sapiens" sein Alleinstellungsmerkmal "abstraktes Denken" überbewertet.

Das ist nur ein evolutionärer Schritt und es gilt Zusammenhänge und Auswirkungen solcher Abstraktionen zu erkennen, bevor es zu spät ist. Und es gibt die Hoffnung, dass andere es vielleicht besser hinbekommen als wir. Auch ein tröstlicher Gedanke.

Ich verstehe schon, Du meinst Abstraktionen verschärfen nur die vorhandenen Eigenschaften, vermögen sie aber nicht zu transzendieren. Das könnte schon so sein. Ich bin da trotz aller negativer Erfahrungen mit der menschlichen Intelligenz und ihre Kontrollfähigkeit "niederer" Instinkte immer noch Optimist. Ist einfach ein schöneres Lebensgefühl.
Auch Mitgefühl und Solidarität setzt Abstraktionsvermögen voraus, geht sie über den Brutpflegeinstinkt hinaus. Diese Abstraktionen zu Ende gedacht entwickelten ungeahntes Potential!
Allein der Egoismus konsequent abstrahiert würde zur Gleichstellung aller Menschen führen und hätte großen Einfluss auf unsere Einstellung zu Tieren.


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RE: Dies und das, für jeden was

#270 von Gast , 10.07.2023 15:02

Zitat von petias im Beitrag #269

Zitat von Gast im Beitrag #268
Sorry, aber für mich klingt das nach einem Denkfehler:

Worin liegt der Denkfehler?


ich meinte keinen Denkfehler von DIR, sondern bei der Interpretation der Studien:
Wenn ich es richtig verstanden habe, folgern die Studien aus ihren Ergebnissen, dass das Vorhandensein von Geld diese spezifisch "menschlichen" Eigenschaften erst ERZEUGT.
Dagegen meine ICH, dass diese Eigenschaften keineswegs ERZEUGT werden, sondern schon lange "angelegt" sind, nur eben für andere Lebensumstände.
Da sich die Lebensumstände aber viel schneller geändert haben, als eine Anpassung durch Mutation und Selektion, also Evolution möglich war, kommt es zu den bekannten "zivilisatorischen Fehlleistungen", die aber ihrerseits gerade dabei sind, die Veränderung der Lebensumstände weiter zu beschleunigen.
Drei "stabile" Endstadien sind denkbar:

1. katastrophaler Rückfall in die Lebensumstände, an welche das existierende Basisprogramm aus Instinkten und Trieben ursprünglich angepasst war.
2. zwangsweise Anpassung an zivilisiertere Lebensumstände über vollständige Kontrolle des individuums durch eine repressive Institution.
3. Anpassung an noch zu definierende Lebensumstände durch einen global-humanen Konsens der kollektiven Solidarität.

Über die jeweilige Wahrscheinlichkeit darf sich Jeder seine eigenen Gedanken machen


   

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