RE: Dies und das, für jeden was

#316 von petias , 29.03.2024 19:30

Osterwanderung 2024 am Karfreitag

Dieses Ostern haben wir uns (besser gesagt die Reiseleitung) Rudolstadt und Umgebung für die Osterwanderung ausgesucht. Die App meldete einen Regentag, Beim Aufbruch vom Lichthügel sah es auch ganz danach aus. Aber in Rudolstadt schien die Sonne. Den Schirm trug ich nur spazieren.



25 Wanderer und ein weiser Spruch auf einer Bank


Die Himmelsleiter sind wir nicht hinaufgestiegen und auch nicht hinab in die Hölle


Im Gasthaus gab es Forelle oder Bauern zum Frühstück. Ich nahm das Bauernfrühstück ohne Speck!


In Mörla hält sogar der Bus


Die Pferde sind froh, dass ein so dicker Heuballen auf ihrer Koppel wächst.


Eine andere Wandergruppe bei einer Hütte mit drei verschiedenfarbigen Dachplatten!


Ein Riese hat sich im Vorbeigehen einen Zahnstocher abgebrochen. Die anderen Zahnstocher dienen den Schmarotzern als Klettergerüst.


Und immer wieder: der herrliche deutsche Wald.




Auf diesem Waldfriedhof ruht die Asche einer guten Bekannten (Schwester, Schwägerin) von uns.


Ein Ort der Geister und Dämonen




Und des Gedenkens an verblichene Potentaten


Der Osterhase ist auch dabei! Schließlich ist das eine Osterwanderung. Der Kleine sagt alles nach. Sogar in tiefstem Dialekt.


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RE: Dies und das, für jeden was

#317 von petias , 31.03.2024 12:45

Osterfeuer

Was die in "Eine Erde" können, können wir auf dem Lichthügel auch. Es gab das erste Lagerfeuer mit Gästen diese Jahr. Es war mild mit wenig Wind, und nur die bevorstehende Zeitumstellung in der Nacht schickt uns um 11 Uhr ins Bett. Der Geschmack der Gäste hatte sich nicht verändert, Bratwürste und Kartoffelsalat mit Speck und jede Menge Alkoholikas. Wieder eine Lagerfeuersaison weiter und noch immer nichts dazugelernt ;-)
Bald kommt jetzt der Joint dazu vermute ich.



Was die in "Eine Erde" können, können wir auf dem Lichthügel auch. Es gab das erste Lagerfeuer mit Gästen diese Jahr. Es war mild mit wenig Wind, und nur die bevorstehende Zeitumstellung in der Nacht schickt uns um 11 Uhr ins Bett. Der Geschmack der Gäste hatte sich nicht verändert, Bratwürste und Kartoffelsalat mit Speck und jede Menge Alkoholikas. Wieder eine Lagerfeuersaison weiter und noch immer nichts dazugelernt ;-)
Bald kommt jetzt der Joint dazu vermute ich.



Wie war das noch mal mit dem Huflattich? Die Blüten sind gut für Tee bei Bronchitis und Verschleimung. Die Blätter sogar noch mehr. Aber die Blüten und die Blätter sind nicht gleichzeitig zu sehen. Erste wenn er verblüht ist, entstehen die Blätter. Tatsächlich habe ich meine ersten Huflattichblätter, die ich als solche identifizieren konnte erst im Herbst gesehen. Aber tatsächlich kommen die Blätter gleich nach der Blüte und so kann man durchaus Beides schon auch mal zusammen sehen.

Sind das jetzt Huflattichblätter oder ist das was anderes, was meint ihr?

Rohe Einachten!
Und
Frohe Ostern!


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RE: Dies und das, für jeden was

#318 von petias , 31.03.2024 22:10

Ostersonntag 2024


Was vom Feste übrig blieb.
Das Aufräumen hat ein Weilchen gedauert.


Der sonnigste und wärmste Tag in diesem Jahr. Die Saaten brauchen etwas Luft.


Einige Pflanzen des aus Bayern importierten Bärlauchs, kommen brav immer wieder. Aber ausbreiten tut er sich nicht.


Die Wäsche trocknet draußen in der Sonne. Im Winter wurde die Wäsche gefriergetrocknet, nicht sonnengetrocknet.


Der Giersch wächst vor der Haustüre - Giersch in Massen!


Das Haferfeld wird hergerichtet. Unter der Abdeckung liegt der Teil, den ich vor ein paar Tagen schon angefangen hatte.



Das Haferfeld ist angesät. Mal sehen, was die Vögel machen. Vielleicht brauche ich ein Netz


Viel Steine gabs und wenig Brot.

Zum Essen gab es zur Feier des Tages einen Eintopf mit Hafer, Bohnen, Linsen und Brokkoli.

Am Abend - ich war schon am Eindösen im Schaukelstuhl - Telefonat mit meiner Schwester
Ein gelungener Ostersonntag!


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RE: Dies und das, für jeden was

#319 von petias , 09.04.2024 18:28

10 000 Schritte am Tag

Gestern ist mir eine Spaziergängerin begegnet, die immer wieder ihren Schrittzähler überprüfte. 10 Tausend Schritte pro Tag, meinte sie, müssten es schon sein. Dann würde man viele Krankheiten vermeiden.
Da ist sie nicht die Einzige. Der Mythos von den 10000 Schritten geht vermutlich auf einen Werbegag zurück.
Passend zu den Olympischen Spielen in Tokio brachte die Firma Yamasa 1964 den ersten tragbaren Schrittzähler auf den Markt, den "Manpo-kei" - was so viel bedeutet wie "10.000-Schritt-Zähler".
Seitdem zählen immer mehr Menschen statt Kalorien Schritte.
Eine Metaanalyse, veröffentlicht im im "European Journal of Preventive Cardiology", zeigt, dass bereits 4000 Schritte reichen, um das Risiko eines frühen Todes herabzusetzen. Die Forscher werteten 17 Studien aus, die zusammen Daten von 27 Tausend Menschen umfassten. Pro Tag 1.000 Schritte zusätzlich zu machen, ist der Analyse zufolge mit einem um 15 Prozent geringeren Risiko verbunden, vorzeitig an einer beliebigen gesundheitlichen Ursache zu sterben. Insbesondere das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung kann damit stark verringert werden.
Die 10 000 Schritte Leute sollen ruhig weiter machen. Schaden tut es nicht, aber weniger reicht oft auch schon. Gar nicht rausgehen, weil man keinen Bock mehrt auf 10 Kilo Schritte hat, ist deutlich die schlechteste Lösung.

Ich befinde mich derzeit eine Tagesreise mit dem Deutschlandticket vom Lichthügel entfernt im Hunsrück. Ich vertrete Freunde, die mal eine Reise brauchen auf ihrem Selbstversorgerhof. Eine Katze, drei Pferde, 4 Enten und 16 Hühner und Hähne bieten reichlich Gelegenheit für neue Erfahrungen. Zeit die Gegend zu erkunden bleibt auch und das geht ganz ohne Schrittzähler.

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RE: Dies und das, für jeden was

#320 von petias , 11.04.2024 10:10

Im Land des Schinderhannes und der Windräder


In der Kreisstadt Simmern (Rhein-Hunsrück-Kreis) gibt es einen Schinderhannes-Turm, in dem der vielfache Dieb, Räuber und sogar Mörder gefangen gehalten wurde.


Das Denkmal davor zeigt ihn als Schweinedieb.

Der Schinderhannes hieß Johannes Bückler ist vermutlich 1779 geboren und 1803 gestorben. Er war von Beruf ein Schinder. So nannte man die Abdecker von Pferden und Rindern, also ein Großtierschlächter. Einige seiner Vorfahren waren das auch. Die wurden aber nicht kriminell.



Dieses Haus aus dem Landkreis trägt eine andere Last, scheint aber gut damit klar zu kommen.


Der Bahnhof von Simmern ist längst stillgelegt. Davor der zentrale Busbahnhof der Stadt


Schaut man bei der Fahrt durchs Land aus dem Fenster, sieht man Windräder, soweit das Auge reicht. (Drauf klicken zum Vergrößern, sonst sind die Stromerzeuger nicht zu sehen.)

Über 300 Windräder gibt es in der Gegend. Viele Gemeinden konnten sich mit der Pacht, die die Windräder abwerfen, sanieren. Beim Spaziergang durch Wald und Flur trifft man ständig auf eins. Das brummt und rauscht, als käme ein Flugzeug angeflogen. In der Nacht blinkt es allüberall. Wege führen zu jedem hin und es gibt Flächen drum herum, die dem Aufstellen gedient haben, und jetzt der Wartung dient. Ein großer Beton-Klotz hindert das Ding am Umfallen. Viel mehr sollen es nicht werden, aber leistungsfähiger werden sie, dank Repowering. Man stellt größere und leistungsfähigere an der Stelle der existierenden auf.

Die Zukunft der Windräder soll in 300 Metern Höhe liegen. Solch ein Monster wird noch diese Jahr in Schipkau in Brandenburg fertig gestellt. Ein Jahr lang wurden mit einem gleichhohen Windmessmast Versuche angestellt. Da oben weht der Wind viel konstanter.
Die "Kleinen" (140 Meter hoch) können auch stehen bleiben. Die Großen überragen sie so weit, dass sie sich nicht ins Gehege kommen.

Solche Windanlagen sind sicher besser als das Verbrennen all der fossilen Energie oder gar der Bau von Atomkraftwerken. Aber so richtig toll sind die nicht. Sie schinden die Gegend mehr, als der Schinderhannes und seine Komplizen das je konnten. Aber - wir könnten, ja müssen, mit sehr viel weniger Strom auskommen!


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RE: Dies und das, für jeden was

#321 von petias , 15.04.2024 12:22

Vom Land der Idylle mit Windrädern über die Finanzstadt der Hochhäuser zurück nach Hause


Simmern war eine Stadt der Gerber. Hier noch ein historischer Schuppen aus der Zeit

.
Pferde auf saftiger Weide -und ewig drehen die Windradflügel


so ein hydraulischer Holzspalter tut der Idylle wenig Abbruch. Solange man noch weiß, wo die Axt ist, kann er viel Arbeit und Gelenke sparen.
Etwas im Kontrast dazu steht diese meiner Geschichten: Die Magie des Holzhacken - magisches Holz




Durch einen Zugausfall bin ich für 1,5 Stunden in Frankfurt gestrandet, in der deutschen Finanzstadt und der Stadt der höchsten Häuser in Deutschland. Von den höchsten 21 Häusern, die es in unserer Republik gibt, stehen 19 in Frankfurt. Platz 14 geht an den Post Tower in Bonn. Der Köln-Turm in Köln schafft Platz 20 mit 10 Zentimetern vor dem Eurotower in Frankfurt, der Platz 21 einnimmt.



Statt am Zielort über eine Stunde auf den Bus zu warten, bin ich früher ausgestiegen und durch den "Finsteren Grund" nach Hause gelaufen. Auch da gibt es Pferde.

Der Weg von Bahnhof Ernstthal nach Hause und ein Pferd, das früher mal da stand und an dessen Betreuung ich beteiligt war kommen in zwei Geschichten vor:

Neue Freunde
Pferde







Zu Hause hat sich viel getan. Christian gelegentlich unterstützt von Ute und Will haben die Hochbeete aufbereitet, Erdbeeren gepflanzt, gesät, den Schafstall gemistet (ein Tiefstall, das heißt man streut nur immer drauf und leert den Mist zwei bis dreimal pro Jahr), Mist und Kompost ausgebracht und in Hochbeete eingearbeitet und vieles mehr


Es sprießt der Mais, der Frauenmantel und der Löwenzahn,


Salat kann man schon ernten und bald Radieschen. In den Frühbeeten wächst mancherlei, auch das Unkraut



Alles wächst und gedeiht. Ich sollte öfter verrreisen!


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RE: Dies und das, für jeden was

#322 von petias , 26.04.2024 00:08

Leben retten auf dem Lichthügel

Als ich gestern Mittag gegen 13 Uhr mit Futterschüssel und Wassereimer zum Schafstall pilgerte, saßen die Schafe unter der großen Fichte auf der unteren Weide. Kaum hatten sie mich gesehen, setzten sie sich im Galopp Richtung Schafstall in Bewegung. So weit, so normal aber - es waren nur vier. Anton konnte ich nirgends sehen. Bereits im Stall war er auch nicht. Da fiel mir ein, dass die Schafe gestern vielleicht eine Stunde nach dem Füttern in der dem Hochbeet-Garten am nächsten gelegene Stelle, wo ich mich zu der Zeit aufhielt durch Mähen auf sich aufmerksam gemacht hatten. Ich konnte mir das gar nicht recht erklären, denn sie waren frisch gefüttert, hatten genug Heu, Wasser und Auslauf: also kein Grund zu mähen. Hätte ich mal nachgesehen. Einen Grund für das Mähen gibt es immer.
Richtig, an der Stelle war der Zaun halb umgerissen. Als ich hinkam, sah ich Anton reglos am Boden liegen. Kopf und Füße waren völlig im Zaun verfangen und verwickelt. Er hatte den Kopf durch die Maschen des Elektrozaunes gesteckt, der nicht am Strom angeschlossen war, um Blätter von einem Busch nahe dem Zaun zu fressen. Dabei hatte er sich verhaket. Beim Versuch sich zu befreien hatte er sich nur noch mehr verfangen, auch mit den Beinen, war umgefallen und konnte nicht mal mehr aufstehen. Ich dachte schon, er wäre tot. Er musste schon an die 23 Stunden da gelegen haben. Er lag, sich völlig aufgegeben, mit geschlossenen Augen da. Er hatte sich aufgegeben, die Herde hatte ihn aufgegeben. Was hätte sie auch tun sollen. Sie haben mich gerufen, aber ich habe nicht auf sie gehört. Ich fasste ihn an. Er war warm und nicht steif. Schon mal gut. Ich entwirrte seine Beine. Die waren elastisch. Während dessen wachte er auf. Er stand auf, als ich ihn etwas anhob und konnte schon wieder stehen. Beim Versuch ihn den Kopf aus den Maschen zu schieben, versuchte er nach Art eines Bockes nach vorne mit dem Kopf durch die Wand zu brechen. Ich brauchte alle Kraft, ihn vom Zaun zurückzuschieben und aus den Maschen zu befreien. Als er dann frei war, bleib er kurz stehen und trottete erst langsam und dann schneller auf die Herde zu. Die grunzte ihn an und lief ihm entgegen. Nach der Begrüßung folgten mir alle in den Stall zum Fressen, als ob nichts gewesen wäre. Ich habe aus dem Vorfall gelernt. Ob Anton das hat, wage ich zu bezweifeln - höchstens für den Moment!


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RE: Dies und das, für jeden was

#323 von petias , 01.05.2024 08:55

Hexenfest

Die Nacht vom 30. April zum 1. Mai ist die Walpurgisnacht. Die hat ihren Namen von der Äbtissin (Vorsteherin eines Nonnenklosters) Walpurga. Bei der Überfahrt über den Ärmelkanal geriet ihr Schiff bei stürmischem Wetter in Seenot. Walpurga soll die gesamte Überfahrt lang an Deck gekniet und gebetet haben, bis das Schiff schließlich sicher in Antwerpen vor Anker gehen konnte.

Durch diesen Vorfall inspiriert wählten die Seeleute Walpurga zu ihrer Schutzpatronin. Sie wurde im Mai 870 von Papst Hadrian II. heiliggesprochen. Seitdem feiert man Walpurga am 1. Mai.
Unabhängig davon war es seit altersher heidnischer Brauch in der Nacht vor dem 1. Mai mit Tanz, Feuer und Umzügen den Winter zu vertreiben.

Zur Bekanntheit der Walpurgisnacht trug kein geringere als Dichterfürst Goethe bei:

"Die Hexen zu dem Brocken ziehn, die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün. Dort sammelt sich der große Hauf, Herr Urian sitzt oben auf. So geht es über Stein und Stock, es farzt die Hexe, es stinkt der Bock."

Aus dem Stern: "Nach altem Volksglauben flogen die Hexen in der Nacht zum 1. Mai vom Hexenplatz in Thale (Sachsen-Anhalt) auf den nahe gelegenen Berg Brocken (Blocksberg), um hier mit dem Teufel zu feiern. Dabei verhexten sie alles und jeden, der ihnen in den Weg kam. Goethe beschrieb dieses furchteinflößende Treiben in seinem Werk "Faust". Die heilige Walburga hat damit jedoch rein gar nichts zu tun."

In Lichte, ein Ortsteil der Stadt Neuhaus am Rennweg, da, wo der Lichthügel liegt, feiert man zu diesem Anlass auch ein Hexenfest. und gestern war es wieder soweit. Etwas makaber: hier verdichtet sich das Gedenken an das Hexentreiben auf dem Bloxberg mit den wenig rühmlichen Hexenverbrennungen im Mittelalter. Glaubt man Genetikern, so wären unsere Frauen heute noch viel schöner, wären nicht so viele junge Frauen als Hexen verbrannt worden, weil ihr Anblick die durch das Zölibat gebeutelten Geistlichen in arge Versuchung führte, was bei den tugendhaften Männern nur mit dem Einfluss des Teufels zu tun haben konnte.



Zum Glück Ist die Hexe auf dem Scheiterhaufen nur eine Puppe!


Eine Band wurde vom Veranstalter engagiert


Die Feuerwehr passt auf, dass nichts Schlimmes passiert.




ein paar Feuerwerkskörper wurden im Scheiterhaufen versteckt


sehr zum Erstaunen einiger Zuseher





Enkel Oli ist unter meiner Aufsicht für ein paar Minuten im Getümmel untergetaucht. Eine unverzeihliche Verletzung meiner Aufsichtspflicht. Seine Eltern werden mir nie wieder vertrauen können. Aber er ist zum Glück wieder wohlbehalten aufgetaucht.

Die letzten Paletten werden uns Feuer geworfen und kurz vor Mitternacht hört die Band auf zu spielen. Das nächste Ereignis wird bereits angekündigt.

Das Feuer glimmt noch in den 1. Mai hinein. Ich überlasse die Feuerwache der Feuerwehr und ziehe mich in meine Schlafhütte zurück. Die Türe ist bereits seit Tagen Tag und Nacht offen. Ein Hoch auf den Sommer!


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RE: Dies und das, für jeden was

#324 von petias , 02.05.2024 08:44

Erdüberlastungstag (Deutschland) - schon wieder

Gut drei Monate früher als der globale Erdüberlastungstag ist der deutsche. Klar, wir liegen weit über dem Durchschnitt umweltschädlichen Verhaltens. Und da heißt es immer, wir sind weltweit gesehen nur zu 2 Prozent am CO2 Ausstoß beteiligt. China dagegen zu 30 Prozent. Aber da hat sich wohl wieder mal ein Milchbubi (Pendant zum Milchmädchen) verrechnet. Denn: wenn China heute zu 100 Prozent CO2- neutral wäre, dann läge der weltweite CO2-Ausstoß immer noch bei 70 Prozent. Und: 70 Prozent der Windräder erzeugen Strom in China. 90 Prozent der Solar-Panel werden in China produziert. China ist ganz vorne im globalen Klimamarkt.

Man kann sich allerdings schon fragen, wie das sein kann, dass seit vielen Jahren schon die Ressourcen der Erde global im August, in Deutschland schon im Mai aufgebraucht sind, wir also fast ein halbes Jahr lang verbrauchen, was nicht nachwächst, aber immer noch was da ist. Wann sind die Ressourcen der Erde denn eigentlich verbraucht?

Tatsächlich gibt es einiges an Kritik bei der Berechnung. Man rechnet den ökologischen Fußabdruck, also alles was es an Ressourcen für den Lebensstil braucht, gegen die Biokapazität, also die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen wieder aufzubauen. Das "Global Footprint Network" geht dabei so vor, dass Emissionen in Landnutzung umgerechnet werden. Also wie viele Wälder bräuchte es, damit das emittierte CO2-Äquivalent wieder gebunden werden könnte. Da vergessen die doch tatsächlich, dass wir in Zukunft jede Menge CO2 aus der Luft holen werden und in Bergewerksstollen und dem Meeresgrund verstecken können! Wie lange das da bleiben wird, weiß bislang noch keiner.

Warum die Erde immer noch irgendwie funktioniert, liegt daran, dass der Zusammenbruch der Ökosysteme und die Klimaerwärmung sehr langsam vor sich gehen. Aber tatsächlich wirkt sich, was wir dieses Jahr anrichten, erst in 30 Jahren aus. Und um das wieder gut zu machen, werden wir Hunderte wenn nicht Tausende Jahre brauchen.

Das Klima reagiert nur verzögert auf menschliche Einflüsse

Aber Leugnungs- und Beschwichtigungsversuche werden noch dramatisch zunehmen. In Deutschland liegt eine Partei bei ca. einem Fünftel der Wählerstimmen, die den Klimawandel komplett leugnet oder zumindest den deutschen Einfluss darauf! Ich würde mir wünschen, es gäbe noch die guten alten Milchmädchen in den Milchfachgeschäften, in denen ich, wenn ich bei meiner Großmutter in München war, die Milch in Kannen geholt habe. Allerdings würde ich mir wünschen, die würden as anderes verkaufen als Milch, die nicht für den Menschen gedacht ist und von tierischen Sklaven stammt. Die haben sich vielleicht mal verrechnet, aber zumindest konnten sie noch rechnen. Heute machen das alles elektronische Kassen, Taschenrechner oder Handis. Überprüfen tut das keiner und viele könnten es gar nicht mehr!

Fröhlichen Erdüberlastungstag allüberall im Land!


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RE: Dies und das, für jeden was

#325 von petias , 10.05.2024 12:39

Männertag 2024

In Sachen Männertag hatte ich mich die vergangenen Jahre an Freund Bruno angeschlossen. Der machte mit anderen bekannte Musikern, die dadurch auch meine Bekannten wurden, eine Wanderung mit Gitarren und Mundharmonikas. Wandern und Musik machen - Das Verhältnis von Musikern und Nichtmusikern war etwa 1:1 - wechselten sich ab und natürlich floss reichlich Bier.

Diese Jahr hatte Bruno uns als Übernachtungsgäste im Freizeitpark "Auenland" in Waffenrod angemeldet. Der rührige Besitzer Mike, ein Kumpel von Bruno aus DDR-Zeiten, organisiert auf seinem Freizeitparkgelände auch Feste und Festivals. Das Bekannteste seiner Festivals ist das "Woodstock Forewer Festival" im August. Auch zu diesem Männertag waren drei Bands verpflichtet.


Die Halle mit urigen Stämmen verziert ist das Zentrum der Veranstaltung. Darin und drum herum gibt es Bühnen, Versorgungsstellen und Sanitäranlagen.



Weiter oben auf einem der Parkplätze haben wir unserer Unterkunft eingerichtet. Bruno hat sein Lager im Bus, ich habe mein Leichtzelt oben auf der Wiese aufgebaut. Eine Hülse fehlte, so war es noch um 15 cm niedriger als sonst, auch kein Problem! Zum Vorglühen gab es gleich mal Musik und Bier.
Bruno und Udo gaben zu Bedenken, dass die Welt jeden Tag untergehen könnte, angesichts all der Krisen. Man müsse also leben, als ob morgen die Welt unterginge.

Reiner und ich erinnerten an die Tradition der Wanderung am Männertag, aber unsere Mitmänner wollte erst noch eine Runde trinken. Worauf das hinauslaufen würde war abzusehen, als machte wir uns zu zweit auf auf einen Rundgang durch Freizeitpark und umliegende Gegend.











Wieder zurück, hatten wir die erste Band verpasst. Den ganzen Tag war gerade Zeit zum Essen. Das Angebot war besser als bei den Meisten Festen der Gegend. sogar Gerichte ohne Fleisch wurden angeboten.

Der Alkoholpegel bei den Kollegen hatte bereits erstaunliche Höhen erreicht. Viele Gästinnen nahmen das mit dem Männertag nicht so ernst. Wie schön, das Männerauge braucht auch mal einen Anblick, auf dem sich der Blick ausruhen kann, wenn er sich mal vom Bierglas nach oben wendet. Solange es nicht die eigene Partnerin ist!




Nach einem Nachmittag bei Bier, Musik und Tanz,


war für manchen der Tag schon gelaufen.


am Abend gings dann in die Halle.


Musik von der Konserve und Tanz.


Ein Hund "profitiert" von einem verschütteten Bier. Ich habe ihn dann am Abend nicht wieder gesehen ...


Und dann trat der Schwiegersohn des Chefs auf, mit seiner Band.
Ein Brei von Krach und Geschrei. Der Trummer nur brachte etwas Rhythmus und Struktur.


dann lieber: Bringt dem Mann am Klavier noch ein Bier!

Um 11 Uhr war es dann nicht mehr länger auszuhalten und ich zog mich in meine Zelt zurück. Bruno hatte sich weiter in seinen Bus zurückgezogen und die Türe geschlossen. Er war wohl noch am Leben.





Am Morgen war das Festival-Gelände ruhig und sonnig. So stelle ich mir den Weltuntergang vor. Sonne scheint auf menschenleere Stille!


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Dies und das für jeden was

#326 von petias , 15.05.2024 08:08

Muttertag und Eisheilige

Mir war gar nicht bewusst, dass der Muttertag und die Eisheiligen mal mehr mal weniger zusammenfallen. Der 2. Sonntag im Mai ist der Muttertag. Dieses Jahr fiel er auf den 12. Mai und damit auf Pankratius, den zweiten der eisigen Heiligen. Machen wir uns nichts vor, Leitkultur hin oder her, unser Alltag, unsere Kalendertage haben viel mit der christlich abendländischen Kultur zu tun. Das Bewusstsein, finde ich, kann nichts schaden. Das muss nicht die Herabwürdigung anderer Kulturen bedeuten!
Der 11. Mai gehört dem Mamertus, ein Bischof aus dem 5. Jahrhundert. Am 13. Mai feiern wir noch einen Bischof, den Servatius. Am 14. ist der Bonifatius dran und heute, am 15. Mai genießen wir die kalte Sophia.

Diese Jahr war - wir sind so ca. zwei Wochen früher dran in Sachen Vegetation und Klima, als im langjährigen Durchschnitt, ein Vollmond ist auch noch ein ganzes Stück weg - nichts mit den Eisheiligen. So ganz genau stimmt das auch selten. Aber um die Zeit herum gibt es eine Häufung im Jahresdurchschnitt von späten Frosttagen.

Da dank Wetterbericht und auch vom Feeling her nicht mehr mit Frostperioden zu rechnen ist, haben wir auf dem Lichthügel gerade während der Eisheiligen die Auspflanzung der frostempfindlichen Kulturen durchgeführt.

Ist es nicht passend am Muttertag die Mutterkartoffeln zu legen?
Oft heißt es, die Kartoffeln müssen spätestens bis Ende April draußen sein. Dann wieder gibt es das Sprichwort: " Baust me im April, Kimme wanne will, baust me im Mai, kimme glei! Das ist logischerweise von Gegend zu Gegend unterschiedlich. Will man Frühkartoffeln zur Spargelsaison auf den Markt bringen, dann muss man zwangsläufig, wie beim Spargel, mit viel schwarzer Folie arbeiten. Auf dem Lichthügel bemühen wir uns, Kartoffeln vom letzten Jahr übrig zu behalten, so dass Frühkartoffeln gar nicht nötig sind. Das Legen der Kartoffeln im Mai, vor Ende der Eisheiligen, hat sich auf dem Lichthügel bewährt. Selbst wenn der Frost nochmal zuschlagen sollte, die Keimlinge sind in der Erde sicher, solange sie noch nicht herausspitzen!



Eine Reihe wird abgesteckt. Ich bilde mit dem Rechen eine Rinne. Da hinein gebe ich Kompost. Die Rinne wird einer Grabgabel tief gelockert. Eine leichte Drehung der Grabgabel beim Herausziehen mischt den Kompost leicht unter, ohne gleich den ganzen Boden umzukehren. Die Struktur des Bodenlebens bleibt weitgehend erhalten, hoffe ich.


In der Rinne hebe ich ein Loch mit einer kleinen Schaufel aus. Da hinein kommt etwas Holzasche. Den Tipp habe ich von Dieter Storl, dem Bauernschamanen und Philosoph, vor allem aber Selbstversorgungspraktiker! Die Holzasche (von reinem Holzfeuer. Keine Kohle, kein verbrannter Abfall!) hält Fressfeinde ab und düngt! Dann zerschneide ich eine vorgekeimte Kartoffel, je nach Lage der Triebe in zwei bis drei Teile.





Die Schnittstellen werden mit Holzasche versiegelt. Das spart das Antrocknen-lassen, das sonst bei der Schneidemethode empfohlen wird. Die Teilstücke sind nach Storl genauso ertragreich wie ganze Kartoffeln, aber sparen sehr viel Saatgut. So bleiben länger Kartoffeln zum verspeisen übrig!

Das Kartoffelstück kommt mit Trieb nach oben in das Pflanzloch und wird mit noch etwas Asche bedeckt. Der Aushub des nächsten Loches (ca. 35 cm entfernt) schließt das erste.

Diese Methode funktioniert nur bei Handarbeit und kleineren Flächen. Unser Fläche dieses Jahr ist 5 mal 11 Meter.
Die Pflanzen sind zunächst in einer Rinne und darin in einer Mulde. So lassen sie sich effektiv gießen. Die gerade sichtbaren Hügel sind die Häufelreserve. Wachsen die Pflanzen hoch, so werden sie nach und nach mit der umliegenden Erde angehäufelt. Schließlich ist auch im Gartenbau, wie im Feldbau von Anfang an, die Pflanze im Damm. Abdecken spart Austrocknung und damit viel Wasser, fördert das Bodenleben und ist sehr zu empfehlen.









Besonders dank der unermüdlichen Arbeit von Mitbewohner Christian, der auch arbeitet, wenn ich in Steinheid bin oder Zeit am Computer vergeude, sieht der Garten schon ganz passabel aus.


Die Schafe sind auch wieder da. Sie waren 10 Tage bei Ute zum Rasenmähen!

in den Pausen habe ich ein Buch gelesen, eine Empfehlung von der Eule: "Die Lerchen singen so schön", ein Science Fiction Roman von John Seymour, von dem ich eine Reihe von Büchern habe. Darunter natürlich das weltberühmte "Das große Buch vom Leben auf dem Lande". Aber auch "Vergessenen Künste" (englische Handwerkskunst) und andere. Von dem SF- Roman wusste ich noch nichts, danke Eule! Der ist eine Buchsbesprechung wert. Vielleicht morgen, da soll es bei uns laut App ausgiebig regnen!
Da ist das Gelesene noch frisch. Das nächste Kapitel vom Ökodorf muss noch etwas warten!


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RE: Dies und das für jeden was

#327 von petias , 19.05.2024 15:18

Pfingsten

Pfingsten ist das dritte der großen drei Stationen im christlichen Kirchenjahr. Über Ostern, und Weihnachten habe ich schon öfter geschrieben, über Pfingsten glaube ich, noch nicht.

Pfingsten bedeutet - vom Griechischen abgeleitet - der 50. Tag. Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, 49 Tage nach dem Ostersonntag, und liegt zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.

In der Apostelgeschichte (Neues Testament) wird erzählt, dass der Heilige Geist, ein Aspekt des dreifaltigen Gottes, den Aposteln und Jüngern Jesu erschien, die zum jüdischen Fest Schawuot, dem 50. Tag nach dem Pessachfest versammelt waren. In der Christlichen Tradition gilt diese Datum als die Gründung der Kirche.

Pfing´sten heißt im Neuen Testament Pentēkostḗ, was wieder 50 bedeutet. Die Pentekostie war eine Unterabteilung der antiken griechischen Heere in der Phalanx.

Das Pfingstereignis wird in den verscheidenen Evangelien unterschiedlich dargestellt. Mal kommt der heilige Geist (Erleuchtung) in der Form von Feuerzungen über die junge Kirchengemeinde, mal in Gestalt einer Taube. Als Pfingstwunder wird erzählt, dass alle Anwesenden Menschen die Botschaft Gottes, die die Apostel verkündeten in ihrer eigenen Sprache hören konnten.

Im Johannesevangelium kam der Auferstandene in die Mitte seiner Jünger, hauchte sie an und übertrug ihnen mit den Worten „Empfanget den Heiligen Geist!“ den Geist Gottes.

Wir, Andreas Ute und ich, haben die drei kleinen Schafe von Nachbar Andreas an diesem heiligen Tage geschoren.



morgen sind die Schafe des Lichthügels dran!

Früher war es in manchen Gegenden üblich, einen Ochsen festlich zu schmücken und ihn zum Almauftrieb voranzuführen. Der Ochse wurde manchmal geschlachtet und um seinen Bratspieß und mit seinem Fleisch ein Dorffest gefeiert.
In Anlehnung an diesem Brauch wurde der längste Schläfer in einem Schubkarren durchs Dorf gefahren. In Anlehnung an den Palmesel wird in manchen Familien der Pfingstochse kreiert.

Der Palmesel und die Zeitumstellung


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RE: Dies und das für jeden was

#328 von petias , 25.05.2024 12:33

Schnecken!

Über die letzten trockenen Jahre hatten wir die Schneckenplagejahre schon fast vergessen. Aber dieses Jahr, mit warmen Wachsregen im Mai, sind sie zurück die spanischen Nacktschnecken. Weinbergschnecken gibt es auch zuhauf. Aber die sind hier wenigstens Teil des Ökosystems und nicht ganz so gefräßig.

Leute mit Laufenten, höre ich, haben weniger bis keine Probleme - zumindest mit Schnecken.

Die Schneckensammelzyklen von drei bis vier mal am Tag sind wieder aufgenommen. Morgens nach dem Aufstehen - am frühen Nachmittag - am Abend - und wenn ich es irgendwie schaffe, vor dem Zubettgehen mit der Taschenlampe.
Die Weinbergschnecken schmeiße ich nur von den Gemüsepflanzen weg, lasse sei aber leben. Die Nacktschnecken sammle ich in einem Schraubglas und ertränke sie mit Wasser. Kein schöner Gedanke. Aber mit der Schere durchschneiden finde ich auch nicht besser. Die Leichen und Unmengen an Schleim kommen in den Kompost mit den menschlichen Exkrementen.


Die Erdbeeren lassen sie in Ruhe, solange sie Besseres haben. Den Kohl mussten wir schon komplett ersetzen. Die Schnecken fressen alles kahl.
Die Bodenbedeckung mussten wir Beim Kohl wieder entfernen, solange das Wetter nass ist, denn darunter verstecken sich die Schnecken und ehe man es sich versieht, sind sie wieder am Kohl!


der Salat zieht die Schnecken magisch an. Da gibt es immer reichlich Ernte (an Schnecken)


die roten Beete sind kaum von Schneckenfraß betroffen. Auch nicht der Lauch und die Erdbeeren.


Die ersten Bohnen keimen um den Mais, der allerdings den Auspflanzschock noch nicht überwunden hat.


Der Kürbis, gedacht zur Bodenbedeckung, wurde Opfer der Schnecken. Keine Ahnung, ob ich noch Ersatz bekomme.


die erste Kartoffel hat das Rennen ans Licht gemacht!


auch die ersten Erbsen spitzen schon durch die Erde!


Das Bohnenfeld ist erst seit ein paar Tagen fertig. Da keimt noch nichts.


Eine bestellte Zeitschrift ist gekommen. Man will schließlich auf dem neuesten Stand bleiben.


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RE: Dies und das für jeden was

#329 von petias , 26.05.2024 08:26

Die Qual der Wahl - UND - Der Zirkus ist in der Stadt

Zwei Ereignisse stehen heute an. In Thüringen sind Gemeindewahlen. Ich bin aufgerufen: zur Ortsteilbürgermeisterwahl, Ortsteilratsmitgliederwahl, Bürgermeisterwahl, Stadtratsmitgliederwahl und Kreistagsmitgliederwahl. Dazu bin ich zur Stimmabgabe in die Turnhalle der örtlichen Schule gebeten.
Das kann dauern, bei so vielen Wahlen.

Nach getaner Bürgerpflicht gehe ich mit meinen Enkeln und der Mutter des kleineren in den Zirkus Corona! Welch ein Name! Ich bin nicht so der Zirkus-Fan, aber ich bin sicher, den Kindern wird es gefallen.

Ich werde heute Abend berichten!

23:11 Uhr
Morgens, kurz nach Öffnen der Wahllokale pilgerte ich zur Turnhalle der örtlichen Schule. In einer langen Reihe gab es erst die Tische mit Wahlhelfern, die die Berechtigung prüften und im Erfolgsfall die Wahlzettel aushändigten, jeder in einer anderen Farbe. Dann kamen ein paar Wahlkabinen. Man musste jeden Zettel genau lesen. Es gab verschieden viele Stimmen, die einzelnen Kandidaten vergeben werden konnten, oder einer Partei.
Der Bürgermeister stellt sich wieder zur Wahl. Er ist ohne Parteibuch, aber tritt für die Linke an. Gegenkandidaten gibt es keinen. Aber man kann statt ihm die Stimme zu geben einen Namen eintragen, um den als Bürgermeister vorzuschlagen. Genau so verhält es sich mit dem Stadtteilbürgermeister. Ich gehe davon aus, dass sie beide wiedergewählt werden. Und das ist auch gut so. Der Landrat in der Kreisstadt Sonneberg wird diesmal nicht gewählt. Ihr erinnert euch sicher, dass der Posten vor nicht allzu langer Zeit an die AfD ging. Der erste AfD- Landrat in Deutschland. Peinlich. Ich bin gespannt, wie viele Landräte ihm folgen werden.

Nach der Wahl musste man den Wahlschein bei einer dritten Stelle wieder abgeben, wo man dann - nach Farben sortiert - unter den Augen eines Wahlhelfers jeden Zettel in eine andere Urne steckte. Das hat ca. 20 Minuten gedauert.

Ich fuhr mit dem Bus nach Neuhaus. Dort trafen die Enkel und die Mutter des jüngeren mit einem anderen Bus ein. Wir gingen zum Zirkus. Man verkaufte uns erst mal keine Karten. Es könnte sein, dass die Vorstellung ausfällt. Minimum 25 Leute. Es wurden nur 20. Die Begründung einer Mutter von zwei Kindern: Der Besuch der Vorstellung würde verhindern, dass man Punkt 12 Uhr seine sonntäglichen Klöße mit Blaukraut und Schweinebraten zu sich nehmen könne, wie der Thüringer das gewohnt wäre.
Der Mann an der Kasse erklärte, dass sie mindestens 400 Euro brauchten, damit sie ihre Kosten wieder hereinspielen würden. 400 : 20 = 20 Euro pro Person, Erwachsener und Baby. Als sich abzeichnete, dass die Umstehenden dazu eventuell bereit wären, erhöhte er den Mindestbetrag auf 450 Euro. Das hat es dann entscheiden. Wir sind abgezogen und damit war die Vorstellung vom Tisch. Der Mann an der Kasse jammerte sehr, dass die Zirkusse sterben würden. Aber er war auch nicht bereit, für 400 Euro die Vorstellung zu machen. Alles war bereit. Es war hell und warm, die Stromkosten sollten sich in Grenzen halten. Drei Wartende hatten schon Karten früher gekauft. Die mussten zurückerstattet werden.
Es war die letzte Vorstellung nach 10 Tagen. Vielleicht hatten sie auch einfach keine Lust mehr, wollten mit dem Umzug nach Oberweißbach endlich anfangen. Sei es drum.
Wir wanderten zurück nach Steinheid 6,5 km durch Wald und Berge. Ich fand es schön. Die Kinder bis auf die letzte halbe Stunde auch. Der zweijährige Oli, obwohl meist getragen oder auf den Schultern reitend ist auf den letzten Metern eingeschlafen und ist erst nach 1,5 Stunden wieder aufgewacht.

Auch ohne Zirkus war es ein schöner Tag!


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RE: Dies und das für jeden was

#330 von petias , 28.05.2024 12:08

Geburtstagsfest (Mai 2024)

Geburtstagsgedicht

Ende Mai, wenn Mitbewohner Christian Geburtstag hat, ist das Wetter meist schon Lagerfeuerfest-geeignet. Auch diese Jahr sah das Wetter ganz vielversprechend aus. Ein von der App angekündigter Regenschauer konnte nicht Schrecken. Die Festlandschaft auf dem Lichthügel ist überdacht!


In sicherer Erwartung der Gäste bereitet Christian schon alles vor. Niko war ausgezogen, ich viel beschäftigt, da hat Christian das Fest fast komplett in Eigenregie und Arbeit gestaltet.


die ersten vertrauten Gesichter


weitere Ankömmlinge


und auch die Kuh schaut zu







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