RE: Dies und das für jeden was

#181 von petias , 06.06.2022 12:33

Brünnstein - ein Hausberg meiner Schulzeit!

Zwischen Brünnstein und Kranzhorn habe ich einige Jahre meiner Schülerzeit verbracht. Vater war Förster in Niederaudorf und wir Kinder Fahrschüler nach Rosenheim.




Seit langem geplant hat es diesmal funktioniert. Die treuesten ( und zwei der sehr wenigen) Leserinnen in diesem Forum, Schwester Evi und Cousine Gudrun treffen sich mit mir zu einer gemeinsamen Bergwanderung. Evis Partner Otto und mein Sohn Sebastian waren auch mit von der Partie!

Aufstieg


Evi und Otto gehen barfuß!


Waldfee Gudrun auf ihrem Tron.


kurze Rast


Die Evi schaut noch immer recht munter drein


immer wieder kurze Pausen


Sebastian der Bergbezwinger!


die Höle der Bergmonster


Hilfe, da kommt schon eins!


Gipfelglück




Die Betreuer der Gipfelkapelle bitten um eine Spende.

Abstieg


blau, blau blau blüht der Enzian...


auf da Alm, da gibts koa Sünd


Unten erwartet uns schon Gudruns Tochter Katharina. Sie hat währen unserer Krakseleien einen 90 km langes Fahrrad Bergtraining absolviert.

After Gipfel Party


Bruder Klaus öffnet uns Haus und Keller.


Nichte Bernadette und Neffe Korbinian

Eine gelungener Tag! Mit Genugtuung nehme ich zur Kenntnis, dass wir Jungster Sebastian, der höchstens halb so alt ist, wie jeder einzelne von uns Oldies, ein wenig Achtung vor dem Alter abringen konnten!


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RE: Dies und das für jeden was

#182 von petias , 24.06.2022 21:16

Johannistag

Der 24. Juni ist der Gedenktag für Johannes den Täufer. Das Datum ist eng verknüpft mit der Sommersonnenwende, die kurz zuvor stattfand. Mancherorts werden Johannisfeuer abgebrannt, die oft mit den Sonnwendfeuern verschmelzen.

Auch für das ländliche Leben ist dies ein bedeutender Tag.

- der Johannisroggen (Waldstaudenroggen) wird an diesem Tag gesät
- die Johannisbeeren beginnen rot zu werden
- das Johanniskraut beginnt zu blühen
- bis zu diesem Tag darf man Rhabarber essen, danach ist die Oxalsäure zu heftig und man sollte es lieber lassen
- am Johannistag endet die Spargelsaison
- an dem Tag werden Holler Küchel gebacken. Man taucht die Holunderblütenstände in einen Pfannenkuchenteig und backt das Ganze in der Pfanne
- die Dorfbrunnen werden gereinigt
- die Glühwürmchen beginnen ihrem leuchtenden Balztanz

diese Liste ist keineswegs vollzählig.

Was die Glühwürmchen angeht, so saßen kürzlich nach dem Sommerfest Cousine Ilsi und ich abends vor dem Pavillon, als eine Schaar Glühwürmchen ihr leuchtendes Gewese trieb. Ilsi bemerkte, dass es keine Gedichte über Glühwürmchen Nächte gäbe. Ich kannte auch keines. So beschloss ich selber eins zu schreiben:


Glühwürmchen Nacht


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RE: Dies und das für jeden was

#183 von petias , 26.06.2022 10:43

Feste - Feste

letzten Mittwoch rief mich Bruno an, er hätte ein Angebot erhalte bei dem Geburtstagsfest eines Kumpels aus längst vergangenen DDR - Hippie - Zeiten aufzutreten. Aber das wäre nur möglich, wenn ich mitkomme und ihn fahre.
Ich schulde ihm noch was, wegen seines Auftritts auf dem Lichthügel Sommerfest und so sagte ich zu. 45 Minuten später war er da, wir luden noch einen Kasten Bier von den Resten des Festes in seinen Bus und los ging die Fahrt. Nach Waffenrod, einem kleinen Ort gut 40 km entfernt. Der Besitzer des dortigen Ferien und Veranstaltungsgeländes feierte - Mitten unter der Woche - seinen 60 Geburtstag.
An dieser Lokation fand seit über 10 Jahren jährlich das Festival "Woodstock for ever" statt, das ich hoffe heuer erstmalig miterleben zu dürfen.

Unsere Kasten Bier und die Flasche Whisky von Bruno stach deutlich ab von den aufwendig arrangierten Geschenken auf dem 6 Meter langem Gabentisch. Aber Bruno bemerkte, unser Kasten Saalfelder würde großen Eindruck machen!

Bruno kannte viele Leute da, die meisten ehemalige DDR- Hippies (wusste gar nicht, dass es das gab) wie er. Ich sah mir die Gegend an. Das Geburtstagskind war auch Betreiber des Hobbit- Parks, einer Feriensiedlung im Stile eines Hobbit- Dorfes aus "Herr der Ringe".



der Jubilar bei seiner Dankesrede

Die Festhalle ist ein interessantes Bauwerk mit ganzen Bäumen als Säulen.





Die erste Band, bestehend aus einer Frau an verschiedenen Formen von Bas- Instrumenten, die ihren Verlobten immer wieder als „Ein-Mann-Band“ bezeichnete.
Irgendwie klang zwar alles immer gleich - gut, ähnlich. So elektronische Klänge unsauber und verzerrt, aber die Zahl der Instrumente war enorm.



nach dem Einpacken das gefühlt Stunden gedauert hat, sah der Gepäckhaufen so aus.




Schließlich bekam Bruno doch noch Gelegenheit zum Auftritt. Zwar nicht Solo und mit seinem Programm, aber er durfte mit seiner Mundharmonika an einer Jam - Session teilnehmen. Ich fand es gut, aber er war enttäuscht!

Um halb zwei Uhr morgens war ich letztendlich in meiner Schlafhütte.

Das war Mittwoch!

Am Samstag stieg dann Gelis Geburtstagsparty, bei der ich seit vielen Jahren Gast sein darf.


Dieses Jahr spielten zwei Musiker aus früheren Bands von Geli mit. Der Franz gab bei jedem Lied die Tonart an und alle spielten brav mit. Aber sie brachten auch eigene Lieder ein.


Die nächste Musikergeneration wächst heran

Heidi las eine Geschichte über eine Autoschlange an der Tankstelle angesichts der aktuellen Benzinknappheit vor

und ich gab neben einiger Worte über den Johannistag, an dem Angelika Geburtstag hat, mein "Glühwürmchen Nacht" Gedicht zum Besten.

Robert, der ältere Sohn von Geli, entzündete gegen Ende noch ein Lagerfeuer aus Paletten Holz, in dem gleich das gebrauchte Plastikgeschirr verbrannt wurde. Nicht überall gelten die selben Ökostandards wie auf dem Lichthügel.

Aber: wieder ein gelungenes Fest. Einige Leute treffe ich jährlich nur auf Gelis Geburtstagsfest. Dann bis zum nächsten Jahr!


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RE: Dies und das für jeden was

#184 von petias , 02.07.2022 08:57

Endlich Wochenende!

Seit meinem Renteneintritt hatte das Wochenende mehr und mehr von seinem alten Zauber verloren. So achtete ich meist nur noch darauf, an Sonntagen keinen allzu andauernden und penetranten Krach zu machen, wie das Sägen von Holz mit Kreis- oder Kettensägen. Nicht weil sonst die Polizei gekommen wäre, wie das in München unweigerlich passiert wäre, sondern aus Rücksicht auf Spaziergänger und Nachbarn. Den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt legte man auch nicht auf das Wochenende, da entweder die Geschäfte zu sind (Ab Samstagmittag) oder sehr voll! Darüber hinaus hatte das Wochenende keine Bedeutung mehr.

Zurzeit arbeiten wir aber täglich 6 bis 8 Stunden auf dem Bau. Das Mietshaus von Ute bekommt einen neuen Dachstuhl und ein neues Dach. Bei der Gelegenheit werden die Zimmerdecken des Obergeschoßes nach oben verlegt. Der größte Teil des Obergeschoßes war jahrzehntelang von einer Anwaltskanzlei gemietet worden. Nachdem der Anwalt in den wohlverdienten Ruhestand gegangen war und der einzige Wohnungsmieter auf dieser Etage bereit war in eine freigewordene Wohnung tiefer zu ziehen, konnte es los gehen. Das Herausreißen von Zwischenwänden, das Entfernen der Zimmerdecken bis hoch zum Dach, teilweise entfernen von Böden, das Entfernen von Stromleitungen Lichtschaltern und Steckdosen, abschaben von Tapeten ... hat Ute nicht einer Abrissfirma übertragen, sondern wir machen es selbst. Unsere Abrissarbeiten enthüllten so manches statische Problem und das Team aus Architekt und Statiker sind immer noch am Rechnen und planen. Noch besteht Hoffnung, dass das Dach diesen Sommer gebaut werden kann und in dessen Folge die Wohnungen des Obergeschoßes. Wenn nicht, wäre der Mietausfall ruinös!
Erschwerend kommt hinzu, dass die verbliebenden Mieter im Haus alle Schichtarbeiter in den umliegenden Glas- und Kunststofffabriken sind und ihre Schlafzeiten zu verschiedenen Tageszeiten brauchen. Wir dürfen deshalb nur zu bestimmten Zeiten laut sein.
Das Abreißen ist das eine. Staubig, dreckig, immer fliegen kleine Partikel in die Augen und die übrigen Corona- Masken, die die Lunge schützen sollen, machen es auch nicht leichter. Aber noch viel zermürbender ist das anschließende Trennen des Abraums in diverse Container. Da gibt es Preisunterschiede von mehreren Hundert Euros pro Tonne bei den verschiedenen zu entsorgenden Materialien. Eine Wissenschaft für sich - vor allem aber Abzocke!

Das machen wir jetzt in dieser tag- täglichen Intensität seit gut zwei Wochen und siehe da: Das Wochenende, das wir beschossen haben einzuhalten, wegen der Mieter und auch der Öffnungszeiten der Containerdienste, Architekten usw. bekommt wieder eine überragende Bedeutung!

Ausschlafen? Nein: Heu machen!

Schönes Wochenende!


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RE: Dies und das für jeden was

#185 von petias , 12.07.2022 08:59

60 Jahre "Rolling Stones"

Am 2. Juli 1962 tritt eine Teenager Band im Marquee Club in London auf. Das war ihre Chance. Zum ersten Mal ein Auftritt (nach einigen Garagenkonzerten) vor 100 Leuten. Sie konnten kurzfristig für den Blues Musiker Alexis Korner einspringen, der einen Fernsehauftritt hatte, den er nicht verpassen wollte.
Sie waren eher eine Rock Band, bezeichneten sich damals aber als Blues Band, denn zu dieser Zeit hätte man sonst keine vernünftigen Engagements bekommen.

Heute, 60 Jahre später sind die Bandgründer Mick Jagger und Keith Richards immer noch dabei. Die restlichen Band Mitglieder haben ab und an mal gewechselt. Und der Name ist geblieben. Sonst, so Mick Jagger, wäre doch alles anders. Er hält nichts von dem 60-jährigen Jubiläum. Fand schon das 50. unpassend.

Aber - nach einer Herzklappen Operation - springt der 78-jährige Mick wieder wie eh und jeh über die Bühne.

Zurzeit sind die Stones auf 60ies Tour durch Europa.
Drummer Charlie Watts war 2021 mit 80 Jahren gestorben. Bis 2019 spielte er mit der Band. Für ihn sprang, mit 65 ein Jungster, Steve Jordan ein. Er senkt das Durchschnittsalter der Band beträchtlich!

I can't get no satisfaction!


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RE: Dies und das für jeden was

#186 von petias , 13.07.2022 09:31

Rund um die Befreiungshalle

Die Befreiungshalle steht in Kelheim, der Stadt, in der ich geboren wurde. Das monumentale Denkmal wurde im Auftrag von König Ludwig dem 1. von Bayern zum Gedenken an die Befreiungskriege von Napoleons Herrschaft errichtet. Sie steht auf dem Michelsberg, nahe der Einmündung der Altmühl in die Donau und ist das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Auf der Befreiungshalle hatte ich mit 15 oder so mit einer mir bis heute unbekannten Schönen meine erste sexuelle Erfahrung gemacht, bleibt also unvergesslich!

Rund um die Befreiungshalle ist ein Radrennen und Volksfest zugleich, wo die Strecke angeblich mitten durchs Bierzelt führt. Ich war noch nicht dabei! Wohl aber die Katharina, die Tochter meiner Cousine Gudrun. Ihr kennst sie schon von der Brünnstein - Tour, über die ich berichtet hatte.

Brünnstein - ein Hausberg meiner Schulzeit

Katharina war nicht mit auf dem Brünnstein. Sie hat in der Zeit unserer Bergtour ein 90 Kilometer langes Fahrrad Bergtraining absolviert. Und jetzt das Ergebnis:
Erster Platz in der Einzelwertung der Damen beim Rennen "Rund um die Befreiungshalle". Dabei ging es auch hoch zur Befreiungshalle und wieder runter. 40 mal die Strecke von 16,4 km 652 km und 8040 Höhenmeter. Hast du Töne?
Herzlichen Glückwunsch!

Ich bin heute noch stolz darauf mal an einem Tag 216 km mit einem Torpedo Dreigang Sportrad zurückgelegt zu haben. Von Poikam (Nähe Kelheim) nach Ruhpolding, meine Eltern besuchen. Und dieses Mädel fährt 652km bei 8040 Höhenmetern in 24 Stunden!






natürlich steht so ein Event dick in der Zeitung!


Zu Ehren der Kelheimer Fraktion der Familie hatten wir für das Sommerfest sogar Weltenburger Klosterbier besorgt. (Kloster Weltenburg ist durch den berühmten Donaudurchbruch von Kelheim getrennt. Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt!)
Leider waren sie krankheitsbedingt verhindert. Aber der Kasten ist trotzdem leer geworden!


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RE: Dies und das für jeden was

#187 von petias , 19.07.2022 23:32

Heuernte 2022 beendet!

Puh, geschafft. Eigentlich sind wir viel zu spät dran. Die Ute weiß von ihren Eltern: Heuernte nicht vor dem 1.Juli! Diese lokalen seit Jahrhunderten gültigen Regeln gelten zu Zeiten des Klimawandels so nicht mehr! Das Heu, das ich gemacht habe, um Flächen für das Fest freizuschneiden ist mit Abstand das beste geworden. Jetzt ist schon fast alles Kraut in Samen gegangen und die Stängel der langen Gräser sind hart wie Stroh. stärke- und faserreich, aber eiweißarm. Bis auf da, wo noch Bäume Schatten spenden. Da sieht es besser aus. Utes Weiden gaben kaum Heuertrag. Da mussten wir nochmal voll beim Nachbarn zuschlagen. Kurz vor seiner Abreise nach Ungarn hatte er gemeint, wir sollen mähen, soviel wir bräuchten. Dann müsse er es nicht mähen. Na, dann wird der sich freuen, wenn er wieder kommt, dass er nichts mehr machen muss! Der Heuschuppen ist gestopft voll. Aber nur dank des alten Heus von letztem Jahr, das übriggeblieben war. Letztes Jahr war ein gutes Heu Jahr, dieses durch die Trockenheit, eher dürftig. Zumindest für den, der so spät dran ist wie wir!

Die Tage sind lang!
Heute Morgen war ich mit dem Rad in Reichmannsdorf. Dort wohnt ein begnadeter Maurer und Bauer, der aber weder Smartphone noch Internetcomputer hat. Ich zeigte ihm ein paar Bilder von einem Haus, das mein Sohn sich in der Nähe kaufen will. Sein Rat deckte sich mit dem eines anderen Maurers und Handwerksgottes. Er hat sich sein Haus vom Feinsten aus einem Pferdestall gebaut:
Der Riss macht zwar Arbeit, aber ist kein K.O. Kriterium für den Kauf. Morgen fahre ich hin und mach eine Kalkbrückenprobe. Ich schmiere den Riss an einer Stelle mit Kalk zu und nach ein paar Wochen kann man sehen, ob er gerissen ist. Das wäre ein Zeichen, dass sich das Fundament noch immer senkt. Aber beide Baumeister rechnen nicht damit.

Danach habe ich das Heu auf Haufen gerecht. Zwei Stunden lang in sengender Hitze.
Dann Arbeit auf der Baustelle (Utes Mietshaus).
Nach dem Feierabend um 17:30 Uhr mit Christian das Heu einsacken (ich) und zum Heustadel schleppen und dort reinpressen (er).
Danach dann den Garten Gießen bis 23 Uhr. Die letzte Stunde mit Stirnlampe. Alle Pflanzen haben bei der Hitze noch nicht genug abbekommen. Morgen in der Frühe setze ich das Gießen fort.
Danach nach Steinheid radeln und die Gipsbrücke anbringen. Dann Baustelle ...

Gute Nacht!


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RE: Dies und das für jeden was

#188 von petias , 25.07.2022 08:40

Durch den Dichterwald zum Badesee

Neulich habe ich "Das bucklige Männlein" in die Gedichtsammlung des Forums aufgenommen. Als Autor sind "Achim von Arnim und Clemens Brentano" genannt. Das erinnert mich an eine Episode aus meiner Schulzeit. Es war nach der Periode in Ettal, im Gymnasium in Rosenheim. Mein Banknachbar Rochus und ich dichteten ein Gedicht, ich habe vergessen welches, aber es ging um Heimat oder Vaterland, was in der Art, auf unsere Schule um. Aus "weil es meine Heimat ist..." wurde "weil es meine Schule ist..." Wir schrieben unsere Namen drunter und gaben es dem Klassenlehrer. Der reichte es an den Direktor weiter und der schien davon so angetan, dass er es im Jahrbuch der Schule als amüsanten Beitrag abdruckte. Als Verfasser waren allerdings nicht, wie auf unserem Original, wir beide genannt, sondern nur Freund Rochus. "Rochus von Rochow" machte natürlich gleich viel mehr her, als Peter Matthias und so ließ der Direx mich einfach unter den Tisch fallen.
Darauf angesprochen erklärte er uns, dass es bei so einer Umdichtung nur um die Idee gehen würde, und die könnte nur einer von uns gehabt haben. Warum er diesen einen dann aber in Rochus von Rochow erkannte, diese Erklärung blieb er uns schuldig.

Carl Joachim Friedrich Ludwig „Achim“ von Arnim, Clemens Wenzeslaus Brentano und Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff waren die bedeutendsten Vertreter der Heidelberger Romantik.
Wohlklingende Namen, am besten von blauem Geblüt, schienen sehr wichtig zu sein. Vermutlich wurden deshalb Dichter wie Goethe und Schiller einfach nachträglich geadelt.
Allerdings bei den Gedichten und Liedern von Arnim und Brentano bei denen sie beide als Autor benannt sind, handelt es sich wohl eher um eine Sammlung von Volksgut, wie etwa bei den Brüdern Grimm bei den Märchen, und nicht um Coautorenschaft neuer Werke. Tatsächlich gaben die Beiden eine dreibändige Liedersammlung heraus: "Des Knaben Wunderhorn". Die drei Heidelberger Romantiker, Goethe, Schiller, Uhland, die Brüder Grimm... waren alle Zeitgenossen und kannten sich. Arnim und Goethe hatten allerdings ein Problem miteinander, weil sich ihre Frauen nicht verstanden hatten.

Solche Gedanken waberten mir durch den Kopf, als Ute, Christian und ich durch den Dichterwald radelten, auf dem Weg zu einem Badesee. Ich hatte vom Dichterwald - ein Abschnitt auf dem Rennsteig - bereits im Zusammenhang mit meinem Ausflug als Zug nach Probstzella berichtet.
I'm a train, I*m a train, I'm a chucka train yeah!

Mit Badeseen ist die Gegend um den Lichthügel nicht gerade sehr gesegnet, die meisten Gewässer, wie Stauseen dienen der Trinkwasserbereitung und sind mit Badeverbot belegt. So reisten wir die 1,5 Stunden mit dem Rad durch unsere Höhen und Tiefen zum Ölschnitzelsee, schon in Bayern gelegen, nahe Steinbach, das wir vom dortigen Wertstoffhof kannten, zu dem wir schon so manche Abfallfahrt gemacht hatten. Ob der Name wohl daher kommt, dass eine ortansässige Ölpresse ihre Abfälle dort verklappte? Jedenfalls war das Wasser sehr angenehm. Aber das, was ich mir unter einem Badesee so vorstelle, war der auch nicht. Tretboote, Restauration, Parkplätze... das volle Programm!
Ähnlich wird es mir nächste Woche ergehen, wenn ich zum Bergsee Ratscher fahre, an dessen Ufer ein Country- Festival stattfinden wird. Einen richtig guten Badesee habe ich noch nicht gefunden. Bleibt nur der Badefrevel in gesperrten Gewässern...

So erfrischend das Bad im Ölschnitzelsee auch gewesen war, nach der schweißtreibenden Heimfahrt über die Hügel war davon nichts mehr übrig!


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RE: Dies und das für jeden was

#189 von petias , 28.07.2022 10:38

Erdüberlastungstag

Schon wieder? Hatten wir den nicht erst? Ja, am 4 Mai.

Weltüberlastungstag Deutscdhland (2022)

Da hatten wir den Erdüberlastungstag bezogen auf Deutschland. Aber da viele Länder nicht so sehr über ihre Verhältnisse leben, wie wir, ist der weltweite Tag, an dem wir alle erneuerbaren Ressourcen, die diese Jahr von der Erde erzeugt werden, bereits verbraucht wurden heute. Natürlich ist das Thema viel zu komplex, um so etwas exakt auf den Tag zu ermitteln. Ich bezweifle, dass der Wahnsinn des Krieges in diese Berechnung eingeflossen ist. Aber es vermittelt zumindest ein Bild!
Gleichzeitig hungern viele Millionen Menschen, dabei erzeugen wir weltweit 5000 Kilokalorien an Nahrung. Das ist mehr als doppelt so viel, wie ein Mensch braucht. In den USA werden pro Person 8000 Kilokalorien verbraucht. 200 Millionen Kinder sind mangelernährt... : ein Verteilungsproblem!

1970 war das Jahr, in dem die Menschheit zum letzten Mal mit den Ressourcen der Erde (Luft, Nahrung, Wasser...) ausgekommen ist. Seither brauchen wir von Jahr zu Jahr mehr.
Würden alle leben wie wir, brauchte die Menschheit drei Erden! Am deutschen Wesen wird die Welt nicht genesen!

Also seien wir Putin dankbar, der uns zwingt endlich mit den erneuerbaren Energien ernst zu machen. Am Ende bekommt er noch irgendeinen Nobel- Preis dafür.


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RE: Dies und das für jeden was

#190 von petias , 01.08.2022 08:27

Ein Sommerwochenende

Statt Freitag bis Sonntag auf dem Country- Festival am Bergsee Ratscher blieb ich im Land (um den Lichthügel) und nährte mich redlich.


Garten und Ernte


Stromausfall! Lokal begrenzt, aber den örtlichen Baumarkt und Supermarkt hat es getroffen. Der Einkauf am Freitag fiel aus. Ein Mitarbeiter betätigt sich als Wächter der Güter. Man könne nicht mal nach Hause gehen, erzählt er mir. Durch den Stromausfall lassen sich nicht die Türen schließen. Nicht wirklich durchdacht wäre das, findet er. Wir plaudern ein wenig über den Strom und andere Abhängigkeiten unserer Gesellschaft...


jetzt ist es offensichtlich...
Mein Lieblingsfahrradladen ist Geschichte. Bis vor kurzen war der Laden noch in dem Zustand, in dem ihn der Corona- Tod des Besitzers vorgefunden hatte...


dafür gibt es mehr gebacken Blut


Spazieren gehen: da wo mal Wälder standen, versammeln sich die Holzvollernter zur Arbeitseinsatzbesprechung

Ohne Fotos: die Kirmes- Saison hat begonnen. Dieses Wochenende gab es eine in Igelshieb, nicht weit vom Lichthügel. Das Wappen des Stadtteils von Neuhaus: Ein Igel, der mit einem Beilchen Bäume fällt. Ein "Hieb" ist ein Kahlschlag im Wald. Trotzdem ist mir der Igel sympathischer als die Waldrodemonster...
Das schönste an diesen Volksfesten ist das Tanzen. Die Igelshieber waren sehr freundlich zu mir. Keiner verdächtigte mich des Drogenkonsums ob meines Tanzstils. Einige haben zeitweise mitgemacht.
Die Tanzfläche war eigentlich immer voll, was eher selten ist. Zeitweise musste ich passen. Mein Tanzstil erfordert etwas Platz!

Etwas Regen hat der Himmel auch gespendet und in den Wasserspeichern gähnt die Leere nicht mehr ganz so herzzerreißend.

Die englische Frauenfußball- Frauschaft ist Europameisterin. Knapp 80 000 ehren sie als "Sweet Carolines" ob die Engländer das mit ihrer Fußball Nationalmannschaft auch machen. Ist die Hymne dann das englische Gegenstück zu "Hänschen klein"?


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RE: Dies und das für jeden was

#191 von petias , 02.08.2022 09:11

Alle 11 Jahre tötet das CIA einen Terroristenführer der AL-Kaida.

nach dem Stoß, der der USA am 11. September 2001 versetzt worden war und an dem die Nation heute noch leidet, wurde nach 11 Jahre langem intensivem Bemühen der damalige Al-Kaida Chef Osama Bin Laden getötet. Danach übernahm sein Stellvertreter Aiman al-Sawahiri (war er auch schon 2001) die Führung der Terror- Organisation.

Wieder 11 Jahre später 2022 wurde Aiman al-Sawahiri jetzt von einer Drohne vom Balkon in seinem Haus in Kabul gebombt. Der 71-Jährige hat sich nicht aus dem Haus getraut. Die gelegentlichen Besuche auf dem Balkon waren seine einzigen Ausflüge an die frische Luft! Seiner Frau und den vier Kindern, die ebenfalls im Haus waren, wäre nichts passiert betont der stolze Biden, der einen positive Meldung dringend braucht!

Die Taliban nennen das lautstark den Bruch des Vertrages der Übergabe von Afghanistan an die mittelalterlichen Extremisten. Dabei steht da auch drin, dass sie nicht wieder den Terrorismus beherbergen wollten.

Ja, Herr Sawahiri, frische Luft wird überschätzt! Wer jetzt die 25 Millionen Dollar bekommt, die auf seinen Kopf ausgesetzt waren?

Bei der UN-Atomwaffen-Konferenz beschwören alle die Gefahr eines Atomkrieges. Auch Putin in einer Gruß Note an die Konferenz. Er erklärt, In einem Atomkrieg könne es "keine Gewinner" geben, ein solcher Krieg dürfe "niemals entfesselt werden". Russland würde "den Buchstaben und dem Geist" des Vertrags treu bleiben werde. Klingt gut, aber das sagt der Mann, der nur Stunden vor dem Beginn des Überfalls auf die Ukraine jede Kriegsabsicht bestritten hat. Wird es Zeit sich in die Stollen und U-Bahn-Tunnel zurückziehen?

Neuseeland öffnet das Land wieder für alle Besucher, Frankreich schafft alle Corona- Maßnahmen ab und Deutschland diskutiert die vierte Impfung für alle. Ist das die berüchtigte German Angst?

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: ein Schiff voller Mais soll die Internationale Weizenkrise lösen...


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RE: Dies und das für jeden was

#192 von petias , 09.08.2022 15:27

Sommergrippe

Letzten Mittwoch hatte ich (nach Montag und Dienstag Arbeit am Bau bei reichlich Staub) etwas Halsschmerzen und musste Schleim aus der Lunge hochhusten. Ich blieb zu Hause. Einige Bekannte hatten kürzlich oder haben gerade noch eine SARS-Cov-2 Infektion. Warum, überlegte ich, sollte mir gerade jetzt der Staub zusetzen, wo mein Atemschutz doch sehr viel besser geworden war. Es lag noch ein Test aus dem Winter herum -> negativ!

Aber es fühlte sich irgendwie so an, wie eine Infektion. Zwar anders als beim letzten Mal, z.B. keine Gliederschmerzen - zumindest nicht mehr als die Baustelle ohnehin verursacht - aber irgendwie auch vertraut! Donnertag Abend holte ich mir drei Tests aus der Apotheke im Dorf. Die Apothekerin verkaufte sie mir zwar, aber fand es reichlich überflüssig. Sollen sich doch alle infizieren, meinte sie, sonst hört das ja nie auf. Ich gab ihr recht, aber da ich am Wochenende nach Piesau zum Volksfest wollte, sagte ich, ich vermeide es Leuten mit Risiko, die es zweifellos gibt, gefährlich zu werden.

Freitagmorgen machte ich wieder einen Schnelltest: Positiv! Ich rief in der Hausarztpraxis an. Die Dame am Telefon erklärte mir, sie würden keine Abstriche zwecks PCR- Test mehr machen. Ich sollte mich einfach 5 Tage isolieren und fertig. Wenn ich eine amtliche Bestätigung wolle, dann muss ich in ein Testzentrum, kostet 60 Euro oder so. Dann wollte sie mir einen Termin für in einer Stunde geben. Wozu denn der Termin nötig sei, fragte ich. Ob ich denn keine Krankschreibung bräuchte? Nein, brauchte ich nicht.

Da labern die Medien und Institute immer was von den Inzidenzen und Infektionszahlen und dabei gibt es offensichtlich keine Daten! Ich recherchierte im Internet über die Rechtslage in meinem Landkreis.
Im Falle eines positiven Schnelltestes musste ich sehr wohl einen amtlichen Schnelltest in einem Testzentrum oder einen PCR- Test ebenda machen lassen. Das einzige Testzentrum im Landkreis war auf dem Gelände des DRK in Sonneberg. Die Testung erfolgte nur mit Termin. Den konnte ich mir telefonisch besorgen.
"In einer Stunde? Das schaffe ich nicht!"

Ich erklärte der Dame, dass ich mit dem Zug kommen müsste und es nicht vor 11:30 bis 12:00 Uhr schaffen könnte. Ich müsste auch erst den Weg zum DRK finden...
Obwohl das Zentrum bis 13 Uhr offen hat, war der letzte Termin, den sie mir geben konnte, um 11:45 Uhr. Die Leute wollte schließlich nach Hause.

Auf meine Nachfrage, ob es denn sinnvoll wäre, mit dem Verdacht auf eine Infektion mit dem Zug zu fahren, meinte sie, da würde ohnehin Maskenpflicht gelten. Ich solle sie diesmal einfach ernst nehmen. Offensichtlich fuhr sie auch manchmal Zug und wusste um die Maskenmoral Bescheid.

Beim DRK - Zentrum kam ich bereits kurz nach 11:30 an, wurde aber schon erwartet. Ich war der letzte Testant des heutigen Tages. Wie gut, dass ein Mann auch mal zu früh kommen würde, meinte die Testende verschmitzt.

Ich musste zum "Beweis" meines Infektionsverdachtes meinen Schnelltest vorweisen. Man wolle keine Steuergelder verschwenden. Diese Tests sind aber nicht personalisiert, schöner Beweis. Egal!

Ich bekam einen Aufkleber mit QR-Code auf meine Krankenkassenkarte geklebt und einen Zettel mit dem Namen der App, die ich herunterladen sollte, um mein Ergebnis zu erfahren. Der Abstrich erfolgte diesmal aus Mund und Nase.

Ich wünschte ein schönes Wochenende. Der Test war- entgegen der Auskunft der Mitarbeiterin in der Arztpraxis - kostenlos. Ich hatte auch gedacht mich daran zu erinnern, dass die Kostenpflicht wieder abgeschafft worden war. Eigentlich erstaunlich, dass das eine Praxismitarbeiterin des Hausarztes nicht wusste. Die schreiben ständig Leute krank, ohne eindeutigen Nachweis und kennen nicht mal die Rechtslage.

Statt auf die Kirmes ging ich viel spazieren. Viele Himbeeren und einige Brombeeren waren schon reif. Zwar klein, aber Wurm frei und lecker!
Sonntagnachmittag erreichte mich das Ergebnis der App: Indifferent! Für den Wert SARS-Cov-2 RdRp Gen mit der Zyklusgrenze von 40 hatte ich 40,1 Zyklen gebraucht. Dies wäre ein Ergebnis für den Anfang oder das Ende einer Infektion. Ich solle doch noch mal eine Probe einschicken.

Die Halsschmerzen waren längst wieder vorbei und der Schleim in der Lunge hatte schon deutlich abgenommen. Ich dachte, dann bin ich wohl zu spät für einen zweiten Genesenen Status (nur darum geht es mir)

Trotzdem machte ich Montag früh einen weiteren Schnelltest. Wieder positiv. Ich rief wieder die Terminvergabe an. Der Mitarbeiter wollte sich erkundigen, was in meinem Fall zu tun sei. Ich sollte in 10 Minuten nochmal anrufen. Mittlerweile, als ich wieder anrufen wollte, war ich Anrufer 7 und sollte warten. Das Ansageband mit 15 Minuten langem Text drehte sich in Endlosschleife. Hunderte Male wurde ich belehrt, dass die Ergebnisse nur über die App zu erfahren wären. Es dauerte 20 Minuten, bis ich dran war. Diesmal war mein Termin um 11:30 Uhr. Die Prozedur war dieselbe.

Dienstagmittag erreichte mich das Ergebnis. Diesmal war es ein sattes Positiv. Alle Werte konnten in deutlich weniger als 20 Zyklen ermittelt werden. Interessant: Solange ich noch Symptome hatte, war ich noch nicht eindeutig positiv, danach schon.

Jetzt haben sie wieder jemand für ihre Statistik!

Der Grund, warum ich mir so viel Mühe machte, meine zweite Infektion nachzuweisen: Aktuelle Studien zeigen, dass jemand, der genesen ist, sich damit sehr gut auf künftige Varianten des Virus vorbereitet. Für Geimpfte gilt das nicht. Im Gegenteil! Eine vierte Impfung mit demselben Impfstoff scheint kontraproduktiv. Der Körper denkt, diese komische Spike- Protein kenn ich doch schon, und sieht sich nicht veranlasst, groß was zu unternehmen.

Sollten die bekannten Verdächtigen - Lauterbach scharrt schon mit den Hufen - wieder über die Impfpflicht schwadronieren, ist jede nachgewiesene Infektion ein gutes Argument dagegen. Als Genesener von Delta und Omikron mit geringen Symptomen bin ich um Längen besser gerüstet für das, was aus der Richtung von SARS-Cov-2 kommen sollte, als Geimpfte und Geboosterte oder gar Aufgeplusterte...

Den Geboosterten in meinem Bekanntenkreis, die sich infiziert hatten (oder noch infizieren werden) und ein paar harte Tage durchleben müssen gebe ich den Trost mit auf den Weg: "Die nächste Infektion wird deutlich milder verlaufen..."

Nur noch stark Immungeschwächte, die bisher nicht das Glück hatten, genesen zu sein, sollten das immer noch nicht leicht einzuschätzende Risiko einer Impfung eingehen. Das Risiko der Nichtimpfung besteht für die Anderen nur im Verdienstausfall der Pharmaindustrie.


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RE: Dies und das für jeden was

#193 von petias , 14.08.2022 09:24

Nachtrag 1 zur Sommergrippe

heute nachmittag ist eine Wanderung angesetzt. Ich hatte schon vor zwei Wochen zugesagt. Dann kam die Sommergrippe dazwischen. Also habe ich eben nochmal einen Schnelltest gemacht. Negativ!



Ich hatte es nicht anders erwartet. Aber der Helmut, ein 96 jähriger Dorfbewohner war 4 Wochen im Krankenhaus, weil er so lange positiv gewesen sein soll....

rechtlich gesehen hätte ich bereits 5 Tage nach der ersten positiven Testung mit einem Schnelltest die Quarantäne verlassen können. Also bereits letzten Mittwoch. Aber ich wollte keinen Schnelltest vergeuden und habe lieber bis heute gewartet.

Gut, zugegeben in Quarantäne war ich nie. Ich war viel im Wald und Leuten, die in meine Nähe kamen, habe ich Bescheid gesagt. Beim Einkaufen trug ich eine Maske und hielt Abstand. Vermutlich ist das mehr, als die meisten Leute tun.

Vom Gesundheitsamt habe ich noch nichts gehört. Dafür braucht es noch einen zweiten Nachtrag!

Ich wünsche einen schönen Sonntag!


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RE: Dies und das für jeden was

#194 von petias , 16.08.2022 09:14

Wanderung zur Bergmannsklause

Ute hatte mich eingeladen zusammen mit drei Freundinnen von ihr und deren Partnern an einer Sonntag Nachmittagswanderung teilzunehmen. Wandern durch schöne Gegend und neue Leute kennenlernen ist so ganz nach meinem Geschmack!
Treffpunkt: Bahnhof Enstthal.

Ute und ich radelten von Lichte aus durch den finsteren Grund hinauf zum Bahnhof. Die Strecke ist dem Leser dieses Forums schon bekannt aus der Geschichte

Neue Freunde

Die Räder konnten wir im Radelständer des Bahnhofs einsperren und 10 Minuten später traf der Rest der Reisegesellschaft mit dem Zug, der idyllischen Süd Thüringenbahn ein, der von Sonneberg kommend nach Neuhaus fuhr. Zwischen 6 und 24 Uhr verkehrt die Bahn im Stundentakt und seit der Einführung des 9 Euro Tickets ist der Zug gut besetzt. Wie oft war ich früher der einzige Fahrgast, oder einer von Zweien oder Dreien. In solchen Fällen dachte ich immer besorgt darüber nach, wie lange der Staat Thüringen seine Subventionen aufrechterhalten würde? Die Karten werden neu gemischt. Putin und der Klimakrise sei Dank!

Die Begrüßung war herzlich und jeder war offen und mitteilsam. In zwanglosen Gesprächspaarungen liefen wir durch den Ort zu den Herz- erwärmenden und -weitenden Wanderwegen durch diese schön Land. Die Wunden im Wald, die menschliche Gier und der Klimawandel mit Vollstrecker Borkenkäfer geschlagen hatten, waren zwar unübersehbar, aber selbst daran kann man sich gewöhnen. Man greift zur "Das Glas ist noch halb voll" Version der Fakten und genießt, was noch geht!

Ziel war die ca. 7 Kilometer entfernte "Bergmannsklause", malerisch gelegen zwischen Steinach, Lauscha und Haselbach - ca. 2 Kilometer von jedem der Orte entfernt - mitten im Wald.

Die Anlage erinnerte mich an den "Botanischen Garten" in München. In einem parkähnlichen Gelände mit Sitzgruppen aus urigen holzgeschnitzten Stühlen und Tischen wuchsen unzählige heimische und zugezogenen Pflanzen benannt und erklärt durch Schilder. Die Kübelpflanzen, die irgendwo frostfrei überwintern mussten, waren durch Seile gesichert, damit sie nicht von gelegentlichen Böen umgeworfen würden.

Ich fragte mich, ob die Kübelpflanzen wohl im Bergwerk überwintern würden?

Die "Bergmannsklause" hat ihren Namen daher, dass sie ein ehemaliges Zechenhaus für den örtlichen Bergbau war.

Kulinarisch ist das Restaurant bekannt für seine Forellen aus eigner Zucht, aber auch Putenschnitzel und Wildgoulasch im ausgehölten Brot wurden von uns bestellt. Ich, als einziger Vegetarier und weitgehender Veganer musste auch nicht hungern. Meine Wahl viel auf einen Tomatensalat mit Zwiebeln. Aber - oh Wunder - es stand auch ein vegetarisches Gemüsegericht auf dem Speiseplan. Die Beschreibung erinnerte mich aber zu sehr an einen heimischen Eintopf. Da hätte der Koch nur verlieren können! Ute kannte den Koch. Der lebt jetzt in der Nähe von Bremen und pendelt wöchentlich nach Thüringen. Sein Wochenende fällt auf den Montag und Dienstag, Tage, an denen der Gasthof geschlossen hat.

Ursprünglich war geplant, dass wir nach dem Essen mit dem Zug von Steinach zurück nach Ernstthal fahren würden, Aber Ute hatte irgendwo auf dem Weg ihren Hut verloren, und so gingen wir beide den Weg zurück, den wir hergekommen waren. Statt des Hutes fanden wir Brombeeren zuhauf und lecker. Die waren schuld, dass wir erst in der Dämmerung bei unseren Rädern ankamen. Und - oh Verwunderung - da wartete geduldig der Hut. Gut, dass er nicht wusste, was er verpasst hatte.

Bei der Abfahrt durch den "finsteren Grund" war es bereits reichlich finster und ich nahm mir wieder einmal vor, das Licht am Rad zu reparieren...


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RE: Dies und das für jeden was

#195 von petias , 18.08.2022 21:54

Turbulentes Wochenende

diese Wochenende fürchte ich, wird nicht viel von mir kommen. Ich bin zum Festival "Woodstock Forever" in Waffenrod. (ich werde berichten)

Vielleicht wundert ihr euch, warum die letzten Tage es so viele Clicks im Forum gibt. Ich vermute, Anfang der Woche haben noch ein paar Teilnehmer der Wochenend Wanderung zur Bergmannsklause vorbeigeschaut.

Danach habe ich in einem Thread im Selbstversorgerforum mitgeschrieben, da haben wohl auch ein paar Leser vorbeigeschaut.

Selbstversorger Forum: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?

Vielleicht habt ihr Lust, da auch mal reinzulesen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!


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